ocean7 2/2018

Ocean7

Made in Austria! Kraftwerk: Die in Österreich elektrifizierte Super Air Nautique GS20 electric stellt mit 800 Newtonmetern alles bisher Dagewesene auf den Kopf. Weltweit. Langstreckenläuferin: Gebaut in Österreich, gedacht für die ganze Welt: Mit der neuen 14-Meter- Segelyacht 46.1 setzt Sunbeam neue Maßstäbe. In die falsche Richtung: Die Crew der Pitufa segelte gegen den Passat über den Pazifik. My Thai – Andamanensee: Mit dem Power-Kat von der James-Bond-Insel bis zu Johnny Depps „The Beach“. Lernen mit Spaß: In der Blue-2 The Sailing Academy lernt man richtig „Einparken“ – zunächst virtuell und danach wirklich gut. Boot Tulln 2018: Vorschau mit Tipps und Highlights auf die Austrian Boatshow 2018. Und viele weitere spannende Geschichten von Brotfruchtbaumbooten in Mikronesien bis zur gefräßigen Schiffsbohrmuschel – im neuen ocean7, Ausgabe 2/2018.

Yachting, reisen und Meer

2/2018 März/April

Kraft Werk

American Beauty, elektrifiziert in Österreich: Die Super Air Nautique GS20 electric

stellt mit 800 Newtonmetern alles bisher Dagewesene auf den Kopf. Weltweit.

Boot Tulln

Austrian

Boatshow

Vorschau mit Tipps

und Highlights 2018

Andamanensee

TV-Tour mit

Power-Kat

Von der James-Bond-

Insel bis zu The Beach

Mattsee

Long Distance

Runner

Erste Einblicke in die

neue Sunbeam 46.1

Mit News der österreichischen

Verbände YCA und MSVÖ


3. BIS 6. MÄRZ 2011

Willkommen in tulln. Volle Vielfalt voraus: austriaN Boat shoW

– Boot tuLLN 2018. Das Nr. 1 Event für Boote, Yachten, Wassersport-Touristik

und Tauch sport zeigt die wichtigsten Trends, die interessantesten Neuheiten und

einzig artige Auswahl: Von Motorbooten über Luxus yachten bis zum breit ge fächerten

Zubehör. Der sichere Hafen für den größten Überblick.

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1. - 4. März 2018

österreichs BootsMesse Nr. 1

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Die Olive Island Marina ist eine kleine familienbetriebene Marina in einer gut geschützten Bucht der Ortschaft Sutomišćica auf

der Insel Ugljan. Die Marina auf Klubbasis stellt den Kundenservice in den Mittelpunkt und bietet auch viele zusätzliche

Leistungen an. Die Gäste können Ihre Urlaubszeit am Pool genießen, sich ausgiebig auf der Sonnenterrasse oder dem Strand

sonnen, ein kühles Getränk an der Bar mit Blick aufs offene Meer genießen oder mit den Kindern den Spielplatz unsicher

machen. Das gastronomische Angebot des Olive Garden Restaurants umfasst eine perfekte Kombination der authentischen

Spezialitäten Dalmatiens und der modernen Küche. Große Aufmerksamkeit wird hier auf die Qualität gesetzt, so wird das

Essen auf traditionelle Weise und mit immer frischen Zutaten zubereitet.

Olive Island Marina / 23273 Sutomišćica, Ugljan / Zadar, Dalmatien, Kroatien

Telefon: +385 (0)23 335 808 Fax: +385 (0)23 335 810 Rezeption: +385 (0)99 439 9144

e-mail: oliveisland@marina-signum.com / web: www.oliveisland-marina.eu


Editorial

Foto: Austrian Boatshow – Boot Tulln

Mehr Raum für Visionen

Der 1. März ist heuer nicht nur der Beginn des meteorologischen, sondern erfreulicherweise

auch des wassersportfreundlichen Frühlings: Die Donaustadt Tulln lädt ein zur 47. Auflage

der Austrian Boatshow – Boot Tulln.

Tahsin Özen

Journalist, Segler und

Liebhaber aller Reviere

und Yachten, Skipper,

Chefredakteur.

redaktion@ocean7.at

Als ein heute namhafter

österreichischer Energy-

Drink-Erzeuger zu Beginn

seiner Karriere noch um jeden Förder-Schilling

kämpfte, soll ein späterer

Spitzenpolitiker, kaum seiner

ansichtig geworden, müde gesagt

haben: „Da kommt ja schon wieder

der mit dem Zuckerlwasser.“

Heute führt „der“ ein weltweites

Imperium, über eine leere Dose

seines Zuckerlwassers bin ich sogar

auf einer einsamen Insel im

sozialis tischen Kuba gestolpert.

Nicht ganz so holprig war der

Weg der beiden Kärntner Hans

Ortner und Thomas Zöchbauer.

Zwar ernteten die beiden für ihre

Idee, eines der besten Crossover-

Boote mit einem selbst konstruierten

Elektroantrieb zu beschicken,

dies- und jenseits des großen Sees

misstrauische Blicke und launige

Kommentare. Doch letztlich gab

die Werft im Land der unbegrenzten

Möglichkeiten grünes Licht.

„ Träumer haben vielleicht

keinen Plan, aber Realisten

haben keine Visionen.“

Das Ergebnis: die Nautique GS20

electric, mit 800 Newtonmeter das

mit Abstand stärkste Elektroboot

der Welt. Optisch wie haptisch

unterscheidet sie sich fast gar nicht

von der Schwester mit Verbrennungsmotor

– aber lesen Sie selbst

ab Seite 66. Oder machen Sie sich

Ihr eigenes Bild auf der Austrian

Boatshow in Halle 3, Stand 305.

Mit Sicherheit werden Sie auf

dem Weg dorthin noch viele

weitere E-Boote entdecken. Die

eLex 610 vom Wörthersee beispielsweise,

die bereits stolze Gewinnerin

eines deutschen Designerpreises

ist. Oder die Laguna 760

von Boote Marian am Wolfgangsee,

die es bis ins Finale der „Best

of Boats Awards“ geschafft hat.

„Im Bereich der Elektroboote

und E-Antriebssysteme ist die Boot

Tulln Fachmesse Nr. 1“, sagt Messeleiter

Thomas Diglas mit Stolz

(Tipps und Highlights ab Seite 50).

Wurde die Austrian Boatshow in

ihren frühen Anfängen nicht auch

von so mancher Seenation milde

belächelt?

Wir sehen uns in Tulln, bis dahin

viel Spaß beim Lesen!

Verfasser Unbekannt (aber vermutlich ein Visionär, Anm. d.Red.)

2/2018 5


Mit News der österreichischen

Verbände YCA und MSVÖ

Österreichische Post AG

MZ 12Z039473 M

ocean7, Feschnigstraße 232, 9020 Klagenfurt

9 190001 016481

Black & White.

Von dunklen Bergen und

The hellen Beach, Stränden an der

ab Küste Seite Montenegros, 18 ab

Seite 14

inhalt

Rubriken

5 Editorial

8 Schaufenster

Die erste Segelschule Österreichs.

10 Kolumne In den Wind

gesprochen: Eine Yacht auf der

Messe kaufen – warum nicht?

17 Kolumne Ocean Woman

Das Unheil Naht.

49 Kolumne Wissen und Meer

Ankern will gelernt sein.

65 Kolumne Alles was Recht ist

Vorsicht, giftige Klauseln!

71 Kolumne Schein und Sein

Ein Motor- und Segelschein.

82 Kolumne Sailing Poetry

Scylla, Carybdis & il Gattopardo.

YA chting, reisen und Meer

Boot tulln

Austrian

Boatshow

Vorschau mit tipps

und highlights 2018

AndAmAnensee

tV-tour mit

Power-Kat

Von der James-Bondinsel

bis zu the Beach

mAt tsee

long distance

Runner

erste einblicke in die

neue sunbeam 46.1

2/2018 März/April € 4,50

Kraft Werk

american Beauty, elektrifiziert in Österreich: Die Super Air NAutique GS20 electric

stellt mit 800 Newtonmetern alles bisher Dagewesene auf den Kopf. Weltweit.

Foto: Nautique/Ortner-boote

2/2018

Impressum

Medieninhaber: Satz- und Druck-Team GmbH, Feschnigstraße 232, 9020 Klagenfurt, +43 463/461 90 25, www.ocean7.at,

redaktion@ocean7.at, office@ocean7.at, Firmenbuchnummer 105347 y, Landes gericht Klagenfurt, UID ATU 25773801 ·

Anwendbare Vorschrift: Österreichische Gewerbeordnung, Mediengesetz (www.ris.bka.gv.at) · Geschäftsführer:

Wolfgang Forobosko · Chef Redaktion: Tahsin Özen, Witthauergasse 31, 1180 Wien, redaktion@ocean7.at · Art-Direktion:

Catharina Pichler · Grafisches Konzept: Thomas Frik, www.viertelbogen.at · Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian

Feldbauer, Felix Gebley, Mag. Wolfgang Gemünd, Birgit Hackl, Wolfgang Hausner, Bernd Hofstätter, DI Harald Melwisch,

Dr. Reinhard Kikinger, Donald Kressner, Matt Müncheberg, Dr. Udo Reichmann, Gottfried Titzl Rieser, Dr. Bobby Schenk,

Dr. Friedrich Schöchl, Alexandra Schöler-Haring, Gernot Weiler, Dr. Alfred Zellinger · Produktion und Druck: Satz- und

Druck-Team GmbH · Anzeigen: Bernd Hofstätter +43 664/552 09 32, b.hof staetter@ocean7.at · Einzelverkaufspreis:

Österreich € 4,50 · Abo-Preise: Bezugspreis Inland für sechs Ausgaben: € 25,– · Abo- Bestellung: abo@ocean7.at,

www.ocean7.at · Vertrieb: Presse Großvertrieb Austria Trunk GmbH, St. Leonharder Straße 10, 5081 Anif/Salzburg · Diese Zeitschrift

und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen

Grenzen des Urheberrechts gesetzes bedarf der Zustimmung des Herausgebers. Die Ver wendung von Zitaten aus Berichten für Anzeigen

ist möglich. Durch Annahme eines Manuskripts erwirbt der Herausgeber das ausschließliche Recht zur Veröffentlichung.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen

nach § 44 Abs. 1 u. 2 Urheberschutzgesetz, sind durch den Herausgeber genehmigungspflichtig. Bei Nichtbelieferung ohne

Heraus geber-Verschulden oder wegen Störungen des Arbeitsfriedens bestehen keine Ansprüche gegenüber dem Herausgeber.

GmbH

Reisen

18 Thailand/Andamanensee

Mit dem Power-Kat von der

James-Bond-Insel bis zu

Johnny Depps „The Beach“.

24 In die falsche Richtung

Die Crew der Pitufa segelte gegen

den Passat über den Pazifik.

30 Stille Tage in Yap

Wolfgang Hausner über Männer

in Brotfruchtbaum-Booten

und Frauen in handgewebten

Hibiskus-Röcken in Mikronesien.

Features

36 Die Brise bringt’s

Oscar Kravina renoviert den

107-jährigen Frachtensegler

Brigantes, der fair gehandelte

Waren nach Europa bringen soll.

50

1. bis 4. März 2018

Austrian Boat Show -

Boot Tulln

Als wichtigste nautische Fachmesse Mittel- und

Osteuropas beeindruckt die Austrian

BoATShow zum Saisonauftakt 2018 mit sechs

Welt- und noch mehr Österreich-Premieren,

mit der größten Plattform für Elektro-Boote

und -Antriebssysteme und unter dem Titel

Wassersport Total mit allem, was das

Wassersportler-Herz höher schlagen lässt.

Verantwortlich für die Mitteilungen des YCA: Yacht Club Austria, Generalsekretariat 4020 Linz, Lederergasse 88, www.yca.at

Verantwortlich für Mitteilungen des MSVÖ: Motorbootsport und Seefahrts Verband Österreich, Ketzergasse 30, 1230 Wien,

www.msvoe.at

Jury-Mitglied

Fotos: Matt Müncheberg, Bobby Schenk, Sunbeam-Yachts


Skippertraining,

ab Seite 44

Sunbeam 46.1,

ab Seite 74

38 Harte Schale, weicher Kern

Muscheln und Schnecken:

verwandt, verschieden und

oft verwechselt.

44 Lernen mit Spaß

In der Blue-2 The Sailing

Academy lernt man richtig

„Einparken“ – zunächst virtuell

und danach wirklich gut.

50 Boot Tulln spezial

Für österreichische

Wasser sport-Fans beginnt

der Frühling am 1. März – mit der

Eröffnung der Austrian Boatshow.

Boote & Yachten

66 Nautique GS20 electric

Tesla made in Austria.

72 eLex 610

Die himmelblaue Rose vom

Wörthersee im -Blitztest.

74 Sunbeam 46.1

Die neue Langstreckenläuferin.

im verband

78 YCA

News vom

Yacht Club Austria.

Muschel oder

Schnecke?

Antworten ab Seite 40

SPEZIELLE FRÜHBUCHER ANGEBOTE – AUCH FÜR UNSERE SALONA 380

DAS TÖRN- UND AUSBILDUNGSPROGRAMM 2018 IST ONLINE!

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Halle 10/ 1025

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Schaufenster

Österreich macht

Segelschule

Text Tahsin Özen | Fotos Segelschule berger

Wir schreiben das Jahr

1979. Der Sommer ist am

Wörthersee angekommen,

im batteriebetriebenen Radio

wird der Nr.-1-Hit „One Way

Ticket to the Moon“ von Eruption

über die ganzen Ferien zu hören

sein. Den Trendfarben Rot und

Orange tragen auch die Ausbildungsboote

der Sport- und

Segelschule Wörthersee

Rechnung, wie auf dem großen

Bild zu sehen ist.

Sie sind das Vermächtnis des

Pioniers Franz Berger, der 1954 die

erste Segelschule Österreichs gegründet

hatte. Ein großes Erbe, das

Sohn Manfred Berger mit Bravour

in das 21. Jahrhundert tragen konnte

– siehe Kasten rechts. „Marine-

Uniformen wie einst tragen mein

Team und ich zwar nimmer, nehmen

aber unsere Verantwortung

sehr ernst – und es macht noch

genauso viel Spaß wie damals!“,

sagt Manfred. Und schlägt die

nächste Seite des ledergebundenen

Chronik-Albums auf, um das ihn

so manches österreichisches Segelboot-Bildarchiv

beneiden dürfte.

8 2/2018


Ausbildung seit 1954

Vor 64 Jahren gründete Franz

Berger mit nur einer 20er-Jolle

die erste Segelschule Österreichs.

Heute hat Sohn Manfred

Berger das Ruder der Segel- und

Sportschule Wörthersee mit

Sitz in Velden in der Hand.

Das moderne Ausbildungsangebot

reicht vom Schiffsführerpatent

(Motorboote bis zehn Meter)

über den BFA-Binnen (A-Schein)

für Segelboote bis zum Motorboot-Auffrischungskurs.

Die Segelboote

sind natürlich auch zu

mieten, in Kooperation mit Boote

Schmalzl kann zudem ein Kajütsegelboot

für einen Tagestörn

oder mit Skipper für mehrere

Tage gechartert werden.

Nachwuchs liegt der Segel- und

Sportschule Wörthersee ebenfalls

am Herzen. Über Kurse für

Kinder und Jugendliche (mit

oder ohne Mittagsbetreuung) informiert

Manfred Berger gerne

persönlich auf Anfrage.

è segelschule-woerthersee.at

2/2018 9


In den Wind gesprochen

Eine Yacht auf der Messe

kaufen – warum nicht?

Diese Art von Kaufentscheidung hat eine Menge Vorteile gegenüber der Auswahl im

Internet oder einer individuellen Bestellung in der Werft. Man weiß, was man hat –

und zu welchem Preis.

10 2/2018

Seien wie einmal ehrlich:

Jeder begeisterte Segelfan

spürt doch den Wunsch

nach einem neuen Schiff, sobald

die erste Begeisterung für seine

„Alte“ etwas nachgelassen hat.

Ja, und meistens ist es nicht das

Schlechteste, wenn es einen gerade

dann erwischt, wenn man vor dem

Messe-Schiff steht. Der große Vorteil

ist nämlich nicht, dass man das

Schiff wahrscheinlich deutlich unter

dem Listenpreis als „Messeangebot“

bekommt, sondern dass

man leibhaftig mit eigenen Augen

sieht, was man sich da einhandelt.

Halt, was soll denn da schief gehen,

wenn ich ein Schiff individuell

bei einer seriösen Werft bestelle?

Das hab ich auch einmal gedacht.

Aber Irrtum – nur ein paar Fälle,

die ich miterlebt habe:

Als ich bei der Werft für mein

10-Meter-Kunststoffschiff Thalassa

(damals die größte GFK-Yacht in

Deutschland) Monate nach der Bestellung

am Telefon die Farbe für

die Vorhänge durchgeben wollte,

bekam ich die Antwort: „Die Werft

ist letzte Woche zusammen mit

Ihrem(!) Schiff abgebrannt!“ So

war die für mich erhebliche Anzahlung

vorerst einmal weg …

Und Jahre später, nachdem die

Werft Noord Nederland mir mein

prächtiges 15-Meter-Stahlschiff

Thalassa II ausgeliefert hatte, machte

sie wenige Tage darauf für immer

zu. Noch einmal Glück gehabt – im

Gegensatz zu anderen Bestellern.

Noch eine Erfahrung: Als wir

meinen in der Werft georderten

15-Meter-Katamaran abholen wollten,

zeigte ein Blick in den Maschinenraum,

dass statt der ausdrücklich

bestellten zwei Yanmar-Diesel mit

jeweils vier Zylindern zwei Drei -

zylinder-Volvos eingebaut waren.

Bis auf ein paar tausend Franc

Restzahlung war der Kat aber wie

üblich und vertragsgemäß bezahlt.

Wir hatten also nur die Alternative,

grollend den Rest zu bezahlen, um

die Werft mit dem „falschen“ Motor

verlassen zu können, oder aber auf

dem Werftgelände auf dem Schiff zu

wohnen und unser Recht gerichtlich

durchzusetzen, was, wenn es blöd

läuft, schon ein paar Jahre dauern

kann. Wir haben bezahlt.

Bobby Schenk

ist Weltumsegler,

Navigations-Experte

und Buchautor.

kolumne@ocean7.at

Die Werft, in der Bobby Schenk seine Thalassa – ein 10-Meter-Kunststoffschiff vom Typ Fähnrich 34 (siehe

Foto) – in Auftrag gegeben hatte, brannte ab. Die erhebliche Anzahlung war vorerst einmal weg.

Spart zeit, Geld, Nerven

Wenn ich ein Schiff kaufe, das vor

mir steht, lege ich das Geld hin und

gleichzeitig, „Zug um Zug“ sagt der

Jurist, gehört mir das Schiff. Finanzielles

Risiko bei diesem Einkauf

gleich Null!

Aber nicht nur wegen der Zahlungssicherheit

würde mir ein

„Messe-Schiff “ gefallen. Jeder Segler

– da bin ich sicher keine Ausnahme

– strotzt nur so von unzähligen

Ideen, wie eine Hochseeyacht

beschaffen sein muss. Nur sollte

man sich fragen, warum eine Werft

das nicht gleich so macht, wie man

sich das bessere Schiff vorstellt?

Die meisten eingesessenen Werften

haben im Laufe der Jahre

schon aufgrund der verkauften

Exemplare (und auch der Mängelrügen)

insgesamt mehr „gute

Ideen“, als ich. Das sind jedenfalls

meine Erkenntnisse nach fast

einem Vierteljahrhundert auf dem

Wasser „in der Szene“.

Was aber auch nicht heißt, dass

auf einem neu gekauften Schiff alles

top ist. Vieles kann Ärger bereiten.

Aber letztlich ist es besser, sich

über den Verkäufer oder die Werft

zu ärgern als über sich selbst und

die eigenen „Verbesserungen“.

Daher sage ich, dass man beim

Kauf eines Messe-Schiffs nicht nur

Geld, sondern auch wertvolle Zeit

und Nerven sparen kann. In den

Wind gesprochen?


Wien · Tel. +43 1 710 92 22

Panorama

Termine, Trends & Neuheiten

Klappt gut!

XX

X X

18.–22. April

Mehr Rümpfe bitte!

Mitte April findet im französischen La Grande-Motte

die neunte Multihull Boat Show statt.

E-Faltrad. Wenig Platz

beim Verstauen und wenig

Kraft beim Treten braucht

das Bike+ der Wiener Rad-

Manufaktur Vello. Das

Faltrad lässt sich in Sekundenschnelle

in ein kompaktes

Gepäckstück verwandeln,

das selbst in kleinere

Deckboxen passt. Der Clou

des Bike+ ist allerdings der

elektrische Antrieb: Der

250 W-Motor ist mit der

K.E.R.S.-Technologie (Kinetic

Energy Recovery System)

ausgestattet, die bei Bergabfahrten

oder Bremsmanövern

den Akku lädt. Erhältlich

ab € 2.899,–.

è www.vello.bike

Bootsmesse. Fünf Tage lang

– vom 18. bis 22. April – stehen

im Hafen von La Grande-

Motte die Mehrrümpfer im

Mittelpunkt des Interesses:

Die Multihull Boat show

ist die größte On-Water-Ausstellung

für Katamarane und

Trimarane in Europa. Zu sehen

sind über 60 Modelle, vom

spartanischen Rennkatamaran

bis zum üppig ausstaffierten

Luxus-Cruiser. Besondere

Aufmerksamkeit werden natürlich

die Kandidaten für den

„Multihull of the Year 2018

erhalten, darunter etwa der

Neel 51-Trimaran oder die

Solarwave 64.

è www.multicoque-online.com

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dich: in fünf

Sekunden vom

Fahrrad zum Paket.

Ihre Vorteile mit

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Der sichere Rundum-Schutz gegen alle Gefahren

Gedeckt sind alle Gefahren, denen die versicherte Yacht

während der Dauer der Versicherung ausgesetzt ist, wie

zum Beispiel Diebstahl, Feuer, höhere Gewalt, Sinken,

Grundberührung, Kollision u.v.m

Feste Taxe

Wir vereinbaren mit Ihnen eine feste Versicherungssumme,

die bei Totalverlust ohne Zeitwertabzug ersetzt

wird, damit Sie ein gleichwertiges Schiff erneut

finanzieren können.

Übernachtungs- und Rückreisekosten

Sollte Ihr Schiff wegen eines versicherten Ereignisses

während einer Reise nicht bewohnbar sein, werden die

notwendigen Übernachtungs- und Rückreisekosten bis

zu einer Höhe von 5.000 Euro erstattet.


Panorama

Tipps, Trends & Neuheiten

Kleine Amel ganz groß

Prämierter Blauwasser -

segler. Mit der im Herbst 2017

vorgestellten Amel 50 ist der fran zö -

sischen Traditionswerft ganz offensichtlich

ein großer Wurf gelungen.

Die 15 Meter lange Langfahrtyacht

konnte nicht nur schon 15 Mal verkauft

werden, sondern wurde auch

auf der Boot in Düsseldorf in der

Kategorie Luxus-Cruiser zur „European

Yacht of the Year 2018“ gekürt.

Die kleinste Amel, seit langer Zeit die

erste Slup der Franzosen, punktete

bei der Jury durch ein geschütztes

Cockpit, einer sehr sicheren Bedienung

und allem erdenklichen Komfort.

Zudem verfügt sie über ein

aufwändig verbautes und außerordentlich

geschmackvolles Interieur,

das in drei Kabinen Platz für sechs

Personen bietet.

Im Vergleich mit ihren großen

Schwestern verfügt die Amel 50

über eine neue Linienführung,

die unter anderem für ausreichend

Raum für eine Doppelruder-Anlage

und ein breiteres Heck sorgt,

auf dem eine große Sonnenbank

be quem Platz gefunden hat.

è www.amel50.com

Amel 50: mit 15 Metern recht kompakt, aber immer

noch eine Amel und damit langfahrttauglich.

Segeln und leben lernen

Gerald Mayr hat einen neuen Beruf erfunden: Segel-Coach.

Gerald Mayr

(MBA, MSc),

Segler, Skippertrainer,

Mediator und Coach.

Gerald Mayr organisiert nicht

nur Segeltörns sowie Skipperund

Crew-Trainings, sondern

ist auch Organisations- und IT-

Management-Berater, Mediator

und Coach. Als Segel-Coach

versucht er, beide Welten zu vereinen,

also das Segelerlebnis mit

Coaching- und Mediations an -

geboten zu verbinden.

Das Angebot richtet sich sowohl

an Einzelpersonen als auch

verlost unter allen Teilnehmern einen

Gutschein von Gerald Mayrs Segelerlebnis im Wert

von 250 Euro. Einfach eine E-Mail mit Betreff-

Zeile „Segelerlebnis“ an gewinnen@ocean7.at

senden und mit etwas Glück gewinnen! Einsendeschluss

ist der 25. März 2018, die Gewinner werden

per E-Mail verständigt. Keine Barablöse. Der

Rechtsweg ist ausgeschlossen.

an Vereine und Unternehmen,

die während des Törns Workshops

absolvieren können. Neben

der Kombination „Segeln –

Coaching – Mediation“ bietet

Gerald auch einen innovativen

Gutschein an – sozusagen eine

Gutscheinkarte für einen Gutschein.

Wenn die Segelerlebnis-

Gutscheinkarte dem Beschenkten

gefällt, sendet man den

Gutscheinbetrag mit den persönlichen

Daten des Empfängers

und erhält nach der Überweisung

eine gültige Gutscheinnummer.

Gefällt es dem Beschenkten

nicht, dann hatte man

dennoch eine originelle Idee und

kann sich mit dem Beschenkten

offen und ohne Zeitdruck über

spezielle Wünsche austauschen.

Das nächste Skipper- und Crewtraining

mit Gerald wird übrigens

vom 25. bis 28. April in

Biograd bzw. Portorož übers

Wasser gehen.

è www.segelerlebnis.at

Tief schlafen

(Unter)Wasserbett. Erreichbar nur

mit Taucherbrille und Pressluftflasche:

In einer Lagune des Key Largo Undersea

Park liegt neun Meter unter der Wasseroberfläche

das weltweit einzige Unterwasserhotel.

Die Jules Undersea

Lodge hat Platz für bis zu sechs zertifizierte

Taucher in zwei Schlafzimmern,

die mit großen Bullaugen ausgestattet

sind. Außer dem gibt es ein Wohn- und

Esszimmer mit angeschlossener Küche.

Ursprünglich war die Lodge das

Forschungslabor La Chalupa, damals

die technisch am weitesten entwickelte

Einrichtung ihrer Art. Als Hotel dient

der Container bereits seit 1986.

è www.jul.com

12 2/2018


Schottland &

England Ost

Sicher navigieren entlang der englischen

und schottischen Ostküste? Das Hybrid-

Karten-Set 2018 der DKW UK1 Maps beinhaltet

eine Übersichtskarte (1:150.000)

und 238 Detailkarten für die Orientierung

und Routenplanung (1:5.000). Der

Kartenbereich reicht von Dover bis zu

den Hebriden – mit Karten von Nordsee,

Ärmelkanal, Orkney und Shetland-Inseln.

Die Daten enthalten mehr Details

als die DKW Imray ID10, das Kartenset

wird von Stentec Navigation

zum Download angeboten, der Kauf

schließt ein

regelmäßiges Gratis-Update für 2018

mit ein. Alle DKW-Karten sind in WinGPS

5 (Windows) und in WinGPS Marine

(An droid) nutzbar. Basispreis: € 119,90.

è www.stentec.com

Spitzen-Regatta

Cape Horn Race. Kap

Hoorn ist wegen seiner berühmt-berüchtigten

See- und

Wetter bedingungen zwar alles

andere als ein klassisches

Regatta-Revier, doch pünktlich

zum 500. Geburtstag der

Entdeckung der Magellanstraße

soll sich das mit dem

Cape Horn Race ändern.

Das Rennen rund um die

Südspitze Südamerikas wird

im November 2019 in Gibraltar

gestartet und in vier Etappen

durchgeführt: Gibraltar–

Buenos Aires, Buenos Aires–

Ushuaia, rund um die

Hoorn-Insel und abschließend

durch die Magellan -

straße von Punta Arenas

(Chile) nach Punta del Este

(Uruguay), das Mitte Februar

2020 erreicht werden soll.

Das Teilnehmerfeld soll

sich aus professionellen Skippern

und erfahrenen Seglern

zusammensetzen, zugelassen

sind bei der höchst anspruchsvollen

Regatta nach

IRC-Regeln Segelyachten

zwi schen 40 und 80 Fuß.

è www.capehornrace.org

Rundumblick

Komfort auf Langfahrten.

Wauquiez präsentierte auf der Boot

2018 in Düsseldorf mit der Pilot

Saloon 42 das vierte und kleinste

Modell der Pilot Saloon-Serie. Auch

das neueste Boot der französischen

Werft ist blauwassertauglich und für

hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten

ausgelegt.

Auf knapp 13 Metern Länge haben

bis zu sechs Personen Platz für sehr,

sehr lange Segeltörns mit tollen Aussichten

aufs Meer oder auf den Hafen.

Das Besondere der Pilot Saloon-

Serie ist der erhöhte, luxuriöse

Salonbereich, von wo sich eine nahezu

360°-Rundumsicht bietet. Erhältlich

ist die Segelyacht in zwei Layouts

(eine oder zwei Kabinen im Heck)

und in zwei Kielvarianten – einem

Langkiel (2,15 Meter Tiefgang) und

im Standard mit einem kurzen Kiel

(1,65 Meter Tiefgang).

è www.wauquiez.com

Die kurze Wauquiez für lange Fahrten.

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Bakterienbefall

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Korrosion

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Panorama

Tipps, Trends & Neuheiten

Muskulöse Hülle,

luxuriöse Fülle

Azimut 55 Fly und Atlantis 51.

Mit gleich zwei Weltpremieren startet

Azimut Yachts in die neue Saison.

Sowohl die Azimut 55 Fly als

auch die Atlantis 51 wirken mit ihren

schlanken, dynamischen Linien wie

durchtrainierte Athleten, bieten innen

aber lauschigen Luxus in modernem

Design. Das Hauptdeck der

Atlantis 51, dem neuen Highend-

Modell der Sportcruiser-Reihe, ist

eine durchgängige Lounge, in der

Cockpit, Salon, Essbereich und im

Heck sogar eine kleine Tender-Garage

untergebracht sind. Die 55 Fly

bildet die neue Mitte der Flybridge-

Serie und wurde vom Star-Architekten

Achille Salvagni im Stile eines Turiner

Luxus-Penthouses eingerichtet.

è www.azimutyachts.com

Durchtrainierter Wellen -

reiter: Atlantis 51.

Foto: Jerome Kelagopian

Karibik für Segler und Genießer.

Karibisch chartern

Comebacks und Neuheiten. Viele

Neuigkeiten beim Vercharterer The

Moorings. Die nach den Hurrikans

Irma und Maria zerstörte Basis in

St. Martin wurde an einem neuen

Standort wiedereröffnet und kann

seit 1. Februar wieder Chartergäste

willkommen heißen. Ebenfalls in der

Karibik wird mit dem „Martinique

Rum Erlebnis“ ein neuer Yachturlaub

angeboten, bei dem sich die Gäste

von einem Skipper und einer Hostess

begleitet auf die Spur des Zuckerrohr-Schnapses

setzen. Und einen

neuen Segel-Kat gibt es außerdem:

Der Moorings 5000 ist ab sofort ab

der Basis auf den British Virgin

Islands buchbar, die übrigens ebenfalls

im neuen Glanz erstrahlt.

è www.moorings.de

Buchtipp

Eine Frau (allein!) auf

Weltreise. „Als ich wieder

ins Boot kletterte, fiel all meine

Aufregung von mir ab. Das

zähnefletschende Monster meiner

Kindheit hatte mich nicht

gefressen.“ Dass sie es einmal

wagen würde, vor Kapstadt

nach Haien zu tauchen, hätte

Waldtraud Hable wohl nie vermutet.

Aber die Wiener Journalistin

schmiss mit Ende 30

ihr altes Leben hin, kratzte alle

Ersparnisse zusammen und

ging elf Monate allein auf Weltreise.

Ihre Erlebnisse erschienen

jetzt in einem sehr komisch

und sehr ehrlich geschriebenen

Buch, das all jenen

Frauen Mut machen möchte,

die schon immer Ähnliches

probieren wollten, sich aber

bislang noch nicht getraut haben.

Mit den besten Tipps für

die Single-Frau auf Weltreise.

Waltraud Hable: Mein Date

mit der Welt – Eine Frau. Eine

Weltreise. Ein Plan. 247 Seiten,

€ 14,99, Dumont Reiseverlag.

è www.dumontreise.de

British Open

Sport-Nachwuchs. Mit der

V65 und der V50 präsentiert

Princess für die neue Saison

gleich zwei neue Modelle in

der sportlichen V-Klasse.

Die 20 Meter lange V65,

das neue Flaggschiff der Reihe,

ist für acht Passagiere in vier

Kabinen ausgelegt, kann aber

sogar mit einer fünften Kabine

im Heck geordert werden.

Unter der Motorhaube werken

bis zu 12-MAN-Zylinder, die

das Boot auf bis zu 38 Knoten

beschleunigen können.

Sehr flexibel ist auch die

V50 (15,50 Meter): Sie kann

mit zwei oder drei Kabinen

und mit offenem oder geschlossenem

Hauptdeck

bestellt werden.

è www.princessyachtsaustria.at

14 2/2018

Sportliche Prinzessin: Princess V50.


KROATIEN

die größte Marinakette am Mittelmeer

ACI Marina

Preisgekrönte ACI Marina im Jahr 2017

ACI Ankerplatz

ACI Golfanlage

Tesla Destination Charging Stromtankstellen

Flughafen

EINFACHE LIEGEPLATZBUCHUNG

ACI MARINA ROVINJ

ACI MOBILE APP & ACI ONLINE BUCHUNGSSYSTEM NEUERÖFFNUNG 2018

Entdecken Sie die ACI Mitgliedsrabatte sowie die Sonderangebote 2018

Scannen Sie den QR Code mittels einer mobilen QR Code Reader App

www.aci-marinas.com


Panorama

Tipps, Trends & Neuheiten

Sonnenklar

Emissionsfrei cruisen. Das von

Heike und Michael Köhler entwickelte

Silent Yachts-Projekt hat

kommerziellen Auftrieb bekommen.

Nach dem Bau eines Prototypen vor

neun Jahren – einem Solar-Katamaran,

der seine Energie rein aus der

Kraft der Sonne bezieht – hat das

Klagenfurter Paar drei Serienmodelle

vorgestellt, bei denen im Gegensatz

zu herkömmlichen Hybrid-Yachten

der Solarertrag und die Batterie -

kapazität so bemessen sind, dass jeden

Tag große Strecken emissionsfrei

zurückgelegt werden können. Die

Silent 64 ist als „Multihull of the Year

2018“ nominiert, eine Silent 55 wird

ab Sommer im Mittelmeer als Vorführboot

unterwegs sein und die Silent

75 wird noch im Jahr 2018

fertig gestellt. Alle drei Kats sind als

Cruiser und als ePower-Version

erhältlich. Die Silent 55 ist auch als

Sail-Version und die Silent 75 mit

Kite-Schirm erhältlich. Eine Solarwave

64 ist derzeit über den Atlantik

unterwegs.

è www.silent-yacht.com

Autark sei der Kat,

emissionsfrei und leise.

Schneller Schwede

120-Zoll-Heimkino an Bord.

Luxus für

Augen und Ohren

High-end-Installation. Entertainment-Systeme

auf Luxusyachten

sind schon lange ein Fall für Spezialisten

wie der in Ancona beheimateten

Firma Videoworks. Die

Italiener erlaubten schon während

der Monaco Yacht Show einen Blick

hinter die Kulissen der 74 Meter langen

CRN M/Y Cloud9: Eine Unsumme

an unsichtbaren Lautsprechern,

Licht- und Soundanlage für den

Pool, Home-Cinema auf dem Außen -

deck und im Saloon mit 120 Zoll

großen Motorleinwänden – und das

alles über iPad gesteuert. Über den

Preis wird nobel geschwiegen.

è www.videoworks.it

Neuer Daycruiser. Mit der

W9 hat der schwedische Hersteller

Nimbus auf der Boot 2018 in Düsseldorf

das erste Modell einer ganz neuen

Serie vorgestellt. Die Weekender 9

ist ein bis 40 Knoten schneller Cruiser

für Tages- und Wochenendausflüge

mit Übernachtungsmöglichkeiten

für vier Personen. Wie alle

Boote der Schweden steht auch das

neue Modell für funktionelles skandinavisches

Design, hohe Seetauglichkeit

und Liebe zum Detail.

Sehr angenehm sind das große

Platzangebot an den Seiten und auf

dem Vordeck oder die Fensterrahmen

mit integrierter Verdecklösung.

Erhältlich ist die W9 mit Innenoder

Außenborder-Motorisierung,

als Diesel oder Benziner und mit

einer üppigen Palette an Extras.

è www.bootepolch.de

Wochenende auf der Nimbus Weekender 9 (W9).

16 2/2018


Das Unheil Naht

Mein Skipper hat ein neues Schiffshobby. Nein, nicht Dieselmotoren-

Kosmetik oder Winschen-Wellness, Spinnaker-Beauty-Spa oder

Solarzellen-Maniküre. Er ist auf die Nadel gekommen. Er näht!

Wer oceanwoman

schon länger kennt, weiß

ob meiner tiefen Abneigung

gegenüber allem, was mit

Nähmaschine, Nähnadel und

Zwirn zu tun hat. Eindringlich geschildert

im Kapitel „Ich, Frau Lehman

und der Spinnaker“ im Buch

„Wellenzeit“. Frau Lehmann war

meine Handarbeitslehrerin damals

im Stiftgymnasium in der Steiermark

und sie erkannte sofort, dass

kein großes Talent in mir schlummerte:

die Handarbeit.

Nichts gegen Handarbeit im Allgemeinen.

Ich backe, koche, produziere

mit heller Begeisterung,

aber sobald zwischen mir und dem

zu Kreierenden eine Nadel Platz

hat, ist’s vorbei. Meine Finger werden

zu den verschwitzten Patschhändchen

einer Neunjährigen, die

verzweifelt versucht, eine Häkelnadel

durch ein Wollfadenchaos zu

würgen, Kreuzstiche nicht zu überkreuzen,

singende Nähmaschinen

nicht verstummen zu lassen.

Unsere Nachbarin hatte alle

Hände voll zu tun, um Faltenröcke,

Tischdecken etc. rechtzeitig zum

Schulschluss fertigzustellen, denn

mein Talent hatte ich eindeutig von

meiner Mutter geerbt, die Stoffe

gerne statt zu nähen tackerte!

Auch weiß ich nicht, ob mein

erster Teenie-Schwarm je in den

von mir produzierten Riesenstrickpulli

hineingewachsen ist oder ob

er ihn als Zelt verwendete. Mein

Vater lächelte stets milde über die

alljährlichen Geburtstagssocken,

die auch hervorragend als Motorradabdeckung

dienten.

Damals – also mitten im Atlantik

– nähte ich den zerissenen Spinnaker.

Er riss wieder, ich nähte wieder

Foto: Shutterstock

Alexandra Schöler

ist Weltumseglerin,

Sängerin, Regisseurin,

Buchautorin und seit

2010 Ocean Woman.

kolumne@ocean7.at

Foto: Stefan Haring

– verzweifelt, weinend, mir schwörend,

würde ich diese Überquerung

überleben, nie wieder eine Nadel

anzugreifen. Als wir heimkehrten

nach Österreich, versuchte ich

noch ab und zu, etwas fürs Schiff

zu nähen. Glücklicherweise wohnte

wieder eine nette Nachbarin einen

Stock tiefer, die sich mit Freude der

Abdeckungen für die Luken annahm

und kommentarlos meine

asymmetrischen Winschschutzbezüge

um- bzw. neu nähte.

Und nun näht also der Skipper.

Wahrscheinlich reichte es ihm einfach,

meine Schimpftiraden zu hören,

sobald ich die alte Singer auf

den Küchentisch stellte. Auch

merkte er, dass mein Blick ins Leere

abschweifte, wenn in Seglerrunden

die Rede auf neue Sonnendächer

kam. Verwunderte stellte ich

dann fest, dass viele Seefrauen

richtig gerne nähen und sogar

Freude an der Perfektion finden.

Maßgeschneiderter Steuerradschutz,

Winterlagerbespannungen,

Relingstützenverkleidungen, abknüpfbare

Cockpitverkleidungen.

Also probierte ich es noch einmal

und nähte einen Vorhang für das

Kombüsenregal. Es krachte und die

Nähmaschinennadel steckte in einem

seltsamen Winkel im Fuß der

alten Singer. Diese gab nur noch

ein leises Wimmern von sich, um

hernach beleidigt zu verstummen

und nie wieder zum Leben zu erwachen.

Ich stellte meinen Skipper

vor vollendete Tatsachen: keine

Maschine, keine Näharbeiten. Zwei

Tage später stand eine Pfaff-Indus -

trie-Nähmaschine auf dem Küchentisch.

Davor saß mein Skipper und

werkte beglückt an einem Sonnendach

aus dunkelgrünem Spezial-

Selbst näht der Mann – ich backe lieber Kuchen.

Canvas. Auch eine Ösenpresse fand

Einzug in unseren Haushalt. Und

unter dem Christbaum lag „Canvas

for Cruisers“ von Julie Gifford. Das

war nicht meine Geschenkidee –

meine nähbegeisterte Schwägerin

war Wichtel meines Mannes und

hatte nun endlich jemand gefunden,

mit dem sie über Ecken nähen,

Nahtzugaben, Fadenlauf und

Coverlocks fachsimpeln konnte.

Ich fand wieder ein entspanntes

Verhältnis zu Sprayhoods, Kuchenbuden

und Persenninge aller Art.

Während mein Mann jetzt auf der

Bootsmesse bei den Ösen, Segel -

fäden und Spezialnadeln zu finden

ist, kauf ’ ich einen neuen Tisch

fürs Cockpit, damit unsere Segelgäste

meine Kuchenvariationen gemütlich

genießen können. Dabei

lese ich ein bisschen aus meinen

gesammelten oceanwoman-

Kolumnen vor. Wer dabei sein will,

ist herzlich eingeladen: Freitag, 2.,

bis Sonntag, 4. März, 11.00 und

13.30 Uhr, bei in Halle 5,

Stand 548. Bis dann!


Buchtipp

E-Book: https://aequator.

com/produkt/alexandraschoeler-haringpeterschoeler-wellenzeit-dreisegeln-um-die-welt/

2/2018 17


My Thai

Mit dem Power-Kat PC 51 von The Moorings im

Kielwasser zur James-Bond-Felseninsel Khao Phing Kan,

wo „Der Mann mit dem goldenen Colt“ gedreht wurde.

Nur ein paar Bootsstunden entfernt gibt es für Film-

Fans jedoch noch weit mehr zu entdecken: Auch „The

Beach“ entstand neben anderen Kinohits hier. Der Name

der inzwischen weltweit bekannten Bucht: Maya Bay auf

Koh Phi Phi Leh. Wer berühmte Drehorte und stille

Naturjuwele auf eigenem Kiel besuchen möchte, chartere

seine Yacht am besten für zwei Wochen ab der Ao Po

Grand Marina in Phuket.

Text Matt Müncheberg

Wahrzeichen des „Gipsy Village“

vor Koh Pan Yi: Die Moschee mit

den goldenen Kuppeln.


K. Panyi

99° E

K. Ta-Pu

K. Phing Kan

Phang Nga Bay

Krabi

Phuket

Ao Po

K. Yao Noi

K. Yao Yai

K. Pak Bia

K. Hong

Ao nang Beach

Rai lE Beach

8° N

land

Andamanensee

Wir befinden uns auf

Nordkurs an Bord der

Pimtada, eines neuen

51-Fuß-Power-Kats

(PC 51) von The Moorings. Nur

wenige Stunden später ankern wir

vor Koh Hong, einer Insel mit

Höhle ohne Decke – genau genommen

gibt es drei dieser Höhlen.

Wir haben ein Seekajak, womit

sich uns auch die hinterste Ecke

dieses grandiosen Naturschauplatzes

erschließt.

Danach empfiehlt uns unser

Skipper Mia, etwas in Richtung

Nordnordwest bis zur Insel Khao

Phing Kan – besser bekannt als

„James-Bond-Island“ – weiterzufahren

und dort über Nacht zu

bleiben. Wir lassen den Anker vor

Koh Yang fallen – in Sichtweite der

berühmten Insel. So können wir

am nächsten Morgen gleich nach

dem Frühstück mit Dinghi und

Kajak das Eiland erkunden, welches

durch den 007-Film „Der

Mann mit dem goldenen Colt“ mit

Roger Moore in der Rolle des britischen

Geheimagenten weltweite

Berühmtheit erlangt hat.

Noch ist niemand da, selbst die

Park-Ranger sind nirgends zu sehen.

Spätestens ab 8.30 Uhr ist es

jedoch vorbei mit dem Alleinsein

auf Khao Phing Kan und Khao

Ta-Pu: Die Bucht von Phang-Nga

füllt sich schnell mit den knatternden

Longtail-Booten, die nun im

Minutentakt Touristen auf der

James-Bond-Insel aussetzen.

Wir sind inzwischen längst zurück

an Bord unseres Power-Kats,

haben die Maschinen gestartet und

nordnordöstlichen Kurs auf Koh

Pan Yi genommen. Dort soll es ein

interessantes „schwimmendes Dorf

mit Seenomaden“ geben, ein Besuch

lohne sich jedenfalls, wurde

uns von The Moorings-Basisleiter

Mark Roy in der Ao Po-Marina

empfohlen.

Maya Bay

Phi Phi Leh

Phi Phi Don

Im Dorf der

Seenomaden

Direkt vor dem von außen

pittoresk wirkenden

„Sea Gipsy Village“ vor

Koh Pan Yi bringen wir den

Anker aus, machen das Dinghi

startklar (auf dem Power-

Kat liegt es gut verzurrt auf einer

hydraulisch absenkbaren Plattform)

und statten den „Seenomaden“

einen Besuch ab. Auch hier

zahlt es sich aus, dass wir früh dran

sind: Die Anleger sind noch verwaist,

die Restaurants am Wasser

leer und über allem liegt eine verträumte

Stille.

0 sm 50

K. Lanta

Kantiang Bay

K. Rok Nok

Wer auf die berühmte

James-Bond-Insel Khao

Phing Kan will, tut dies

mit dem Power-Katamaran

PC 51 von The

Moorings mit Stil. Die

Andamanensee kann

man mit ihr jedenfalls

auch bei Flaute binnen

einer Woche erfahren –

besser sind zwei.

K. Muk

Fotos: Tahsin Özen (2), Shutterstock (1)

2/2018 19


Andamanensee

Thailand, wie man es

aus den Hochglanzkatalogen

kennt,

findet man abseits

der touristischen

Hotspots. So wie hier

auf der insel Koh Pak

Bia – herrlich-einsamer

Strand, sauber, malerischer

Sonnenutergang.

Die grüne Lagune in der

Ko Hong Krabi ist ebenfalls

ein Naturjuwel,

das aber schon kurz

nach Sonnenaufgang

von knatternden

Longtail-Booten voller

Touristen gestürmt

wird.

Als wir eine Runde durch das

Dorf machen, wird schnell klar: Es

sind keine „Seenomaden“, die hier

wohnen, und es handelt sich auch

nicht wirklich um eine „schwimmendes“

Dorf, wie in einigen Reiseführern

angepriesen. Die Hütten

stehen auf hölzernen Stelzen, die

tief in den Sand der Bucht getrieben

worden sind.

Es ist Ebbe, das jetzt für ein paar

Stunden fehlende Wasser legt den

Grund unter den Häusern frei und

zeigt, was wir bereits vermutet hatten:

Mangels terrestrischer Infrastruktur

ist die See zugleich Müll -

abfuhr, was in einem schroffen Kontrast

zur auf Hochglanz getrimmten

Moschee mit den ver goldeten Kuppeln

in der Dorfmitte steht.

Wir lichten den Anker und setzen

Kurs auf Koh Pak Bia – einem

kleinen schönen Sandstrand, vor

dem wir unser Grundeisen erneut

ausbringen. Mit Dinghi, Kajak und

dem SUP-Board entern wir Insel

und den Strand. Menschenleer ist

es hier, ruhig und sauber. Bilderbuch-Sonnenuntergang.

Fischer

machen mit ihren Booten in einiger

Entfernung an einem Felsen

fest und bereiten sich auf die Nacht

vor. Wir freuen uns auf das von

uns in der komfortabel ausgestatten

Bordküche zubereitete Dinner.

„Koh Hong Krabi:

dort soll uns eine

große, schöne,

geheimnisvoll

grün schimmernde

Lagune

erwarten.“

grüne Lagune, Last Bar

Neuer Tag, neues Glück. Wir starten

unsere Schiffsdiesel und motoren

zunächst ein kurzes Stück

Richtung Süden. Unser Etappen-

Ziel ist Koh Hong Krabi: dort soll

uns eine große, schöne, geheimnisvoll

grün schimmernde Lagune erwarten.

Mit dem Dinghi und dem

Zweier-Paddelboot, das wir von

der Ao Po Grand Marina in Phuket

mitgenommen hatten, entern wir

die nur einen bis zwei Meter tiefe

Bucht, baden, bestaunen die üppige

Natur und lauschen dem Gesang

der Zikaden, ehe wir weiter Richtung

Südosten fahren.

Wir passieren Sheraton- und Ao

Nang Krabi an der östlichen Festlandseite

der Bucht und schließlich

erreichen wir unser Tagesziel Rai

Le Beach, wo wir uns frischen

Fisch in einem der Strandrestaurants

schmecken lassen. Unser Ziel

für den Abend ist „Last Bar“. Hier

wird es neben guten Drinks, frischen

Meeresfrüchten und Fischgerichten,

einer Feuer-Show und

Live-Musik als Highlight am späten

Abend auch einen spannenden

Thai-Boxkampf geben.

Höhle West, WiFi Süd

Am nächsten Morgen lichten wir

bereits um sechs Uhr früh den Anker

und setzen einen südöstlichen

Kurs ab: Heute, am vierten Tag unseres

einwöchigen Törns, steht uns

ein langer Schlag bevor. In fünf

Stunden wollen wir von Rei Le

Beach über die Kantiang Bay mit

der bekannten „Why Not-Bar“ die

Insel Koh Muk West erreicht haben.

Wir legen unsere Reisegeschwindigkeit

auf konstant acht Knoten fest,

20 2/2018


Fotos: Tahsin Özen (7), Donald Kressner (1)

das sind knapp 15 km/h. So bekommen

wir mehr mit von den vorüberziehenden

Inseln und das Beste

ist: Bei dieser Geschwindigkeit verbrauchen

die Aggregate des Power-

Kats PC 51 von The Moorings lediglich

jeweils vier Liter.

So erreichen wir nach der geplanten

Zeit von etwa fünf Stunden

entspannt und umweltschonend

die Emerald Cave: Koh Muk West.

Wir lassen Dinghi und Paddelboot

ins Wasser und befahren einen

stockdunklen, etwa 80 Meter langen

Kanal, der sich durch den Fels

windet. Gut beraten ist, wer hier

eine Taschenlampe dabei hat. Nach

einigen Minuten erreichen wir die

von hohen Felswänden umgebene,

feinsandige Felsenhöhle mit ihrem

türkis schimmernden, von keiner

Welle bewegten Wasser, in die von

oben eine helle, warme Sonne

scheint: Stille, nur unterbrochen

vom Zirpen der Zikaden.

Wir verlegen unseren Power-Kat

nur ein paar hundert Meter nach

Süden, ankern vor Koh Muk South

direkt vor einem schönen, menschenleeren

Strand. Nur zwei

Ressorts gibt es hier: Charlie Beach

auf der rechten und Sawadee auf

der linken Seite des Strandes. Wir

entscheiden uns für Sawadee und

genießen ein gekühltes Chang-Bier

direkt am Strand. Nach einiger Zeit

ohne Internet gibt es hier auch wieder

ein gut funktionierendes WiFi.

hotspots der gegensätze

Der fünfte Tag unseres Thailand-

Törns bringt uns nach zweieinhalbstündiger

Fahrt in westsüdwestlicher

Richtung zur Insel Koh Rok

Nok – für uns der beste Strand des

gesamten Woche und überdies ein

guter Schnorchel-Spot. Wir wandern

den menschenleeren, weißen

und sauberen Strand entlang, probieren

das Stand Up-Board und

das Schnorchel-Equipment aus.

Rai Le Beach ist nicht

nur von Langfahrtseglern,

sondern auch von

Hippies vielbesucht.

Letztere üben sich

gerne im Yoga vor der

Princess-Cave, die mit

einem heiligen Schrein

geschmückt ist. Gourmets

kommen in den

zahlreichen Fisch- und

Meeresfrüchte-Restaurants

auf ihre Kosten,

Sportfans können in der

„Last Bar“ einen Thai-

Boxkampf live erleben.

Das Abenteuer Natur

will in der Emerald Cave

entdeckt werden. Was

weder an Bord noch

an Land fehlen darf:

Chang-Bier, eisgekühlt.

2/2018 21


Andamanensee

Hier lässt es sich aushalten – das ist

Thailand, wie man es von Hochglanz-Katalog-Fotos

kennt.

Doch welch ein Kontrast bietet

sich uns nur ein paar Stunden später,

als wir die nordöstlich gelegene

Ton Sai Bay auf Koh Phi Phi Don

erreichen! Wir machen unseren

Kat an einem schwarzen Plastik-

Schwimmsteg fest, öffnen die Wasser-Einfüllstutzen

und tanken für

1.500 Baht (etwa 40 Euro) Wasser.

Dann stürzen wir uns ins Touristen-Gewimmel,

um Getränke für

die Bordbar und Lebensmittel für

die Bordküche einzukaufen.

Schnell verlassen wir die quirlige

Touristenhochburg wieder und suchen

uns am westlichen Ende der

Bucht einen geschützten Ankerplatz

für die Nacht. Morgen endlich

werden wir den nur noch ein

paar Fahrminuten entfernten

Maya Beach erreichen, auf dem der

Film „The Beach“ mit Leonardo

Di Caprio gedreht wurde. Wer den

So schön wie im Film ist

der Maya-Strand alias

„The Beach“ nicht.

Einsame Traumstrände

und ein herrliches

Schnorchelparadies gibt

es aber noch, z. B. auf

der Insel Koh Rok Nok.

Zivilisation samt Sou -

ve nier läden en masse

findet man hingegen auf

der quirligen Insel Koh

Phi Phi. Hier sind keine

Autos mit Stern, sondern

Boote mit goldenen

Drachenköpfen Statussymbol.

Traumstrand besuchen wolle, müsse

400 Baht Eintritt zahlen (knapp

elf Euro), so der Skipper. Um dem

Massenansturm der Touristen zu

entgehen, empfiehlt er, am sechsten

Tag unseres einwöchigen Törns bereits

um sechs Uhr früh in die

Bucht überzusetzen.

Wer suchet, der findet

Kurz vor sieben Uhr erwischen

wir mit viel Glück die letzte freie

Muring-Boje in der Bucht von Koh

Phi Phi Leh. Wir machen das

Dinghi startklar, fahren Richtung

Strand – und trauen unseren Au-

gen nicht: Der weiße Sand ist, obwohl

die frühe Sonne den Strand

noch nicht bescheint, vor lauter

Touristen fast nicht mehr zu sehen.

Wären wir nur etwas länger auf

Koh Rok Nok geblieben, denken

wir – unserem Traumstrand auf

diesem einwöchigen Törn.

Doch eines steht fest: Wer gewillt

ist, sich auf die Suche zu begeben

und ein geeignetes Boot gechartert

hat, hat auch gute Chancen, ihn zu

finden: seinen ganz persönlichen,

weißen und menschenleeren „The

Beach“ in der thailändischen Andamanensee.


Thai-Törns in der Andamanensee – buchbar ab Phuket

Anreisen. Vom Flughafen Phuket sind es nur wenige Kilometer mit dem Taxi bis zur

modernen Ao Po Grand Marina mit hervorragender Wohlfühl-Infrastruktur.

Yachten. The Moorings betreibt in der Ao Po Grand Marina eine Basis mit 26 Charteryachten.

Das Angebot umfasst neben mehreren Segel-Kats der Typen 404, 444 u. 4.800,

41er- und 44er-Einrumpf-Segelyachten auch mehrere Power-Katamarane vom 43er PC

und 3.900er PC bis hin zu zwei 51er-Power-Kats.

Chartern. Entweder direkt über The Moorings oder über Master Yachting Deutschland.

è www.moorings.de

è www.master-yachting.de

Fotos: Matt Müncheberg (3), Shutterstock (1)

22 2/2018


BAVARIA C45

EINE SUPERYACHT

IM KLEINEREN FORMAT.

BESUCHEN

SIE UNS AUF DER

BOOT

TULLN

1. – 4. MÄRZ 2018

Die BAVARIA C45 ist der beste Beweis: Superyachten müssen nicht

zwangsläufig super groß sein. Selbst auf 14,25 Metern Länge findet

man jeden Komfort, um auf See eine unvergessliche Zeit zu haben.

Mit Freunden, Bekannten und der Familie. Ganz nebenbei ist sie die

einzige Yacht dieser Klasse, welche es optional auch als 5-Kabinen-

Version gibt und die über eine Dinghy-Garage verfügt. Die neue BAVARIA C45 ist ein absoluter Allrounder.

Besuchen Sie uns auf der Boot Tulln und besichtigen Sie folgende Boote:

Segelyachten: BAVARIA CRUISER 34, CRUISER 41 und C45

Motorboote: BAVARIA S33 HT und VIRTESS 420 FLY

FINDEN SIE EINEN BAVARIA-HÄNDLER IN IHRER NÄHE:

www.bavariayachts.com/haendlersuche


xxxxx xxxx

24 2/2018


Ostwärts über

den Pazifik

In den guten alten Zeiten, als Segelschiffe noch das einzige Transportmittel

auf den Ozeanen waren, fuhren sie zu jeder Jahreszeit überall dorthin,

wo ihre Passagiere oder die geladenen Waren hinmussten. Mangels Wetter -

vorhersage galt es, mit allem fertig zu werden, was Aeolus für sie auf der

Route auf Lager hatte. In den letzten paar Jahrzehnten hat sich die segelnde

Welt scheinbar auf einen Konsens geeinigt, dass Langfahrtyachten nie gegen

den Passatwind reisen können.

Text und Fotos Birgit Hackl und Christian Feldbauer

Die Pitufa hart am Wind

unter Segel in die „falsche

Richtung“ – nämlich

gegen den Passat von

Tonga nach Tahiti.

Vielleicht liegt das an Bibeln

wie Jimmy Cornells „Segelrouten“,

Seminaren für

die Puddle-Jumper-Flotte

oder einfach daran, dass die folgenden

Wellen schon auf einem Vorwindkurs

bedrohlich genug aussehen:

Hunderte Yachten segeln jedes

Jahr westwärts über den Pazifik,

aber nur eine Handvoll ist in der

Gegenrichtung unterwegs.

Wir segelten im August gegen den

Strom der westwärts drängenden

Yachten von Tonga nach Tahiti und

der gefürchtete Törn stellte sich als

interessante und recht angenehme

Reise heraus.

Im Juni folgten wir gut ausgetretenen

Pfaden von Französisch-

Polynesien nach Tonga mit kurzen

Stopps am Beveridge-Riff und im

Bojenfeld von Niue. Im August entschlossen

wir uns dann, von Tongatapu

(21°S, 175°W, das südlichste

Archipel von Tonga) nach Tahiti

(17°S, 149°W) zurückzu segeln. Wir

hatten wenig Lust, bis zum 30. oder

gar 40. Breitengrad hinunterzusegeln,

um dort auf die Westerlies,

aber auch auf kaltes Wetter und

Stürme zu stoßen. Wir wollten aber

auch nicht hunderte Zusatzmeilen

hinauf nach Samoa, wo der Passat

weniger stark blasen soll und von

wo aus der Winkel zu den Gesellschaftsinseln

Französisch-Polyne -

siens einen angenehmeren Kurs ergäbe.

Der Passat ist weiter nördlich

vielleicht nicht so stark, dafür aber

stetiger. Während des südlichen

Winters reicht der Variablengürtel

bis an den Rand der Tropen und mit

dem Plan, diese drehenden Winde

zu nutzen, machten wir uns auf

einer relativ direkten Route nach

Osten auf.

Wenn andere Langfahrtsegler von

unserer Reise von Tonga Richtung

Tahiti ostwärts hörten oder lasen,

reichten die Reaktionen von Horror

bis Bewunderung. Auf der täglichen

Funkrunde mussten wir unseren

2/2018 25


In die falsche Richtung

Ankern ohne Land in Sicht

im Beveridge Reef.

Auf Palmerston können

Cruiser am Dorfleben

teilhaben.

Sogar Riffhaie stehen

auf Palmerston auf dem

Speiseplan.

Kurs anfangs zweimal wiederholen,

bevor der erstaunte Moderator es

glauben konnte: „Aber ihr fahrt in

die falsche Richtung!“ Die Leute

stellten sich vor, dass wir mit dem

Passat auf der Nase unentwegt aufkreuzten.

Wir segelten die meiste

Zeit hart am Wind, aber wir kreuzten

nur zweimal auf der ganzen

Reise und die Lebensqualität erschien

uns auf dem permanent

krängenden Boot angenehmer als

auf einem rolligen Vorwindkurs.

Im Normalfall versuchten wir bei

Phasen mit Nord- oder Südwind

Meilen nach Osten zu machen.

Solche Winddreher geschehen

immer dann, wenn sich ein Trog

vorbeischiebt und wegen der südpazifischen

Konvergenzzone über

diesem Teil des Pazifik kommt das

im südlichen Winter etwa einmal

26 2/2018


Eine der vielen Tropfsteinhöhlen

auf Niue.

Niues Bojenfeld sieht

auf der Karte sehr

offen aus, ist aber

in Winden von Osten

bis Südosten gut

g e s c h ü t z t .

pro Woche vor. Unser System war

einfach: Wir starteten los, sobald

der Wind zu drehen begann, setzten

die Windfahne noch ohne fixes

Ziel im Kopf auf 45° und versuchten,

den Schutz einer Insel zu erreichen,

bevor der Ostpassat einsetzte.

Auf dem Weg zwischen Tonga

und Tahiti liegen zahlreiche Inseln,

die Törns dazwischen sind relativ

kurz und somit braucht man keine

ausgedehnten Wetterfenster. Niue

(19° 01‘S, 169° 56‘W) und das Beveridge

Riff (20° 00‘S, 167° 46‘W)

sind die ersten Möglichkeiten für

Zwischenstopps, um Gegenwind

auszusitzen, aber sie sind viel mehr

als das. Niues Bojenfeld sieht auf

der Karte sehr offen aus, aber es ist

in Winden von Osten bis Südosten

gut geschützt und das gehobene

Atoll mit seiner bizarren Überwasser-Korallenlandschaft

und spektakulären

Höhlensystemen sehenswert.

Innerhalb des Korallenrings

des Beveridge Riff kann man in der

strahlend türkisen Lagune ganz

ohne Land in Sicht ankern. Eine

ganz besondere, wenn auch bei

Flut etwas schaukelige Erfahrung.

Weiter östlich erstreckt sie die

Kette der Cook-Inseln so weit von

Norden nach Süden, dass zumindest

eine davon auf dem Kurs liegen

sollte, egal woher der Wind

bläst. Die Atolle Penrhyn (08° 57‘S,

158° 03‘W) and Suwarrow (13°

14‘S, 163° 06‘W) mit ihren schiffbaren

Pässen sind die bekanntesten

der Nordgruppe, aber Ankerplätze

vor den Außenriffen winziger und

kaum besuchter Inseln wie Puka

Puka (10° 52‘S, 169° 51‘W) oder

Manihiki (10° 24‘S, 161° 02‘W) wären

sicher auch eine interessante

Erfahrung. Von der Südgruppe

sind die Hauptinsel Rarotonga

(21° 11‘S, 159° 47‘W) und Aitutaki

(18° 51‘S, 159° 48‘W) mit seinem

seichten Pass und einem Ankerplatz

vor dem Außenriff am populärsten.

Ein Zwischenstopp im Bojenfeld

von Palmerston (18° 02‘S,

163° 11‘W) gibt Seglern die Möglichkeit,

die Gastfreundschaft dieser

ungewöhnlichen Dorfgemeinschaft

zu erleben (fast alle der etwa

50 Insulaner sind Abkömmlinge

von William Marsters und seinen

drei polynesischen Frauen).

Es liegen noch viele andere Ankermöglichkeiten

außerhalb winziger

Atolle und Inselchen auf dem

Weg wie Manuae (19° 15‘S, 158°

58‘W), Atiu (19° 58‘S, 158° 08‘W)

oder Takutea (19° 49‘S, 158° 16‘W),

die nur darauf warten, von aben-

W

NW

SW

N

S

NO

SO

O

teuerlustigen Seglern entdeckt zu

werden. Unserer Erfahrung nach

sind die Behörden sehr verständnisvoll,

was die spezielle Situation

von Crews auf dem Weg nach Osten

betrifft und würden bei ungünstigem

Wetter auch ohne offi -

zielles Einklarieren einer Yacht

nicht die Ankergenehmigung verweigern.

Eine weitere Möglichkeit

ist natürlich zwischen den Cook-

Inseln weiterzuhüpfen, um den gewünschten

Winkel für den letzten

Törnabschnitt nach Französisch-

Polynesien zu bekommen.

Kein Schutz aus West

In Französisch-Polynesien kann

man überall auf den Gesellschaftsinseln

zwischen Bora-Bora

(16° 29‘S, 151° 47‘W) und Tahiti

(17° 34‘S, 149° 37‘W) einklarieren,

aber auch ein inoffizieller Zwischenstopp

auf dem winzigen Atoll

Maupihaa (16° 48‘S, 153° 57‘W),

das Aitutaki am nächsten liegt,

oder auf der Nachbarinsel Maupiti

(16° 26‘S, 152° 15‘W) sollte kein

großes Problem sein – besonders

für eine ostwärts seglende Yacht.

Falls man zu weit nach Süden geblasen

wird, kann man die Chance

nutzen und das südwestlichste

Archipel von Französisch-Polynesien

erkunden: Die abgelegenen

Austral-Inseln. Maria (21° 48‘S,

154° 42‘W), die westlichste Insel

der Australes und Mangaia (21°

54‘S, 157° 57‘W) (die östlichste der

Cook-Inseln) liegen nur 180 Seemeilen

von einander entfernt. Rurutu

(22° 26‘S, 151° 20‘W), Tubuai

(23° 20‘S, 149° 30‘W) und Raivavae

(23° 50‘S, 147° 40‘W) sind offizielle

Einklarierhäfen in den Australes.

Für kurze Törnabschnitte reichten schon

2–3-tägige Wetterfenster mit Süd- oder

Nordwind aus, um die nächste Insel auf einem

Bug zu erreichen. Für längere Abschnitte (5–6

Tage) nutzten wir alle Phasen eines vorbeiziehenden

Trogs (inklusive der Squalls), um

Meilen nach Osten zu machen (siehe Skizze).

2/2018 27


In die falsche Richtung

Pitufa im Hafen von Rarotonga,

der Hauptinsel der Cooks.

„ Viele Inseln haben offene Ankerplätze auf West,

somit bieten sie nur bei Ostwind Schutz.“

Viele der Inseln entlang des Kurses

haben nur offene Ankerplätze

auf ihren Westseiten, somit bieten

sie nur bei Ostwind Schutz (z. B.

Niue, Palmerston und Aitutaki in

den Cook-Inseln). Sie sind auf dem

üblicheren Weg nach Westen

schwierig zu besuchen, denn während

der Passat bläst, könnte man

gut Meilen machen und sobald der

Wind auf Nord oder gar West dreht,

werden die Ankerplätze ungemütlich

oder sogar gefährlich. Dann

sind die Bedingungen aber auch

zum Weitersegeln suboptimal. Für

Yachten auf dem Weg in die „falsche

Richtung“ sind diese Ankerplätze

hingegen perfekt. Wir verbrachten

unbeschwerte Tage beim Erforschen

hübscher Inselchen, während der

Passat blies, und sobald unsere

Ankernachbarn wegen Wettervorhersagen

mit Winddrehern nervös

wurden, hatten wir gute Bedingungen

um weiterzusegeln.

ostwärts – Die Bilanz

Am Ende brauchten wir für den gefürchteten

Törn in die „falsche

Richtung“ fünf Wochen, drei davon

verbrachten wir aber vor Anker

oder an Bojen. Wir segelten etwa

340 Seemeilen zusätzlich zur direkten

Kurslinie von 1.500 Seemeilen

(Tongatapu Luftlinie bis Tahiti). Wir

kreuzten nur zweimal auf, im Normalfall

drehte der Wind so, dass wir

in einer Kurve automatisch die

nächste Insel erreichten. Wir hatten

an fünf Tagen mehr als 20 Knoten

Windstärke und an vier Tagen weniger

als 10 Knoten (wir motorsegelten

48 Stunden), die restliche

Zeit segelte Pitufa in angenehmen

10 bis 20 Knoten und machte Et -

male um die 120 Seemeilen.

Wir wussten, dass der Törn das

Material auf die Probe stellen würden,

kontrollierten das Rigg ausführlich

im Vorhinein und hielten

die Augen offen, um unterwegs

Schäden zu vermeiden. Besonders

auf dem ersten Abschnitt war das

Vordeck praktisch ständig überspült

und wir mussten auf dem

ersten Zwischenstopp den Mastfuß

besser abdichten.

Nach einem Aufenthalt in Tahiti

setzten wir unsere Reise ostwärts

fort, um die Zyklonsaison auf den

Gambier-Inseln, südöstlich des Tua -

motu-Archipels, zu verbringen.

Pitufas Törn von Tonga nach Tahiti (2016)

Tongatapu nach Niue (320 Seemeilen Luftlinie,

322 gesegelte Seemeilen): Am 10. August verließen wir Tonga

bei rauem Wetter (25–30 Knoten SSO-Wind). Während der

nächsten zwei Tage drehte der Wind auf SO, blies aber weiterhin

mit über 20 Knoten. Pitufa erreichte mit Etmalen um die

120 Seemeilen mit einer Nordostkurve Niue innerhalb von zwei

Tagen. Wir verbrachten fünf Tage dort und erkundeten die landschaftlich

interessante Insel.

Niue zum Beveridge Riff (135 Seemeilen Luftlinie,

155 gesegelte Seemeilen): Am 16. August drehte der Wind auf

ONO (das Bojenfeld vor Niue wurde schon un gemütlich), wir segelten

los und kreuzten einmal auf, bevor der Wind weiter auf

NO drehte. Wir erreichten das Beveridge Riff mit der letzten

Brise vor einer zweitägigen Flaute. Perfekt!

Beveridge Riff nach Palmerston (285 Seemeilen Luft linie,

305 gesegelte Seemeilen): Am 20. August verließen wir die

Lagune bei SW-Wind auf einem SO-Kurs. Am nächsten Tag

drehte der Wind auf SO und somit segelten wir direkt nach O.

Palmerston (Cook Inseln) lag bequem entlang der Kurslinie und

wir verbrachten dort eine Woche im Bojenfeld.

Palmerston nach Rarotonga (270 Seemeilen Luftlinie, 281

gesegelte Seemeilen): Am 30. August versprach der Wetter -

bericht eine Winddrehung nach NO und wir machten uns auf,

aber dann blieb der Wind länger als vorhergesagt auf O

(manchmal sogar OSO) und wir wurden zu weit nach Süden

gedrückt. Am nächsten Tag drehte der Wind dann endlich und

wir erreichten Rarotonga nach drei Tagen auf See. Wir verbrachten

eine Woche auf der Hauptinsel der Cooks.

Rarotonga nach Tahiti (620 Seemeilen Luftlinie, 780 gesegelte

Seemeilen in sieben Tagen): Der fünfte und letzte Abschnitt

sah mit einer Wettervorhersage von NO-, dann N- und

letztlich SO-Wind ganz einfach aus und wir wollten mit NO-

Wind los, Ostmeilen machen und im Anschluss den Südostpassat

hinauf nach Tahiti reiten. Dummerweise hielt der NO-Wind

viel länger als erwartet an (wir kreuzten einmal auf), drehte auf

N und erstarb dann zu einer Brise. Wir motorten zwei Tage lang

und machten in dieser Zeit Ostmeilen, sodass wir mit dem einsetzenden

starken Ostwind auf einem Nordkurs Tahiti erreichten.

Mit einem Stopp bei den Austral-Inseln hätten wir auch

diese zwei Tage unter Motor vermeiden können.

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während einer 14-tägigen

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führte und

lernte dort die Mitreisende

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Mikronesien/Lamotrek, Ifalik und Yap

Männer auf Brotfruchtbaum-Booten, Frauen in handgewebten Hibiskus-

Röcken, Wein von der Palme: Yap zeigt sich als der einzige Bundesstaat

Mikronesiens, in dem die traditionelle Lebensweise nicht nur Programm,

sondern gelegentlich auch Vorschrift ist.

Text und Fotos Wolfgang Hausner

Stille Tage in Yap

Über Inseln, die Pulat und

Pulawat hießen, segelten wir

weiter nach Westen, bis eines

Tages die Palmenwipfel von

Lamotrek als gezackter Strich am

Horizont auftauchten. Während

wir knapp am Außenriff des Atolls

entlangsegelten, biss ein fetter

Thun an der Schleppangel an. Auf

diese Art zu fischen war meist erfolgreich

und Mikronesien war in

dieser Hinsicht besonders ergiebig.

Während ich den Fisch einholte,

segelte Gerti in die Passage, die wie

ein blauer Finger den Weg in die

Lagune wies.

Truk war teilweise in den Sog der

westlichen Welt geraten, nahm das

Schlechteste davon an und ging

unter, was am deutlichsten auf der

Hauptinsel Moen zu sehen war.

Dort erstickte das alte Brauchtum

förmlich in Korruption, Alkohol,

Drogen und Faulheit. Lamotrek

hingegen – keine 400 Seemeilen

weiter im Westen – gehörte zum

Staat Yap und Tradition hatte noch

Bedeutung.

Die Männer trugen einen kurzen

Lendenschurz, Thu genannt, und

Frauen hüllten ihren Körper vom

Nabel bis zu den Knien in einen

Lava-Lava, den sie selbst auf dem

Webstuhl herstellten. Noch war

niemand auf die Idee gekommen

die Brüste zu bedecken, andererseits

war es unziemlich, die Oberschenkel

zu entblößen.

Die Einheimischen waren eher

scheu, aber es dauerte nicht lange,

bis wir mit den Leuten, die sich auf

Englisch verständigen konnten, ins

Gespräch kamen. Darunter war Joe

Yetigmal, die männliche Krankenschwester

der Insel, mit dem wir

bald befreundet waren. Oft saßen

wir beisammen und er erzählte uns

über die Eigenheiten des abgeschiedenen

Insellebens, das nur

durch Besucher wie uns oder durch

das Versorgungsschiff unterbrochen

wurde.

Es war noch nicht so lange her,

dass Joe selbst von einer unfreiwilligen

Reise zurückgekommen war.

Mit einem Freund war er in einem

offenen Boot nach Elato, einer Insel

nur sechs Meilen weiter westlich,

gefahren. Kurz nachdem sie

das Atoll verlassen hatten, begann

der Außenborder zu husten und

stoppte. Joe konnte ihn wieder in

Gang setzen und die beiden Männer

kehrten zurück. In der Lagune

hatten sie eine weitere Panne, die

sie allerdings nicht mehr beheben

30 2/2018


konnten. Die Strömung riss sie

durch die Passage zurück aufs offene

Meer und in der Nacht trieben

sie an Elato vorbei. Eine Woche

später wurden die beiden von einem

aus tralischen Schiff gesichtet,

aber erst nach längerem Verhör

und gründlicher Inspektion ihres

Bootes an Bord genommen. Die

Vorsicht war begründet: In philippinischen

Gewässern waren sie einem

anscheinend sinkenden Boot

zu Hilfe gekommen und blickten

bald in die Mündungen versteckter

Schnellfeuergewehre.

„Can you take us back to Lamo -

trek?“, fragte Joe den Kapitän, der

das winzige Atoll erst auf der Seekarte

suchen musste. Das war nicht

möglich, aber er nahm sie mit nach

Guam, was einen geringeren Umweg

bedeutete. Dort wurden die

Foto: Shutterstock

Männer mit ihrem Boot wieder ins

Wasser gelassen und von dem wartenden

Küstenwachschiff in den

Hafen geschleppt. Joe tat seinen

Schiffbruch als kleine Episode ab –

andere Insulaner wurden unter

ähnlichen Umständen erst viel

später gerettet und alle hatten bis

jetzt überlebt.

Kurz nach unserer Ankunft hatten

wir die beiden Chiefs Taro und

Urmai an Bord eingeladen und

servierten den üblichen Saft, Kekse

und Zigaretten. Normalerweise

werden den besuchenden Schiffen

fünf Dollar pro Tag abgeknöpft,

aber nachdem unsere Papiere in

Ordnung waren, sah man davon ab.

Ein paar Tage später jedoch kam ein

junger Mann an und behauptete,

das wäre ein Missverständnis gewesen,

wir müssten jetzt doch die tägliche

Ankergebühr zahlen. Wir saßen

gerade mit Joe vor seinem Haus

zusammen und er meinte, wir sollten

das nicht beachten, die Chiefs

hatten anders entschieden und das

sei das Wesentliche.

Trotzdem begann eine Gruppe

von jungen Männern, deshalb Unfrieden

im Dorf zu stiften. Für uns

war das eher ein interner Disput;

hätten die Chiefs die fünf Dollar

gefordert, hätten wir selbstverständlich

sofort gezahlt – aber dem

war eben nicht so. Der Großteil der

Bevölkerung war uns sehr freundlich

gesinnt, unsere Tochter Vaitea

war wie immer die Attraktion und

wurde dauernd mit Früchten beschenkt.

Wolfgang Hausner

ist Weltumsegler,

Schriftsteller und

ocean7-Autor. Derzeit

weilt er mit seiner

Taboo III, einem

18-Meter-Katamaran,

auf den Philippinen im

Südchinesischen Meer.

wolfgang-hausner.com

Links: Jede Proa

(7–8 Meter) wird mit

einfachsten Werkzeugen

aus dem Holz

alter Brotfruchtbäume

oder angeschwemmter

Baumstämme gehauen.

Rechts: Fischer auf

einer Proa in voller

Fahrt.

Wir besuchten Bianca, die Tochter

des Chiefs Taro und sahen zu,

wie sie im großen Kanu-Haus an

ihrem Webstuhl arbeitete. Joes

Frau Catarina schenkte Gerti einen

selbstgewebten Lava-Lava und lud

uns zum Essen ein. Andererseits

freute sich Joe über den Edelstahlspeer

und Gummis für seine Harpune,

die ich ihm brachte.

Guano und deutsche Gene

Eines späten Nachmittags kam

ein Motorboot von Elato an und

ich wurde an Land gebeten. Peter

Ubemal, der ehemalige Senator für

Lamotrek und Elato, hatte Radiokontakt

mit den Behörden in Ulithi

und ich wurde aufgefordert, sofort

dorthin zu segeln. Nach einem einstündigen

Palaver einigten wir uns

auf eine Abfahrt am nächsten Morgen

und Stopps auf der Route. Das

Außergewöhnliche bei diesem

Treffen war auch weniger das

Gespräch als das Aussehen Peter

Ubemals: rötliches Gesicht, blaue

Augen und helle Haare. Auf dem

Wiener Stephansplatz würde ihm

keiner einen zweiten Blick schenken,

sofern er nicht gerade nur den

Lendenschurz tragen würde. Seine

Gene hatte er aus der deutschen

Kolonialzeit Anfang des Jahrhunderts

mitbekommen.

Das Beiboot voller Früchte und

behangen mit Tiara-Blütenkränzen

nahmen wir Abschied von unseren

Freunden und segelten über Nacht

weiter zum Olimaro-Atoll. Es war

unbewohnt und nach dem Trubel

2/2018 31


Besondere Wegmarke:

eine winzige Insel am

Außenriff.

Nachts in geselliger

Runde

am Strand von

Ifalik.

Dass zu viel Vogelmist den Geschmack der

kokosnuss vermießt, lernt man auf Falifi.

der letzten Tage eine willkommene

Abwechslung. Bei der Insel Falifi

ging ich meiner üblichen Beschäftigung

an so einem Platz nach:

Schnecken suchen am Riff, schnorcheln,

Fische harpunieren oder das

Wrack eines asiatischen Fischerbootes

untersuchen, das zur Hälfte

aus dem Wasser ragte. Auf dem

Weg dorthin stolperte ich über

mehrere Langusten.

Hoch am Strand lagen riesige angeschwemmte

Baumstämme und

dazwischen bemerkten wir Spuren

von Meeresschildkröten, die hier

ihre Eier vergraben hatten. Die Insel

war zudem die Brutstätte von

Seevögeln. Tausende von Tölpeln,

Möwen und Fregattvögeln waren

ständig unterwegs und machten einen

dementsprechenden Krach.

Überall war der Boden mit Vogel -

exkrementen bedeckt.

Als ich einige Kokosnüsse runterholte,

erlebten wir eine Überraschung.

Ich hatte noch nie das Verlangen,

Guano zu kosten, aber der

Geschmack des Kokosnusswassers

gab einen starken Hinweis in diese

Richtung. Von da an mieden wir

Palmen in unmittelbarer Nähe der

Vogelkolonien.

Schon seit den Marshalls hatte

Vaitea eine große Vorliebe für süße

Keimlinge ent wickelt. Abgesehen

von einigen Wörtern konnte sie

noch nicht sprechen, wusste aber

Kreisende Fregattvögel nahe der mikronesischen Insel Ifalik – ein

untrüglicher Hinweis auf Beute nicht nur für einheimische Fischer.

„ Ich hatte noch nie das Verlangen, Guano zu

kosten, aber der Geschmack dieser Kokosnuss …“

bereits, dass es die heruntergefallenen

braunen Nüsse waren, bei denen

ein grüner Trieb zu sprießen

begonnen hatte. Bald

begann sie diese zu suchen und

schleppte eine nach der anderen

an. In unserer momentanen ge -

müselosen Zeit war das sicherlich

ein gesunder Ersatz, außerdem

ließen sich mit den geriebenen

Keimlingen leckere Pfannkuchen

machen.

In Lamotrek wurden uns so viele

Bananen geschenkt, dass wir einen

Teil davon trockneten, während

Gerti den Rest mit Ingwer und Zucker

zu Marmelade verarbeitete.

Dazu kam noch Limonensaft, den

wir in gefrorener Form an Bord

hatten.

Aussenborder verboten

Einige Tage später brachen wir

nach Ifalik auf, einer Insel, die 120

Seemeilen weiter im Westen liegt.

Als wir uns dem Atoll näherten,

sah ich schon von weitem ein halbes

Dutzend Segel, die trotz des

hohen Wellenganges gute Fahrt

machten. Es waren Mehrrumpfboote

mit nur einem Ausleger, der

sich immer auf der Luvseite befand.

Hinten saß jeweils ein Mann,

der mit einem Paddel kraftvoll

steuerte, während andere das Segel

bedienten oder Schleppangeln in

den Händen hielten. Ein Blick genügte

um zu sehen, dass diese Leute

auf dem Meer zu Hause waren.

Mit Interesse betrachteten sie Taboo

III, ein Mehrrumpfboot der

Fotos: Shutterstock (4)

32 2/2018


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Auf Ifalik darf er ins

Männerhaus, wenn er

groß ist – und sie ab der

Pubertät einen gewebten

Lava-Lava tragen.

gestellt und unabhängig sein sollten

von sündteuren Maschinen, die

obendrein noch die Lagune ver -

stinken. Jeden Tag segelten einige

der sieben bis acht Meter langen

Kanus aufs offene Meer hinaus, um

zu fischen. Diese Proas wurden mit

einfachsten Werkzeugen in mühevoller

Handarbeit aus dem Holz

alter Brotfruchtbäume oder angeschwemmter

Baumstämme gehauen.

Eine weitere Eigenheit dieser

Kultur ist, dass man ständig um Erlaubnis

fragen muss – sei es, um jemanden

zu fotografieren oder zur

anderen Seite der Insel wandern zu

wollen. Jedes Fitzelchen Land ist

Privateigentum, als Fremder trampelt

man dementsprechend nahtlos

von einem privaten Grundstück

aufs andere, ohne es zu wissen,

denn Begrenzungen gibt es keine.

Die Einheimischen wissen sowieso,

welche Palme welcher Familie gehört.

Die einzige Ausnahme ist der

taro patch – hier hält der Zaun die

Schweine von den Knollengewächsen

ab. Dieser alte Brauch mag

kompliziert erscheinen, aber der

Chief gab uns beim Antrittsbesuch

die generelle Erlaubnis, uns frei auf

der Insel bewegen zu dürfen.

Das Versorgungsschiff war die

einzige Verbindung zur übrigen

Welt und kam in unregelmäßigen

heutigen Zeit. Dann entdeckten

sie kreisende Fregattvögel, winkten

und zogen auf der Suche nach

der Sonne geschützt waren. Yap ist

der einzige Bundesstaat Mikrone -

siens, der versucht, die althergebrachte

Lebensweise

Fischen ab.

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aufrechtzuerhalten

und den westlichen Einfluss

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Wir zwängten uns durch die in

der Lagune liegenden Riffe und so weit wie möglich einzudämmen.

Abständen vorbei, meist erst nachdem

die Insulaner genügend Ko-

fanden einen ruhigen Ankerplatz Ifalik ist in dieser Beziehung einsame

Spitze. Während auf Lamotrek

kosnüsse gespalten und das Kopra

vor dem Dorf. Zwischen den

Marina Traismauer | SA 17.06. und SO 18.06.2017

Palmen standen hochgiebelige, Außenborder verwendet wurden,

getrocknet hatten. Das Schiff war

traditio nelle Häuser und am Strand waren sie hier schlicht und einfach

zudem ein schwimmender Laden,

lagen weitere Segelkanus, die mit verboten. Der Chief war der Meinung,

in dem eingekauft werden konnte,

darüber gelegten Nippamatten vor

dass seine Leute auf sich

nachdem das Kopra

abgewogen

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Yap

Mikronesien/Lamotrek, Ifalik und Yap

Nordpazifik

144° E

Gaferut

Fotos: Shutterstock (2)

Traditonelles Männerhaus auf Ifalik.

Hier wird der Toddy (Palmwein) am Abend

in kleinen Gruppen gerne getrunken.

und abgerechnet war. Auf diese

Weise waren die weniger als zweihundert

Leute auf diesem winzigen

Atoll Selbstversorger. Gerade als

wir da waren, befand sich das Dorf

in einer Phase hektischer Betriebsamkeit.

Berge von Kopra-Säcken

wurden auf die beiden großen

Motorboote des Schiffes gehäuft,

zurück kamen sie mit Proviant und

Passagieren, die in der kurzen Zeit

ihre Freunde und Verwandten

besuchten. Bei Sonnenuntergang

dampfte der Inselfrachter ab und

es kehrte wieder Ruhe ein.

Trotzdem war es keinesfalls langweilig,

im Gegenteil. Fasziniert beobachteten

wir immer wieder das

freundliche Miteinander. So trafen

wir bei einem unserer Spaziergänge

drei Mädchen, die uns zu sich einluden.

Während wir an einem Imbiss

knabberten, wurde ein sehr alter

Mann, der nur noch aus Haut

und Knochen bestand, in einer riesigen

Metallschüssel gewaschen,

danach abgetrocknet und sorgfältig

auf eine Bambusliege gebettet, wo

ihm eines der Mädchen liebevoll

die Füße massierte.

Die schönste Zeit an Land war

der späte Nachmittag, wenn die

tiefstehende Sonne das Dorf in

goldenes Licht tauchte. Kinder

spielten auf dem Weg, der Rauch

offener Feuerstellen begann aufzusteigen

und Männer kletterten

Palmen hoch, um den täglichen

Toddy zu ernten. Dieser Palmwein

wird im ganzen Pazifik erzeugt, indem

die Blütenzweige eng zusammengebunden

und am Ende abgeschnitten

werden. Nach zwei Tagen

beginnt aus der Schnittstelle ständig

ein süßer Saft zu tropfen, der in

der daruntergehängten Kokosnussschale

sofort zu gären beginnt. Am

Nachmittag hat man dann bereits

ein leicht alkoholisches Getränk,

das gar nicht so übel schmeckt.

Mädchen auf Ifalik mit selbstgewebtem Lava-Lava.

Kein Fernsehen auf Ifalik, kein Problem. Denn man weiß sich hier auf bewegende Art

und beeindruckende Weise selbst zu unterhalten – und das seit vielen Generationen.

Woleai Atoll

Eauripik Atoll

Ifalik Atoll

Faraulep Atoll

Ifalik

Karolinen-Inseln

In den Männerhäusern, zu denen

Frauen keinen Zutritt haben, wird

der Toddy am Abend in kleinen

Gruppen getrunken. Für Gerti

wollte man eine Ausnahme machen,

doch das war uns überhaupt

nicht recht – also saßen wir alle am

Strand vor dem Männerhaus und

plauderten dort.

Der Rock? Statussymbol!

Überhaupt die Tradition. Auf der

Insel sprangen mehrere halbwüchsige

Mädchen noch in Blätterröckchen

herum, was wahrscheinlich

einzigartig in ganz Mikronesien

sein dürfte. Erst ab der Pubertät

würden sie dann ebenfalls den

tradi tionellen Lava-Lava tragen.

Dieser wird normalerweise aus

dünnem Garn gewoben, das spulenweise

und in verschiedenen Farben

auf dem Versorgungsschiff erhältlich

ist. Nicht so auf Ifalik! Hier

wurden auch zusammengeknüpfte

helle Fasern, die aus dem Stamm

der Bananenstauden gewonnen

wurden, verwoben. Das Beste in

dieser Richtung war ein Lava-Lava

aus Hibiskus-Fasern. Wir konnten

nicht umhin, dieses Überbleibsel

aus der Vergangenheit zu erstehen.

Sehr schnell wurde uns klar, dass

Ifalik noch ein Platz war, an dem

die Einheimischen in ihrem bescheidenen

Leben glücklich waren.

Es gab weder Außenborder noch

Fernseher. Die übrige Welt existierte

zwar, war aber so weit entfernt,

dass sie lediglich abstrakten

Charakter hatte.


Olimarao Atoll

Falifi

Elato Atoll

Lamolior Atoll

West Fayu Atoll

0 sm 50

8° N

Lamotrek

Atoll

34 2/2018


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Farben und Formen.

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leicht

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Öko-Frachtensegler

Die Brise bringt’s

Wind statt Schweröl: Ein internationales Team renoviert den 107-jährigen Frachtensegler

Brigantes, der fair gehandelte Waren aus Lateinamerika nach Europa bringen soll.

Text Wolfgang Gemünd | Fotos Oscar Kravina

Die Gründer

(v. l.): Oscar Kravina,

Bruder Daniel und

der technische Leiter

Tobias Blome.

Es war Liebe auf den ersten

Blick: Als Oscar Kravina vor

zwei Jahren im Hafen von

Trapani (Sizilien) das Wrack eines

Frachtschiffes entdeckte, fing der in

Villach lebende Bootsbauer sofort

Feuer. Dieser robuste Stahlrumpf!

Die eleganten Linien! Die spannende

Geschichte! Das Schiff wurde

1911 in Norddeutschland als Toppsegelschoner

Meta vom Stapel gelassen,

in den 1950ern in Italien zum

Motorfrachter umgebaut und in

Onice umgetauft – und rostete gut

20 Jahre in Trapani vor sich hin.

Mit Freunden aus Österreich,

Deutschland und Italien möchte

Oscar Kravina dem Schiff nun

ein drittes Leben ermöglichen: Als

Brigantes soll es vollständig revitalisiert

und als Frachtensegler eingesetzt

werden, der zwischen dem

Mittelmeer und Lateinamerika

pendelt und hauptsächlich fair gehandelten

Bio-Kaffee und Kakao

transportieren soll. Zudem sollen

zahlende Passagiere an Bord Platz

finden, die am Segelbetrieb teilnehmen

können.

„Mehr als ein Drittel der Renovierungsarbeiten

sind bereits abgeschlossen“,

erzählt Oscar Kravina.

„Wir stehen zurzeit kurz vor der

‚Schiffstaufe‘ des Stahlrumpfes,

dem die Ausarbeitung der Innenräume,

Aufbauten und Rigg folgen

wird. Das Schiff soll dann im Frühjahr

2019 die Fahrt aufnehmen.“

Der 30 Meter lange Zweimaster

kann 160 Tonnen Waren laden.

Das ist im Vergleich zu Containerschiffen,

die eine Traglast von über

150.000 Tonnen haben, nicht besonders

viel, allerdings verbrennen

die Schiffsriesen bis zu 300 Tonnen

Schweröl pro Tag. Allein die 15

größten Schiffe der Welt stoßen pro

Jahr so viele Schadstoffe aus wie

750 Millionen Autos. Die vom

Wind angetriebene Brigantes hingegen

transportiert ihre Waren

emissionsfrei.

Wer der Meinung ist, dass die Idee

unterstützt gehört, kann sich am

Projekt beteiligen: Als Partenreederei

bietet die Brigantes Shipping Ltd

800 von insgesamt 1.600 Firmenanteilen

zu jeweils 1.000 Euro

zum Kauf an.

è www.brigantes.eu

Oben: Der Stahlrumpf ist

fast fertig saniert, jetzt

können die Deckaufbauten

in Angriff genommen

werden. Unten: Nicht jeder

hätte sich des Wracks

angenommen. Nach zwei

Jahren Arbeit stehen Oscar

Kravina und sein Team vor

der „Schiffstaufe“ des

Stahlrumpfes.

36 2/2018


Promotion

Rettungswesten

Die Rettungsweste zählt zu den wichtigsten persönlichen Ausrüstungs -

gegenständen an Bord, doch was sollte man vor dem Kauf wissen?

Text und Fotos segelwelt.at

Die richtige Automatik-Rettungsweste

zu finden hängt

in erster Linie vom geplanten

Einsatzgebiet ab, je nachdem

ob man sich vorwiegend auf Seen

bewegt oder seine persönlichen

Grenzen auf den Weltmeeren erweitert.

Für den Binnenbereich finden

sich auf dem Markt spezielle Westen,

die eine geringes Gewicht und

hohe Bewegungsfreiheit garantieren

und sich vor allem für kleine

Boote eignen, während sich spezielle

Westen für den Hochseebereich

hierzu vor allem in der

Ausstattung unterscheiden und

zusätzlich mit Sprayhood und

Blinklicht aus-/nachgerüstet sind.

vier Leistungsklassen

Die DIN ISO 12402 Norm unterteilt

Rettungswesten in vier Leistungsklassen,

wobei hier die Tragkraft

in Newton (N) ausschlaggebend

ist. Für den Freizeitbereich

eignen sich hierbei vor allem Westen

nach DIN ISO 12402-3 (150 N)

(die meisten Hersteller verbauen

größere Blasen mit 170 N) bzw.

DIN ISO 12402-2 (275 N).

Aufblasbare Rettungswesten

sollten alle zwei Jahre durch eine

Kur Sport Pro Automatikweste,

180 N Auftrieb.

Fachwerkstätte oder den Hersteller

gewartet werden. Die Lebensdauer

der Weste beträgt dabei in der

Regel zehn Jahre. Nach zehn Jahren

verringert sich das Wartungsintervall

auf ein Jahr und nach 14 Jahren

muss die Weste ausgemustert

werden.

Im Rahmen der Pantaenius

Safety Days am 16. und 17.

Juni 2018 in der Marina Punat/

Kroatien präsentieren wir

verschiedene Modelle und

veranschaulichen in einer

Praxiseinheit die Funktionsweise.

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erhaltlich mit

175 N oder 275 N.

Kur Sport Pro Automatikweste

im aufgeblasenen Zustand.

Im Rahmen der Pantaenius

Safety Days am 16. und

17. Juni wird nicht nur

die Funktionsweise von

Rettungswesten, sondern

auch der richtige Rigg-

Check praktisch erklärt.

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Halle 6 Stand 656


xxxxx xxxx

Harte Schale,

weicher Kern

Muscheln und Schnecken: verwandt,

verschieden und verwechselt. Nicht alles,

was als Muschel bezeichnet wird, ist eine.

Oft wird die Schönheit einer vermeint -

lichen Muschel schale bewundert, die in

Wirklich keit die Schale einer Schnecke ist.

Das ist natürlich nicht weiter schlimm,

aber trotzdem nicht zutreffend.

Text und Fotos

Dr. Reinhard Kikinger

Es ist ungefähr so, als ob ein

Motorboot als Segelboot

bezeichnet werden würde.

Beide sind zwar Boote, aber

sie unterscheiden sich in wesentlichen

Merkmalen, etwa der Art und

Weise ihres Antriebs. Muscheln

und Schnecken sind zwar beide aus

dem Stamm der Weichtiere (Mollusca),

gehören aber zwei unterschiedlichen

Klassen an, eben den

Muscheln (Bivalvia) und den

Schnecken (Gastropoda).

Die morphologisch-anatomischen

Unterschiede zwischen diesen

beiden Tierklassen sind zahlreich,

ganz abgesehen von den

unterschiedlichen Lebensweisen.

Aber es gibt auch für den Laien

ein einfaches Unterscheidungsmerkmal,

das schon in der wissenschaftlichen

Namensgebung der

Muscheln (Bivalvia) deutlich wird.

Muscheln haben eine zweiklappige

Schale. Dagegen haben Schnecken

eine einteilige Schale, die auch

teilweise oder ganz reduziert

sein kann.

Aus dem Leben einer Muschel

Sie beginnt ihr Leben freischwebend

im Wasser. Sie ist als mikroskopisch

kleine Planktonlarve, die

Veliger genannt wird, mit speziellen

Schwebeinrichtungen ausgestattet.

Auf diese Weise kann sie

38 2/2018


Klein, aber bunt. Die

Schalen von Tridacna

crocea erreichen nur etwa

acht Zentimeter Größe.

Damit ist sie die kleinste

der Riesenmuscheln, aber

auch eine der buntesten.

Die Größte. Tridacna

gigas ist die größte

aller Muscheln. Ihr

Lebensraum ist der

tropische Westpazifik.

Sie kann über 250 kg

schwer und über 100

Jahre alt werden.

Steckmuschel. Sie steckt mit dem zugespitzten

Vorderende im Sand und besitzt einen prächtig

gefärbten Mantelrand. Atrina pectinata.

Rüschenartig. Zwischen den beiden Schalenklappen ist

der gewellte Mantelrand dieser Stachelauster, Spondylus

varius, gut zu sehen. Auf der unteren Schale

wächst ein grüner Schwamm, auf der oberen Schale

befinden sich kleine, tonnenförmige Manteltiere.

Zackenauster. Der gezackte Rand ihrer Schalenklappen

verleiht dieser Auster ihren Namen. Auch

sie zementiert sich mit einer Schalenklappe auf

Hartböden fest. Lopha sp.

wochenlang mit Strömungen

treiben und neue Lebensräume erschließen.

Sie ist Teil des Planktons

und steht nun auf dem Speisezettel

zahlreicher Meeresbewohner, die

sich von Plankton ernähren. Die

möglichen Konsumenten reichen

von Korallenpolypen und unzähligen

Riffbewohnern bis zu Mantas

und Walhaien. Übersteht die Larve

diese planktonische Phase, setzt sie

sich auf geeignetem Untergrund

fest und beginnt mit der Metamorphose

zur sessilen Muschel.

Die verschiedenen Muschelarten

besiedeln unterschiedliche Lebensräume,

die von der Gezeitenzone

bis in die Tiefsee reichen. Es gibt

natürlich auch Süßwassermuscheln,

die überwiegende Zahl der

Muschelarten lebt aber im Meer.

Die meisten Arten graben sich mit

ihrem kräftigen Fuß in weiches

Sediment ein und stehen nur mit

zwei weichen Röhren, den Siphonalkanälen,

mit der Sedimentoberfläche

in Verbindung, die Muschel

selbst ist nicht zu sehen. Durch

diese Siphone wird Wasser zur Atmung

und zur filtrierenden Ernährungsweise

aufgenommen und Exkrete

werden ausgeschieden. Aber

nicht alle Muschelarten vergraben

sich im Sand. Einige verankern

sich mit chitinigen Fäden, die

Byssus genannt werden, am Fels.

Bekanntestes Beispiel sind die

Miesmuscheln, die auch im Mittelmeer

manch felsige Küste säumen.

Austern verankern sich am Fels,

indem sie eine Schalenklappe regelrecht

festzementieren. Es gibt

auch Muscheln, die im Holz, in

Kalkstein und in Korallen bohren.

Den Größen- und Gewichtsrekord

innerhalb der Muscheln hält

die Riesenmuschel Tridacna gigas.

Über einen Meter Schalenlänge, bis

250 kg Gewicht und ein Alter von

vielen Jahrzehnten sind eindrucksvolle

Zahlen. Auch diese Riesen

begannen ihr Leben, indem sich

aus befruchteten Eizellen winzige

Planktonlarven entwickelten und

sich auf die Reise machten.

Mobile Schnecken

Im Gegensatz zu den festsitzenden

oder vergrabenen Muscheln sind

die meisten Schnecken „auf großem

Fuß“ unterwegs. Ihr Körper

ist bauchseitig zu einer Kriechsohle,

dem Fuß, abgeflacht. Daher

auch ihr wissenschaftlicher Name

Gastropoda, „Bauchfüßer“. Ihre

Schale besteht wie die Muschelschalen

aus Calciumcarbonat, ist

aber einteilig und meistens spiralig

gewunden. Die Mehrzahl der

Schneckenarten ist marin, es gibt

aber auch Süßwasserschnecken

und einige Arten sind an Land

unterwegs.

Auch Schnecken beginnen ihr

Dasein meist als Planktonlarve. Die

2/2018 39


Muscheln und Schnecken

Muschel-Anatomie.

Meistens werden Muscheln

und Schnecken

mit leeren Schalen

assoziiert. Sie sind jedoch

hoch entwickelte,

vielzellige Tiere. Dieses

Schema der inneren

Organisation einer

Muschel macht das

deutlich (aus Westheide

und Rieger, 1996).

Elterntiere entlassen aber Eier und

Samen nicht immer nur einfach in

das umgebende Wasser, sondern

oft werden die Eier in kunstvollen

Spiralen oder Fächern auf dem Untergrund

befestigt. Daraus kommen

dann entweder Miniaturschnecken

oder Larven frei, die so

wie Muschellarven als Plankter auf

die Reise gehen, dann setteln und

metamorphosieren. Ein gemeinsames

Merkmal der Schnecken ist die

Radula, eine Art Raspelzunge. Mit

ihr werden Algen oder andere

Nahrungsquellen abgeraspelt.

Bei den fleischfressenden Kegelschnecken

ist die Radula zu einem

speziellen Werkzeug umgebildet:

Ein Zahn der Radula wird zu einer

Art Harpune, die mit dem Rüssel

der Schnecke blitzschnell nach vorne

gestoßen wird. Diese Harpune

ist hohl und mit einer Giftdrüse in

Verbindung. Damit werden Würmer,

aber auch Fische gejagt und

erbeutet. Es handelt sich um „Einweg-Harpunen“,

da nur einmal verwendbar,

eine Tasche mit Reservezähnen

sorgt für Nachschub. Conus

geographus verfügt über das stärkste

Gift aller Kegelschnecken, auch

für Menschen gefährlich, mehrere

Todesfälle sind dokumentiert. Das

passiert aber nicht, wenn Taucher

die Grundregel Nr. 1 im Korallenriff

befolgen: Don’t touch anything!

Exkretionsöffnung

Perikard Atrium

Darm Ventrikel Nierengang

Genitalöffnung

Rückziehmuskel

Aorta

Nierensack

Mitteldarmdrüse

Hint. Schließmuskel

Magen

Anus

Cerebralganglion

Kloake

Vord.

Schließmuskel

Einstromöffnung

Visceralganglion

Mund

Äußeres Kiemenblatt

Inneres Kiemenblatt

Pedalganglion

Gonade

Mantellappen

Fuß

Darm

Falsche Würmer, echte

Muscheln und andere

Missverständnisse

Der legendäre „Schiffsbohrwurm“

hat außer mit seiner wurmförmigen

Gestalt überhaupt nichts mit Würmern

zu tun. Er ist eine Muschel

aus der Familie Teredinidae

(Schiffsbohrmuscheln). Die kleinen

Schalen am Vorderende ihres Körpers

verwendet die Muschel als

Holzbohrer. Ihre weltweite Verbreitung

in warmen und gemäßigten

Zonen bereitet Eignern von Holzschiffen

seit Jahrhunderten Probleme.

Auch die Flotte von Christoph

„ Auch die Flotte von Christoph

Columbus wurde von der Schiffsbohrmuschel

nicht verschont.“

Nächtlicher Wanderer. Diese Tonnenschnecke, Tonna perdix, ist auf großem Kriechfuß unterwegs. Sie ist

carnivor, das heißt, sie ernährt sich von anderen Tieren.

Wurmschnecke (Vermetus sp.). Die Arten der Schneckenfamilie Vermetidae bauen Kalkröhren, die sie am Riff

festzementieren und in denen sie leben. Die verschiedenen Arten unterscheiden sich unter anderem durch Größe,

Gestalt der Kalkröhren und den Besitz oder das Fehlen eines Operculums.

Columbus wurde von der Schiffsbohrmuschel

nicht verschont, er

verlor mehrere seiner Schiffe durch

das zerstörerische Werk dieser Muscheln.

Aber nicht nur in Holz wird

gebohrt, sondern auch in Kalkstein.

Darauf sind die Bohrmuscheln der

Familie Gastrochaenidae (Bohrklaffmuscheln)

spezialisiert. Sie

sind weltweit verbreitet, in warmen

Meeren sind sie am artenreichsten.

Sie bohren in Kalkstein und in

Korallenstöcken, die sie auf diese

Weise korrodieren und destabilisieren.

Der Bohrvorgang erfolgt

sowohl chemisch durch Anätzen

des Kalkes als auch mechanisch

mit ihren Schalen.

Auf Treibgut finden sich manchmal

sogenannte „Entenmuscheln“.

Die sind allerdings keine Muscheln,

sondern Krebse. Mit einem Stiel sit-

40 2/2018


Rosarot und Doppellöcher. Die

paarweisen runden Löcher sind

die Ein- und Ausströmsiphone

von Bohrmuscheln aus der

Familie Gastrochaenidae.

Die rosa bis rötlich gefärbten

Kalkrotalgen (Corallinacea)

zählen neben Steinkorallen

zu den wichtigsten Riffbau -

meistern. Sie überziehen hier

als steinharte rosarote Schicht

toten Korallenkalk.

zen sie auf der Unterlage fest, der

Rumpf ist muschelförmig und mit

ihren fächerförmigen Rankenfüßen

fangen sie Plankton. Verwandt

sind sie mit den besser bekannten

Seepocken (Cirripedia), die an

Felsküsten dichte Bestände in der

Gezeitenzone aufbauen können.

Eine „Muschel“, die keine ist. Die gestielten „Entenmuscheln“

(Lepas sp.) erinnern nur äußerlich an Muscheln, zählen

jedoch zu den Krebsen. Sie sind mit den festsitzenden

Seepocken verwandt und häufig auf Treibgut zu finden.

Kulinarische Spezialitäten

Austern, Mies-, Venus-, Herz- und

Jakobsmuscheln sind Bestandteile

der mediterranen Küche und beliebte

Spezialitäten entlang der

Küsten. Einige dieser Arten werden

erfolgreich gezüchtet, andere sehr

umweltschädigend gewonnen, indem

marine Sedimentböden regelrecht

umgepflügt werden. In den

Tropen kommt noch der Verzehr

von Riesenmuscheln und Helmschnecken

dazu.

Austern zählen zu den wenigen

Tieren, die im westlichen Kulturkreis

lebend gegessen werden. Dies

hauptsächlich deswegen, um mö g -

lichen Vergiftungen beim Verzehr

toter, roher Austern vorzubeugen.

Austern wird eine aphrodisierende

Wirkung zugeschrieben. Wissenschaftlich

nachzuweisen ist das

nicht, aber bekanntlich ist Placebo

auch wirkungsvoll. Auf den Verzehr

der sogenannten See- oder Steindatteln,

Lithophaga lithophaga, sollte

man verzichten. An diese Bohrmuscheln

aus der Familie der Mytilidae

ist nur heranzukommen, wenn man

den Felsen, in dem sie bohren, zertrümmert

– und das ist keine nachhaltige

Form der Aufsammlung.

Generell ist darauf zu achten, dass

alle zum Konsum angebotenen

Muscheln aus sauberen Gewässern

stammen. Sie ernähren sich filtrierend

von Plankton und Schweb -

partikeln und können in ihrem

Gewebe Schadstoffe anreichern.

Die Schale der Jakobs -

muschel, Pecten jacobaeus,

diente Botticelli als

Vorlage für sein berühmtes

Gemälde „Die Geburt der

Venus“. Diese Muschel ist

auf sub marinen Sandböden

des Mittelmeeres weit

verbreitet.

Mahlzeit. Das Tritonshorn,

Charonia tritonis, lebt

räuberisch und frisst unter

anderem Seesterne. Hier sind

noch die Reste eines Kissen-

Seesterns (Culcita sp.)

zu sehen, der von der

Schnecke verspeist wird.

Familien-Merkmal. Alle

Porzellanschnecken haben

nicht nur eine porzellanartig

glänzende Schale, sondern

auch eine beidseitig ge -

zähnte, schmale Apertur.

Talparia argus.

2/2018 41


Muscheln und Schnecken

Maßanfertigung. Der

Schalen rand der Flügel ­

schnecke Strombus

plicatus hat zwei Ausnehmungen,

die den

gestielten Augen freien

Blick ermöglichen.

Vorsicht Gift! Kegelschnecken können durch Stiche,

bei denen Gift injiziert wird, auch für den Menschen

gefährlich werden. Eine der giftigsten Arten ist Conus

geographus, der hier nächtens im Riff unterwegs ist.

Gut gefülltes Netz. Wurmschnecken fischen mit

selbst gebauten Schleimnetzen Kleinpartikel aus dem

Wasser. Von Zeit zu Zeit holen sie das Netz ein und

verspeisen es samt seinem Inhalt. Serpulorbis sp.

Beliebter Schmuck. Die Opercula toter Turban Schnecken

werden gerne als Ohranhänger oder Halsband Amulett

angeboten. Die gewölbte Seite war die ehemalige Außenseite,

die spiralig gezeichnete Fläche die Innenseite.

Schnecken und Muscheln in

Mythologie und Architektur

Die Uffizien in Florenz beherbergen

das berühmte Bild „Die Geburt der

Venus“ von Sandro Botticelli. Eigentlich

ist nicht die Geburt der Venus

zu sehen, sondern ihre Landung

an einem lieblichen Strand. Sie steht

auf der Schale einer Jakobsmuschel

und wird von der Windgottheit

Zephyr sanft an die Küste geblasen.

Zwei Fragen stellen sich: Warum

reist Venus auf einer Muschelschale

an? Und warum heißt die dargestellte

Art Jakobsmuschel?

Das Pendant der römischen

Venus ist in der griechischen Mythologie

Aphrodite, die Göttin der

Liebe, Schönheit und sinnlichen

Begierde. Aphrodite wurde nach

der griechischen Mythologie aus

einer Muschel geboren, die ihrerseits

aus Meerschaum entstand.

Daher die Bezeichnung der Aphrodite

als „Meerschaum Geborene“.

Analog dazu steht Venus auf einer

Muschelschale. Die Muschel, deren

Schale von Botticelli detailgenau

dargestellt wird, ist die Jakobsmuschel

Pecten jacobaeus. Sie heißt

auch Pilgermuschel. Ihr Name bezieht

sich auf den heiligen Jakobus,

den Schutzpatron der Pilger.

Christlichen Pilgern diente die

Muschelschale zum Wasserschöpfen

und sie war ein Kennzeichen

des weit gereisten Mannes. Sie ist

auch heute noch mit der Wallfahrt

nach Santiago de Compostela, dem

Jakobsweg und dem Besuch des

Grabes des heiligen Jakobus verbunden.

Neben ihrer mythologischen

Bedeutung haben Muscheln und

Schnecken auch architektonische

Stilrichtungen beeinflusst. Als

Beispiel seien die drei Haupttypen

der Säulenköpfe in der griechischen

Architektur genannt: das

dorische, das ionische und das

korinthische Kapitell. Das ionische

Kapitell zieren elegant geschwungene

Spiralen, die in der Natur ihr

Vorbild in der Schale der Tonnenschnecke

Dolium galea finden.

Literatur

Kilias, R. (Hrsg.), 1997. Lexikon Marine Muscheln und

Schnecken. Verlag Eugen Ulmer. 340 S. ISBN

3-8001-7332-8

Westheide, W. & R. Rieger (Hrsg.), 1996. Spezielle

Zoologie. Erster Teil: Einzeller und Wirbellose Tiere.

Gustav Fischer Verlag. 909 S. ISBN 3-437-20515-3

42 2/2018


Architektur

und Biologie.

Das ionische

Säulen-Kapitell

der griechischen

Architektur ist der

elegant gewundenen

Schale der

Tonnenschnecke

Dolium galea

nachempfunden.

Käferschnecke. Sie

hat zwar „Schnecke“

im Namen, ist aber

keine. Die mit acht

Platten gepanzerten

Weichtiere (Klasse

Polyplacophora)

saugen sich mit ihrem

extrem kräftigen

Fuß in der Gezeiten -

zone fest und kon -

sumieren Algen.

Schnecken und Muscheln haben

weit mehr zu bieten als nur ihre

Schalen. Ihre Schönheit ist ver -

lockend, viel wichtiger sind sie

aber als lebende Komponenten

in komplexen Ökosystemen wie

in Korallen riffen, auf Felsküsten

und Sandstränden sowie auf den

weitläu figen Meeresböden.

ocean7 210x665 20151116DP_Layout 1 16.11.2015 17:15 Seite 1

Leichenschau. Alle diese Schnecken mussten sterben, damit ihre Schalen für ein paar Euro an unwissende Touristen

verkauft werden. Die Plünderung der Riffe ist in vollem Gang. Der „Schiffsbohrwurm“ ist kein Wurm, sondern

eine Muschel. Die Bezeichnung Schiffsbohrmuschel ist daher korrekter. Die lang gestreckten Muscheln verwenden

ihre kleinen Schalen zum Bohren in Holz. Zusätzlich produzieren sie Kalkröhren, in denen sie leben. Bereits in der

Antike waren die Schäden durch Schiffsbohrmuscheln (Teredinidae) bekannt. Durchlöcherter Strandanwurf. Dieser

angeschwemmte Baumstamm ist von Bohrgängen durchsetzt.

Sie haben Spuren in Mythologie,

Kunst und Architektur hinterlassen,

sie dienten als Zahlungsmittel, ihre

Perlen und ihr Perlmutt werden

als Schmuck geschätzt, und nicht

zuletzt dienen sie auch als Nahrungsmittel.

Menschen haben in vielfältiger

Weise seit langem eine gemeinsame

Geschichte mit diesen Meeresbe -

wohnern.


DIE RICHTIGEN CHARTER-VERSICHERUNGEN

Gute Agenturen empfehlen YACHT-POOL Charterversicherungen, weil Sie von der praxisnähe der Deckungskonzepte

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Skippertraining

Lernen mit Spaß,

so leicht geht das

Jetzt einmal ehrlich: Der schönste Törn leidet oft darunter, dass zum Ende hin der schwierigste Teil

bevorsteht. Wie schön wäre es, wenn man in der Hafeneinfahrt ohne mulmiges Gefühl im Bauch das

Kommando „Klar bei Leinen und Fender fürs Anlegen mit dem Heck zur Pier!“ geben und dann ohne

Geschrei in die Lücke am Steg rückwärts „einparken“ könnte: „Leinen fest!“ In der Blue-2 The Sailing

Academy lernt man genau das – zunächst virtuell und danach wirklich gut.

Text Bobby Schenk | Fotos Felix Gebley, Bobby Schenk

44 2/2018


Kaum einer von uns ist als

Skipper gegen das mulmige

Gefühl gefeit, das sich

schon Meilen vor dem Hafen

einstellt. Es beschleicht einen

die Sorge, ob man in dem neuen

Hafen wohl zurechtkommt, wie

man sich dem zugewiesenen Liegeplatz

am besten nähert, wie der

Wind wohl steht und das Hafenmanöver

erschwert, ob jemand am

Steg steht und hilft, oder ob dort

ein paar Typen mit der Bierflasche

in der Hand kommentarreich darauf

warten, dass das Manöver vor

ihren Augen den Bach runtergeht.

Stress pur, denn wer übt schon Anlegemanöver

mit dem eigenen

Schiff? Und schon gar nicht wird

der erste Tag beim Chartertörn damit

vertrödelt, dass man zum wiederholten

Male in die Lücke am

Steg ein- und ausfährt und somit

Erfahrungen im Anlegen mit der

neuen Yacht sammelt.

Dabei würden wir doch mit

blankem Unverständnis reagieren,

wenn beispielsweise einem PKW-

Fahrschüler das „Einparken“ bei

der Ausbildung erspart würde. Ein

Prüfer würde so einen „Fahrer“

niemals auf die autofahrende

Menschheit loslassen. Aber in

(deutschen) Segelscheinprüfungen

Dort oben filmt eine Drohne,

und unten manövrieren wir.

Lehrreich: die digitale Analyse der

geübten Manöver auf dem Monitor.

Ebenfalls Lernstoff: das Anlegen und

Bedienen des Sicherheitsgurtes.

wird das Thema „Hafenmanöver“

nur angeschnitten. Vor vielen Jahren

hatte ich das Glück, bei meinem

Segellehrer Karl Sailer ein

Skippertraining zu absolvieren.

Damals hieß es noch anders, nämlich

„praktischer Kurs“, aber die

Idee dahinter ist die gleiche geblieben:

anlegen, ablegen, anlegen, ablegen

– und das unter wechselnden

Bedingungen. Mein gesamtes Segelleben

habe ich von dieser harten

Schule profitiert. Im Panamakanal,

bei Hunderten von Ankermanövern

in ungezählten Marinas rings

um die Welt. Und nur deshalb hatte

ich damals gegenüber den meisten

Weltumseglern – und die

konnten segeln! – einen kleinen

Vorsprung.

Daraus ist übrigens mein Buch

Hafenmanöver entstanden, mit

über 30.000 verkauften Exemplaren

wohl das Standardwerk zum Thema

„An-und Ablegen mit Yachten“.

Und das zeigt, wie vielen Seglern

diese Manöver unter den Nägeln

brennen.

Lehrreiche Simulation

In der Zwischenzeit hat sich auf

dem Gebiet des Skippertrainings

viel getan, die digitale Revolution

hat auch die Ausbildungsstätten erfasst.

Der Kärntner und Wahlwiener

Michael Menard, ausgebildeter

Mathematiker (was bei ihm nicht

selten durchschlägt), nunmehr

aber Segel-Ausbildner, geht beim

Thema Hafenmanöver neue Wege.

Zunächst hat er eine weltweit einmalige

App entwickelt, mit der Hafenmanöver

in allen Variationen

und mit wählbaren Variablen (Kat,

Mono, Wind, Fahrt etc.) auf dem

Tablet, Smartphone oder PC präzise

gefahren und damit trainiert

werden können.

Im Prinzip ähnelt das der klassischen

Ausbildung von Berufspiloten,

die ebenfalls einen beachtlichen

Teil der Ausbildung auf dem

Simulator absolvieren müssen.

So können in der Theorie Denkfehler

oder falsches Abschätzen

2/2018 45


Skippertraining

Blue-2-Skippertraining

in Punat, das sind drei

ganze Tage mit vollem

Programm. Dazu zählt

das Erlernen des richtigen

Umgangs mit der

Rettungsweste ebenso

wie das richtige Eindampfen

– reell und

virtuell. Die Vor- und

Nachbesprechungen

finden im gemütlichen

Rahmen statt.

von Wind, Fahrt und eventuell

Strom viel besser in das Manöver

einbezogen werden. Zudem wird

der Ablauf der Manöver mit Hilfe

von Hightech-Drohnen aus der

Luft gefilmt. Die Videos zeigen die

Fehler des Skippers in Command

schlüssig auf – aus denen man bekanntlich

auch lernt.

Mit dieser Form der verschränkten

Segelausbildung hat Michael

Menard Schule gemacht – die Liste

der lernwilligen Schüler ist entsprechend

lang.

Revier mit Raum

Die Skippertrainings gehen in der

wettergeschützten (Wind kann allerdings

reichlich wehen, gut für

spannende Manöver) und nicht zu

weit entfernt gelegenen Marina in

Punat auf der kroatischen Insel Krk

übers Wasser. Die Marina ist zwar

mit 2.500 Liegeplätzen nicht gerade

klein, aber sehr modern und top

gepflegt. Das Angebot in den

Marina lokalen ist gut, das leicht zu

Fuß erreichbare Ortszentrum ist

reich an urigen Konobas, Bars und

feinen Restaurants. Wer luxuriös,

aber nicht überteuert wohnen will,

checkt ein im wenige Meter entfernten

Hotel Kanajt.

Die Marina Punat stellt einen

ganzen Steg zur Verfügung, damit

die Manöver-Eleven ohne Risiko

für andere Pierlieger viele Dutzend

Male mit ausgewachsenen Yachten

(12 bis 15 Meter Länge) ohne oder

mit Bugstrahlruder, ohne oder mit

Doppelruder, mit einem oder zwei

Rümpfen unter Aufsicht an- und

ablegen können. Und zwar eigen-

... exklusive Elektroboote

1. BIS 4. MÄRZ 2018

Halle 3

Stand 320


Frauen und Paare willkommen: geübt

wird mit maximal sechs Personenan

Bord. Der Ausbildner greift nur „im

letzten Augenblick“ ein – was aber

nach einiger Zeit nicht mehr nötig ist.

„Das Blue-2-Skippertraining in Punat vermittelt

praktisches Knowhow – trainieren kann man dann

über unser Lernportal so oft man will und überall.“

Michael Menard

ständig! Der Ausbilder steht mit

am Ruder, um erforderlichenfalls

„im letzten Augenblick“ einzugreifen.

Was aber nach einiger Zeit

nicht mehr nötig ist.

Jeder weiß, aus gemachten Fehlern

lernt es sich am besten, und

das geht bei Blue-2 so: Abends

werden die Luftaufnahmen durchgesehen

und der Ablauf des Manövers

– samt seinen Fehlern – auf

dem Bildschirm analysiert.

Endlich Eindampfen

Auffallend ist, dass grundsätzlich

keine überholten Schulmeinungen

gepredigt oder nachgeplappert,

sondern modernste Erkenntnisse

vermittelt werden (wer weiß von

uns schon, ob und wie beim Doppelruder

ein Radeffekt spürbar

wird?).

Andere Themen kommen ebenfalls

nicht zu kurz. Das Anlegen und

Bedienen des Sicherheitsgurtes etwa

oder das Abrufen von Wetternachrichten

oder auch kurze Fragen, die

in der Praxis eine große Rolle spielen,

zum Beispiel: Was machen wir

sofort, wenn ein Gewitter naht?

(Wer hier länger als fünf Sekunden

überlegen muss, ist ohnehin reif für

einen praktischen Lehrgang!)

Ausgiebig wird das Eindampfen

in die Spring gelehrt und gefahren.

Nein, nicht nur in die Vorspring,

sondern auch in Mittelspring oder

Achterleine.

Was letztlich ein viel einfacheres

Manöver ergibt, und zwar auch

bei schwierigen Bedingungen mit

kleiner Mannschaft. Gelegenheiten

zum Üben gibt es reichlich, denn

pro Yacht sind maximal sechs

Personen an Bord – für den

ganzen Tag.

Positiver Nebeneffekt: Ur -

sprünglich einander wildfremde

Segler wachsen schon nach we -

nigen gemeinsamen Manövern

zu einer schlagkräftigen Crew

zusammen.

Reif für die Welt

Ich werde oft gefragt, wie man sich

denn am besten vorbereitet, wenn

man auf Langfahrt gehen will.

Also, in seglerischer Hinsicht ist

man deutlich besser auf kommende

Schwierigkeiten vorbereitet als

die meisten Weltumsegler, die den

steinigen Weg des „Try and Error“

oder „Learning by Doing“ gehen,

wenn man mindestens einen Überführungstörn

unter einem erfahrenen

Skipper und ein Skippertraining

absolviert hat. Dann sollte

man seglerisch selbst für eine Weltumsegelung

fit sein.

Blue-2 The Sailing Academy

Skippertrainings online: „Skipper 360° Das Lernportal“

jetzt erhältlich zum Aktions-Preis von € 29,99.

è www.skipper360.at

Skippertrainings in Punat:

Mono/Kat ab € 415,–/450,–

Simulator für Hafenmanöver:

Mono/Kat um € 25,–

Weitere Infos und aktuelle Termine zu den Trainings unter

è www.blue-2.at/skippertraining

Michael Menard

ist Ausbildner und

Geschäftsführer der

Blue-2 The Sailing

Academy sowie der

geistige Vater von

„Skipper 360° Das

Lernportal“.

2/2018 47


Skippertraining

Der Teilnehmerpreis von etwas

über 400 Euro für das umfassende

dreitägige Training in der Blue-2

The Sailing Academy wäre ein

großer Schritt in die richtige

Richtung, in der Teilnahmegebühr

sind übrigens auch die

Übernachtungen – natürlich auf

der Yacht – eingeschlossen.

Training mit Mehrwert

Ein Vorteil einer Teilnahme -

bestätigung an einem solchen

Skippertraining ist übrigens auch

die höhere Bereitschaft einer

Bootsversicherung, das Risiko für

Schäden zu übernehmen. Dass

Vercharterer Kunden mit Erfahrung

aus einem Skippertraining

lieber sehen als Nobodys mit

einem deutschen Segelschein

liegt auf der Hand.

Dass dies kein Wunschdenken

ist, hat beispielsweise die Schiffsversicherung

Yacht-Pool (Erfinderin

des Sicherungsscheins)

bewiesen, die diesem Skipper -

training als erster Ausbildungsstätte

das „Checked and Trusted“-

Zertifikat verliehen hat. Alle

Trainer werden in einem „Train

the Trainer“-Seminar ausgebildet

und haben die Berufsskipper -

haftpflicht abgeschlossen. Die

Trainings sind auch kautions -

versichert.

Am besten nimmt auch gleich

die Ehefrau (Freundin) daran teil,

schließlich möchten sich ja beide

Partner sicher und wohl fühlen

an Bord. Ich habe in Punat aber

auch erlebt, dass am Ende die

Gattin bessere Manöver gefahren

ist als der Master – das waren besonders

prickelnde Momente.

Vorher sollte man sich auf

Michaels Lernplattform „Skipper

360°“ umsehen, die ideale Ergänzung

auch zur Vorbereitung zum

Skippertraining. Dort kann man

sämtliche Hafenmanöver als

Video mit einmaligen Kamera -

einstellungen aus der Luft und

eingeblendeter Ruderstellung,

Lernen mit Genuss in der Marina Punat

Die im Südwesten der Insel Krk gelegene Marina Punat ist nicht nur die älteste Marina

Kroatiens (seit 1964), sondern wurde auch mehrmals zur besten Marina des Landes gekürt.

Sie umfasst insgesamt 14 Stege mit Liegeplätzen für bis zu 40 Meter lange Yachten. Zur An -

lage zählen neben verschiednen Shops und Service-Stellen auch ein Restaurant und eine

Pizzeria sowie das Hotel Kanajt mit Pool und Wellness-Zone. Tipp für Paare, die sich nach drei

Tagen Skippertraining noch eine private Auszeit gönnen möchten: Die drei neu errichteten

Steinhäuser „Holiday Homes“ mit eigenem Jacuzzi und Traumblick über die Bucht sind das

ideale Revier dafür. Die urig-authentische Altstadt von Punat ist über einen eigenen Spazierweg

in nur zehn Minuten erreichbar. Alle Infos, Angebote und Preise unter

è www.marina-punat.hr/de

kombiniert mit der Crew im Film

vorab studieren. Diese Manöverstudien

sind leicht verständlich

aufbereitet, der ganze Lernspaß

kostet gerade einmal etwas über

vier Euro pro Monat.


„Ich habe in Punat aber auch erlebt, dass am Ende die

Gattin bessere Manöver gefahren ist als der Master –

das waren besonders prickelnde Momente.“

Bobby Schenk, Weltumsegler und Buchautor

Bobby Schenk auf

Vor-Ort-Recherche in

Punat. Die Blue-2 The

Sailing Academy wurde

auch als erste Ausbildungsstätte

mit dem

„Checked and Trusted“-

Zertifikat von Yacht-

Pool ausge zeichnet.

Eine große Ehre für

das gesamte Team und

ihrem Lernprogramm

für Monohulls und

Katamarane.

48 2/2018


Wissen und Meer

Ankern will gelernt sein

Die Überschrift suggeriert der Leserschaft, dass die Ankermanöver sowieso im

Lehrbuch stehen und man sie nur gut auswendig lernen muss, dann klappt das schon.

Glaubt man, meint man – stimmt aber überhaupt nicht!

Ankern ist Übungssache und

ist es nicht Übungssache,

hängt es vom Bootshandling

ab und trifft das auch nicht zu, dann

gibt es immer noch den Instinkt des

Skippers – alles in allem also eine

sehr komplexe Materie.

In den Lehrbüchern und Skripten

für die seemännische Ausbildung

werden die Ankermanöver plausibel

beschrieben, aber kaum ist man in

der Ankerbucht angekommen,

schaut alles ganz anders aus.

Auf unseren Yachten befinden

sich Allround-Anker, die universell

auf unterschiedlichem Untergrund

halten sollen. Die meiste Sorge bereitet

mir in einer vielbesuchten

Ankerbucht aber nicht mein Anker,

sondern die anderen Ankerlieger

rund um mich. Wieviel Kette haben

meine Nachbarn gesteckt? Reicht

mein Schwojra dius in den Radius

einer anderen Yacht hinein? Sind

die Anker meiner Nachbarn auch

gut eingefahren?

Apropos Kette gesteckt: Während

meiner Ausbildung lernten wir die

Formel 5:1, also die Kette soll die

Länge der fünffachen Wassertiefe

ausmachen. Für mich gibt es mittlerweile

eine andere, praktikablere

Formel: Ich gebe mindestens 30

Meter Kette, dann die Wassertiefe

dazu. Und noch was: Je mehr Wind,

desto mehr Kette!

Kennen Sie den Begriff „Ankersalat“?

Nein, da braucht man kein Essig

und Öl zum Anrichten, sondern

viel Geduld und Kraft, um ihn wieder

aufzulösen. Speziell im östlichen

Mittelmeer oder in der Ägäis wird

auch im Hafen geankert. Da liegen

die Ankerketten oft kreuz und quer,

unbedarfte Skipper werfen ihren

Anker irgendwo ins Hafenbecken,

Gottfried

Titzl Rieser

ist Ausbildungs referent

des Yacht Club Austria,

dem größten Yachtclub

Österreichs. Er ist passionierter

Fahrtensegler

und hat insgesamt so

um die 20.000 See -

meilen in seinen Log -

büchern dokumentiert.

Sein Motto: „Die See ist

der beste Lehrmeister!“

kolumne@ocean7.at

Ankern ist Übungssache

und ist es nicht Übungssache,

hängt es vom

Bootshandling ab. Und

trifft das auch nicht zu,

dann gibt es immer noch

den Instinkt des Skippers.

und wenn man am nächsten Tag

den Ankerplatz verlassen möchte,

kommt das große Wehklagen. Man

braucht dann einige Hände und Leinen,

vielleicht auch einen Taucher,

um hier wieder klarzukommen.

Die Auswahl des Ankerplatzes

richtet sich auch nach der Wettervorhersage.

Wir suchen ja Schutz

gegen Wind und Welle. Da ist es

also nicht nur wichtig zu beachten,

wie der Wind bei unserer Ankunft

in der Bucht weht, sondern auch,

was wir über Nacht oder am nächsten

Tag vom Wetter zu erwarten haben.

Ach ja, da war doch irgendwas

mit Land- und Seewind, oder?

Ich kenne wenig Unkomfortableres,

als um zwei Uhr früh aus der

warmen Koje herauszuschlüpfen,

den Anker zu lichten und neu

einzufahren, weil das felsige Ufer

bereits in Bootshakenweite ist.

Achtung ANker

Lektion 1: Achten Sie auf die Beschaffenheit

des Ankergrundes und

verlieren Sie nicht die Nerven, nur

weil der Anker selbst beim dritten

Versuch noch immer nicht hält. Na

und? Dann probieren Sie es halt ein

viertes und wenn es sein muss auch

noch ein fünftes Mal. Sie wollen ja

gut und sicher schlafen, oder nicht?

Lektion 2: Achten Sie in einer vielbesuchten

Ankerbucht auf Ihre

Nachbarlieger: Welcher Bootstyp

liegt neben Ihnen? Haben Sie ihren

Ankerball gesetzt? Können Sie Ihren

Schwojradius durch ein Reit -

gewicht reduzieren?

Lektion 3: Bleiben Sie immer höflich,

auch wenn Ihr Nachbar die

Ankerkette über die Ihre legt. Sie

können sich über die Abfahrtszeiten

verständigen, dann bleibt Ihnen unter

Umständen viel Mühe erspart.

Lektion 4: Beachten Sie den Wetterbericht

und die Strömungsverhältnisse.

Teilen Sie, wenn es sein muss,

Ankerwachen ein und scheuen Sie

sich nicht, Landleinen auszubringen,

wenn es notwendig ist.

Lektion 5: Lassen Sie den Anker nur

mechanisch mit der Reibkupplung

fallen, nicht elektrisch mit der Ankerwinde.

Das geht schnell und einfach

und der Anker liegt dann

punktgenau auf dem Grund, bevor

man von Wind oder Strömung abgetrieben

wird.

Lektion 6: Kontrollieren Sie beim

Einfahren Ihres Ankers, ob die Kette

ruckelt, das ist das Zeichen, dass

der Anker nicht hält und über den

Boden schleift – siehe Lektion 1.

Foto: Shutterstock

2/2018 49


Austrian Boatshow – Boot Tulln 2018

Boot Tulln, die

großen Highlights

1. bis 4. März 2018

Getreu dem Motto „Wassersport Total“ präsentiert die Austrian Boatshow – Boot Tulln die neuesten

Highlights für die Saison 2018. Darunter auch zahlreiche Welt- und Österreich-Premieren, die den Besuch

der Messe zu einem unvergesslichen Erlebnis machen – hier ein kleiner Auszug aus der Must-See-Liste.

Sailors Paradise

Sämtliche große Segelyacht-Werften

nehmen Kurs Richtung Austrian

Boatshow: Die Jeanneau Sun

Odyssey 440, gerade als Yacht des

Jahres ausgezeichnet, überzeugt

mit vielen praktischen Innovationen

– beeindruckend auch die größere

Schwester Jeanneau 519.

Erstmals in Österreich zu sehen

ist die Elan GT5, ein völlig neuar -

tiges Konzept mit polarisierender

Optik. Zum 40-jährigen Firmenjubiläum

zeigt Master Yachting die

beliebten Modelle Oceanis 41.1

und Oceanis 45 von Beneteau.

Hanse Deutschland reist mit

Hanse 348, Hanse 388 und der

Dehler 42 gleich mit drei Österreich-Premieren

an die Donau.

Die Dufour 360 ist in ihrem

Größensegment mit Sicherheit eine

der attraktivsten Neuerscheinungen

des Jahres und am Messestand

von Phoenix Yachting zu sehen.

Bavaria World in Tulln

Nach dem Vorbild der Boot Düsseldorf

wird in Zusammenarbeit

mit Bavaria-Händlern auch eine

„Bavaria World“ auf der Austrian

Boatshow zu erleben sein. Yachten

Meltl, das Yacht Center aus Mannheim,

Yachtcharter Pitter und viele

Partner werden sich in der Halle 10

präsentieren, somit wird unter einem

Dach das komplette Bavaria-

Leistungsspektrum (Segelyachten,

Motoryachten, Charterangebote

und vielfältige Dienstleistungen)

rund um den Yachtsport ausgestellt.

Die neue Segelyacht Bavaria

C45 wird ebenso erstmals in

Ös terreich zu sehen sein wie

die Motoryacht Virtess 420 Fly.

„Foiling“ – Weltpremiere

Hans Spitzauer, einer der erfolgreichsten

österreichischen Segler

präsentiert die „fliegende Lago“.

Dass sich der ehemalige Europaund

Weltmeister immer am Limit

und am Puls der Zeit bewegt, bewies

er nicht zuletzt in fünf Olympia-Kampagnen.

Er ist Mastermind

und Entwickler der Lago 26, dem

erfolgreichsten Regatta-Segelboot

der letzten Jahre, das sämtliche

„Blauen Bänder“ in den verschiedensten

Revieren bei unterschiedlichsten

Bedingungen gewann.

Spätestens seit dem vergangenen

Jahr ist das Thema „Fliegende Segelboote

– Foiling“ durch den

America’s Cup in aller Munde.

Hans Spitzauer ist auch hier wieder

am Puls der Zeit und präsentiert

als Weltpremiere die „fliegende

Lago 26“.

trailerbare Kleinkreuzer

Ein Highlight für Segelinteressierte

ist die große Dichte im Bereich der

trailerbaren Segelboote – es erwartet

die Besucher ein hochinteressantes

Aufgebot: Sunbeam Yachts,

Seascape, Saphire, J-Boats, Maxus,

Delphia, Viko, Phobos und viele

mehr. Trimarane mit exzellenter

Segelleistung: Dragonfly, Astus und

Corsair sind selbstverständlich

ebenfalls mit an Bord.

Highlights Unter Motor

Absolute 50 Fly – eine Motor yacht

mit vielen Superlativen! Baotić

Yachting präsentiert mit der Absolute

50 Fly die Motoryacht des

Jahres 2017 in seiner Kategorie.

Absoluter Komfort und absolute

Bavaria Virtess 420 Fly Bavaria C45 Chris Craft Capri 21 Jeann

Foto: Bertrand Duquenne


Frauscher Fantom 585 Air

Foiling Lago 26

Master Yachting

Flexibilität sind die Attribute der

15,20 Meter Luxusyacht.

Amadeus Yachting – Österreichs

Importeur für Jeanneau-Motoryachten

ist mit der Leader 36 vertreten,

die mit ihrem wunderschönen

V-Rumpf und sportlichem

Design überzeugt.

Master Yachting zeigt den seegängigen

Beneteau Swift Trawler

30. Der Weltenbummler fühlt sich

auch vor Anker oder in Küsten -

nähe sehr wohl.

Edle Runabouts!

Design ist in der nautischen Branche

allgegenwärtig: Lifestyle, edle

Materialien und hochwertige Verarbeitung

sind maßgebliche Kaufkriterien.

Eine Österreich-Premiere,

auf die diese Kriterien in hohem

Maße zutreffen, ist die Say 29

Runabout Carbon. Das einzigartige

Design ist auf das Wesentliche reduziert.

Die „29“ steht übrigens

nicht nur für die Länge der Yacht,

sondern auch für die Limited Edition

von 29 Stück.

Neu an Bord der Boot Tulln sind

z. B . Nostalgia Yachten, ihre Mare

wird zum ersten Mal der Öffentlichkeit

vorstellt. In diesem Boot verschmelzen

die Vorteile der GfK-

Fertigung mit der Schönheit und

dem Stil der 1950er-Jahre-Boote.

Mit gleich drei Weltpremieren wird

die Kaiser Bootswerft aufwarten.

Erstpräsentation in Tulln: die Modelle

K-500 RS, K-550 sowie K4-4.0.

Die Edelschmiede Frauscher

bringt einen Querschnitt aus dem

Portfolio – für Motoryacht-Fans ist

die Fantom 858 Air mit Sicherheit

das Highlight.

Edle Runabouts sind auch die

Spezialität von Boote Schmalzl:

Drei stilvolle Modelle von Boesch

und eine Julika 660 werden gezeigt.

Apropos Stil: Boote-Ortner präsentiert

die Chris Craft Corsair 27 und

die Capri 21.

TopYacht, Österreichs Importeur

für Sea Ray, glänzt mit insgesamt

neun Modellen, davon sechs Österreich-Premieren.

Neu im Programm

von TopYacht ist die Marke

Cranchi, in Tulln vertreten durch

das Modell Endurance 30.

Unter Strom

Ein Blick auf das Ausstellerverzeichnis

im Bereich der Elektroboote

und E-Antriebssysteme zeigt

eindeutig: In diesem Bereich ist die

Austrian Boatshow Nummer 1. Auf

keiner nautischen Fachmesse gibt

es ein größeres Angebot zu dieser

zukunftsträchtigen Technologie!

Stand up Paddling

im Trend

Dem Trendsport „Stand Up Paddling“

wird auf über 1.000 m² ein eigener

Bereich gewidmet. Das Areal

„Stand Up Paddling“ ist somit eine

eigene Messe in der Messe. Top-

Marken und zahlreiche unterschiedliche

Modelle werden vertreten

sein. Stand Up Paddling bietet

für alle Altersgruppen jede Menge

Action und Spaß – aber überzeugen

Sie sich selbst in Halle 6.

eau Sun Odyssey 440 Hanse Yachts SAY 29 Runabout Carbon

Foto: Marc de Delley

Besuchen Sie uns auf der

Boot Tulln in der Halle 3

Stand 312 und 315

Bootshändler • Bootsservice

TopYacht

www.topyacht.eu


Austrian Boatshow – Boot Tulln 2018

Volle Kraft voraus!

Zur Navigation durch die heiligen Hallen der Austrian Boatshow – Boot Tulln,

der größten Bootsfachmesse Österreichs und des gesamten CEE-Raums, dient

der Messekompass.

Halle 3 – Motorboote,

Motoryachten und Elektroboote

Das Schaufenster mit zahlreichen

Welt- und Österreich -Premieren

für Motor- und Motor yachten,

Elek tro boote, Sportboote, Wasserskiboote,

Arbeitsboote, Verdränger.

Halle 4 – Tourismus und Charter

Urlaub buchen bei den Profis: Hier

finden Sie eine große Auswahl an

Charter-Unternehmen und neueste

Infos zu den Top-Revieren 2018.

Neben Marinas und Verbänden

präsen tieren sich hier auch Hausund

Segelboot- sowie Katamaranund

Motorboot-Spezialisten.

Halle 4 und Halle 5 – Das Segelkompetenzzentrum

der Austrian Boatshow

Erleben Sie hier hautnah Kleinkreuzer,

Jollen, Sport-Katamarane. Aber

auch Segelmacher sowie Segel- und

Surfschulen mit attraktiven Ausbildungsangeboten

für Einsteiger und

Profis. Fachvorträge, Produktvorstellungen

und Diskussionen?

Auf der Action-Bühne in Halle 4!

Halle 4, 5 und 6 – Nautisches Zubehör

Neueste Materialien und Technik:

Bootsausrüstung, Funktionsbekleidung,

Bootselektronik, Motoren,

technisches Zubehör, Segelmacher,

Marina-Ausrüstung.

Halle 6 und 8 – Stand Up Paddling

und Windsurfen

Der komplette Marktüberblick mit

allen Marken aus dem Bereich

Stand Up Paddling. Neu: Windsurf-

Riggs für Stand Up Paddling, Aufblasbare

Windsurf-Stand Up Paddle-Boards.

Ebenfalls neu in Halle 8:

alles zum Thema Windsurfen!

Halle 6 – Kompetenzzentrum für Kanu,

Kajak, Kanadier und Ruderboote

Alles über Kajak, Kanu & Co.:

Wildwasser kajaks, Freizeitkajaks,

Touren kajaks, Wildwasserboote,

Faltboote und Ruderboote bis hin

zum umfang reichen Zubehör.

Halle 8 – Alles rund um den Tauchsport

Eintauchen: Vom Einsteiger-Set bis

zur Profi-Tauchsportausrüstung,

Tauchtechnik, Tauch- und Abenteuerreisen,

Tauchsafaris, Tauchbasen/-resorts,

Tauchausbildungen

und -kurse, Kindertauchen,

Apnoe-, Eis- und Unterwasserfotografie,

Unterwasserhochzeit!

Halle 10 – Segelyachten und Segelboote

Viele Welt- und Österreich -Premieren

erwarten Sie im Bereich Segelyachten,

Segelboote, Trimarane,

Daysailer, Sportboote, Weekender,

trailerbare Kleinkreuzer und Jollen.

Austrian Boatshow – Boot Tulln 2018

Termin

Donnerstag, 1., bis Sonntag, 4. März 2018

Öffnungszeiten

Täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr

Eintrittspreise

Erwachsene € 13,–

Senioren- und Studentenkarte € 11,–

Jugendkarte (6–15 Jahre) € 3,–

Kinder bis 6 Jahre

Eintritt frei

Gruppenkarte (ab 20 Pers.) € 11,–

Besucherservice

Ausstellerverzeichnis, Bankomat-Kassen beim Eingang

Süd und Haupteingang, Wireless Lan, Wechselstube, Bankomat,

Vortragszentrum, Still- und Wickelräume, Sanitäranlagen

für Behinderte, 7.000 Parkplätze (mit Gratis-Shuttleservice),

Behinderten-Parkplätze in unmittelbarer

Eingangsnähe, Pannendienst

Transfer

Kostenloser Transfer von und zu den Bahnhöfen

Tulln und Tullnerfeld.

Aussteller

380 Firmen aus 20 Nationen wie Ägypten, Dänemark,

Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien,

Indonesien, Italien, Kanada, Kroatien, Niederlande, Polen,

Portugal, Schweden, Schweiz, Slowenien, Tschechien,

Ungarn, USA, Österreich.

Messegelände

Das größte und modernste Ausstellungsgelände Nieder -

österreichs mit mehr als 85.000 m² Gesamtfläche.

Für das leibliche Wohl

Messe-Restaurants in den Hallen 7, 8 und 10. Kaffeehaus,

Erfrischungs- und Spezialitätenstände, Wein- und Mostheuriger,

Vollwertbuffet.

Weitere Infos und ermäßigte Tickets unter

è www.boot-tulln.at

eigene Basen

in Kroatien

CHARTER I SALE

MANAGEMENT

YACHTING 2000

4112 St. Gotthard/Linz

Am Steinberg 8

Tel. 0043 7234 / 845 45

office@yachting2000.at


Besuchen Sie uns:

Boot Tulln

01.-04.03.2018

Halle 5

Stand 539

XX X XX

Halle 5, Stand 548

Messekalender

Die ideale Fahrtenyacht, die beste Vorbereitung für eine Langfahrt, die

schönsten Frauengeschichten? Verraten wir Ihnen gerne auf der Boot Tulln!

Während der Austrian

Boatshow zeigt sich

von seinen

schönsten Seiten, auch das Begleitprogramm

ist hochkarätig besetzt.

Yachten & Manöver

Bobby Schenk lebte insgesamt acht

Jahre an Bord und weiß daher genau,

was eine Langfahrtyacht „lebenswert“

macht. In seinem Vortrag

Die ideale Fahrtenyacht

gibt er dieses Wissen gerne weiter

(täglich um 12.00 Uhr).

Doch was wäre die ideale Yacht

ohne den besten Skipper? Im zweiten

Vortrag erörtert Bobby Schenk

gemeinsam mit Michael Menard

von der Blue-2 The Sailing Academy

den Weg zum perfekten

Skipper (täglich um 14.30 Uhr).

Frau an Bord

Alexandra ist oceanwoman,

seit 2010 bringt sie in ihrer Kolumne

unsere LeserInnen zum Nachdenken

und Schmunzeln. In ihrer

Leseviertelstunde wird sie ihre

liebsten Geschichten live vortagen.

Ihr Ehemann Peter Schöler – mit

ihm segelte sie um die Welt – wird

Alexandra bei ihren Lesungen auf

der Gitarre begleiten (Freitag bis

Sonntag, 11.00 und 13.30 Uhr).

Das hat Flair

Seit vielen Jahren bereichert Olaf

Weiß von meerflair die Adria

um zwei Folkeboote und einen

Gaffelschoner. In Kooperation mit

präsentiert er sein Programm

2018 – mit individuellen

Angeboten für unsere Leser.

Cruise 2.0 / 4.0 / 10.0 FP

Die leichtesten

Motoren für Segelboote

sind elektrisch

viel leichter als ein Diesel, auch

mit Batterien

platzsparend, flexibles Layout

auf und unter Deck

einfach einzubauen, ideal auch

für Refits

integriertes System mit abgestimmtem

Display und Gashebel

Foto: Gernot Weiler

Foto: Udo Reichmann

Dream-Team: Bobby Schenk und Michael Menard. Traum-Ehepaar: Alexandra und Peter Schöler. Mr. Meerflair: Olaf Weiß.

5 PS

Äquivalent

8 PS

Äquivalent

20 PS

Äquivalent

Mehr Infos unter

www.torqeedo.com


Austrian Boatshow – Boot Tulln 2018

K3X: Ein Einhand-Kat,

der Flügel verleiht.

XX X XX

Halle 4, Stand 454

Für Solosegler

Einhand-Katamaran. Für Katamaran-Segler,

die am liebsten besonders

schnell, aber allein übers Wasser

rauschen, stellt Topcat in Tulln seinen

neuen K3X vor. Der 4,92 Meter

(16 Fuß) lange und 2,44 Meter breite

GFK-Katamaran wiegt schlanke 130

Kilogramm und besitzt eine Segel -

fläche von 33 Quadratmetern, die auf

ein Decksweeper-Großsegel und

einen Gennaker aufgeteilt ist.

Das neue Boot des größten deu t -

schen Katamaran-Herstellers hat als

Zielgruppe Einhandsegler mit Performance-

und Regatta-Ambitionen,

die beim Händler mit rund 14.900

Euro vorstellig sein sollten.

è www.topcat.de

XX

X XX

Halle 6, Stand 606

Von der Messe zur Hausmesse

Maritimo. Um zur Boot Tulln

zu gelangen, muss das Team vom

Zu behör-Spezialisten Maritimo

fast nur über die Donau hupfen. Für

die Bisam berger also praktisch eine

Hausmesse, dementsprechend gut

sortiert präsentiert man sich am

Stand in der Halle 6. Neben dem

technischen Bereich hat Maritimo

auch einen eigenen Helly Hansen-

Stand, wo Freizeitbekleidung,

Taschen, Accessoires, aber auch

hochwertige Funktionskleidung präsentiert

wird – von Segelhandschuhen

über Ölzeug bis zu Bootsschuhen.

Die tatsächliche Hausmesse findet

übrigens zwei Wochen nach der

Boot Tulln statt: Vom 15. bis 17.

März werden in Bisamberg neben

attrak tiven Aktionen auch Vorträge

und Kurse angeboten.

è www.maritimo.at

Ebenfalls auf der Boot Tulln

erhältlich: der neue Katalog

von Maritimo.

XX

X XX

Halle 3, Stand 317

Leichtgewichte

Carbon-Boote. Seit gut zehn Jahren

stellt Say Carbon Yachts in

der Nähe des Bodensees Boote her.

Produzierte man die ersten Jahre

noch Renn-Segelboote, sind seit

sechs Jahren nur noch Motorboote

aus Carbon im Programm.

Philosophie der Firma: Leicht und

schnell müssen die Boote sein. Wie

zum Beispiel die neue Say 29 Run -

about Carbon, die nur 1.380 kg auf

die Waage bringt und mit bis zu

483 PS ausgerüstet werden kann.

Eine elektrifizierte Version, die als

Gemeinschaftsprojekt mit Kreisel

Foto: Marc de Delley

Electric realisiert wird, kommt sogar

auf 500 PS! Topspeed: Jenseits der

55 Knoten!

è www.say-yacht.com

Rennsportverdächtige Werte:

Say 29 Runabout Carbon.

XX X XX

Halle 3, Stand 324

Promarine

proudly presents

Neuer Importeur. Promarine, bislang

mit seinem Betrieb im ober österreichischen

Pucking eher im technischen Bootsservice tätig,

übernahm im September 2017 die Vertretung

der Boote von Jeanneau und Glastron. Auf der

Austrian Boatshow präsentieren sich die Oberösterreicher

erstmals als General importeur

der französischen und amerikanischen Traditionsmarken

und bringen auch gleich eine ganze

Reihe von Modellen nach Tulln: Zu sehen sind

von Glastron die GT 180 OB, GT 202 und GT 225

sowie von Jeanneau die Merry Fisher 695, Cap

Camarat 7.5 WA und die Cap Camarat 4.7 CC.

Vorgestellt wird am Promarine-Stand aber

auch der bewährte technische Service.

è www.promarine.at

54 2/2018


XX

X XX

Halle 6, Stand 620

Schöne Steyr

XX X XX

Halle 3, Stand 325

Kleines & Feines

Pro Yachting. Als kleiner, aber feiner

Bootshandel nutzt Pro Yachting

die Austrian Boatshow als große

Bühne für sein vielseitiges Angebot.

Zum Portfolio der Wiener Neustädter

zählen unter anderem die RIBs

von Zar Formenti und die Sportmotorboote

von Beneteau. Die jeweils

neuesten Modelle sind auch am

Stand in Tulln ausgestellt – die Zar

79 als Vertreter der sportlichen-luxuriösen

Reihe der Italiener und die

Antares 9 als Weekend-tauglicher

Außenborder mit überraschend

viel Platz auf neun Metern Länge.

è www.proyachting.at

Sportlich: Zar 79,

wochenendtauglich:

Antares 9.

Design als Verkaufsmotor.

Steyr Motors SEC 4-Zylinder, der

weltweit erste Monoblock mit Common-Rail-Einspritzsystem

im Marine-Bereich,

punktet nicht nur mit

höherer Effizienz und niedrigeren

Emissionen, sondern auch mit einer

unverwechselbaren Optik. Der Clou:

Das Design der vier verschiedenen

Grundmodelle der

Baureihe – von

59 bis 129 kW

– lässt sich individuell

an

Kundenwünsche

anpassen.

èwww.steyr-motors.com

Der SEC 4-Zylinder wird für

Kunden individuell designt.

348

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ÖSTERREICHPREMIERE AUF

DER AUSTRIAN BOAT SHOW -

BOOT TULLN

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www.hanseyachts.com

Hanse (Deutschland) Vertriebs GmbH & Co. KG | Bernau am Chiemsee | Tel. +49 (8051) 9629767 | sales@hanseyachts.de


Austrian Boatshow – Boot Tulln 2018

XX

Halle 4, Stand 448

Rovinj neu

Neubau. Die ACI-Marina in Rovinj

nimmt immer mehr Form an. Nach

dem kompletten Abriss der Anlage

sind die Hafenanlagen vor der Fertigstellung,

nun wird an der Infrastruktur

gearbeitet. Die neue Marina

wird eine Kapazität von 192 Liegeplätzen

haben und Wasserfahrzeuge

mit durchschnittlicher Länge von

17 (anstatt der bisherigen 11 Meter)

empfangen können.

Voraussichtliches Bauende: Mitte

der Saison 2018.

è www.aci-marinas.com

Eine Marina frisch vom Baumeister.

Buchtipp

XX X XX

Halle 3, Stand 306

Neues vom Traunsee

Frauscher. Die Frauscher Bootswerft

bringt nicht nur eine sehr

erfreuliche Bilanz der letzten Saison

(erfolgreichstes Geschäftsjahr der

Unternehmensgeschichte) nach

Tulln mit, sondern auch vier Boote.

Vorgestellt werden dem Messe -

publikum der Austrian Boatshow

die neue Phantom Air 858 und

die 747 Mirage sowie die elektrisch

angetriebenen 610 San Remo und

650 Alassio. Eine Neuigkeit gibt

es außerdem: Die 2012 fertiggestellte

Werft am Traunsee verfügt ab sofort

über eine neue, hochmoderne

Lackierkabine, in der nahezu jeder

Farbwunsch realisiert und mit

größter Präzision aufgetragen

werden kann.

è www.frauscherboats.com

Frauscher Bootswerft:

tolle Boote,

tolle Farben, tolle

Bilanz.

Marineforschung. Man vergisst

ja gerne, dass Österreich

einst über eine recht respektable

Marine verfügte. Wie die k.u.k.-

Kriegsmarine dabei bis zum

Ersten Weltkrieg mit der Kaiserlichen

Deutschen Marine zusammenarbeitete,

wird in diesem

Standardwerk der Marineforschung

gründlich dargestellt.

Rüdiger Schiel:

Die vergessene

Partnerschaft.

Kaiserliche Deutsche

Marine und

k.u.k. Kriegs -

marine 1871–

1914. 422 Seiten.

€ 82,–, Klein Publishing

GmbH,

kpv@gmx.at.

Spannende Lektüre, nicht

nur für Historiker.

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Gesamtbreite: . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3,99 m

Betriebsstunden: . . . . . . . . . . . . . . . . . 325

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XX X XX

Halle 10, Stand 1002

Drei-Mäderl-Haus

Hanse & Co. Star am Hanse-

Stand auf der Austrian Boatshow

ist sicherlich die brandneue

Hanse 348, die erst einen

Monat vorher auf der Boot in

Düsseldorf ihre Weltpremiere

gefeiert hat.

Sportliche Optik und einfaches

Handling (auch Einhandsegeln

ist möglich) sind die

Hauptmerkmale der 10,40 Meter

langen Segelyacht.

Mit in Tulln dabei sind außerdem

die kleine Markenschwester

Hanse 315, Hanses Einstiegsboot,

und die etwas größere

Konzerncousine Dehler 42,

die Alleskönnerin unter den

deutschen Segelyachten.

è www.hanseyachtsvertrieb.de

Nicht alle Risiken sind

vorhersehbar

AUT17253 / 0218

Neu, praktisch und sehr

flach: die Hanse 348.

XX

X XX

Halle 4, Stand 417

Oberlegene Elektronik

Raymarine powered by

Ober. Traditionsgemäß sehr

hoch auf Bootsmessen ist die

Dichte an Neuheiten im Elektronikbereich.

Raymarine z. B., der

weltweit führende Hersteller von

Marine-Elektronik, präsentiert in

Tulln durch Werner Ober ein

Füllhorn an neuen Produkten.

Ein Highlight sind die neuen Entertainment-Systeme,

vom kompakten

RMX-0 für Day cruiser

oder Segelboote, bis zum RMX-5,

das auch über die Raymarine

Multifunktionsdisplays bedient

werden kann. Ebenfalls in Tulln

zu sehen: die Raymarine Quantum

Doppler-Radar-Antenne,

der „Follow-up“-Ruderhebel für

weitere Steuerstation an Bord, sowie

die neuen Blackbox-UKW-

Funkgeräte mit DSC, ATIS und

eingebautem GPS.

è www.yachtelektronik.at

Rockford/Fosgate

Entertainment-System

Besuchen Sie uns

auf der Boot Tulln

in Halle 5, Stand 525

Von der Nordsee bis zum Pazifik sorgen nicht identifizierte

schwimmende Objekte immer wieder für Gesprächsstoff

unter Seglern. Gefährliches Treibgut ist jedoch bei Weitem

nicht die einzige mögliche Ursache für einen Kielverlust.

Pantaenius deckt deshalb grundsätzlich die Inspektionskosten

nach einer Grundberührung und bietet Tipps zur Leckabwehr

und dem richtigen Verhalten bei akuten Seenotfällen.

Wien · Tel. +43 1 710 92 22 · pantaenius.at


Austrian Boatshow – Boot Tulln 2018

X

Halle 6, Stand 610

Schöner wohnen

Hausboot. Gerade für viele österreichische

Skipper sorgt die Marina

Punat auf Krk, Kroatiens erste

Marina, für heimatliche Gefühle.

Dieses Jahr könnte sich das Empfinden,

hier zu Hause zu sein, noch einmal

verstärken: Ab Anfang Juni vermietet

die Marina ein Hausboot.

Versprochen wird gemütlicher

Komfort wie daheim: Auf die Gäste

warten 32 Quadratmeter Wohnfläche

und eine große Terrasse, zwei Zimmer

für vier bis fünf Personen, eine

moderne Küche, ein Wohnzimmer,

ein Esszimmer und ein Badezimmer.

è www.marina-punat.hr/de

My Hausboot is my

Castle: ab Juni in

der Maria Punat.

„ Man kann nicht auf dem Meere

fahren, ohne zu wissen, wohin,

und ebensowenig kann man leben,

ohne zu wissen, wozu.“

Leo Tolstoi (1828–1910), russischer Erzähler und Romanautor

Kamper_NEUE MASSE_Inserat Frühbucher 102,5x137,5.pdf 1 06.02.18 12:26

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Quicksilver Activ

675 Sundeck.

XX

X XX

Halle 3, Stand 310

Flotte Flotte

Meyer Bootswerft. Vom

nahen Aggsbach Markt schickt

die Meyer Bootswerft eine ganze

Armada an Ausstellungsbooten

donauabwärts nach Tulln.

Dominierend sind die Quicksilver-Boote,

die mit einer

Activ 555 Cabin, einer Activ

505 Open und einer Activ 675

AUSTRIAN BOATSHOW

1. - 4. März 2018 · Tulln

1. - 4. MÄRZ 2018

ÖSTERREICHS BOOTSMESSE NR. 1

BOOTE YACHTEN TAUCHEN PADDELN ZUBEHÖR

www.messe-tu ln.at

Sundeck am Messestand vertreten

sein werden. Aus der Aluminiumserie

von Marine wird

das 500 FSC DLX 2 mit einem

Yamaha F50 HETL ausgestellt.

Last but not least wird auch das

Konsolenboot Karnic Smart

1-48 zu sehen sein.

è www.bootswerft-meyer.at

MESSEPREISE

Wir sehen uns in Tulln

Halle 4 · Stand 433

Tipp 2018 - DIE AZOREN

Horta · Ponta Delgada · Velas

Tel.: 0732 / 65 10 05 · sail@yachtcharter-mueller.at · www.yachtcharter-mueller.at


XX X XX

Halle 10, Stand 1008

Mit Siegern im Gepäck

...auch SeaHelp vertraut auf Raymarine...und Sie?

Trend Travel Yachting. Das

Team von Trend Travel Yachting reist

mit einer Siegerin von Tirol nach

Tulln: Auf der Austrian Boatshow

stellt der Österreich-Importeur von

Jeanneau die Sun Odyssey 440 aus,

die zur „European Yacht of the Year

2018“ in der Kategorie Family-Cruiser

gekürt wurde. Die neue Jeanneau

überrascht unter anderem mit einer

cleveren Cockpitgestaltung und nach

achtern stark abfallenden Laufdecks.

Informieren kann man sich am

Stand auch über eine weitere Siegerin:

Die Neel 51, ein Leichtbau-

Trimaran mit sehr guten Segeleigenschaften,

wurde als bester

Multihull des Jahres ausgezeichnet.

Die Tiroler stellen natürlich auch

ihr Charterprogramm vor. Der

Schwerpunkt liegt heuer auf den

Kapverden, wo Trend Travel

Yachting eine eigene Basis betreibt.

èwww.trend-travel-yachting.com

AXIOM - definiert die Navigation neu!

AXIOM PRO - Touchscreen

und Tastatur

Raumschiff: Trimaran Neel 51 Traumschiff: Sun Odyssey 440

XX X XX

Halle 10, Stand 1025

Sportlich

in Split

Aichfeld Yachting Race Days

2018. Während auf der Boot Tulln

Aichfeld Yachting-Gründer Wolfgang

Schinerl noch für seinen

Sieg in der Austrian Offshore Trophy

2017 in der Klasse ORC mit Spinnaker

geehrt wird, stehen schon die

Eck daten des nächsten Race-Groß -

events des steirischen Vercharterers

fest: Die Aichfeld Yachting Race

Days finden vom 3. bis 6. Juni 2018

im Raum Split statt.

Die Regatta zählt wieder zur Aus -

trian Offshore Trophy und es sind

noch Yachten in der Salona 38 Einheitsklasse

verfügbar. Trotz des

sportlichen Stellenwertes wird es

wieder tolle Abendveranstaltungen

geben – einer der Besonderheiten

der beliebten Regatta.

è www.aichfeld-yachting-race-days.at

Mit Spinnaker wird

bei Aichfeld gerne

gesegelt.

AXIOM:

Touchscreen 7”, 9” & 12”

Plotter/GPS, Radar, Fischfinder, RealVision-Fischfinder,

ClearCruise mit Wärmebild-Kamera, Audio-Control,

Motordaten, AIS, Video-Kamera, SeaTalkNG/NMEA2000,

W-Lan, BlueTooth, Raynet...

AXIOM PRO:

Touchscreen & Tastatur/Multicontroller 9”, 12” & 16”

Plotter/GPS, Radar, Fischfinder, RealVision-Fischfinder,

ClearCruise mit Wärmebild-Kamera, Audio-Control,

Motordaten, AIS, Video-Kamera, SeaTalkNG/NMEA2000,

NMEA0183, W-Lan, BlueTooth, 2xRaynet...

www.raymarine.eu

Besuchen Sie uns auf der BOOT TULLN

an unserem Stand in der Jubiläumshalle,

Stand 417 und informieren Sie sich!

Raymarine....geben Sie sich nicht mit

weniger zufrieden!

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www.yachtelektronik.at


Austrian Boatshow – Boot Tulln 2018

XX

X XX

Halle 5, Stand 512

Strom kann fließen

palmetshofer. Als Ausrüster von

Blauwasser-Yachten haben Heidi und

Tommy Palmetshofer auch einen großen

Wissensschatz im Bereich Solarenergie.

Der Schritt, ab sofort auch die

flexiblen und begehbaren Solarmodule

des schwedischen Herstellers

SUNBEAMsystem ins Sortiment aufzunehmen,

ist der nächste Streich. Bemerkenswert:

Die Module lassen sich

sich fix verkleben oder aber nur temporär

mit einem Schnellverschluss befestigen

– sogar auf der Persenning!

è www.palmetshofer-nautic.at

XX

X XX

Halle 3, Stand 320

Starkstrom

Elektro-flotte. Mit seiner

kompletten Flotte reist der öster -

reichische Elektroboot-Spezialist

Boote Marian vom Wolfgangsee

an die Donau.

Mit dabei auf der Boot Tulln natürlich

das Flaggschiff Laguna 760,

letztes Jahr eine der großen Favoriten

für den Best of Boats Award. In der

2018-Version leistet der edle Luxusstromer

satte 168 PS, damit dürften

sich über 50 km/h Topspeed ausgehen.

Ausgestellt werden auch die

Magic 640, die Eclipse 580, die Delta

600 und die Capriole 700.

è www.boote-marian.at

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Bis zu 168 elektrische

PS: Laguna 760.

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XX

X XX

Halle 3, Stand 313

Kaiserliches

Fahrvergnügen

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Hans Jürgen Kaiser,

bayrischer Bootsbauer

zu Straßkirchen.

Weltpremieren.

In seiner Manufaktur

in Niederbayern stellt

Hans Jürgen

Kaiser kompromisslos

coole Boote her,

die extrem leicht,

schnittig gestylt und

ziemlich exklusiv sind

(Jahresproduktion:

fünf handgefertigte

Einzelstücke). In

Tulln stellt Kaiser u. a.

zwei Weltpremieren

vor: die elektrisch betriebene

K-5.0 CR

mit superleichtem

Antriebssystem mit

Tesla-Batterietechnik

und eine für den Wasserskilauf

optimierte

K-550 mit einem 5,3 l

großen und 360 PS

starkem V8. Ebenfalls

in Tulln zu sehen ist

eine K-600 mit 260 PS

Rotax-Jetantrieb.

è www.kaiserboote.de

Traum in Mahagoni:

Die K-550 mit großer

Sonnenliege.


XX X XX

Halle 3, Stand 312 + 315

Top-Neuheiten

TopYacht. Aus seinem reichen

Portfolio an Modellen präsentiert der

Linzer Motorboot-Spezialist Top

Yacht (unter anderem Generalimporteur

von Sea Ray, Boston Whaler,

Cranchi, Invictus und Black Fin) auf

der Austrian Boatshow gleich eine

ganze Palette an Österreich-Premieren.

Einen separaten Stand erhält

die italienische Traditionsmarke

Cranchi, von der die neue Endurance

30 in Tulln ausgestellt ist. Zum ersten

Mal in Österreich zu sehen ist auch

der mit einer geräumigen Kabine

und einem großzügigen Cockpit ausgestattete

Allrounder Quicksilver 555

Cabin. Gleich sechs Erstauftritte darf

Sea Ray am TopYacht-Stand feiern:

Von den Einsteigermodellen SPX 210

Outboard und SPX 230 über die Spezialisten

SLX 230 Wake, Sun Sport

230 und SDX 250 Outboard bis zum

Cruisermodell Sundancer 290, das

die Vorzüge eines Bowrider mit einer

großen Kabine vereint.

è www.topyacht.eu

In Tulln erstmals zu sehen (v. l. o.): Cranchi

Endurance 30, Sea Ray Sundancer 290 und

Quicksilver 555 Cabin.

XX X XX

Halle 10, Stand 1009

Mehr Rumpf ist Trumpf

Trimarane. Im Mittelpunkt des

Tullner Standes von Multihull Sailing

stehen zwei neue Trimarane aus

Dänemark und Frankreich. Die dänische

Dragonfly 25 ist auch als Vorführboot

vor Ort, das zum Messepreis

von € 124.920,– erworben werden

kann. Mit keinem Ausstellungsstück,

dafür aber mit vielen Infos und Eindrücken

können die Mehrrumpf-

Spezialisten aus Krieglach zur neuen

Astus 20.5 dienen. Der trailerbare

Daysailer aus Frankreich, dessen Teleskop-Ausleger

sich auch auf dem

Wasser problemlos zusammenschieben

lassen, überzeugt durch viel Platz

und tolle Segeleigenschaften.

è www.multihull-sailing.net

Vorführboot for Sale:

die Dragonfly 25.

Neue Basen!

Kroatien, Türkei

Griechenland, Italien

Spanien, Karibik

Schweden

Charter-Weltweit

www.pitter-yachting.com


xxxxx Austrian xxxx Boatshow – Boot Tulln 2018

MSVÖ-Präsident Herbert Rapp

(Mitte) lädt zur Boot Tulln.

XX X X

Halle 6, Stand 629

Patente Prüfungsorganisation

MSVÖ. Seit 1956 vertritt der Motorbootsport

und Seefahrts Verband Österreich (MSVÖ) als

Fachverband die Interessen seiner Mitglieder

und genießt vor allem auch als Prüfungsorganisation

(Segel- und Motoryachten) einen ausgezeichneten

Ruf. Wer also mit dem Gedanken

spielt, einen österreichischen Segel-, Motoroder

Segel- und Motoryachtschein zu machen

(Segel A bzw. FB 1 bis 4), kann sich am Stand

beim Präsidenten Herbert Rapp persönlich

über Ausbildungsmöglichkeiten informieren.

Ebenfalls vor Ort: Harald Melwisch (Referat

Prüfungswesen), Franz Pointinger (Referat

Binnenschifffahrt) und Claudia L. Castañeda –

die allwissende gute Seele des MSVÖ.

è www.msvoe.at

X

XX

Halle xxxxx4, Stand 449

Ausgezeichneter Frachtsegler

ocean tribute Award. Auf der diesjährigen

boot Düsseldorf wurden mit den ocean tribute

Awards erstmals drei Auszeichnungen für innovative

und nachhaltige Ideen und Produkte zum

Schutz der Meere und Gewässer verliehen. Einer

der Preisträger war das Projekt Tres Hombres,

an dem der Stradner Andreas Lackner feder -

führend beteiligt ist. Gemeinsam mit Freunden

unterhält er seit 2009 einen emissionsfreien

Segelfrachter, der zwischen Europa und dem

amerikanischen Kontinent fair gehandelte Produkte

transportiert. Auf der Boot Tulln wird das

Projekt am Stand von Suntours vorgestellt.

è www.treshombres.at

Andreas Lackner, Kapitän der Tres Hombres.

Foto: Michael Menard

XX X XX

Halle 10, Stand 1018

Neues Chartern

Pitter Yachtcharter. Mit

vielen neuen Destinationen startet

man bei Pitter Yachtcharter

in die Saison 2018. Frisch im

Programm sind die Pitter-Basen

Lefkas in Griechenland und

Pirovac in Kroatien sowie die

Nautic Alliance-Basen St. Lucia

in der Karibik und Stockholm in

Schweden.

Der Kroatien-Spezialist erweitert

somit sein internationales

Angebot auf sieben Länder und

26 Basen. Zudem wird die Flotte

auch heuer wieder mit zahlreichen

neuen Yachtmodellen ergänzt,

z. B. in Biograd mit der

brandneuen Bavaria C45 und

der C57 Holiday.

è www.pitter-yachting.com

17.03. – 18.03.

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SÜDDEUTSCHLANDS GRÖSSTE AUSSTELLUNG

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62 2/2018

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Neue Basis von Pitter Yachtcharter in Pirovac.


XX

X XX

Halle 6, Stand 632

Auf Luft

rudern

Absolute Navetta 50 Fly.

XX X XX

Halle 4, Stand 408 + Halle 3, Stand 323

Absolute Präsentation

Baotić. Der deutschkroatische

Marinebetreiber

und Händler Baotić

präsentiert auf der Boot

Tulln neben seinen beiden

Stützpunkten in Seget

Donji und Veli Rat

auch die Absolute Navetta

50 Fly, die am Stand

Aufblasbare Ruderboote. Vollwertiges

Rudern auf aufblasbaren

SUP-Boards, Luftkajaks, aufblasbaren

Skiffs und vielen anderen Booten

verspricht das österreichische Unternehmen

Row & Sail mit den Produkten

der ROWonAIR®-Serie. Herausragende

Vorteile der Produkte sind

der einfache Zusammenbau sowie

der unkomplizierte Transport: Die

Rudersysteme können ohne Werkzeug

(nur mit Klick- und Steckverbindungen)

in unter zwei Minuten

zusammengebaut oder zerlegt werden

und passen in einen stabilen

Rucksack, mit dem die Rowons

ausgeliefert werden.

è www.rowonair.de

XX X XX

Halle 10, Stand 1016

See-Segler

ausgestellt wird. Apropos

Absolute: Am 21. und

22. April findet in der

Marina in Seget Donji

eine Vorstellung mit den

neues ten Yachten der

Italie ner wie der 60 Fly,

50 Fly und 45 Fly statt.

è www.baotic-yachting.com

Einstieg ins Luft -

rudern: SUP 14‘,

ab € 1.080,–.

Yachtservice Gebetsroither.

Raus aus dem Atter see, rauf auf die

West autobahn, rein in die Messehalle:

Yachtservice Gebetsroither nimmt sein

J-70-Vorführboot mit auf die Austrian

Boatshow. Bestückt wird das Segelboot

dabei erstmals mit Quantum-Segel sein

(ebenfalls über Gebetsroither erhältlich).

Einfacher nach Tulln zu transportieren

das www-tty-yachts.eu

zweite Ausstellungsstück:

Der Einhand offi segler ce@trend-travel-yachting.com

Melges 14 kann auf

dem Autodach oder im Anhänger mitgenommen

werden.

è www.yacht.co.at

Yacht

Yachtverkauf

Kaufcharter

Schiffe des Jahres 2018:

Sun Odyssey 440 und Neel 51

Besuchen Sie uns!

Boot Tulln, 1.–4. März 2018

Wir präsentieren:

• Sun Odyssey 440 • Sun Odyssey 519

Yachtcharter Kroatien

Neue Yachten auf unseren

Basen in Pula und Split:

Sun Odyssey 440, 519

Katamarane Lucia 40, Saona 47, Bali 4.1

Topaktuelle Angebote Kroatien 2018:

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Austrian Boatshow – Boot Tulln 2018

XX

Halle 5, Stand 539

Elektro statt Diesel

Antriebswechsel leicht

gemacht. Torqueedo stellt auf der

Austrian Boatshow seinen neuen

Cruise 10.0 FP Saildrive Mount vor,

der für all jene Eigner von Segelbooten

bis zu zehn Tonnen gedacht ist,

die einen Diesel-Saildrive mit einem

sauberen und leichten Elektroantrieb

wechseln möchten. Dank der vorhandenen

Aufnahmepunkte ist der

Antriebswechsel auf den Cruise 10.0

FP Saildrive Mount mit minimalem

Aufwand und Kosten möglich. Die

dezent unter Wasser

montierten Cruise

Pod-Antriebssysteme

stehen für platzsparende,

leichte

und wirtschaftliche

Elektroantriebe für

Segelboote mit einem

Leistungsäquivalent bis zu 20

PS. Noch effizienter arbeitet der

Cruise Pod mit einem Faltpropeller,

der als Zubehör erhältlich ist.

è www.torqeedo.com

„ Gottes sind Wogen und Wind,

Segel aber und Steuer, daß ihr den

Hafen gewinnt, sind euer.“

Gorch Fock (1880–1916), deutscher Erzähler, Lyriker, Elbfischer und Marinesoldat

XX

XX

Halle 6, Stand 654

Kontrolle

ist besser

Gas-Check. Ausströmendes Gas ist einer

der größten Gefahrenherde an Bord. Auch

nur geringe Mengen Flüssiggas, die sich in

der Bilge sammeln, reichen aus, um durch

einen Funken – z. B. durch einen startenden

Elektromotor – eine Explosion zu verursachen.

Der nautische Pannendienst SeaHelp

bietet als zertifizierter Betrieb Überprüfungen

der Flüssiggas-Installationen auf Schiffen.

Die Bescheinigungen werden von allen

Behörden und Institutionen im deutschsprachigen

Raum anerkannt. Wichtiger noch: Im

Falle eines Falles verlangen Versicherungen

den Nachweis, dass der Bootseigner alles getan

hat, um den Gasunfall zu vermeiden.

è www.sea-help.eu

XX X XX

Halle 5, Stand 547

Einmal um die ganze Welt

Alexander Bayr

Betreiber der Seefahrtsschule

b3onWater

Einhandsegler. Skipper

Alexander Bayr will

der erste österreichische

Fahrtensegler (also nicht

Regattasegler wie Norbert

Sedlacek, der im

Rahmen der Vendée

Globe 2009 die Welt

umsegelt hat) sein, der

nonstop und einhand

um die Welt segelt. Gefährtin

wird die Wanbli,

ein 12-Meter-Stahlschiff

sein. Der Start? Am

1. September 2019!

Auf der Boot Tulln stellt

Bayr sein Projekt vor,

ein ausführlicher

- Bericht folgt.

è www.wanbliroundtheworld.at

Einhand und nonstop

um die Welt

– das ist der Plan

von Alexander

Bayr.

XX X XX

Halle 3, Tagungszentrum

Segel-Sagas

Multimedia-Vorträge. Markus Silbergasser

ist Fahrtensegler, Blogger, freiberuflicher Yachtredakteur

sowie ein begnadeter Reisefotograf

und daher in hohem Maße geeignet, anderen

Menschen Segelreviere schmackhaft zu machen.

In seinen Multimediavorträgen auf der

Boot Tulln entführt er zu den schönsten Plätzen

Griechenlands sowie der Liparischen Inseln

und gibt dabei seine Geheimtipps preis.

Zu hören und sehen am 1. und 3. März ab

13.00 Uhr, am 2. und 4. März ab 14.00 Uhr.

è www.untersegeln.eu

64 2/2018


Alles was Recht ist

Giftige Klauseln

Die letzten Jahre haben einen sehr beunruhigenden Trend aufgezeigt – zu Lasten der Charterkunden.

Wir erhalten zunehmend

Berichte von Skippern,

die nicht mehr bereit

sind, alles blind zu unterschreiben,

was ihnen an Geschäftsbedingungen

mit dem Chartervertrag vorgesetzt

wird. Vielfach verstecken sich

im Kleingedruckten Klauseln, die

dem Skipper „freiwillige“ Haftungsübernahmen

abverlangen, die

bei genauer Betrachtung unvertretbar

sind. Für welche Schäden am

Schiff haftet der Skipper wirklich –

und in welcher Höhe?

Fast jeder Flottenbetreiber hat

seine eigenen AGB. Verschärft wird

die Problematik, wenn der Skipper

die AGB erst beim Einchecken zur

Unterschrift erhält – und dann teilweise

nur in Landessprache. Vor

Ort hat der Charterkunde praktisch

keine Chance, über die einzelnen

Klauseln zu diskutieren. Er

wird sie akzeptieren und hoffen,

dass alles gut geht, denn seiner

Crew zu sagen „diese Haftung

kann ich nicht tragen“ ist in der

Praxis dem Skipper unmöglich. Da

ist es ein schwacher Trost, dass viele

der „giftigen Klauseln“ vor Gericht

kaum Bestand haben dürften.

Hier nur zwei Beispiele, die für

Skipper und Crew „giftig“ sind:

„Es wird darauf hingewiesen, dass

der Abschluss einer Kasko-Versicherung

durch den Vermieter zu keiner

Haftungsfreistellung des Mieters für

diejenigen Schäden führt, die von

der Versicherung nicht übernommen

werden.“

Das heißt, der Charterer haftet

für alles, was der ihm unbekannte

Kaskoversicherer nach den unbekannten

Bedingungen nicht bezahlt.

Und zwar ohne Obergrenze

– im schlimmsten Fall bis zum

Schiffswert! Ein namhafter Vercharterer

schreibt in seinen AGB:

„If for whatever reason the yacht is

returned not in the same condition

in which it was delivered, XX-Charter

reserves the right to charge the

charterers deposit.“

Diese Klausel gibt es leider oft in

ähnlicher Form: „Der Mieter verpflichtet

sich, das Boot … im Zustand,

in dem es sich bei der Übergabe

befand, … zurückzugeben.“

Der Skipper, der diesen Vertrag

unterschreibt, haftet für alle

Abweichungen des Schiffes vom

Übergabezustand. Ein Blitzeinschlag

mit Zerstörung der Elektronik,

ein Schaden aus Materialermüdung

oder schlechter Wartung

kann schnell die Kaution kosten.

Mehr noch: Ist die Haftung nicht

ausdrücklich auf die Kaution begrenzt,

haften Skipper und Crew

eventuell bis zum Schiffswert!

Auch wenn die weitaus überwiegende

Zahl der Vercharterer seriös

und kundenorientiert arbeitet,

wird die Haftungsproblematik

von vielen Skippern unterschätzt.

Was kann der

Charter Kunde tun?

Erste Frage: Ist die Selbstbeteiligung

des Skippers auf die einmalige

Kaution begrenzt? Wenn nicht,

ist die Kaution nicht mehr als eine

Anzahlung. Der normale Skipper

geht davon aus, dass seine Haftung

immer auf die Kaution beschränkt

ist. Ein verhängnisvoller Irrtum.

Gilt also der Kautionseinbehalt

pro Törn, pro Schadenfall oder haftet

der Skipper unter bestimmten

Umständen sogar bis zum Schiffswert?

Gegen die Risiken des Yachtsports

schützt nicht nur die richtige

Versicherung, sondern vor allem

auch ein fairer Chartervertrag, der

keine Seite einseitig benachteiligt.

Dr. Friedrich

Schöchl

ist Skipper aus Leidenschaft

und Gründer der

Versicherungsgesellschaft

Yacht-Pool.

kolumne@ocean7.at

Fast jeder Flottenbetreiber

hat seine eigenen

AGB, doch zahlreiche

Charterfirmen akzeptieren

bereits den Yacht-

Pool Charter-Fairtrag,

der vor „giftigen Klauseln“

schützt.

Foto: Gernot Weiler

Fairness für Alle

Um alle versteckten Risiken auszuschließen,

hat Yacht-Pool den

Charter-Fairtrag entwickelt,

der in allen Vertragssprachen identische,

faire Bedingungen enthält.

Zahlreiche Charterfirmen sind

dieser Initiative bereits beigetreten.

Unser Engagement hat offensichtlich

auch manche Charterverbände

angeregt, eigene Verträge

zu entwickeln. Verbände vertreten

aber Interessen der Mitglieder –

und das sind keine Charterskipper.

Yacht-Pool als einer der großen

Versicherer sowohl zahlreicher

Vercharterer als auch zigtausender

Charterer nimmt folgerichtig eine

neutrale Stellung ein und war und

ist dazu prädestiniert, wirklich ausgewogene

Charterbedingungen zu

entwickeln. Die internationalen,

allgemeinen Bedingungen des

Yacht-Pool Charter-Fairtrages

können kostenlos von jedem Flottenbetreiber

genutzt werden und

stehen zum Download auf der

Homepage von Yacht-Pool bereit.

Informieren Sie sich genauer

im Rahmen meiner Vorträge

auf der Boot Tulln, täglich

um 12.30 Uhr! Halle 4,

Stand 401.


2/2018 65


Super Air Nautique GS20 electric

Florida, Palmen, Cocktails,

kilometerlange Strände:

Das ist das Heimatrevier

der Nautique (gebaut von

Correct Craft in Orlando). Wellenreiten

oder Wasserski mit 500 PS

oder mehr? Kein Problem, wenn

man den entsprechenden US-Verbrennermotor

hinten dran hat, der

das Superbenzin gallonenweise in

den Himmel pustet – natürlich mit

entsprechend Getöse, man will ja

schließlich auffallen.

Szenenwechsel. Still und starr

ruht der Wörthersee, dem Her -

zeige revier für den Villacher

Bootshändler, Tüftler und Dienstleister

Hans Ortner. Krachmacher

sind hier generell verboten, umweltfreundliche

Elek troboote

längst schon State of the Art. Hans

Ortner weiß das natürlich, möchte

aber auf die genialen Eigenschaften

der vielfach ausgezeichneten Nautique

(liefert auf Knopfdruck die

perfekte Welle für Wasserski, Wakeboard

und Surfbrett) keinesfalls

verzichten. Im Gegenteil, der Ingenieur

will noch eins draufsetzen:

Ein E-Antrieb muss her!

66 2/2018


Tesla made

in Austria

300 PS bei einem Drehmoment von

800 Newtonmetern: Was die vom Kärntner

Hans Ortner elektrifizierte Nautique GS20

aufs Wasser bringt, ist mehr als nur geil:

Es ist der derzeit stärkste E-Antrieb der Welt.

Text Tahsin Özen | Fotos Harri Skrach

„Um das genialste Crossover-

Boot aller Zeiten mit einem

Elek tromotor auszustatten, ohne

Abstriche hinsichtlich der Performance

hinnehmen zu müssen,

reichten die herkömmlichen

Aggregate und Systeme auf dem

Markt einfach nicht aus“, so Hans.

Was Neues musste her – in Thomas

Zöchbauer, Experte im Bereich

Steuerungs-Software, Automatisierungstechnik,

Antriebstechnik und

Anwendungstechnik, findet Hans

einen Verbündeten – gemeinsam

machen sie sich ans Werk.

Power Up!

Herausgekommen ist dabei eine Lithium-Ionen-Mangan-Batterie

von

Sony, deren jede einzelne Zelle in

Stahl gekapselt wurde und somit

absolut sicher ist. Ihre Kapazität

liegt bei 100 Kilowattstunden, was

eine Laufzeit von bis zu zwölf Stunden

auf dem Wasser gewährleisten

soll. Zum Vergleich: Tesla bewegt

sich zwischen 75–100 kW – und

mit einem Drehmoment von satten

800 Newtonmetern liegt die Leistung

mehr als doppelt so hoch als

2/2018 67


Super Air Nautique GS20 electric

3 Fragen an Hans Ortner

Ortner Electric wollte die Nautique

GS20. Warum erfolgte die Initialzündung

genau mit diesem Modell?

In die Planung der GS20 waren

wir von Anfang an involviert. Es

ist das innovativste Crossover-

Boot aller Zeiten, in ihm sind das

legendäre Super Air Nautique

G23 (4 x Wakesurf-Boot des Jahres,

5 x Wakeboard-Boot des Jahres)

und das Ski Nautique 200 (19

Weltrekorde) vereint. Es ist übrigens

auch das erste Elektroboot

überhaupt, das der Wassersportler

von seiner Uhr aus steuern

kann. Für mich war es das perfekte

Boot, um auch beim E-Antrieb

einen Weltrekord aufzustellen.

Die österreichische Nautique GS20

electric hat für internationes Aufsehen

gesorgt. Gibt es bereits ein Übernahmeangebot?

Der Hersteller Nautique beginnt

bereits mit der Planung einer

modernen Produktionsstätte für

E-boote in den USA und wird

unser Konzept übernehmen. Die

Batterie und Teile der E-Anlage

werden nach wie vor in Österreich

gefertigt, somit bleibt eine

große Wertschöpfung erhalten.

Welche Leistungsschau hat

Ortner-Boote für die Austrian

Boatshow – Boot Tulln gepant?

Gezeigt werden die neuen

2018er-Modelle Nautique GS20

und Nautique 210 electric mit

dem neu integrierten LINC

Panoray-Bildschirm mit Helm

Control. Außerdem werden zwei

Chris-Craft-Modelle zu sehen

sein, beide sind als Benzineroder

E-Boote erhältlich. Weiters

wird das neue Elektro-Antriebskonzept

von Ingenity P360 vorgestellt,

es bleibt also spannend.

beim nächstbesten Mitbewerber.

Aber erst im Zusammenspiel mit

der ausgeklügelten Software und

den absolut neu konstruierten elektronischen

Steuerungssystemen

(die gesamte Elektrifizierung erfolgt

streng geheim in den heiligen

Boote-Ortner-Hallen) gelang Hans

Ortner das wahre Kunststück, das

weltweit für Aufsehen sorgt: Seine

Nautique electric fährt sich nicht

nur wie ein Motorboot mit Verbrennermotor

(was für sich allein

schon ein Meilenstein in der Entwicklung

wäre), sondern sogar

noch besser, wie wir im Rahmen

einer Testfahrt auf dem Wörthersee

selbst herausfinden dürfen – wir

fahren die GS20 mit dem brandneuen

Ingenity-P220-Aggregat.

Sehr clever, den vom Motorboot

gewohnten Bedienungskomfort

beizubehalten. Der „Gashebel“ ist

da, wo er immer schon war und

das 12,4-Zoll-Touchscreen im Armaturenbrett

funktioniert genau so

wie in den anderen GS20-Modellen

68 2/2018


Auf den ersten Blick

nicht als E-Boot zu

erkennen, selbst der

Gashebel der Super Air

Nautique GS20 electric

ist gleich zu bedienen

wie in der Version mit

Verbrennungsmotor. Die

an das Ingenity-P220-

Aggregat gekoppelte

Lithium-Ionen-Mangan-

Batterie wurde sicher

und blickdicht im Heck

verbaut. Im Cockpitund

Bugbereich ist viel

Platz für Spaß, Komfort

und Genuss auf dem

Wasser.

auch. Was fehlt, ist der Drehzahlkeller,

aus dem man üblicherweise

bei einem Verbrennungsmotor herausstarten

muss. Die 800 Newtonmeter

stehen sofort zur Verfügung

und beschleunigen die Nautique

binnen Sekunden auf über 40 Knoten,

in Gleitfahrt waren wir bereits

ab ca. 20 Knoten.

Kurze Pause. Fluten der Ballasttanks

auf Knopfdruck – wir haben

den Wakeboard-Modus auf dem

Touchscreen gewählt. Weiter geht’s,

jetzt natürlich nicht mehr so flott

wie zuvor, aber dafür ziehen wir

eine Wakeboard-Welle hinter uns

her, die dem Original aus dem

Meer um nichts nachsteht. Die

Super Air Nautique GS20 verfügt

als erstes Boot seiner Art über

einen Rumpf, der die speziellen

Wellen im Operationsmodus fürs

Wakeboarden, Surfen und Wasserskifahren

zu schlagen vermag.

High Life!

Von Bord aus lässt sich das Wassersportgeschehen

übrigens hervorragend

beobachten. Trotz nur sechs

Metern Länge bietet die GS20 Platz

für bis zu zehn Personen – und das

bei einem Komfort, wie man ihn

beispielsweise aus edlen Ami-

Schlitten kennt: edles Deck, weißes

Kunst leder, Kühlfach, großzügige

Ablagemöglichkeiten und Stau-

Super Air Nautique GS20 electric

Länge ü. a.

6, 1 m

Breite

2,54 m

Tiefgang

0,48 m

Gewicht

2.041 kg

Zuladung

763 kg

Personen max. 10

Antrieb

Hybrid Synchron-Motor, max. 220 kW

Leistung

800 Nm

Geschwindigkeit

max. 80 km/h

Batteriekapazität

100 kW

Batterielaufzeit

max. 12 Std.

Ladeleistung

max. 22 kW

Preis inkl. 20 % USt. ab € 248.386,–

Händler: Ortner-Boote GmbH, 9500 Villach

Kontakt: Ing. Hans Ortner, Tel. +43(0)4242/41310

è www.ortner-electric.com

2/2018 69


Super Air Nautique GS20 electric

fächer, erstklassiges Soundsystem,

LED- und Unterwasserbleuchtung.

Die Sonnenliegeplätze und

die Badeplattform verleihen der

GS20 auch vor Anker hohe Attraktivität.

25 Exemplare hat Hans Ortner

2017 verkauft, 18 Bestellungen

sind 2018 in Arbeit. Wer also das

Fein: vollelektronische

Steuerung, einfache

Touchscreen-Bedienung.

Könnte besser

sein: der „LINC Panoray

Helm Control“ der Super

Air Nautique GS20

electric „spricht“

leider nur englisch.

noble US-Freizeitboot mit Kärntner

Herz und Seele noch heuer

sein Eigen nennen will, sollte

Hans Ortner am Besten gleich auf

der Austrian Boat Show – Boot

Tulln einen Besuch abstatten.

Die Super Air Nautique GS20

electric wird natürlich auch da

sein (Halle 3, Stand 305).

3 Fragen an

Thomas

Zöchbauer

Wie hat es Hans Ortner geschafft,

Sie für dieses anfangs

geradezu „utopische“

Projekt zu begeistern?

Eigentlich war es genau

umgekehrt, ich musste

ihn überzeugen, dass unsere

Antriebstechnologie

gut in die Boote passen

würde. Wir haben ein Antriebssystem

für die Tests

zu Verfügung gestellt –

mit Rückgaberecht. Doch

nach der ersten Beschleunigung

auf Vollfahrt war

„alles klar“.

Was genau haben Sie geschafft,

was die ganze Welt

bis jetzt nicht geschafft hat?

Die Wahl der richtigen

Komponenten und ihre

Koppelung mit hochkomplexer

Steuerung und

Software-Algorithmen.

Das Ganze so ins Boot

packen, als wäre es immer

schon da gewesen. Orte

verwenden, die normalerweise

vom Benziner genutzt

werden, ohne dem

Kunden Stauräume wegzunehmen.

Keine zusätzlichen

Istrumente und

Bildschirme, sondern die

originalen „human interfaces“

nutzen. Wer in die

GS20 electric steigt, merkt

gleich, dass er nichts

merkt – außer Ruhe und

Kraft.

Verraten Sie uns ein Geheimnis

des e-Antriebs? Wir versprechen,

es nicht weiterzusagen

(Finger über Kreuz).

Dann wäre es ja kein Geheimnis

mehr. Aber wäre

da nicht die Summe des

jahrelang gesammelten

E-Antriebs-Knowhows

sowie meine und Hans’

Erfahrung als Bootsfahrer,

dann gäbe es auch

diese weltweite Sensation

made in Austria nicht.

Kurze Pause zum Fluten der Ballasttanks. Je nachdem, welche Welle der Wasser -

sportler wünscht, nehmen die drei Tanks unterschiedlich viel Wasser auf.

70 2/2018


Schein und Sein

Segelschein für

Motor- und Segelantrieb

Vor etwa hundert Jahren hatten die meisten Segelboote für die Freizeitschifffahrt keinen Motorantrieb.

Es gab auch keinen Führerschein für Freizeitsegelboote. Selbst als später einige Segelboote über einen

kleinen Motor als Flautenschieber verfügten, hat sich daran nichts geändert. Wie sieht das heute aus?

Foto: Shutterstock

In der Seefahrt wurden Traditionen

immer schon lange beibehalten

– die Entwicklung neuer

Techniken erstreckte sich früher

auch über Jahrhunderte. Im letzten

Jahrhundert hat sich aber die Technik

der Seefahrt um ein Vielfaches

stärker geändert als im gesamten

Jahrtausend davor.

Durch das Festhalten an Traditionen

sind in vielen Ländern Segelboote

auch heute noch führerscheinfrei,

obwohl aus kleinen Freizeitseglern

Sportyachten mit 200 m 2

Segelfläche und Geschwindigkeiten

von über 20 Knoten wurden. Zusätzlich

werden heute in Freizeit -

segelboote starke Dieselmotoren

eingebaut. Man will nämlich nicht

nur bei Flaute vom Fleck kommen,

sondern auch bei wenig Wind mit

acht Knoten dahinbrausen.

Was bedeutet das für die

Führerscheinpflicht?

Das durchschnittliche Freizeitsegelboot

ist heute ein Fahrzeug

mit zwei möglichen Antriebsarten:

Segelantrieb und Motorantrieb.

Bei Segelantrieb gelten nicht

nur andere Kollisionsverhütungsregeln,

der Skipper muss auch in der

Lage sein, die Yacht mithilfe der

Schoten zu manövrieren. Bei Motorantrieb

muss der Skipper in der Lage

sein, das Boot mit dem Motorhebel

zu manövrieren. Die Bedienung von

Schoten und von Motorhebeln ist

vom Prinzip her unterschiedlich.

Das ist auch der Grund, warum in

der Resolution 40 für den „Inter na -

tio nal Certificate“ zwei mögliche

Einträge für Gültigkeit vorgegeben

sind: „sailing craft“ und „motorized

craft“. Die Übersetzung dieser

Begriffe ist mit „segelndes Fahrzeug“

und „motorisiertes Fahrzeug“

jeweils die Definition der benutzen

Antriebsart, unabhängig davon, über

welche Antriebsarten das Fahrzeug

insgesamt verfügt.

Nachdem die Bedienung von

Schoten und Motorhebeln prinzi -

piell unterschiedlich ist, muss auch

bei der Prüfung zum Führerschein

die jeweilige Bedienung geprüft und

Skipper von Segel -

booten brauchen einen

Führerschein für zwei

Antriebsarten.

im Führerschein die geprüfte Antriebsart

angegeben werden.

Natürlich ist da auch ein Unterschied

in der Bedienung von Schoten

von 20-m 2 - und von 200-m 2 -

Segel fläche. Auch die Bedienung des

Motorhebels ist etwas unterschiedlich

für Motorstärken von 50 PS und

von 500 PS. Diese Unterschiede sind

allerdings nicht vom Prinzip her anders,

sondern eher graduell. Deswegen

haben die meisten Länder entschieden,

abgesehen von kleinen

unteren Grenzen für Segelfläche und

Motorstärke, innerhalb der Antriebsarten

für Freizeitschiffe bis 24

Meter keine weitere Differenzierung

der Führerscheinpflicht zu machen.

Was bedeutet das heute

für die Benutzung von

Freizeitsegelbooten?

Das durchschnittliche Freizeitsegelboot

von heute ist ein Fahrzeug mit

zwei Antriebsarten. Der Skipper

sollte daher logischerweise über

einen Führerschein mit beiden Berechtigungen

verfügen.

Dies ist auch der Grund, warum

ein deutscher „International Certificate“

entweder für nur „motorized

craft“ oder für „motorized craft“

und „sailing craft“ ausgestellt wird.

Führerscheine für nur „sailing

craft“ werden nicht ausgestellt, weil

Freizeitschiffe, die nur über Segelantrieb

verfügen, auf dem Meer selten

und in den meisten Ländern führerscheinfrei

sind.

Ich meine, Österreich sollte die

letzten hundert Jahre überdenken

und sich an den Erkenntnissen

Deutschlands orientieren.

DI Harald Melwisch

Präsident des „King

Yachting Club“,

Prüfungsreferent des

MSVÖ – Motorbootsport

und Seefahrts Verband

Österreich und langjähriger

Experte auf dem

Gebiet der Berufs- und

Freizeitschifffahrt.

kolumne@ocean7.at

2/2018 71


eLex 610

Die Rose vom

Wörthersee

Blickfang auf dem heimatlichen Wörthersee: die himmelblaue eLex 610. Der negative

Steven ist eine von vielen Besonderheiten der mit dem „German Design Award“

ausgezeichneten Kärntnerin.

Text Bernd Hofstätter | Fotos Werft, Bernd Hofstätter

Form meets Funktion:

Die eLex 610 mit

rahmen loser Windschutzscheibe,

Kühllade,

Sonnenliege und

kleiner Badeplattform.

Vor gut fünf Jahren beschlossen

Nina und Christian Lex,

ihr eigenes Boot zu bauen.

„Wir wollten ein designorientiertes

Boot als leistbaren Luxus aufs

Wasser bringen“, so Nina Lex.

Und dann kam eLex.

Beauty Auf dem Wörthersee

Der erste Eindruck: edel. Saubere

Verarbeitung, tolle Sitze, Holzlenkrad,

absperrbares Handschuhfach.

Holzdeck mit Platz für ein Tischchen

in Reichweite der Kühllade

unter der Sitzbank. Im Bug befindet

sich ein größeres Staufach, wo Fender,

Rettungswesten und die Versorgungsbatterien

untergebracht sind.

Designelemente wie die seitliche

Holzleiste, Edelstahlklampen oder

die rahmenlose Windschutzscheibe

zeugen von viel Liebe zum Detail.

Im Heckbereich entzückt die große

Liegefläche, die achtern an einer

kleinen Badplattform abschließt.

Das Interieur ist bei allen Booten

individuell nach Kundenwunsch

gestaltbar, das Material hochwertig

und langlebig. Der Rumpf muss

nicht himmelblau sein – jeder

RAL-Ton ist möglich, ebenso eine

Metallic-Lackierung.

Der Antrieb? Variabel!

Je nach Einsatzgebiet und Wunsch

kann auf dem E-Sektor zwischen

führerscheinfreien 2 kW oder

60 kW (z. B. Deep Blue i80 von

Torqeedo) gewählt werden. Von

15–60 PS reicht die Palette der

Verbrennungsmotoren. Im Blitztest

beschleunigte die eLex 610 mit

60-kW-E-Motor flott auf 40 km/h,

gemütliches Cruisen bei ca. 20

km/h ist aber die Stärke des Bootes.

So gleitet sie besonders sanft durch

die Wellen und liegt absolut stabil

im Wasser.

Dass noch Luft nach oben ist,

wird Familie Lex mit ihrem neuen

8-Meter-Boot zeigen. Mit großem

Verbrennermotor wird es auch für

den Einsatz auf dem Meer geeignet

sein.

Die eLex 610 ist auf der Austrian

Boatshow 2018 in Halle 3, Stand

307 zu sehen.

eLex 610

Länge ü. a.

6,10 m

Breite

2,12 m

Tiefgang ohne Antrieb

0,36 m

Antrieb elektrisch

2–60 kW

Ant. Verbrennungsmotor

15–60 PS

Leergewicht

ca. 600 kg

CE-Kategorie

C/D

Personen an Bord max. 5

Preis inkl. 20 % USt. ab € 39.480,–

Lex Handels KG, 9082 Maria Wörth

è www.elex-boats.com

72 2/2018


Foto: Shutterstock

XX

XX

25.–27. Mai 2018

Zum Schaun an die Traun

Neue Bootshow. Vom 25. bis

27. Mai 2018 findet in Gmunden

am Traunsee zum ersten Mal die

Godspeed-Boatshow statt. Ausgestellt

wird auf dem Rathausplatz sowie

auf der anschließenden Esplanade

alles rund um den Wassersport

– Segel-, Motor- und Elektroboote,

Bootsaustattung, Bekleidung, alles

rund ums Tauchen, Surfen und Kiten

usw. Ein zusätzliches Highlight der

Boatshow ist das am 26. Mai

stattfindende Godspeed-Segelfestival,

an dem über 200 Segler aus dem Inund

Ausland teilnehmen.

è www.godspeed-boatshow.at

Vom 25.–27. Mai gibt Gmunden die

Kulisse für die Goodspeed-Boatshow.

Panorama

Termine, Trends & Neuheiten

Schmieren

und schützen

Marine-Getriebeöl. Das Bootssortiment

des Öl- und Additiv -

spezia listen Liqui Moly wächst weiter.

Mit dem Marine High Performance-Getriebeöl

85W-90 bringt

es ein neues Getriebeöl vor allem

für Mercury-Motoren auf

den Markt. Es schützt das

Getriebe selbst dann vor

Korrosion, wenn Wasser

eingedrungen ist. Darüber

hinaus weist das Öl einen

exzellenten Korrosionsschutz

auf und ist besonders

alterungsbeständig, was es

zur guten Wahl für Außenborder

macht, die auch einmal

längere Zeit nicht in Betrieb

genommen werden.

è www.liqui-moly.de

Photos by Alberto Cocchi

ABSOLUTEYACHTS.COM

INNOVATION

WE MAKE IT ABSOLUTE

ABSOLUTE 50 FLY

VERTRAGSHÄNDLER

DEUTSCHLAND – SÜD & ÖSTERRREICH

Baotic Yachting GmbH

Andréstr. 2

63067 Offenbach – Frankfurt/M

www.baotic-yachting.com

info@baotic-yachting.de

COME AND SEE at

Austrian Boatshow Tulln

from 1 st to 4 th March 2018


Sunbeam 46.1

Gebaut wird sie in Österreich, gedacht ist sie

für die ganze Welt: Mit der neuen 14-Meter-

Segelyacht 46.1 setzt Sunbeam neue Maßstäbe

in punkto Performance, Sicherheit und

Hochseetauglichkeit. Positiver Nebeneffekt:

Sie sieht auch noch verdammt gut aus.

Text Tahsin Özen | Illustrationen Sunbeam Yachts

Langstreckenl

74 2/2018


Schiff mit Scharf:

Die Sunbeam 46.1

wird erst ab August

im Wasser sein, hat

aber jetzt schon viele

Verehrer.

äuferin

Der Targabügel wird mit

ziemlicher Sicherheit der

erste Eyecatcher sein,

wenn die Sunbeam 46.1

im August ihre ersten Runden auf

dem Wasser dreht. Nun ist dieser

grundsätzlich keine Innovation

im Yachtbau – man kennt ihn beispielsweise

schon von der Grand

Soleil 52 LC, die letztes Jahr in

Cannes ihre Weltpremiere gefeiert

hat (wir berichteten ausführlich in

Ausgabe 6/2017). Dennoch bedeutet

er für die traditionsreiche Werft

am Mattsee (Segelyachtbau seit

1952) ein Novum, „an das

ich mich schon noch gewöhnen

werde“, so Chef Gerhard Schöchl.

Wir finden ihn sexy. Letztlich

heiligt auch der Zweck die Mittel,

und dieser ist ein wirklich guter:

Dank Targabügel kann die Großschotführung

vom Deck verbannt

werden. Wichtig, weil auch nur so

das gesetzte Ziel – nämlich das

Teakdeck völlig frei von Beschlägen

und sonstigen Stolperfallen zu

halten – erreicht wird. Was nicht

nur aus Sicherheitsgründen eine

gute Figur macht …

2/2018 75


Sunbeam 46.1

Die starke und

leichte Kunststoff-

Bodenstruktur wird das

hochleistungsfähige

Rückgrat der Sunbeam

46.1 sein.

Schotwände und Möbel mit

dem Rumpf verlaminiert

Rahmenspannt

Hauptpüttinge (bündig in

die Fußleiste integriert)

Der Kiel mit 20 Bolzen direkt

mit Rumpf und Innenstruktur

verbolzt

Breite Kielsohle

mit Recess

Safety first

Doch eine Sunbeam will nicht einfach

nur gut aussehen, sondern

primär hervorragend und sicher zu

segeln sein. So wird die 46.1 zwar

zwei Steuerstände, aber nach wie

vor ein großes Ruderblatt haben.

Unter Wasser feiert auch der Skeg

eine Renaissance. Er wird eine bessere

Anströmung des Ruders gewährleisten

und zudem Sitz des

ebenfalls neuen Heckstrahl ruders

sein. Der Kiel ist mit 20 Edelstahlbolzen

durch Bodenwrangen und

Außenhaut ex trem fest in den

Rumpf integriert und um eine spezielle

Rammnase bereichert. „Die

Rammnase ist sozusagen eine

Knautschzone, die bei Grundberührung

die auf den Kiel einwirkenden

Kräfte horizontal ableitet,

sodass einem achterlichen Eindringen

des Kiels in der Vertikalen

vorgebeugt werden kann“, sagt

Gerhard Schöchl.

Das Rigg für die neue Sunbeam

wird übrigens von Sparcraft sein –

dem weltweit bedeutendsten Mastenerzeuger

für Yachten mit CE-

Zertifizierung der Klasse A. Somit

ist es amtlich: Die Sunbeam 46.1

wird ein Longdistance-Cruiser –

gebaut, um selbst bei Windstärken

von mehr als acht Beaufort oder

Wellen von über vier Metern sicher

die Welt(meere) zu erobern. Dank

der grazilen Wasserlinienführung –

auf ein breites Heck wurde bewusst

verzichtet – dürfte sie selbst bei

Leichtwind sehr schnell Fahrt aufnehmen.

Bei null Wind oder gar in

brenzligen Situationen wird Verlass

auf den 75 PS starken Volvo-Diesel

sein, der von einem 300-Liter-

Edelstahltank gespeist wird (aus

Edelstahl auch die Wassertanks mit

einem Fassungsvermögen von 550

Litern).

Alle Segel sind vom Cockpit aus

bedienbar, die Yacht ist also absolut

einhandtauglich. Sunbeam sei

Dank bleibt aber die Selbstwendefock

entgegen aller Trends nur

eine Option.

Das Rigg für die

sunbeam 46.1 kommt

von Sparcraft, dem

weltweit größten

Zulieferer für hochseetaugliche

Yachten.

76 2/2018


„ Der Targabügel auf der neuen Sunbeam 46.1. ist ein

absolutes Novum bei uns im Haus, an das ich mich

aber schon noch gewöhnen werde. Es dient ja einem

sehr guten Zweck.“

Gerhard Schöchl, CEO Sunbeam Yachts

Look and Feel

An Deck erfreuen die 1,92 Meter

langen Sitzbänke, das achterliche

Sonnendeck und die elektrisch bedienbare

Badeplattform das Auge

des Betrachters. Sehr luxuriös wird

man es auch unter Deck haben, wo

eine U-förmige Pantry und ein Salon

mit L-förmigem Wohn-Essbereich

für Behaglichkeit sorgen werden.

Kuschelig wird es in der Eignerkabine

mit XL-Bett und -Bad,

viel Platz haben auch die zwei

Heckkabinen mit breiten Doppelbetten

zu bieten. Mögen es die

Eigner etwas weniger luxuriös,

sind vier Kabinen leicht machbar.

Materialien und Verarbeitung

werden in gewohnt bester Sunbeam-Qualität

zu erwarten sein,

zudem soll die 46.1 durch besondere

Schallisolierung glänzen.

Dem Wunsch nach viel Licht und

Luft wird mit acht Luken und zehn

Seitenfenstern, die sich ebenfalls

öffnen lassen, Rechnung getragen.

Apropos Rechnung: der Einstiegspreis

wurde mit knapp

400.000 Euro bemessen, Spielraum

für indivi duelle Kundenwünsche

gibt es reichlich. Mehr Infos? Bei

Sunbeam-Yachts auf der Austrian

Boatshow – Boot Tulln, Halle 10,

Stand Nr. 1001.


Sunbeam 46.1

Design

J&J Design/Schöchl

Länge ü. a. (Rumpflänge)

13,99 m

Gesamtlänge (inkl. Bugspriet)

14,89 m

Breite

4,45 m

Tiefgang/-alternative

2,20 m/1,90 m

Gewicht

13,0 t

Ballast/-anteil 4,5 t/35 %

Großsegel 61,0 m 2

Rollgenua (106 %) 54,0 m 2

Kapazität Frischwasser

550 l

Kapazität Treibstoff

300 l

Preis exkl. USt. ab € 398.000,–

Sunbeam Yachts OG, A-5163 Mattsee

Tel. +43(0)6217/55-81-0, sunbeam@sunbeam.at

è www.sunbeam.at

2/2018 77


Yacht Club Austria

News März/April 2018

Wir sind Messe

Die „Austrian Boatshow – Boot Tulln“– für uns Wassersportler einfach kurz

und knackig „Messe Tulln“ genannt – steht wieder vor der Tür. Mit ihr beginnt

die neue Saison – und die große Vorfreude.

Klaus Czap, Michael Guggenberger.

Text Gottfried titzl rieser | Fotos Gernot Weiler

Für uns im Yacht Club Austria

ist die Messe ein absolutes

Muss, da müssen wir dabei

sein. Das ist die Gelegenheit, uns

öffentlich zu präsentieren, uns mit

unseren Freunden zu treffen,

Neuig keiten auszutauschen und

uns mit unseren Mitbewerbern zu

messen (vielleicht kommt ja daher

der Begriff „Messe“?).

Was erwartet unsere Besucher am

YCA-Stand 536 in der Halle 5?

Unser Hauptthema lautet diesmal

„Sicherheit auf dem Wasser – eine

Initia tive des YCA“. Diesem Motto

haben wir uns für das Jahr 2018

ver schrie ben, den Auftakt bildet

unser Messeauftritt.

Special Offer

Für unsere Besucher aus den westlichen Bundesländern: Wir organisieren für Samstag,

3. März, einen Shuttle-Bus zur Messe. Einstiegsmöglichkeiten sind in Linz in der

Industriezeile, an der Raststation in Ansfelden und beim Rosenberger in St. Valentin.

Nähere Infos gibt es auf unserer Homepage

è www.yca.at

• Wir zeigen am Stand verschiedene

Bergesysteme, mit denen man

verunglückte Menschen wieder

an Bord holen kann.

• Wir informieren über MOB-

Kurse, bieten Sicherheitstrainings,

Abendveranstaltungen,

Kurzvorträge.

• Wir präsentieren unsere Ruth

Lee.

• Christian Kargl wird täglich für

den YCA zum Thema „Safetyfirst“

im Vortragszentrum referieren.

• Michael Guggenberger verbindet

sein Thema „It‘s Soft Schäkel-

Time“ mit einem Gewinnspiel,

und zwar täglich am YCA-

Messestand.

Natürlich gibt es am Messestand

noch viele andere Themen, für die

der YCA steht – unter anderem:

• Am Samstagnachmittag verlosen

wir feierlich die Regatta-Yachten

des 29. Austria-Cups.

3. März: Verlosung der AASW-Regatta-Yachten.

• Samstag um 16.00 Uhr zeigt sich

unser neuer Partner – die Marina

Certosa in Venedig – von ihrer

besten Seite und lädt alle unsere

Freunde und Interessenten

auf einen kleinen Umtrunk ein.

• Zum Thema Ausbildung stehen

Klaus Czap, Wolfgang Hurch

und Gottfried Rieser an allen

vier Tagen zur Verfügung.

Die Führungscrew des YCA ist

für Anfragen, Klönschak und sonstiges

an allen Messetagen da. Also

auf zur Messe Tulln, vom 1. bis

4. März, wir freuen uns auf deinen

Besuch in Halle 5, Stand 536!

78 2/2018


Mister Regatta

In dieser Ausgabe präsentieren wir Fritz Abl alias Mister Regatta – Crew-Commander in

Kärnten und als Vize-Commodore ein engagierter Gestalter im Yacht Club Austria.

Das Interview führte Gottfried titzl Rieser

Fritz Abl

YCA-Crew-Commander

Kärnten, Chef der Alpe

Adria Sailing Week,

(27.–31. Mai 2018,

Marina Punat).

Foto: Udo Reichmann

Bitte stell’ dich den Lesern kurz vor:

Die Hard Facts: Ich bin 74 Jahre alt

und in vielerlei Hinsicht glücklich,

weil verheiratet, Vater zweier

Söhne und seit kurzem auch zweifacher

Großvater. In meinem Brotberuf

war ich Telekommunika -

tionstechniker. Dass ich seit über

14 Jahren in Pension bin, habe ich

kaum bemerkt – mein Leben ist

mit meiner Familie, dem Yachtsport

und meinen YCA-Agenden

sehr gut gefüllt.

Wie bist du zum Segeln gekommen

und was begeistert dich dabei?

Obwohl ich in unmittelbarer Nähe

des Wörthersees aufgewachsen bin,

war ich nie Binnensegler. Was mich

aber schon immer faszinierte, war

der Offshore-Segelsport. Während

meiner vielen früheren Urlaube in

Kroatien und Griechenland besuchte

ich mit den Kindern immer

alle Yachthäfen, um die schönen

Schiffe zu bestaunen. Der Wunsch,

das Seemannshandwerk zu erlernen

und mit einer Segelyacht die

kroatische und griechische Inselwelt

zu erkunden, lag mir da schon

längst auf der Seele. Und fand

schließlich nach einer tollen Ausbildung

beim YCA seine Er füllung.

Das war schon ein sehr gutes Gefühl

– und ist es noch heute.

dern bindet auch. Durch die Übernahme

von Aufgaben und Verantwortung

im Club habe ich die

Möglichkeit, mein Wissen, meine

Erfahrungen einzubringen und

weiterzugeben. Und ganz nebenbei

treffe ich im Club laufend auf so

coole Typen, wie es sie eben nur

beim YCA geben kann …

Wo liegt dein Schwerpunkt in

deinem Engagement für den YCA?

Der YCA steht für mich auf zwei

starken Beinen. Das eine Standbein

ist die Ausbildung mit dem spannenden

fachlichen Bereich, in dem

ich noch heute gerne mitarbeite.

Die Ausbildung ist natürlich auch

die wichtigste Tür, durch die neue

Club-Mitglieder zu uns finden. Das

zweite Standbein ist die vorbild -

liche Regatta-Kompetenz des YCA.

Bei der Struktur unseres Clubs bieten

die regelmäßigen und in jeder

Hinsicht anspruchsvollen Regatten

schöne Gelegenheiten, um den

Yachtsport mit möglichst vielen

Foto: Tahsin Özen

Mitgliedern gemeinsam über mehrere

Tage zu teilen. Ich trage mein

Scherflein dazu bei, indem ich seit

zwölf Jahren die Kon zeption und

Organisation der Alpe Adria

Sailing Week leite.

Was habt ihr in der Crew Kärnten

in nächster Zeit noch vor?

Ein Teil unserer Funktionärscrew

ist schon lange dabei und bemüht,

nicht nur gesteckte Ziele zu erreichen,

sondern noch besser zu werden.

Dafür bedarf es aber auch

frischen Blutes – darum peile ich

in den nächsten zwei Jahren einen

sanften Generationenwechsel an,

damit eine jüngere Crew mit frischen

Kräften ans Ruder kommt.

Was siehst du, wenn du an

den YCA denkst?

Ich sehe ein tiefblaues, glitzerndes

Meer, eine Segelyacht, die von

einer begeisterten Crew gesteuert

wird. Und unter der Backbordsaling

weht unser roter Club-Stander.

Warum engagierst du dich so

herzlich im Yacht Club Austria?

Das ist wie so oft ein Geben und

Nehmen. Der YCA deckt mein Bedürfnis

in Bezug auf Zusammensein

mit Gleichgesinnten. Zusammen

organisieren wir Regatten, machen

Ausflüge, treffen uns bei Clubabenden

und feiern gemeinsam schöne

Feste. Das verbindet nicht nur, son-

YCA Crew-Commander Fritz Abl mit Blick auf die Backbordsaling.

2/2018 79


Yacht Club Austria

News März/April 2018

Sicherheit auf dem Wasser

Eine Initiative des Yacht Club Austria.

Text Gottfried „Titzl“ Rieser

Nun ja, ich oute mich, es ist

mir persönlich passiert: Ich

bin tatsächlich einmal beinahe

über Bord gegangen!

Es ist eine stürmische Nacht, wir

sind mit einer 49 Fuß großen Yacht

von Griechenland Richtung Kroatien

unterwegs. Wind von achtern

– ein pfeilschneller Raumschot-

Kurs.

Plötzlich Peng – wir fahren eine

Patenthalse, können die Yacht gerade

noch vor dem Sonnenschuss

abfangen. Der Schlamassel ist offenkundig,

der Lümmelbeschlag

des Großbaumes ist gebrochen, er

schlägt wild hin und her. Ich gehe

also vor zum Mast und versuche,

den Baum zu bändigen. Ich stehe

mit dem Rücken zum Bug, ich sehe

die Welle nicht, die Yacht fällt ins

Wellental, mich hebt’s aus, ich verliere

den Halt – und gehe über

Bord! Instinktiv bekomme ich den

Relingsdraht zu fassen und rutsche

unter der Reling mit einem Fuß zurück

an Deck. Dort liege ich ein

paar Minuten – um mich zu be -

ruhigen.

Was hat mich da gerettet?

Erstens: Wir haben bei Fahrtantritt

ein Strecktau beidseitig vom Bug

zum Heck angeschlagen.

Zweitens: Ich habe meinen Life-

Belt eingepickt, auch wenn es bei

der Arbeit sehr unbequem war.

Wäre ich tatsächlich über Bord gegangen

– es hätte mich niemand

gefunden: Es war stockfinster, es

war stürmisch, die Wellenberge

voller Gischt und wir hatten noch

ordentlich Fahrt im Boot.

Es passiert schneller

als man glaubt!

Also ist es nur logisch, dass wir als

YCA-Club mit der Aktion „Sicherheit

auf dem Wasser“ die Initiative

ergreifen und unsere Überzeugungen

realisieren:

• Sicherheit ist Führungsaufgabe,

der Skipper ist Verantwortungsträger.

80 2/2018


Fotos: Shutterstock

Yacht Club Austria

Generalsekretariat

Neue Adresse: Estermannstraße 6, 4020 Linz

+43(0)732 781086, office@yca.at

www.yca.at

Crew Wien, NÖ, Burgenland

Crew-Commander

Christian Schifter

+43(0)1 7109222

cschifter@pantaenius.com

Generalsekretär

Harald Mahringer

+43(0)699 11317599

harald.mahringer@yca.at

Crew Salzburg

Crew-Commander

Hubert Kraft

+43(0)664 9645011

hubert.kraft@yca.at

Übernachten in einer Rettungsinsel, MOB-Manöver inkl. Bergen und Versorgen von Verletzten, Sicherheits- und Perfektionstrainings:

Das YAC-Veranstaltungsprogramm 2018 steht ganz im Zeichen der Sicherheit auf dem Wasser.

• Auf die Sicherheit – als umfassendes

Thema – ist bei jeder

Form des Segelsports unbedingt

zu achten.

• Sicherheit lässt sich durch Wissen,

Erfahrung und sorgsamen

Umgang herstellen.

Wir veranstalten heuer und auch

2019 eine Vielzahl von Kursen,

Trainings und Abendveranstaltungen,

um diesen Ansprüchen gerecht

zu werden. Das Programm

im Detail für das Jahr 2018 steht

bereits.

Veranstaltungen: „Sicherheit auf dem Wasser – eine Initiative des Yacht Club Austria“

Wann Thema Wo

Samstag, 10., bis Sonntag, 11. Februar 2018 Skipper Medic mit Dr. Holger Ferstl Berndorf, NÖ

Samstag, 14., bis Dienstag, 17. April 2018 3 Tage Spezial-Segel-Training Trogir (HR)

Perfektionstraining mit Mike Hecker. Schwerpunkt Hafenmanöver

Mittwoch, 18., bis Freitag, 20. April 2018 3 Tage Spezial-Segel-Training Trogir (HR)

Perfektionstraining mit Mike Hecker, Schwerpunkt Segeltechnik

Samstag, 12., bis Sonntag, 13. Mai 2018 Sicherheits-Segelmanöver (MOB, Anlegen unter Segel u.v.m) Attersee, OÖ

Bergesysteme „Retten, bergen und versorgen von Verletzten“

Samstag, 12., auf Sonntag, 13. Mai 2018 Übernachten in einer Rettungsinsel „Vollpension Rettungsinsel“ Attersee, OÖ

Samstag, 23., bis Sonntag 24. Juni 2018 World Sailing-Sicherheitstraining mit Christian Kargl, Ebensee OÖ

vormals ISAF-Training

Samstag, 30. Juni, bis Sonntag, 1. Juli 2018 Sicherheits-Segelmanöver (MOB, Anlegen unter Segel u.v.m) Attersee, OÖ

Bergesysteme „Retten, bergen und versorgen von Verletzten“

Samstag, 30. Juni, auf Sonntag, 1. Juli 2018 Übernachten in einer Rettungsinsel „Vollpension Rettungsinsel“ Attersee, OÖ

Samstag, 21. Juli 2018 Jollenhandling/Kentertraining mit Harald Neumayer Wien-Neue Donau

Samstag, 29., bis Sonntag 30. September 2018 World Sailing-Sicherheitstraining mit Christian Kargl, Reifnitz, Kärnten

vormals ISAF-Training

Samstag, 27., bis Sonntag 28. Oktober 2018 World Sailing-Sicherheitstraining mit Christian Kargl, Wien

vormals ISAF-Training

Samstag, 3., bis Sonntag 4. November 2018 World Sailing-Sicherheitstraining mit Christian Kargl, Innsbruck, Tirol

vormals ISAF-Training

Crew Oberösterreich

Crew-Commander

Thomas Hickersberger

+43(0)676 3067224

thomas.hickersberger@yca.at

Crew Tirol und Vorarlberg

Crew-Commander

Johannes Lindig

+43(0)660 5208136

j.lindig@tsn.at

Crew Kärnten

Crew-Commander Fritz Abl

+43(0)664 2436871

office@yca-crew-ktn.at

www.yca-crew-ktn.at

Crew Steiermark

Crew-Commander

Mike Hecker

+43/(0)676/86643046

mike.hecker@yca.at

Crew Jugend

Jugendbeauftragter

Matthias Eckerstorfer

+43(0)650 5583470

matthias.eckerstorfer@gmail.com

Ausbildung

YCA-Ausbildungsleiter

Gottfried „Titzl“ Rieser

+43(0)664 3706027

gottfried.rieser@yca.at

Anmeldungen unter è www.yca.at oder per E-Mail an è office@yca.at

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Sailing Poetry

Scylla, Carybdis

& il Gattopardo

Wir passieren die Meerenge von Scylla und Carybdis, entgehen den Kyklopen,

erreichen Messina, treffen in Reggio di Calabria den Fürsten von Lampedusa

und hören neues von Odysseus.

fährlichen Strudel gemildert. Die

Tankstelle, vor Messina verzeichnet,

ist verborgen in einer Lichterkette

von Häusern und Ampeln.

Wir finden sie, legen unter widrigen

Umständen an, der Steg

scheint nur aus kantigem Eisen zu

bestehen: geschlossen. Wir setzen

die fünf Meilen über nach Reggio

di Calabria: Die Marina ist eng

und voll, zu gefährlich, bei diesem

Wind einzulaufen, wir finden

Platz an der Westmole des Handelshafens.

IL GATTOPARDO

Der wüste Hafen ist wenig vertrauenserweckend,

Kernland der

N’drangheta, das Handbuch warnt

vor „großen Ratten zwischen den

Lagerhäusern“, wir lassen eine Wache

an Bord zurück. In einem dunklen

Hafenlokal treffen wir auf den

Fürsten von Lampedusa inmitten

einer Runde bewaffneter Patrioten.

Es muss sich alles ändern, damit

alles bleiben kann wie es ist, sagt er,

lasst uns überlegen, wie wir uns mit

Alfred Zellinger

ist Schriftsteller und

erlernte das Segeln in

der O-Jolle des Vaters

auf dem Traunsee. Dort

segelt er heute einen

30er-Schärenkreuzer,

auf dem Meer eine 46er

Grand Soleil.

kolumne@ocean7.at

Als wir den markanten

Strommast an der Nordwestspitze

Siziliens passieren,

dunkelt es bereits. Der wieder

ausgebrochene Ätna wirft seinen

Feuerschein hoch in die Wolken,

die Kyklopen schleudern Felsbrocken

aufs Meer, voraus die im Takt

kreuzenden Fähren zwischen Messina

und Reggio di Calabria, backbords

die Lichter des Fischerdorfes

Scilla, wo in senkrechtem Fels die

sechsköpfige Scylla haust und nach

Seeleuten fischt, steuerbords die

Strudel der Charybdis. Circes Rat

an Odysseus: „Dort lauert Charybdis,

die wasserstrudelnde Göttin,

dreimal gurgelt sie täglich es aus

und schlurfet es dreimal schrecklich

hinein. Weh dir, wofern du der

Schlurfenden nahest! Selbst Poseidon

könnte dich nicht demVerderben

entreißen. Drum steure dicht

an Scyllas Felsen und rudre schnell

mit dem Schiffe davon. Es ist besser,

sechs Gefährten im Schiff zu

vermissen, als alle mit einmal.“

Wir halten mit der Katawa knapp

am Leuchtfeuer der Charybdis vorbei,

dort scheint das Wasser zu

kochen, pyramidenförmige Kegel

gischten auf, wir werden seitwärts

versetzt, das Ruder spielt verrückt,

backbords quillt ein Wasserkegel

hoch. Eine Viertelstunde dauert das

Spektakel, das unser Schiff nur

unruhig laufen lässt, aber kleinen

Booten zum Verhängnis werden

konnte. Zwei Meere treffen hier

aufeinander, unterschiedlich in

Temperatur und Salzgehalt.

Das Erdbeben von 1783 hat den

Meeresgrund verändert, die geder

Revolution arrangieren können,

die herrschenden Klassen wechseln

einander ab, eine geht zugrunde, die

andere erhebt sich, es stürzt was

stürzen muss. Dabei gibt es kaum

Fortschritt an Humanität, sagt der

Fürst, der Feudaladel war ungerecht,

das dynamische Bürgertum

herrscht brutal, provoziert den Aufstand

der Massen, die dann, an die

Macht gekommen, noch schlimmer

herrschen. Sein Ur-Enkel Giuseppe

wird einen Roman schreiben, die

Geschichte des Fürsten in einer Zeit

des Umbruchs; wird ihn „Il Gattopardo“

nennen, der Ozelot, nicht

Il Leopardo, wie ihn das Wappen

der Lampedusas enthält, besser, sich

nicht so ernst zu nehmen.

ODYSSEUS

Odysseus funkt indessen von seinem

schnellgeruderten Boot, mit

einer raschen Heimfahrt zu Penelope

werde es wohl wieder nichts werden,

er sei bei einer Kalypso hängengeblieben,

auf deren Insel

Ogygia; ein Gott müsse erst kommen,

die Gute zu bewegen, ihn freizugeben.

Ich antworte: Einfach per

SMS Schluss machen und Beziehungsstatus

auf Facebook ändern.

Im nächsten Sailing Poetry, meine

Damen und Herren, setzen wir unsere

„Italienische Reise“ fort, queren

den Golf von Tarent und treffen in

der Straße von Otranto auf den österreichischen

K.u.K. U-Boot-Leutnant

Egon Lerch, der dort ein französisches

Dreadnought torpediert.

Foto: Toni Kossina

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