Aufrufe
vor 3 Monaten

Sivananda_Das Buch der Gitas_Die Essenz des Advaita Vedanta

Geliebter Sucher, dieses Buch der Gitas ist der himmlische Schlüssel für dich, mit dessen Hilfe du den Eintritt in das Reich des Göttlichen Lebens und der Fülle erhälst. Diese Gitas enthalten lebensspendede Botschaften von erleuteten Sehern. Sie haben die Macht, dein Leben von Grund auf zu verwandeln . . .

I-32 In welches Objekt

I-32 In welches Objekt einer auch immer alle seine Zuversicht gesetzt und wofür er sein Herz entflammt hat – schon während des Anblickens beginnt all dieses schon wieder zu verderben! Was kann es dann überhaupt Gutes auf dieser Erde geben? I-34 Auf welches Objekt der Mensch auch immer seine Liebe richtet – dieses Objekt wird für ihn zur Quelle seiner raschen Zerstörung. I-36 Während der Kindheit befindet man sich in der Gewalt der Unwissenheit. In der Jugendzeit wird man von den Frauen überwältigt. Der Rest des Lebens wird von den Schwierigkeiten des Familienlebens bestürmt. Was kann dieser Narr denn schon Sinnvolles tun? I-37 Stets nur nichtig, beeinträchtigt von der Misere der wechselnden Lebensumstände, vergänglich, dürr und wertlos ist dieser Samsara. Und doch vermag der Tor dies nicht zu erkennen. I-39 Wo sollte denn wohl der Ort im Himmel, auf der Erde oder in den Unterwelten sein, an dem man frei von all diesem Unglück ist? I-41 Das Nicht-Sein überthront das Sein. Hässlichkeit nimmt den Platz der Schönheit ein. Alle Vergnügen werden von den Sorgen angeführt. Weshalb sollte ich mich all diesem zuwenden? I-42 Die gesamte Welt ist ununterschieden (sehr dicht) von den geringen Kreaturen, den weltlich Gesinnten, bevölkert, die in großer Zahl geboren werden und sterben. Schwierig ist es, wirklich gute und weise Leute zu treffen. I-44 Es gibt Personen, die durch Öffnen und Schließen des Augenlids zahlreiche Universen erschaffen und zerstören. Was ist jemand wie ich im Vergleich mit diesen? I-49 Dieses Universum ist nur wie eine zufällig aufgetauchte Erscheinung. Aufgrund seiner Illusioniertheit schafft der Tor vergeblich den Unterschied zwischen dem Wünschenswerten und dem nicht Wünschenswerten. I-50 So wie eine Motte ins Feuer zu fallen wünscht, so bin auch ich diesen nichtigen Vergnügen verhaftet, die niemals dauerhafte Zufriedenheit bringen und nichts als Aufregung und Bestürzung hervorrufen. I-51 Es ist besser, sich in das lodernde Höllenfeuer zu stürzen und darin zu verbrennen, als in den 78

Unternehmungen des Samsara, in denen man durch Schmerz und Kummer hin und her geschleudert wird, zu leiden. I-53 Diese unglücklichen Wesen, die den Schrecken der gewaltigen Schmerzen und Sorgen des Samsara zum Opfer gefallen sind – gewiss werden sie alle anderen Leiden wie süße Vergnügen betrachten! I-60 Ah! Endlich wurden mir die Augen geöffnet. Jetzt bin ich glücklich. Nun wurde der Dieb, der den Atman 1 gestohlen hat, gefasst. Dieser Verstand war der Dieb – ich werde ihn nun töten. Seit langem wurde ich von diesem Dieb beunruhigt. I-63 Endlich wurde ich von den weisen, großen Siddhas auf die richtige Weise erweckt. Ich werde Zuflucht zum Selbst nehmen, das die Quelle des Höchsten Seligkeit ist. I-65 Oh Unterscheidung! Ich werfe mich vor dir nieder. Jetzt endlich kann ich die irrealen Ideen des „ich bin dies“ und „dies gehört mir“ usw. vollständig und mit Gewalt vertreiben. Indem ich den äußerst machtvollen Verstandesfeind töte, werde ich den Frieden erlangen. * * * 1 das göttliche Selbst 79

Sankaracharya_Atma Bodha