WERT LOS - Bergischer Abfallwirtschaftsverband

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WERT LOS - Bergischer Abfallwirtschaftsverband

WERT

LOS

2005

D o k u m e n t a t i o n K u n s t p r o j e k t „ W e r t L o s “ B A V / E n g e l s A r t


„Die gedankliche Planung weist deutlich auf eine themenbezogene

Veranstaltung hin. Als Thema / Titel ist „WertLos“ vorgesehen.

Die Doppeldeutigkeit dieses Mottos im Sinne von nutzlos bzw. wertvoll

eröffnet einen breitgefassten, künstlerischen Ausschöpfungsrahmen …“

EngelsArt, Kunst- und Kulturinitiative Engelskirchen,

in Zusammenarbeit mit dem Bergischen Abfallwirtschaftsverband

und der freundlichen Unterstützung der AVEA GmbH

und der Wirtschaftsförderung des Oberbergischen Kreises.


Monika Lichtinghagen-Wirths,

Geschäftsführerin BAV

Ansprache zur Eröffnung

des Kunstprojektes „WertLos“

am 11. Juni 2005

Sehr geehrte Damen und Herren,

gemeinsam mit EngelsArt, der Kunst und Kulturinitiative

Engelskirchen, veranstaltet der Bergische Abfallwirtschaftsverband

an diesem Wochenende das Kunstprojekt „WertLos“.

Eine Vielfalt von Beiträgen in Form von Bilder- und Objektausstellungen,

Musik, Performances, Lesungen und einer Kunstversteigerung

geben dieser Veranstaltung ihren besonderen

Charakter.

Allen beteiligten Künstlerinnen und Künstlern sowie EngelsArt

danke ich ganz ausdrücklich für Ihr Engagement.

Herzlichen Dank auch an die AVEA und die Wirtschaftsförderung

des Oberbergischen Kreises für ihre freundliche Unterstützung.

Nicht zuletzt danke ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

des BAV, die sich bei dieser besonderen Veranstaltung – neben

ihren eigentlichen Aufgaben – nach Kräften einsetzen.

Die Architektur des historischen Gebäudes aus der Mitte des

19. Jahrhunderts und die wunderbare Parklandschaft schaffen

einen für ein Kunstprojekt einzigartigen Rahmen.

Gewinner dieser gelungenen „Symbiose“ zwischen Kunst und

Wirtschaft sind alle Beteiligten.

> Für die Kunst ergeben sich vielfältige Möglichkeiten zur

Präsentation und zum Austausch

> der Verwaltungssitz des BAV gewinnt an Attraktivität

> und vor allem profitieren die Bürgerinnen und Bürger, die

das Gelände für sich erobern können.

Erfreulich ist natürlich auch, dass durch die Nutzung der bereits

bestehenden Ressourcen keine zusätzlichen Kosten anfallen.

In Zukunft werden in der so genannten GalerieDiele auch

weiterhin Kunstobjekte ausgestellt.

Die GalerieDiele befindet sich im Erdgeschoss unseres

Verwaltungsgebäudes und ist von Montags bis Freitags in der

Zeit von 9.00 bis 12.00 Uhr zugänglich.

Nochmals danken wir allen Mitwirkenden, wir wünschen unseren

Gästen viel Vergnügen.


Kunst im Park

Außeninstallationen

Claudia Brinker

Li Dreves

Ursula Güdelhöfer

Ulrike Haller

Kira Hanusch

Kleine Picasso AG

Lukas Köver

Brigitte Metzmacher

Gabi Michalski

Hans-Otto Müller

Liesel Munkes

André Nowack

Barbara Pabst

Elke Perder

Henrike Robert

Renate Seinsch

Susanne Selbach

Ragna Sichelschmidt

Ulrike Stausberg

Christiane Tyrell


Kontakt: 02263-72213

Claudia Brinker

Hörinstallation

„Innerer Selbstwert“

Entdecken Sie Ihren inneren Reichtum

Stimme/Idee: Claudia Brinker

Dauer: 10 Minuten

Was bin ich mir wert?


Eine Reise zur Entdeckung des inneren

Reichtums

… vielleicht ist es auch ein Ort, den Sie

bereits kennen und an dem Sie sich sehr

wohl, sicher und geborgen gefühlt haben …

… Sie entdecken vor sich so etwas wie

eine Schatztruhe … Sie entdecken, dass

auf dem Deckel etwas geschrieben steht …

… ganz leicht lässt sich die Truhe von

Ihnen öffnen …

… die innere Weißheit antwortet stets

einfach …

… seien Sie neugierig darauf, sich und

Ihre reiche Innenwelt kennen zu lernen …


Kontakt: 02206-864061

li.dreves@aol.com

Li Dreves

„Friedhof der Kuscheltiere“

Foto-/Objektinstallation

Fundstücke, Folie, Papier

2005

Verfallsdatum abgelaufen!


Kontakt: 02263-72317

Ursula Güdelhöfer

„Transzendenz der Form“

7 Drahtfiguren

2005


Die Milch einer Löwin

kann nur in einem

goldenen Gefäß

aufbewahrt werden.


Kontakt: 02296-313

Ulrike Haller

„Verrottet,

erneuert,

erhalten“

Holzschnitte,

Malerei auf Holz

2005


Schönheit – unter verrotteter Oberfläche


Kontakt: 02266-479113

Kira Hanusch

„Verhandeln“

Stahl, geschmiedet, gerostet, brüniert

30-teilig, variabel aufstellbar

2003


Wertloser Rost wird zur Farbe durch Form.


Kontakt: 02263-60686

Kleine Picasso AG

„Grüner Findus“


„Gelber Findus“

Wertloses erhält in spielerischer

Inszenierung eine neue Ästhetik

Fertigung von zwei Eisen-Stelen mit Fundstücken


Kontakt: 02175-71388

Lukas Köver

Schrottskulpturen

2005

„Löffeltier“


„Erdogan, der

Maulwurf-Schreck“

Eben doch nicht Schrott...


Kontakt: 0221-662816

Brigitte Metzmacher

„Verbergen, verbiegen, verkrüppeln“

Burka-Installation

2003

Die Burka ist das total auslöschende

und entwertende Gefängnis

von Millionen von Menschen ...

einfach nur, weil sie weiblich sind.


Kontakt: 02245-5123

Installation

2003/2004

Sehen beginnt

an der Außenfläche,

Erkennen geht

darüber hinaus.

o.T.

Weide auf Stahlplatte


Gabi Michalski

„Welle“

Apfelbaum auf Eisenschrottsäule


Kontakt: 02263-60577

Hans-Otto Müller

„Sind das Indianer?“

… oder einfach nur alte Äste,

der Verrottung preisgegeben?


Installation

Fichte/Eisen

2005


Kontakt: 02264-8554

Jedes Ding hat seinen eigenen Wert

und sein eigenes Los.

Scheinbar Wertloses kann in neuer

Form einen anderen Wert erhalten.

Liesel Munkes

„Klon“ „Leonardo II“


Keramikobjekte

„Kegel mit Eisenstück“ „Wächter“ „Seenot“


Kontakt: 02206-864061

andre.nowack@web.de

André Nowack

Papier, Textil, Öl,

Acryl auf Plexiglas

2005

„Sexy Plexy“ oder

„Tanzen mehr Menschen,

wenn auf den Plakaten

knapp bekleidete Frauen

abgebildet sind?“


Plakatwände geben schichtweise

Vergänglichkeit preis;

Werbung ist Symbol für Vergänglichkeit.


Kontakt: 0178-6246910

Barbara Pabst

Wert und Wandel,

Geborgensein und

Verlorengehen

sind von gleicher Stärke.


„Symbole des Werdens und Vergehens“

Installation

Eisen, Holz, Wegwerfschalen,

zertrenntes Boot mit Schwefel

und Asche behandelt.

2005


Kontakt: 02263-3911

Elke Perder

Wertlos ... aber nicht für immer. Das meiste kehrt zurück.

„Zypern“


„Palmenrinde“ „Schleifstaub“

Collagen

2005


Kontakt: 02263-72317

www.henrike-robert.kulturserver.de

Henrike Robert

„Verlorenes Gut“

Edition

Pappschachteln,

Baumwolltuch,

Bindfaden,

Kreide, Papier

2004

Das Selbstverständliche unterbrechen.


Kontakt: 02261-61253

Renate Seinsch

„Wanderstuhl I-VI“

Lack, Acryl auf Holz

2005

Sperrgut – mitgenommen – weggestellt – wiederentdeckt – bemalt – Sperrgut?


Kontakt: 02266-2829

Susanne Selbach

Arbeit und ihre Wertigkeit.

Meine Kraft ist die Tat.


„Tatkraft“

Installation

Holz, Metall,

Arbeitshandschuhe

2005


Kontakt: 02263-60686

R-P.Sichelschmidt@t-online.de

Ragna Sichelschmidt

„Die Veränderung geht rasend langsam“

Digitalprints von unbelichteten, bearbeiteten Dias.


Mir ist es das wert,

zu verfolgen,

was die Zeit

an wunderbaren Veränderungen

vollbringt.


Kontakt: 02263-951837

u.stausberg@web.de

Ulrike Stausberg

„Bildersegel“


Was Nichts ist, wird

Werden werden.

Fragmente, CD-Kuverts, Montagefolie,

Stahlrahmen

2005


Kontakt:02266-45726

Christiane Tyrell

Sessel dienen Menschen


Kunst und Geld

Meret Oppenheimer hat einmal gesagt : „Künstler träumen für

die Gesellschaft“.

Wer nicht mehr träumt, bleibt im Harnisch der engen Realität

stecken.

Wer nicht mehr träumt, hört auf, unbewußte Inhalte sichtbar zu

machen, das Erlebte zu ordnen und Entwicklung zu ermöglichen.

Das kann sich keine Gesellschaft leisten.

Eine Gesellschaft die ihre Träume nicht annimmt und achtet

verliert eine wichtige Instanz der Selbstreflektion.

Eine Zivilisation ohne Kunst und Kultur wird an sich selbst

veröden.

Eines der selbstgesteckten Ziele der Kunst ist die

Erlebbarmachung verborgener Räume, subjektiver und kollektiver

Befindlichkeiten und Visionen.

Das ist Arbeit.

Die Arbeit des sich vollkommen Einlassens auf das noch zu

Formende und die Arbeit der Formgebung selbst.

Was mit leichter Hand hingeworfen scheint, ist meistens das

Ergebnis eines aufzehrenden Prozesses, den nicht Routine,

sondern Wahrhaftigkeit beflügelt.

Und findet diese Wahrhaftigkeit Wiederklang im Betrachter

bzw. Zuhörer und ist ein Ort in seinem Innern davon berührt,

dann hat die Kunst ihren Dienst erfüllt.

Sie spricht uns an.

Sie führt uns hin zu uns selbst.

Dieser Dienst ist im Grunde genommen unbezahlbar....und daran

wird sich auch im Allgemeinen gehalten..................................

Ein eher beschämender Umstand.

Seit jeher ist das gesellschaftliche Bild vom Künstlertum durch

„brotlos“ geprägt, was daran liegen mag, dass der Prozess des

Erschaffens und der damit einhergehenden inneren Losgelöstheit

scheinbar als Lohn genug gesehen wird.

Oft ist es auch das als genügend großzügig angeführte Öffentlichkeitsforum,

das dem Kunstschaffenden eine finanzielle

Zuwendung unterschlagen soll.

Inwieweit Neid oder Missgunst dabei im Spiele sind, ist schwer

auszumachen, eine bedenkenswerte Missachtung ist es in jedem

Fall.

Die Missachtung der künstlerischen „Traumarbeit“, die uns

Räume eröffnet und offen hält, zu denen wir sonst nur schwer

oder gar keinen Zugang mehr hätten.

Kunst macht sich nicht selbst. Kunst ist Arbeit!

Diese in die Welt zu geben, sie auszustellen, zu Gehör zu bringen,

darzubieten und... zu verkaufen, hat seinen Preis.

Wir sollten jede Gelegenheit nutzen, das normal zu finden.

© Ulrike Stausberg, 2005


Lesungen /

Musikbeiträge

Stephan Aschenbrenner

Harry Cremer

Peter Even

Oliver Trost

Dietmar Berger

Christoph Rüssmann

Claudia Brinker

Ula Schmidt-Laukamp

Norbert Hamm

Tanja Kallen

Manfred Löffelsend

Heinz Tillmann

Peformances

Susanne Selbach

Stephan Schnitzler

Puppenspiel

Ursula Güdelhöfer

Kleine Picasso AG

Ragna Sichelschmidt

Galerie Diele

Matinee-Veranstaltung

Versteigerung

Führung

Paul Funken


Musikbegleitete Lesung

„Adressat unbekannt“

von Kressmann Taylor

JazzDuo

Stephan Aschenbrenner &

Oliver Trost

zusammen mit Peter Even

Wir vergessen Dich nicht,

Maxel.

Von ganzem Herzen der

Deine, Martin.

Ungeduldig erwarte ich

dieses eine Wort.

Alles Liebe für Euch, Max

Deutschland folgt seinem

Führer in den Triumph.

Martin Schulse

Ich werde Dir nicht mehr

schreiben.

Auf Wiedersehen, Max

In großer Verzweiflung

wende ich mich an Dich.

Max

Heil Hitler!

Ich bedaure sehr.

Martin Schulse

Unsere Gebete begleiten

Dich jeden Tag, lieber

Bruder.

Max Eisenstein

Ich flehe Dich an, hör auf

damit.

Martin

Harry Cremer


Die totale Entwertung einer Freundschaft

Kontakt Jazzduo: 02262-6999301

Kontakt Harry Cremer: 02263-7375


Ich hatte immer

mehr Angst.

Angst war

das alles

beherrschende

Gefühl.

Ich wollte nicht

sterben.

Ich wollte nicht

von einer Granate

zerfetzt werden.

Wenn ich nichts

anderes fand und

das Bohren des

Hungers bis

hinauf in meinen

Kopf gestiegen

war, kletterte ich

ins Flussbett und

aß Erde.

Manchmal denke

ich, dass ich viel

will und dass ich

vielleicht zuviel

verlange.

Ich glaube,

ich sollte

bescheidener sein.

Claudia Brinker

Musikbegleitete Lesung

„Feuerherz“

von Senait Mehari

Kontakt:

02263-72213 oder 951405


Ula Schmidt-Laukamp

Neue Musik für Blockflöte

Winfried Michel

„Gedämpfte Schwingung“

F. Joshimine „Mudai“

Schlicht und schön.

Rhythmisch, akzentuiert,

pulsierend.

Sehr ruhig, sehr wild.

Sehr leise, sehr laut.

Sehr tief, sehr hoch.


Christoph Rüssmann und Dietmar Berger

Gitarre/Violoncello

Kontakt: 0221-9639421

www.duobergerruessmann.de.vu

Karl Andreas Göpfert

(1768–1818)

Sonate C-Dur, op. 13

Benedetto Marcello

(1686–1739)

Sonata in Sol

Francesco Molino

(1775–1847)

Duo op.16 Nr.2

Celso Machado

(geb. 1953)

PaVoca

Quebra Queixo

Niccolo Paganini

(1782–1840)

Sonata Concertata

(M.S.2)

Joaquin Nin

(1879–1949)

Suite Espagnole


Tanja Kallen Norbert Hamm

TwoColouRed Blondes Wow!

Kontakt: 02263/20211

oder 02202/31621

Manfred Löffelsend

Heinz Tillmann


Kontakt: 02266-2829

Susanne Selbach / Sitara Fritsch

Verbindung und Verbundenheit

Performances


Kontakt: 02263-60842

Installation

Performance

Stephan Schnitzler

„Vergänglichkeit schenkt

Freiheit für Veränderung“


Figurentheater Ursula Güdelhöfer

„Ein Käfig ging einen Vogel suchen“

Puppenspiel für Menschen ab 4

Kontakt: 02263/72317

www.faszenario.de


Kleine Picasso AG Malschule für Kinder

Ragna Sichelschmidt

Kontakt: 02263-60686

R-P.Sichelschmidt@t-online.de


GalerieDiele

Ausstellung 11.06.–17.08.2005

Renate Seinsch Li Drewes Ragna Sichelschmidt Ulrike Stausberg


Die GalerieDiele ist während der jeweiligen Ausstellungen werktags von 8 bis 12 Uhr geöffnet.

Ursula Güdelhöfer Henrike Robert André Nowack


Monika

Lichtinghagen-

Wirths,

Geschäftsführerin

BAV

Matinee-

Veranstaltung

Ein sonniger

Sonntagmorgen voller

wertvoller Worte.

Hagen Jobi,

Landrat des

Oberbergischen

Kreises

Wolfgang

Oberbüscher,

Bürgermeister

v. Engelskirchen

Michael

Schwertel,

Der grüne

Salon

Ulrike

Stausberg,

EngelsArt

Gitta Quercia-

Naumann,

EngelsArt


Versteigerung von Kunstwerken- und beiträgen

Der Erlös kommt der Finanzierung dieser Dokumentation zugute.

Danke an alle Kunstschaffenden!


Paul Funken

Rheinisches Industriemuseum/

Engelskirchen

Führung durch die alte Engels Villa

Wie Geschichte lebendig wird …


Gerhard Lützel

Organisation,

Koordination,

Lauferei,

Krisenmanagement

Kontakt:

02263/805534

Etwas Großes

kann nur werden,

wenn sich alle

dafür einsetzen.

Danke an das wunderbare BAV-Team


eine Veranstaltung von:

mit der freundlichen Unterstützung von:

Vera

Bros

Foto

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