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Sivananda_Das Buch der Gitas_Die Essenz des Advaita Vedanta

Geliebter Sucher, dieses Buch der Gitas ist der himmlische Schlüssel für dich, mit dessen Hilfe du den Eintritt in das Reich des Göttlichen Lebens und der Fülle erhälst. Diese Gitas enthalten lebensspendede Botschaften von erleuteten Sehern. Sie haben die Macht, dein Leben von Grund auf zu verwandeln . . .

Nur dieser Höchste

Nur dieser Höchste Glanz ist der Höchste Friede. Nur dieser Höchste Glanz ist der Höchste Zustand. XV-27 Das Höchste Licht ist, was Ich bin. Das Höchste Licht ist, was du bist. Du bist das Höchste Licht. Suche daher mit allen deinen Kräften nach diesem Höchsten Licht. XV-40 Indem er den Übeln von Lust, Zorn, Stolz, Gier und Verblendung entsagt, wird der Parivrat 1 frei von der Unreinheit. XV-44 Noch niemals wurden Wünsche durch ihre Befriedigung erfüllt. Anstelle dessen nehmen sie noch zu wie das Feuer, in welches geklärte Butter gegossen wird. XV-45 Von demjenigen sagt man, dass er seine Sinne beherrscht habe, der beim Hören, Berühren, Essen, Sehen oder Riechen weder erfreut noch traurig ist. XV-46 Wer nicht empfindet: „Dies ist gut“ und „dies ist nicht gut“, und die Nahrung isst, wie sie auch immer ohne seine Anhaftung daran zu ihm kommt, wer nur das Nötigste spricht und dabei die Wahrheit auf angenehme und angemessene Weise sagt – dieser ist wahrhaftig der „Mensch ohne Zunge“ (im spirituellen Sinne). XV-47 Derjenige ist wahrhaftig geschlechtslos, der seinen Blick weder auf einem neugeborenen Kind, einem sechszehnjährigen Mädchen oder einer hundertjährigen Frau ruhen lässt. XV-48 Wer nur für sein Biksha 2 und den Drang der körperlichen Bedürfnisse unterwegs ist und nicht weiter als acht oder neun Meilen wandert, ist wahrlich ein lahmer Mensch. XV-49 Wessen Blick nichts anschaut, ob er nun geht oder steht, und wer den Blick nicht weiter als vier Fuß von seinem Körper ab gerechnet erhebt, ist wahrhaftig ein blinder Bikshu 3 . XV-50 Wer nach dem Anhören guter oder schlechter Worte – seien sie nun süß oder grob –, die Sorge oder Freude hervorrufen können, gleichgültig bleibt, ist wahrhaftig taub. 1 Asket 2 Bettelspeise 3 Bettelmönch 98

XV-51 Wer wie ein Mensch im tiefen Schlaf mit ruhigen Sinnen verbleibt, obwohl die Objekte der Sinne vor seinen Augen tanzen, während er selbst durchaus fähig zum Genuss wäre, wird als einer bezeichnet, der frei vom Bewusstsein 1 ist. XV-54 Ein Brahmin (ein weiser Mensch) sollte Respekt stets wie Gift hassen. Er sollte anstelle dessen wie nach Nektar stets nach Beleidigungen verlangen. XV-55 Wer beleidigt wird, schläft glücklich, steht glücklich auf und bewegt sich glücklich in dieser Welt. Wer jedoch andere beleidigt, verdirbt rasch. XV-57 Man sollte wegen eines zornigen Menschen nicht zornig werden. Man sollte auch dann angenehm reden, wenn man durch Ärger erregt wird. Niemals sollte man ein einziges Wort der Lüge gleich welcher Art sprechen. XV-58 Verankert im Selbst, das Einssein überall erblickend und nur mit dem Selbst als Wandergefährten sollte man über die Erde wandern und nach dem Glück suchen. * * * 1 d. h. hier: frei von objektivem Bewusstsein 99

Sankaracharya_Atma Bodha