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Sivananda_Das Buch der Gitas_Die Essenz des Advaita Vedanta

Geliebter Sucher, dieses Buch der Gitas ist der himmlische Schlüssel für dich, mit dessen Hilfe du den Eintritt in das Reich des Göttlichen Lebens und der Fülle erhälst. Diese Gitas enthalten lebensspendede Botschaften von erleuteten Sehern. Sie haben die Macht, dein Leben von Grund auf zu verwandeln . . .

Die

Die kleineren Gitas Die Essenz der Anu Gita Diese Gita ist Teil des Ashvamedha-Parva des Mahabharata 1 . Arjuna bittet Sri Krishna darum, ihm die ursprüngliche (Bhagavad) Gita erneut zu erzählen, da er diese, seit sie ihm zur Zeit des Krieges übermittelt worden war, wieder vergessen habe. Als Erwiderung erklärt Sri Krishna, dass eine Wiederholung der Gita unmöglich sei und erzählt anstelle dessen eine Geschichte, die verschiedene spirituelle Lehren als eine Fortsetzung der ursprünglichen Bhagavad Gita enthält. I-30 Nirgendwo kann dauerhaftes Glück gefunden werden. Nirgendwo sieht man einen auf immer andauernden Zustand. Anstelle dessen erlebt man stets nur den Fall aller jemals erreichten Positionen, auch der großartigsten, wie groß und mühevoll auch immer die Bestrebungen gewesen sein mochten, sie zu erlangen. I-32 Wieder und wieder gibt es da den Tod. Wieder und wieder gibt es Geburt. So viele verschiedene Nahrung wurde gegessen, und von so vielen verschiedenen Mutterbrüsten wurden getrunken. I-33 So viele und zahlreiche Mütter und verschiedenste Väter wurden erblickt. Auch wunderbare Erfahrungen und schreckliche Schmerzen wurden erlebt. I-33 Die Trennung von den Lieben und auch das erzwungene Zusammenleben mit den Hassenswerten wurden erfahren. Aller Reichtum, obwohl mit so viel Mühe und Leiden erworben, ging wieder verloren. I-35 Unerträgliche Beleidigungen wurden ertragen, von Verwandten und auch von anderen. Äußerst starken Schmerzen des Körpers und von Verstand und Seele wurde man ebenfalls unterworfen. 1 indisches Nationalepos 64

I-36 Extreme Formen von Entehrung tauchten auf. Schauerliche Morde und Gefangennahmen mussten erlebt werden. Viele Male wurden Stürze in die Hölle und Leiden in der Heimstatt Yamas 1 erfahren. I-37 Viele Male haben Alter und Gebrechen Mühen verursacht. Durch stetiges Aneinander-Reiben der Gegensatzpaare in dieser Welt wurde so viel Sorge erlebt. I-38 Nachdem ich auf diese Weise von Unterjochung, Beleidigung und Leiden aller Arten in Stücke gerissen worden bin und in schweren Kummer versank, habe ich Ekel gegenüber allem entwickelt und und den drei Welten entsagt. II-7 Wer dem Lebensende entgegengeht, beginnt auf verdrehte Weise zu handeln. Sein Intellekt umwölkt sich, sobald der Tod naht. II-8 Wer vom Materiellen besessen ist und seine körperliche Verfassung, seine Kraft und seine Umstände nicht richtig beurteilt, isst zum falschen Zeitpunkt das, was schädlich für sein eigenes Selbst ist. II-9 Ein solcher Mensch wird allen möglichen Arten von Leiden unterworfen – entweder nimmt er zuviel zu sich oder sogar überhaupt nichts. II-10 Er verzehrt verseuchte Nahrung und Fleisch, und eine solche Nahrung richtet beim Zusammenkommen Schaden an. Er nimmt zu schwere Mahlzeiten zu sich und überisst sich sogar dann, wenn Verdauungsstörungen bestehen. II-11 Er ist zu sorglos und verspielt, und ergeht sich zuviel im Geschlechtsverkehr. Da er durch die Karmas 2 kontrolliert wird, handelt er nur aufgrund von Impulsen. II-12 Er isst zu scharf gewürzte Speisen und schläft am Tage. Handlungen wie diese stacheln die sündhaften Neigungen der Person zur Unzeit, noch weit vor der Todesstunde, an. III-1 Handlungen, gute wie schlechte, vergehen nicht. Indem sie wieder und wieder begangen werden, reifen ihre Früchte in verschiedenen Körpern und auf gleiche Weise heran. 1 Gott des Todes 2 d. h. hier: blinde Leidenschaften und Gewohnheiten aus der Vergangenheit 65