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Sivananda_Das Buch der Gitas_Die Essenz des Advaita Vedanta

Geliebter Sucher, dieses Buch der Gitas ist der himmlische Schlüssel für dich, mit dessen Hilfe du den Eintritt in das Reich des Göttlichen Lebens und der Fülle erhälst. Diese Gitas enthalten lebensspendede Botschaften von erleuteten Sehern. Sie haben die Macht, dein Leben von Grund auf zu verwandeln . . .

wird trotzdem immer noch

wird trotzdem immer noch nach Dem verlangen, was jenseits allen Verlangens ist. XVI-3 Alle sind nur deshalb unglücklich, weil sie Tätigkeit ausüben – dieses Geheimnis kennt niemand. Diese eine Instruktion nur genügt dem glücklichen Menschen, um die Befreiung zu erlangen. XVI-4 Das Glück gehört dem Meister der Müßiggänger, für den schon die simple Handlung des Öffnens und Schließens der Augenlider lästig ist, und niemandem sonst. XVI-11 Lass Siva, Vishnu oder sogar Brahma deine Lehrer sein. Jedoch wirst du auch dann die Selbst- Verwirklichung nicht eher erreichen, bis du alles vergessen hast. XVII-2 Oh wahrlich, der Kenner der Wahrheit trauert um nichts in dieser Welt, denn dieses ganze Universum ist von ihm allein erfüllt. XVII-9 In demjenigen, für den der Ozean des Samsara restlos ausgetrocknet ist, gibt es weder Anhaftung noch Lossagung. Sein Blick ist leer, seine Taten sind absichtslos und seine Sinne impotent. XVII-14 Die große Persönlichkeit ist Selbst-zentriert und ungerührt, ob sie nun eine lieblich anzuschauende Frau oder den schreckenerregenden Tod kommen sieht – sie ist wahrhaftig frei. XVII-18 Der Weise mit dem geleerten Verstand weiß nichts von den einander widersprechenden Ideen von Konzentration und Nicht-Konzentration, von Vergnüglichem und Missvergnüglichem – er ruht in der Unbedingtheit. XVIII-8 Was sollte der Wunschlose wohl kennen, sagen oder tun müssen – wissend, dass der Atman Brahman Selbst ist, dass sowohl Existenz als auch Nicht-Existenz nichts als Einbildungen sind? XVIII-16 Wer das Höchste Brahman erkannt hat, meditiert folgendermaßen: „Ich bin Brahman.“ Woran sollte der von Gedanken Freie wohl denken, der neben sich kein Zweites sieht? XVIII-21 Wunschlos, stützenlos, nach seinem eigenen Gutdünken lebend, bewegt sich der, der frei von Bindung 36

ist, wie ein vom Wind der Samskaras 1 umhergetriebenes, trockenes Blatt. XVIII-27 Der Mensch der Weisheit, der der ermüdenden Debatten überdrüssig geworden ist, erlangt die Gemütsruhe und denkt nicht mehr, weiß nichts mehr, hört und sieht nichts mehr. XVIII-32 Die stumpfe Person wird durch Anhören der klaren Wahrheit noch verwirrter, während die intelligente Person sich ins Innere zurückzieht und dadurch anderen selbst als stumpf erscheint. XVIII-34 Die unwissende Person kehrt weder durch ihr Tätigsein noch Untätigsein ins Selbst zurück, während der weise Mensch bloß durch sein Kennen der Wahrheit im Selbst ruht. XVIII-39 Der Narr will Frieden und bekommt ihn nicht – der weise Mensch kennt die Wahrheit und befindet sich immer im Frieden. XVIII-40 Wie könnte es für denjenigen, dessen Wissen auf der Objektivität beruht, die Vision des Selbst geben? Der Weise sieht dies (die Objektivität) nicht, sondern allein das unvergängliche Selbst. XVIII-46 Die Elefanten der Sinnesobjekte, des Löwen der Wunschlosigkeit angesichtig geworden, machen sich stillschweigend aus dem Staub. Sind sie dann einmal unterworfen, werden sie zu Speichelleckern. (Der Gedanke hier ist, dass die Sinnesvergnügen für denjenigen, der in der Wunschlosigkeit verankert ist, zu einem bloßem Sport und Spiel werden, das ihn nicht bindet.) XVIII-49 Der Mensch der Wahrheit erfüllt seine Pflichten so, wie sie gerade auf ihn kommen; ohne ein Empfinden von (vom relativen Standpunkt aus gesehen) gut oder böse, denn alle seine Handlungen sind wie die eines Kindes. XVIII-53 Diese großen Seelen, die frei sind, befreit von den Einbildungen und Funktionen des Verstandes, erfreuen sich manchmal großer Vergnügungen und meditieren manchmal in Berghöhlen. XVIII-54 Im Herzen des Weisen gibt es nie Wünsche, ob er nun Männer der heiligen Wissenschaft oder einen Gott, 1 Samskaras: Gedankensamen; d. h. hier: den Impulsen seiner restlichen, vergangenen Geistestätigkeiten folgend 37