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Sivananda_Das Buch der Gitas_Die Essenz des Advaita Vedanta

Geliebter Sucher, dieses Buch der Gitas ist der himmlische Schlüssel für dich, mit dessen Hilfe du den Eintritt in das Reich des Göttlichen Lebens und der Fülle erhälst. Diese Gitas enthalten lebensspendede Botschaften von erleuteten Sehern. Sie haben die Macht, dein Leben von Grund auf zu verwandeln . . .

und ihren Früchten –

und ihren Früchten – darin besteht meine unerschütterliche Anschauungsweise. I-73 Entsagend allem Stolz, wohnend an einem abgeschiedenen Ort, gereinigt durch die immer gleichbleibende Essenz, allein lebend und erfüllt von Freude, erlangt der nackte Avadhuta das Alles im Absoluten Selbst. I-74 Wo es keine drei Zustände und keinen Vierten 1 gibt, da erlangt dieser das Absolute Selbst. Wo es keinen Dharma und Adharma 2 gibt – wie könnte es noch den Unterschied des Gebundenen und des Befreiten geben? I-75 Dies ist durch Mantras nicht zu erlangen. Dies ist durch den Veda und den Tantra nicht zu erlangen. Diese heilige Feststellung stammt vom Avadhuta, der frei von allen Wünschen und in die immer gleichbleibende Essenz eingetaucht ist. I-76 Weder allgegenwärtige Leere noch Fülle, weder Wahrheit noch Unwahrheit existieren als solche. Diese Aussage entstammt persönlicher Erfahrung und dem Wissen um die wahre Bedeutung aller Schriften. VI-1 Die Srutis 3 erklären verschiedentlich, dass wir, die Elemente wie der Raum und alles andere wie das Wasser in einer Luftspiegelung sei. Wenn all dies nur die eine, unterschiedslose, immer gleichbleibende Seligkeit ist – wie kann dann irgend etwas mit ihr vergleichbar sein? VI-4 Es gibt keine zwei Phänomene wie Tag und Nacht. Es gibt eine Verneinung von Zunahme und Abnahme (Sonnenaufgang und -untergang). Wenn all dies nur die eine, unterschiedslose, immer gleichbleibende Seligkeit ist – wie könnte es dann Sonne, Mond und Feuer geben? VI-7 Wenn es weder Unterschied noch die Verneinung des Unterschieds gibt, wenn es weder den Kenner noch das Gekannte gibt, wenn all dies nur die eine, unterschiedslose, immer gleichbleibende Seligkeit ist – wie könnte es dann drei Zustände und einen vierten Zustand des Bewusstseins geben? 1 Träumen, Wachen, Tiefschlaf und den transzendentalen, vierten Zustand 2 Dharma, Adharma: Lebenspflichten, Verletzung der Lebenspflichten 3 heilige Schriften 50

VI-8 Wenn alles jemals Erzählte und nicht Erzählte unwahr ist, wenn alles jemals Gewusste und nicht Gewusste unwahr ist, wenn all dies nur die eine, unterschiedslose, immer gleichbleibende Seligkeit ist – wie könnte es darin Objekte, Sinne, Intellekt und Verstand geben? VI-9 Wenn Himmel und Luft unwahr sind, wenn Erde und Feuer unwahr sind, wenn all dies nur die eine, unterschiedslose, immer gleichbleibende Seligkeit ist – wie könnte es darin Wolken und Regen geben? VI-10 Wenn die Welt nur ein eingebildetes Nichts ist, wenn der Körper nur ein eingebildetes Nichts ist, wenn all dies nur die eine, unterschiedslose, immer gleichbleibende Seligkeit ist – wie könnte es darin noch eine Unterscheidung zwischen guten Eigenschaften und bösen Neigungen geben? III-8 Weder ist es grob noch fein, weder kommt es noch geht es, weder hat es Anfang, Mitte oder Ende, weder ist es hoch noch niedrig. Ich spreche hier von dieser Wahrheit, von der Höchsten Wirklichkeit. Ich bin die unsterbliche Weisheit, die homogene Essenz – allesdurchdringend wie der Raum. III-9 Bedenke, dass alle Sinne die Formen des Absoluten sind. Bedenke, dass sämtliche Objekte die Formen des Absoluten sind. Kenne diese eine, makellose Wahrheit, die weder gebunden noch befreit ist. Ich bin die unsterbliche Weisheit, die homogene Essenz – allesdurchdringend wie der Raum. III-10 Ich bin ohne Makel und das Feuer, welches alle Makel verbrennt. Ich bin ohne Eigenschaften und das Feuer, welches alle Makel verbrennt. Ich bin ohne Bindung und das Feuer, welches alle Bindungen verbrennt. Ich bin die unsterbliche Weisheit, die homogene Essenz – allesdurchdringend wie der Raum. III-20 Wenn es die drei Zustände nicht gibt – wie könnte es dann den vierten geben? Wenn es keine drei Zeiten gibt – wie könnte es Viertel davon geben? Wahrhaftig ist diese Absolute Wirklichkeit der Höchste Friede. Ich bin die unsterbliche Weisheit, die homogene Essenz – allesdurchdringend wie der Raum. III-21 Ich trage an mir keinerlei Unterscheidungen von kurz oder lang, leicht oder schwer, weit oder eng, 51

Sankaracharya_Atma Bodha