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mosquito magazin | 124 | februar 2018

Das Magazin für Osnabrück & Umgebung, im Taschenformat.

034 * tipp sUsanne

034 * tipp sUsanne ackerMann karin kopka-MUsch christoph peter sei- Del nuLL iLLusion 16. Februar (Eröffnung: 19 uhr) bis 07. april 2018 Kunstraum hase 29 www.hase29.de Hasestraße 29/30, 49074 Osnabrück

tipp * 035 Kaum ein anderes Medium kontrastiert die allgegenwärtige Bilderflut und lässt in seiner Einzigartigkeit die durch Medien geprägten Sehgewohnheiten bewusst werden wie das gemalte Bild. Die drei Künstlerinnen und Künstler Susanne Ackermann, Karin Kopka-Musch und Christoph Peter Seidel machen das in der neuen Ausstellung "Null Illusion" im Kunstraum hase29 auf unterschiedliche Weise erlebbar. Sie stellen Farbe als autonomes bildnerisches Ausdrucksmittel in den Focus und setzen die raumbildende Eigenschaft zu Bildfläche, Ausstellungsraum und Betrachter in Beziehung. Malerei wird zum Erfahrungsfeld für entschleunigtes Sehen und räumliches Erleben durch Farbe. Susanne Ackermanns Malerei verlangsamt den Blick und führt das Auge des Betrachters gleichzeitig in unaufhörlicher Bewegung durch ein rhythmisches Geflecht aus sich überlagernden Pinselspuren in Form von Bögen, Schleifen oder geraden Linien. Die strenge Form der in Länge und Breite variierenden Pinselspuren formt eine vielschichtige und dennoch klar erkennbare, individuelle Struktur. Das Auge kann sich der Tiefenwirkung dieser Malerei kaum entziehen. Karin Kopka-Musch erforscht in ihren Werken die Möglichkeiten jenseits der Leinwand, wenn sie den Ausstellungsraum zum Experimentierfeld erklärt und in einem mehrtägigen Prozess ein malerisches Raumbild aus Figuren und Farbverläufen schafft, das sich auf der Wandfläche fortsetzt. Der Betrachter ist eingeladen, dem weitverzweigten Gerüst aus Formen, Flächen und Farben zu folgen und Verbindungen zu entdecken, die zwischen gemalten und architektonischen Elementen des Raum- Bild-Ensembles entstehen. Christoph Peter Seidel erforscht in seiner Kunst das Phänomen der Farbe im Grenzbereich zwischen Malerei und Skulptur, zwischen bildlicher und objekthafter Gestaltung. Er erzeugt Farbkonstrukte, die auch ohne einen Bildträger auskommen, indem er mit Verdickungsmitteln angerührte Farbe in dünnen Linien aufschichtet und dabei ein selbsttragendes Gerüst aus Farbmaterie erzeugt. Der Malgrund verliert dadurch an Bedeutung und lässt das traditionelle Bildverständnis ins Wanken geraten. – – – – – – – – Bildnachweis: – – – – – – – – Von oben nach unten: Susanne Ackerman, Karin Kopka, Christph Peter Seidel (Bild rechts: Detail) – – – – – – – –

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