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Sivananda_Das Buch der Gitas_Die Essenz des Advaita Vedanta

Geliebter Sucher, dieses Buch der Gitas ist der himmlische Schlüssel für dich, mit dessen Hilfe du den Eintritt in das Reich des Göttlichen Lebens und der Fülle erhälst. Diese Gitas enthalten lebensspendede Botschaften von erleuteten Sehern. Sie haben die Macht, dein Leben von Grund auf zu verwandeln . . .

X-7 Fort mit all dem

X-7 Fort mit all dem Wohlstand, den Wünschen und den tugendhaften Taten – im einsamen Urwald des Samsara vermag der Verstand in all diesen Dingen doch keinen Frieden zu finden! X-8 In wie vielen Geburten hast du doch mit Körper, Verstand und Rede so schwer und mühevoll gearbeitet! Stehe nun wenigstens einmal von den Tätigkeiten ab. XII-6 Die Ausübung von Tätigkeit ist Unwissenheit – die Entsagung von aller Tätigkeit ist ebenfalls Unwissenheit. Da ich diese Wahrheit vollkommen verinnerlicht habe, bleibe ich ihr treu. XIII-1 Der beständige Friede, wie er durch Entsagung entsteht, kann auch nicht dadurch gewonnen werden, dass einer alles außer einem einzigen Kaupeena (Lendentuch) aufgibt. Indem ich daher sowohl Entsagung als auch Erwerben aufgebe, lebe ich glücklich. XIII-2 Der Körper macht immer wieder Schwierigkeiten, die Zunge erzeugt immer wieder Schwierigkeiten, der Verstand ersinnt immer wieder Schwierigkeiten. Indem ich ihnen entsage, habe ich mich selbst im höchsten Ziel des spirituellen Strebens verankert. XIII-4 Die Yogis, die dem Körper verhaftet sind, bestehen auf Tätigkeit und Untätigkeit. Da ich weder Vereinigung noch Trennung kenne, lebe ich glücklich. XIV-4 Die verschiedenen Verhaltensweisen desjenigen, der im Innern frei vom Denken ist, aber sich wie eine verwirrte Person im Außen so bewegt, wie es ihm gefällt, kann nur von denjenigen verstanden werden, die wie er sind. XV-1 Ein Mensch mit reinem Intellekt erreicht sein Ziel sogar durch absichtslose Belehrungen (durch andere), während andere auch nach lebenslangem Studium immer noch verwirrt sind. XV-2 Leidenschaftslosigkeit gegenüber Objekten bedeutet Befreiung – Leidenschaft für Dinge bedeutet Bindung. Darin besteht die Erkenntnis. Tue nun, was dir gefällt. XV-3 Diese Erkenntnis der Wahrheit macht eine beredsame, intelligente und äußerst aktive Person stumm, leblos und untätig. Daher wird sie (die Erkenntnis) von 34

denjenigen zurückgewiesen, die nach weltlichen Vergnügen suchen. XV-4 Du bist nicht der Körper und der Körper ist nicht deiner; du bist weder der Genießer noch der Täter; du bist die Form des Reinen Bewusstseins; du bist auf immer der Zeuge und wunschlos. Lebe glücklich! XV-5 Begehren und Hass gehören zum Dharma (Natur) des Verstandes. Der Verstand ist niemals du; du bist frei von Gedanken und ohne Wandel; du bist das Wesen des Reinen Bewusstseins. Lebe glücklich! XV-7 Oh du Form des Bewusstseins! Du bist in der Tat das, worin dieses Universum wie Wellen im Ozean erscheint – es gibt keinerlei Zweifel darüber. Mögest du frei vom Fieber sein! XV-8 Habe Vertrauen, oh liebes Kind, habe Vertrauen! Verfalle nicht in diese Selbsttäuschung. Du bist der Herr, du bist die Form der Erkenntnis, du bist der Atman, du bist jenseits der Prakriti 1 . XV-14 Was immer du auch wahrnimmst, du nimmst darin niemals etwas anderes als dich selbst wahr. Sind denn Schmuckstücke, Armreifen und Fußkettchen verschieden vom Gold? XV-15 Gib all diese Unterscheidungen zwischen „dies bin ich, dies bin ich nicht“ auf, betrachte alles als das Selbst (Atman), sei frei vom Denken, und sei glücklich. XV-16 Dieses Universum existiert gänzlich nur aufgrund deiner Unwissenheit. Tatsächlich bist du allein der einzige Existierende. Außer dir gibt es hier wirklich niemanden, der an Samsara gebunden oder nicht gebunden wäre. XV-20 Gib auch die Meditation vollständig auf, denke über nichts mehr nach – du bist bereits das freie Selbst. Was hoffst du durch Nachdenken zu erreichen? XVI-1 Oh liebes Kind! Du magst die verschiedensten Schriften auf vielfältigste Weise erörtern oder anhören, aber die Selbst-Verwirklichung kannst du außer durch das Vergessen von allem nicht erlangen. XVI-2 Oh weiser Mensch! Du magst den Samadhi genießen, ausüben oder praktizieren, aber dein Verstand 1 wandelhaftes psychisch/mentales/physisches Universum; Natur 35