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Sivananda_Das Buch der Gitas_Die Essenz des Advaita Vedanta

Geliebter Sucher, dieses Buch der Gitas ist der himmlische Schlüssel für dich, mit dessen Hilfe du den Eintritt in das Reich des Göttlichen Lebens und der Fülle erhälst. Diese Gitas enthalten lebensspendede Botschaften von erleuteten Sehern. Sie haben die Macht, dein Leben von Grund auf zu verwandeln . . .

und Isvara begrenzen,

und Isvara begrenzen, und der Dharmas, die aus ihnen Objekte der Wahrnehmung machen; durch das Erfassen ihrer inneren Essenz des Reinen Bewusstseins mit der Hilfe der Methode des Bhaga-Tyaga-Lakshana 1 und dem daraus folgenden Kennen des eigenen Selbst erlangt einer das Absolute. 28. Es ist der grobe Körper, der aus den fünf verfünffachten Elementen zusammengesetzt ist, der die Heimstatt des Genusses der Früchte der Tätigkeiten – Freude und Schmerz – ist, der einen Anfang und ein Ende hat, der aus dem Karma heraus geboren und durch Maya charakterisiert ist, der das begrenzende Attribut des Atman darstellt. 29. Der subtile Körper besteht aus Verstand und Psyche, dem Intellekt, den zehn Sinnen und den fünf Pranas 2 . Geboren ist er aus den nicht verfünffachten Elementen. Er ist es, der den groben Körper im Erfahren der Vergnügen usw. bewegt. Darin besteht das weitere begrenzende Attribut des Atman. 30. Maya ist der anfangslose, unergründliche und wichtigste kausale Körper des Atman. Er ist unbeschreibbar. Aufgrund seiner (des Körpers) verschiedenen Modi der Begrenzung erscheint das Brahman als Ishvara und Jiva 3 . Die Identifikation des (persönlichen) Selbst mit dem (Höchsten) Selbst sollte mit der Hilfe logischer Methoden praktiziert werden. 31. Ein Kristall erscheint als rötlich, sobald er in die Nähe einer roten Blume gehalten wird. Auf dieselbe Art erscheint der Atman aufgrund seiner Nähe dazu in der Gestalt der fünf Hüllen 4 . Sobald man über den großen Ausspruch „Asangoyam Purusha“ 5 meditiert und kontempliert, erkennt man, dass dieser Atman unberührt, geburtlos und nondual ist. 32. Die Zustände des Verstandes sind dreifach: Wachen, Träumen und Tiefschlaf. Sie sind seiner Verbindung mit den 1 d. h., durch Aufhebung der einander widersprechenden Gegensätze zur dahinterstehenden Einheit gelangen 2 „Körperwinde“, d. h. die Energiezentren des Körpers 3 d. h., als Gott und individuelle Seele 4 Nahrungskörper, psychischer Körper, Verstandeskörper, Erkenntniskörper, Seligkeitskörper 5 wörtl.: „Dieser Purusha (Gottperson) ist unberührt“ 82

drei Gunas 1 geschuldet. Diese sind in Wahrheit die falschen Zustände des Verstandes, denn zwei von ihnen sind in der Anwesenheit eines anderes abwesend. Sie besitzen nicht die Natur des Höchsten Brahman, welche ewig, absolut und selig ist. 34. Mit der Hilfe der Methode „neti, neti“ 2 sollte man das gesamte Universum verneinen und darin die Unsterbliche Essenz der Masse des Bewusstseins kosten. Nachdem man diese Essenz des Seins ergriffen hat, sollte man allem anderen entsagen – so wie man Schale und Haut einer Frucht fortwirft, nachdem man ihren Saft ausgesaugt hat. 35. Der Atman wird nicht geboren und stirbt nicht. Er nimmt nicht zu und nicht ab. Er ist jenseits aller Beifügungen betreffend seine Größe; d. h., er ist unübertrefflich. Er ist von der Natur der Seligkeit selbst, er ist selbstleuchtend, allesdurchdringend, uralt und ohne ein Zweites. 37. Adhyasa bzw. Überlagerung wird derjenige Vorgang genannt, durch den aufgrund von Täuschung ein von einem anderen verschiedenes Ding fälschlicherweise mit diesem anderen Ding verwechselt wird. So wie dem Seil eine Schlange überlagert wird, so wird die Welt Brahman überlagert. 38. Die Idee des Ego oder „Ich“ ist die allererste Überlagerung des Atman, der selbst frei von der Unvollkommenheit des Denkens und der Illusion und reines Bewusstsein ist. All dies ist nichts als schiere, falsche Identifikation mit dem Atman, welcher die Ursache von allem ist – dem leidfreien Brahman, dem Höchsten Absoluten. 41. Der Atman, das Chidabasa 3 und der Verstand scheinen durch wechselseitige Verbindung bzw. Überlagerung an den Attributen des jeweils anderen teilzuhaben, weil sie gemeinsam existieren und so miteinander in Verbindung treten, wie das Eisen, welches im Feuer liegt, an der Natur des Feuers teilhat. Die intelligente Natur des Atman taucht im Verstand wieder auf, während die nicht-intelligente Natur des Verstandes 1 die drei Grundqualitäten des Universums: Erregung, Trägheit, Gleichgewicht 2 „nicht dies, nicht dies“ 3 Reflektion des Atman in der Form des Ego 83