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Sivananda_Das Buch der Gitas_Die Essenz des Advaita Vedanta

Geliebter Sucher, dieses Buch der Gitas ist der himmlische Schlüssel für dich, mit dessen Hilfe du den Eintritt in das Reich des Göttlichen Lebens und der Fülle erhälst. Diese Gitas enthalten lebensspendede Botschaften von erleuteten Sehern. Sie haben die Macht, dein Leben von Grund auf zu verwandeln . . .

ehaupten, dass es da ein

ehaupten, dass es da ein Sein oder ein Nicht-Sein gäbe? Dies alles ist einfach nur ein Wunder für mich! 5. Darin bestehen die Summe und die Essenz des ganzen Vedanta, darin bestehen Erkenntnis und Weisheit: „Ich bin der Atman, der seiner Natur nach formlos und allesdurchdringend ist.“ 6. Es besteht kein Zweifel daran, dass Ich das alles beinhaltende, Göttliche Wesen bin – teilelos und wie der Raum, rein von Natur aus und ewiglich heilig. 7. Ich allein bin unverderblich, unendlich und die Form reinen Bewusstseins. Ich kenne weder Vergnügen und Schmerz und weiß auch nichts davon, weshalb diese irgend jemanden zu beeinträchtigen vermochten. 8. Für mich gibt es keine Tätigkeit des Verstandes – weder gute noch schlechte, keine Tätigkeit des Körpers – weder gute noch schlechte, keine Tätigkeiten der Rede – weder gute noch schlechte. Ich bin die Essenz der Erkenntnis – rein und jenseits der Reichweite der Sinne. 9. Der Verstand ist frei wie der Raum – der Verstand ist allesdurchdringend. Der Verstand ist gewaltig. Der Verstand ist alles. Und doch ist dieser Verstand nicht die höchste Wahrheit. 10. Ich, der Eine, bin dies alles – ungebunden durch den Raum und ohne Unterschiede (oder Befleckungen). Wie könnte Ich den Atman als sichtbar oder auf andere Weise existierend ansehen? 11. Du allein bist der Eine, der Homogene, Unverderbbare – wohnend im Sein aller Wesen. Weshalb weißt du dies nicht? Du bist auf ewig frohlockend und ungeteilt. Weshalb denkst du dann noch, dass es da Tag und Nacht gäbe? 12. Vergiss niemals, dass der Atman absolut ist und überall als derselbe existiert. Ich bin der Meditierende und das höchste Objekt der Meditation – wie wohl könnte das Unteilbare geteilt werden? 13. Du bist weder geboren noch tot – zu keiner Zeit hast du einen Körper. Wisse, dass alles Brahman ist. Dies erklären die Srutis 1 auf vielfältige Art und Weise. 1 heilige Schriften 40

14. Du bist innen wie außen, du bist immer selig und an allen Orten. Weshalb lässt du dich täuschen und läufst wie ein Gespenst hin und her? 15. Weder Einheit noch Getrenntheit existieren – nicht für dich und nicht für mich. Du bist ein Nichts, ich bin ein Nichts, die Welt ist ein Nichts – alles ist nur der Atman. 16. Weder bist du die fünf Prinzipien des Klanges noch hast du etwas mit ihnen zu tun. Du allein bist die Höchste Wirklichkeit. Weshalb empfindest du dann noch Bedauern? 17. Du bist ohne Geburt, ohne Tod und ohne Verstand. Du bist nicht in Bindung, nicht in Befreiung, weder gut noch schlecht. Weshalb weinst du dann, oh liebes Kind: Weder besitzest du Name oder Form noch ich. 18. Oh Verstand! Weshalb eilst du Verwirrter wie ein Teufel umher? Erkenne doch den Atman, der ohne Unterscheidungen ist! Sei glücklich, indem du den Wünschen entsagst. 19. Du allein bist die Wahrheit, die frei von allen Modifikationen, wandellos, die eine und die Form der höchsten Befreiung ist. Für Dich gibt es weder Leidenschaft noch Leidenschaftslosigkeit. Weshalb klagst du dann wegen der Wünsche? 20. Alle heiligen Schriften sprechen von der Einen Wahrheit, die eigenschaftslos, rein, unzerstörbar, körperlos und gleichmütig ist. Wisse, dass diese Wahrheit Ich Selbst bin – es gibt darüber keinerlei Zweifel. 21. Wisse, dass das, was Form hat, unwirklich ist – kenne daher das ungeteilte, formlose Eine. Nach der Unterweisung in dieser Wahrheit gibt es kein Wandern im Samsara 1 mehr. 22. Die Weisen erklären, dass da nur die Eine, Einheitliche Wirklichkeit sei. Sobald du Wunsch und mentale Tätigkeit aufgegeben hast, schwindet die Vielfalt. 23. Wie kann es Samadhi geben, wenn der Atman dual ist? Wie kann es wiederum Samadhi geben, wenn der Atman nichtdual ist? 2 Wie kann es außerdem Samadhi 1 Welt der Gegensätze, menschliches Leben aus Freude und Schmerz 2 d. h., weder bei realer Getrenntheit (Dualität) noch irrealer Getrenntheit (Nondualität) würde Meditation einen Sinn machen 41