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Berner Kulturagenda 2018 N°5

Berner Kulturagenda 2018

DO 8. – MI 14.2.2018 N°5 / www.bka.ch Seite 3 Franz Hohlers «Cafeteria» in Langenthal Orchestra Arte Frizzante im Konsi Erwachsenenangebot im Creaviva Pegelstand von Wolfgang Böhler Seiten 4 bis 11 Agenda, Ausstellungen und Kino Seite 12 «Die Vierte Gewalt» im Kino Rudolf Mumprecht im Burgerspittel Rüdiger Safranski im Stadttheater Drei Konzerttipps in der Übersicht Nicht vergessen! TANGO Argentino Schnupperwochen 5. bis 14. Februar 2018 Fr. 11.– pro Stunde www.111tango.com Mark Bent Brutal ehrlich Die Punkband Idles aus Bristol kommt mit ihrem Debütalbum «Brutalism» ins Rössli. Die Gruppe aus der musikalischen Pionierstadt schreit sich ihren Post-Brexit-Ärger von der Seele, lässt aber auch Raum für Persönliches. 12 Tobias Sutter Kulturtipps von Veronica Fusaro Die Thuner Sängerin Veronica Fusaro hat nach Auftritten an Schweizer Musikwettbewerben einen Raketenstart hingelegt. In der Cafe Bar Mokka tauft sie ihre neue EP «Ice Cold» (Sa., 10.2., 21 Uhr). Machen Sie den ersten Satz: Es dürfte meiner Meinung nach bald wieder Sommer sein. Und was soll der letzte sein? Ich möchte meine «Bücher-To-Read»- Liste abarbeiten. Wohin gehen Sie diese Woche und wozu? 1. Am Do., 8.2., gehe ich ins ISC an das Konzert der Rapper View und Nugat (20.30 Uhr). Ich bin gespannt auf die Umsetzung der Elektronik auf der Bühne und hoffe auf eine Band! 2. Am Fr., 9.2., besuche ich in der Galerie Soon die Ausstellung «Chinese Experience» von Liu Yujie und Xi Danni (bis 17.2.). China unterscheidet sich sehr vom Abendland. Es nimmt mich wunder, ob diese Unterschiede auch in der Kunst zu erkennen sind. 3. Am So., 11.2., schaue ich im Cine- Club «The Room» (17.30 Uhr): bekanntlich der schlechteste Film, der je produziert wurde. Geschicktes Marketing? Mag sein. Ich werde es erfahren. Die Ausbrecherin Die Bernerin Laura Schuler hat sich ihren eigenen Geigenstil erspielt. Bei BeJazz in den Vidmarhallen tauft sie mit ihrer Band das Album «Kronikor». So ganz einfach sei das nicht immer gewesen, erzählt Laura Schuler am Telefon. Weil, mit der Geige ist das so eine Sache: Das Saiteninstrument ist tief verwurzelt in der klassischen Tradition. Da auszubrechen, bedarf es Durchhaltewillen. Schuler hat diesen während ihrem Studium an der Hochschule der Künste Bern und während dem Jazz-Master in Aarhus, Stockholm und Helsinki entwickelt. «Ich habe wie ein Schwamm alle Stile aufgesogen und daraus meinen eigenen entwickelt», sagt sie. Dafür wurde sie nicht nur gefeiert: «Einige haben nicht verstanden, dass die Geige so klingen kann. So intim, so nahe an der Stimme.» Trotzdem hat sie weitergeforscht und zu einer Klangästhetik gefunden, die ihr passt. Die Zusammenführung Mit «Kronikor» – «ein Fantasiewort» – bringt Schuler das erste selbstkomponierte Werk heraus. Entstanden sind die acht Lieder in Skandinavien. Klingen tun sie nach experimentellem Jazz, der sich mit Laura Schuler (Mitte) will das Schöngeistige mit einem «komischen Element» zusammenführen. sinnlichen Melodien und der Sperrigkeit Neuer Musik verbindet. Da schleift, zupft und zieht es, die Klarinette dreht durch (live gespielt von Sebastian Strinning) und das Schlagzeug (Lukas Rutzen) franst nach oben aus. Das klingt aufregend? Ist es auch. Schuler bringt es gleich selbst auf den Punkt: «Was mich reizt, ist das Zusammenführen vom Schöngeist und irgendeinem komischen Element.» Das ist ihr zweifelsohne gelungen. Milena Krstic BeJazz Club in den Vidmarhallen, Liebefeld Do., 8.2., 20.30 Uhr www.bejazz.ch Laura Schuler Solo: Raum 013 im Progr, Bern. 16.2., 20 Uhr www.wimbern.ch ZVG Stürmische Zeit TICKETS Der Zyklus «Kammermusik an der Kramgasse» präsentiert das Programm «Märchen- und Fantasiemusik» mit Werken von Schumann. Der deutsche Komponist Robert Schumann nahm im Gegensatz zu anderen Zeitgenossen wie etwa Richard Wagner nicht aktiv an der Revolution von 1848/49 teil, obwohl er die republikanische Staatsform favorisierte. Dafür schrieb er in dieser Zeit mehr Kompositionen als je zuvor. Es wurde sein persönliches Revolutionsjahr im Zeichen der Romantik. Mit seinen «Waldzeiten» etwa versuchte Schumann, an erfolgreiche Klavierzyklen wie die «Kinderszenen» anzuknüpfen. Mit dem Wald, einem Ort der Sehnsucht und Melancholie, wandte sich der Komponist einem romantischen Thema zu. Die Reihe «Kammermusik an der Kramgasse» präsentiert am Konzert «Märchen- und Fantasiemusik» Kompositionen, die Schumann in jenen stürmischen Zeiten schrieb. Am Klavier ist Gerardo Vila, an der Klarinette Davide Bandieri und an der Viola die Organisatorin des Zyklus Nada Anderwert. Nebst den Waldszenen stehen «Märchenbilder», «Drei Fantasiestücke» und «Märchenerzählungen» auf dem Programm. Helen Lagger Zunfthaus der Burgergesellschaft, Bern. Sa., 10.2., 19 Uhr www.kammermusik-kramgasse.ch Wir verlosen 2 × 2 Tickets: tickets@bka.ch