BuV - Business und Vermarktung Dez/Jan 2017-2018

thomas.kiessling

Das neue BuV - mehr Auflage, größeres Gebiet, spannende News und Stories.

Sport ist Standortmarketing - 26 -

spräch und verschaffte ihnen bares Geld. Man kann das

messen. Das Marktforschungsunternehmen ValuMedia

hat das getan und einen Werbewert von 14 Millionen

Euro ermittelt. 555 Werbespots bei RTL zur Prime Time

müsste die Doppelstadt schalten, um eine vergleichbare

Reichweite für sich zu bekommen. Außerdem sorgen

die Profis für ein Plus von 7,4 Millionen Euro im kommunalen

Säckel – ermittelt aus direkten und indirekten

Steuereffekten.

Auch die Profis sollen vom OrangeCampus profitieren.

Kurze Wege sind im Leistungssport enorm wichtig. Die

Erstversorgung nach einer Verletzung spielt hier eine

Rolle, genauso wie die Zeitersparnis, die eine längere

Regeneration ermöglicht. „Alles auf einem Grundstück

– das wäre ein Riesenschritt für Ulm und den deutschen

Basketball“, sagt Basketball-Bundestrainer Chris Flemming.

Noch wichtiger als die unmittelbaren Effekte sind

die langfristigen Auswirkungen. Ein Club, der in den

letzten sechs Jahren fünf Mal im Halbfinale und zweimal

im Finale stand, aber trotzdem nicht zu den finanziellen

Alphatieren der Bundesliga gehört, muss sich etwas

einfallen lassen, um langfristig konkurrenzfähig zu

bleiben. Er muss eine Nische finden, die ihn auszeichnet.

NBA-Spieler aus Ulm? Wieso nicht!

„Im Basketball war in Europa Treviso lange Jahre das

Nonplusultra. Zahlreiche NBA- und europäische Topspieler

wurden dort entwickelt“, sagt Dr. Thomas Stoll.

In Treviso, der norditalienischen Stadt 30 Kilometer

entfernt von Venedig, wurde Andrea Bargnani ausgebildet.

Bargnani ist bis heute der einzige Europäer, der

im NBA-Draft an Nummer eins gezogen wurde. „Langfristig

traue ich uns zu, dass wir in Ulm NBA-Spieler

ausbilden“, sagt Manager Stoll. Mittelfristig soll auf

dem Campus eine Generation von Spielern heranreifen,

die ratiopharm ulm eine Alternative im Feilschen

um die Topsstars bietet. Denn längst operiert die Konkurrenz

mit Spieler-Etats, die viermal höher sind als das

der Ulmer. Was in der 16-jährigen Geschichte von BBU

’01 noch Seltenheitswert hatte, soll zukünftig zu Regel

werden – nämlich gebürtige „Uuulmer“ im Trikot von

ratiopharm ulm.

All das ist keine Utopie – kein Luftschloss, das sich Menschen

ausgedacht haben, die nichts von Sportentwicklung

verstehen. Die Idee des OrangeCampus basiert auf

belastbaren Zahlen, die ein renommierter Wirtschaftsprüfer

erstellt hat und die Andreas Burkhardt „eine solide

und auch im Detail überzeugenden Finanzplanung“

nennt. Burkhardt ist bei Teva Finanzgeschäftsführer und

vertritt dabei ein Unternehmen, das 2016 weltweit einen

Jahres-Umsatz von knapp 22 Milliarden Dollar auswies.

Der OrangeCampus entspringt der Idee zweier Männer,

die den Ulmer Basketball in den vergangenen eineinhalb

Jahrzehnten nachhaltiger prägten, als jeder Spieler.

„Hier arbeiten echte Profis mit Herz und dem festen

Glauben an ihre Vision“, sagt der Mathematiker und Pokerweltmeister

Stephan Kalhamer. „Mit dem nüchtern

kalkulierten Risiko, dem Campus seine verdiente Chance

zu geben, kann und wird das Ulmer Team um Andreas

Oettel und Dr. Thomas Stoll auch langfristig im Konzert

der Großen überraschen, ja glänzen“, so Kalhamer.

Info

Mit Deiner Hilfe in die Zukunft!

Weiterhin kann bei der Spenden-Aktion (Fundraising)

Gutes getan werden. Es gilt, mindestens

555.555 Euro einzusammeln, eine vom Ulmer

Gemeinderat geforderte Summe an Eigenmittel

der BBU '01. Auf der Plattform www.orangecampus.one

können Bürger und Fans zwischen 11 und

1.111 Euro einreichen. Ab 111 Euro erhalten die

Unterstützer eine Namensplakette, die im Foyer

des Gebäudes verewigt wird. Das Besondere:

Wird das Spendenziel erreicht – kommen also

555.555 Euro zusammen – wird jeder öffentlich

gespendete Euro von den Partnern von BBU ’01

verdoppelt. Sollte der OrangeCampus nicht gebaut

werden, erhalten die Spender ihr Geld zurück.

#butterbeidiefische

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