BuV - Business und Vermarktung Dez/Jan 2017-2018

thomas.kiessling

Das neue BuV - mehr Auflage, größeres Gebiet, spannende News und Stories.

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Netzwerke

Ein starke Netzwerk, das BNI-Chapter Galaxy in Ulm.

Empfehlungen nebenbei, denn Wissen und

Infos stehen im Vordergrund

Ein Netzwerk ganz anderer Art ist der BVMW – Bundesverband

Mittelständischer Unternehmer. Das Netzwerken

läuft eher nebenbei, denn die Kreisverbände

laden ihre Mitglieder mindestens einmal pro Monat zu

Wissensveranstaltungen ein. Und als ob wir es uns gebacken

hätten: Erst letztens haben wir uns in der Redaktion

die Köpfe über die Kryptowährung Bitcoin heiß geredet,

da veranstaltet der BVMW Göppingen doch glatt

einen höchst interessanten Abend über Bitcoin.

Ist die Internetwährung Bitcoin auf dem Weg ins reale

Leben? Eine Frage, die sich nicht nur Lothar Lehner

stellt. Der Kreisvorsitzende des Bundesverbandes mittelständische

Wirtschaft (BVMW) aus Geislingen wird

in diesen Tagen von Firmenchefs oft auf das virtuelle

Zahlungsmittel angesprochen. „Vor dem Hintergrund

der Null-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank

sieht mancher in der Internetwährung mit ihrer enormen

Kurs-Explosion eine Alternative“, so Lehner. Für

Klaus Meissner, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse

Göppingen, macht die Kryptowährung weder als Geldanlage

noch als Zahlungsmittel Sinn.

Unternehmer horchen auf: Die Internetwährung Bitcoin

macht gewaltige Kurssprünge. Kostete ein Bitcoin vor

Wochen noch weniger als 100 Euro, liegt sein Wert derzeit

bei 15.000 Euro. Lockt die virtuelle Welt mit dem

schnellen Geld? Für Lothar Lehner vom BVMW-Kreisverband

Göppingen eine Frage, mit der ihn einige Verbandsmitglieder

schon konfrontiert haben, wenngleich

Experten die Entwicklung als völlig unrealistisch ansehen.

Die Ulmer Finanzanlageberaterin und Dozentin

Sylvia Heim, ebenfalls Mitglied im BVMW, hält einen

internationalen Handel, der sich ausschließlich auf Bitcoin

stützt, für nahezu unmöglich. „Eine Währung hat

das Ziel, Wirtschaft zu ermöglichen. Sie muss stabil sein,

aber auf wirtschaftliche Veränderungen reagieren können.

Eine Währung muss atmen können“, so die Expertin.

Genau das könne die so genannte Kryptowährung

nicht. Bitcoin sei eine feste Größe. Unternehmer, die

Löhne in Bitcoin auszahlen, Waren in der Internetwährung

ein- und verkaufen, hätten keine Planungssicherheit

mehr und bräuchten womöglich noch ein Team zur

Absicherung der Währung, um Verluste zu verhindern.

Auch Klaus Meissner, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse

Göppingen, hält von der Kryptowährung zum

jetzigen Zeitpunkt nichts. „Das Hauptproblem ist, dass

es derzeit weder eine Aufsicht über die Handelsplattformen,

noch eine Regulierung der Währung an sich gibt.

Die Qualität ähnelt derzeit daher eher Haifischzähnen,

als einer echten Währung. Daher sind diese Währungen

weder zur Geldanlage sinnvoll noch sind sie ein verlässliches

Zahlungsverkehrsmittel. Das muss aber nicht für

immer so bleiben. Kryptowährungen können in der Zukunft

sehr wohl eine wichtige Rolle im Wirtschaftssystem

spielen, da sie gegenüber den klassischen Währungen

Vorteil bieten können.“

www.bvmw.de

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