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Sivananda_Das Buch der Gitas_Die Essenz des Advaita Vedanta

Geliebter Sucher, dieses Buch der Gitas ist der himmlische Schlüssel für dich, mit dessen Hilfe du den Eintritt in das Reich des Göttlichen Lebens und der Fülle erhälst. Diese Gitas enthalten lebensspendede Botschaften von erleuteten Sehern. Sie haben die Macht, dein Leben von Grund auf zu verwandeln . . .

I-16 Du durchdringst das

I-16 Du durchdringst das Universum – tatsächlich befindet sich dieses sogar in dir selbst. Du selbst bist die Form der Reinheit und des Bewusstseins – sei nicht so kleingeistig! I-17 Du bist wunschlos, wandellos, frei von Pflichten, frei von Leidenschaften, unergründliches Bewusstsein, ungerührt – strebe daher nach Bewusstsein und nach nichts anderem. I-18 Kenne das, was Form besitzt, als unwirklich, und das Formlose als wandellos. Nach der Unterweisung in der Wahrheit gibt es keine Rückkehr mehr in den Samsara. I-20 Der eine, allgegenwärtige Raum befindet sich außerhalb wie innerhalb des Kruges – auf dieselbe Weise existiert das ewige, unteilbare Brahman in der Vielzahl der Wesen. II-4 So wie Wellen, Schaum und Blasen nicht verschieden voneinander sind, so ist das durch das Selbst ausgedrückte Universum nicht verschieden von diesem. II-5 So wie eine sorgfältige Untersuchung ergibt, das Tuch aus nichts als Fäden besteht, so wird dieses Universum, wenn einmal gründlich erforscht, als nichts anderes als das Sein des Atman erkannt. II-7 Diese Welt erscheint aufgrund der Unwissenheit über das Selbst – sie erscheint nicht, sobald da Selbst- Erkenntnis auftaucht. Die Schlange erscheint aufgrund von Unwissenheit – wird das Seil erkannt, verschwindet die Schlange. II-8 Glanz ist Meine wahre Form – etwas anderes als das bin Ich nicht. Wenn sich das Universum manifestiert, bin immer nur Ich allein es, Der als dieses leuchtet. II-10 Dieses Universum, welches aus Mir selbst hervorgetreten ist, wird sich in Mir allein wieder auflösen – so wie Töpfe sich wieder in Erde, Wellen in Wasser und Schmuckstücke in Gold auflösen. II-11 Wie wunderbar Ich bin! Ich werfe mich vor Mir Selbst nieder – nie kann Ich zerstört werden. Selbst wenn das Universum von Brahma bis zum letzten Grashalm zerstört würde – ich existiere! II-12 Wie wunderbar Ich bin! Ich werfe mich vor Mir Selbst nieder – obwohl da ein Körper ist, bin nur Ich allein. 30

Weder komme noch gehe Ich – an keinen Ort. Ich existiere, indem ich das gesamte Universum durchdringe. II-13 Wie wunderbar Ich bin! Ich werfe mich vor Mir Selbst nieder – nichts kommt mir in meinem Können gleich. Ohne den Körper zu berühren, trage ich auf ewig das Universum. II-16 Oh, wahrlich wurzelt aller Kummer in der Dualität. Ein anderes Heilmittel dafür als die Erkenntnis, dass dieses sichtbare Universum falsch ist und Ich allein die reine Essenz des Bewusstseins bin, gibt es nicht. II-20 Körper, Himmel und Hölle, Bindung und Befreiung, Furcht – all dies sind bloße Einbildungen. Was habe Ich, der Ich reines Bewusstsein bin, mit ihnen zu schaffen? II-21 Oh, auch nicht in der Überfülle der Menschen erblicke ich Dualität. All dies ist nur wie eine Illusion – wer bin Ich, dass ich mich an etwas binden sollte? II-23 Oh, in Mir, dem großen, unendlichen Ozean, tauchen diese wunderbaren Wellen all der Universen auf, sobald der Wind des Verstandes weht. II-25 Oh Wunder! In Mir, dem unendlichen, großen Ozean, tauchen die Wellen all der Jivas 1 auf, stürzen übereinander, spielen darin (für kurze Zeit), und gehen entsprechend ihrer Natur wieder darin unter. III-2 Ah! Aufgrund der Unwissenheit über das Selbst entsteht die Liebe zu den Objekten der getäuschten Wahrnehmung, so wie aufgrund der Unwissenheit über die Natur der Perlmutter die Gier nach dem illusorischen Silber entsteht. III-3 Kenne dich selbst als Das, was die Universen hervortreibt wie die Wasser die Wellen – weshalb läufst du wie ein elendes Wesen umher? III-4 Wie kann es sein, dass jemand, der gehört hat, dass das Selbst Reines Bewusstsein und von außerordentlicher Herrlichkeit ist, noch von der Lust auf Frauen verunreinigt ist? III-7 Es ist erstaunlich, dass der Kenner der Wahrheit, dass der schlimmste Feind der Weisheit die Leidenschaft ist, und der altersschwach geworden ist und seinem 1 individuelle Seelen 31