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Sivananda_Das Buch der Gitas_Die Essenz des Advaita Vedanta

Geliebter Sucher, dieses Buch der Gitas ist der himmlische Schlüssel für dich, mit dessen Hilfe du den Eintritt in das Reich des Göttlichen Lebens und der Fülle erhälst. Diese Gitas enthalten lebensspendede Botschaften von erleuteten Sehern. Sie haben die Macht, dein Leben von Grund auf zu verwandeln . . .

den Verstand stets gut

den Verstand stets gut pflegen, denn nur in einem gesunden Verstand können die Fähigkeiten der Intelligenz gut gedeihen. II I-31 Wird der Krug zerbrochen, geht der Raum darin in ein Ununterschiedenes ein. Ich sehe keinerlei Unterschied zwischen dem Höchsten Selbst und dem reinen Verstand. I-33 Wisse unerschütterlich, dass Ich das bin, was überall und zu allen Zeiten ist, das Alles, das Selbst, das Ewige, das Feste. Das gesamte Sein ist gleichzeitig ein Vakuum als auch Fülle. Ich bin Dieses Höchste Selbst. I-58 Es gibt kein Lernen, keine Logik, keine Konzentration und keinen Yoga, keinen Ort, keine Zeit, keinen Guru, keine Unterweisung. Ich bin das aus sich selbst heraus existierende Bewusstsein, die Wirklichkeit, die wie der Himmel ist – wahr und dauerhaft. I-60 Wenn das Bewusstseinslicht allgegenwärtig, ewig, erfüllt und unterschiedslos ist – wie könnte es dann noch einen Raum dafür geben, um alles im Innern und Außen zu durchdringen? I-61 Das gesamte Universum leuchtet als eine unteilbare und unterschiedslose Masse. Oh, schaut euch nur diese Maya und diese großartige Täuschung an, die diese Einbildungen von Dualität und Nondualität entstehen lässt! I-65 Kenne den unverderbbaren Atman als weder geteilt noch nicht geteilt, als weder sorgenvoll noch freudevoll, als weder erfüllt noch nichtig. I-35 Wenn du allein diese Wirklichkeit bist, die ohne die Dualität des Durchdringenden und des Durchdrungenen existiert – wie kannst du dann das Selbst für entweder sichtbar oder unsichtbar halten? I-37 Wie könnte jemand wohl vom Selbst sprechen, das jenseits des Verstandes und der Rede ist, das frei von den Farben der Weiße ist usw., und von den Eigenschaften des Klanges usw.? I-42 Du bist Das – einen Zweifel an all diesem gibt es nicht. Und was sollte ich darüber hinaus noch (als Zweites 48

neben mir) kennen? Wie könntest du wissen, ob der Atman unkennbar oder selbst Selbst-Erkenntnis ist? I-47 Das Selbst ist weder Eunuch, Mann oder Frau noch Erkenntnis oder Vorstellung. Wie könntest du wissen, ob es selig oder nicht selig ist? I-52 Wenn du nicht frei bist, bist du auch nicht gebunden 1 . Wie könntest du dann wissen, ob der Atman mit oder ohne Form ist? I-57 Da ist weder Erkenntnis noch Nicht-Erkenntnis und auch nicht Erkenntnis zusammen mit Nicht-Erkenntnis. Wer diese Art von Erkenntnis allezeit beibehält, dessen Erkenntnis wird nicht mehr Widersprüchen unterworfen sein. I-62 Man sollte sowohl Unterschied als auch Nicht- Unterschied aufgeben, sowohl das Geformte als auch das Formlose, nämlich mit der Methode des „neti, neti“, und dann als Absolute Seligkeit existieren. I-66 Weder bin ich der Täter noch der Genießer. Ich besitze keinerlei Karma – weder der Vergangenheit noch der Gegenwart. Ich bin weder verkörpert noch entkörpert. Was bedeuten „Mein“-heit und „Nicht-Mein“-heit schon für jemanden wie mich? I-67 Ich habe keinerlei böse Wünsche usw. Ich kenne keine Sorgen um den Körper usw. Wisse, dass Ich der Eine Atman bin – hingedehnt wie der Himmel. I-68 Oh lieber Freund – du mein Verstand! Worin bestünde denn wohl der Nutzen all der Reden? All dies hier ist wahrhaftig unbeschreibbar. Seine Essenz besteht, wie ich dir wiederholt gesagt habe, darin, dass du nur diese Wirklichkeit bist, die ungebunden wie der Raum ist. I-70 Ob an einem heiligen Ort, im Haus eines Kastenlosen oder sogar im Zustand des Gedächtnisverlustes – sobald einer seinen Körper mit einem gleichmütigen Verstand verlässt, erlangt er die absolute Unabhängigkeit. I-72 Niemals denke ich oder erfreue ich mich an den Taten der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft 1 Der Grundgedanke ist, dass nur ein freies Wesen gebunden werden kann, daher beides zugleich und deshalb jenseits dieser beiden Zustände ist. 49