Aufrufe
vor 3 Monaten

Sivananda_Das Buch der Gitas_Die Essenz des Advaita Vedanta

Geliebter Sucher, dieses Buch der Gitas ist der himmlische Schlüssel für dich, mit dessen Hilfe du den Eintritt in das Reich des Göttlichen Lebens und der Fülle erhälst. Diese Gitas enthalten lebensspendede Botschaften von erleuteten Sehern. Sie haben die Macht, dein Leben von Grund auf zu verwandeln . . .

Lebensende entgegengeht,

Lebensende entgegengeht, noch immer dem Vergnügen und der Wolllust nachjagt. III-9 Der Held dagegen, ob man ihm nun Festschmäuse serviert oder Hungers sterben lässt, jauchzt weder noch ist er zornig, denn er sieht stets nur das Eine, Absolute Selbst. III-11 Was könnte den kühn Denkenden, der dieses Universum als bloße Illusion betrachtet und alle Neugierde verloren hat, wohl in Furcht versetzen – und wenn ihm auch der Tod nahen sollte? III-12 Wer gliche wohl dieser großen Seele, die sogar in der Enttäuschung wunschlos bleibt und gesättigt von der Selbst-Erkenntnis ist? IV-4 Wer könnte diesen wohl davon abhalten, nur nach seinem eigenen Gutdünken zu leben – wer ist diese große Seele, die erkannt hat, dass diese ganze Welt nichts als das Selbst ist? IV-6 Wer weiß, dass das zweitlose Selbst die Quelle des ganzen Universums ist, handelt, wie er denkt, und empfindet niemals Furcht. V-1 Löse dich selbst in dem Wissen darum auf, dass du unangehaftet bist; dass du, der Reine, keiner Sache zu entsagen hast, und indem du diese Masse der Verkörperung (Körper und Verstand) zersetzt. V-2 Löse dich selbst in dem Wissen darum auf, dass das Universum wie Blasen im Ozean in dir aufsteigt und nur der Atman allein existiert. V-3 Löse dich selbst in dem Wissen darum auf, dass das Universum, obgleich sichtbar, nicht in dir, dem Reinen, existiert, da es eine Nicht-Wesenheit ist und einfach nur wie die Schlange im Seil auftaucht. V-4 Löse dich selbst in dem Wissen darum auf, dass du in Freude und Leid, Hoffnung und Enttäuschung, Leben und Tod derselbe und auf immer erfüllt bleibst. VI-1 Ich bin unendlich wie der Raum, diese Welt ist wie der Tonkrug nur ein Phänomen – das ist Weisheit. Dies muss weder zurückgewiesen noch akzeptiert oder zerstört werden. VI-4 Ich bin in allen Wesen, alle Wesen sind in Mir – dies muss weder zurückgewiesen noch akzeptiert oder zerstört werden. 32

VII-2 Lass die Wellen der Universen in Mir, dem unendlichen, großen Ozean, steigen oder fallen – dadurch werde Ich weder kleiner noch größer. VII-5 Oh, wahrhaftig bin Ich nichts als reines Bewusstsein – diese Welt ist nur wie ein Taschenspielertrick! Wie und wo könnte es daher ein Zurückweisen, ein Akzeptieren oder überhaupt nur den Gedanken daran in Mir geben? VIII-1 Bindung entsteht, sobald der Verstand nach etwas verlangt, um etwas trauert, etwas zurückweist, etwas erwerben will, über etwas frohlockt und ärgerlich über etwas wird. VIII-2 Die Befreiung ist da, wenn der Verstand weder verlangt, trauert, zurückweist, erwirbt, frohlockt noch ärgerlich wird. VIII-4 Befreiung ist da, wenn es kein „ich“ gibt. Bindung ist da, wenn es ein „ich“ gibt. Wisse dies und nimm nichts an und weise nichts zurück. IX-2 Selten ist die gesegnete Person, oh liebes Kind, die ihre Wünsche nach dem Leben, nach Vergnügen und Wissen durch Betrachten der närrischen Welt ausgelöscht hat. IX-3 Ein weiser Mensch wird still, sobald er erkennt, dass all dies hier verderblich, von Gebrechen (körperlichen, weltlichen und himmlischen) bedroht, wesenlos, nichtig und der Verachtung wert ist. IX-8 Wünsche sind gleichbedeutend mit Samsara – gib daher alle Wünsche auf. Die Austilgung des Samsara geschieht durch Entsagung der Wünsche – lebe danach, wie es dir gefällt. X-2 Erachte Freunde, Besitz, Wohlstand, Heime, Gattinnen, Verwandte und andere Besitztümer dieser Art wie bloße Träume oder Kunststücke eines Taschenspielers, die nur kurze Zeit andauern. X-5 Du bist das Eine, Reine Bewusstsein, das Universum ist leblos und irreal, auch Unwissenheit gibt es nicht – wie kann es dann noch in dir einen Wunsch nach Wissen geben? X-6 An Königreiche, Söhne, Gattinnen, Körper und Vergnügen bist du angehaftet, und doch verlierst du dies alles nach jeder Geburt wieder und wieder. 33

Sankaracharya_Atma Bodha