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BREXIT UND ZOLL| w.news 02.2018

02.2018 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: Brexit und Zoll • IHK-Frühjahresempfang • Advertorial B4B Themenmagazin

Geld + Märkte für mehr

Geld + Märkte für mehr Erfolg und berechtigt somit zum letzten Wort. Erfolg und Leistung übertrumpfen daher die informelle Art, wenn es um eine wichtige geschäftliche Entscheidung geht. Das Fazit: Es ist üblich, den Vorgesetzten beim Vornamen zu nennen und auf eine offene Tür zu treffen. Doch mit der eigenen Meinung in das Chefbüro zu marschieren, ist nicht wirklich empfehlenswert. Paradoxon 2: Eine sachorientierte Netzwerkskultur Ein gutes Netzwerk zu pflegen ist in der USamerikanischen Geschäftskultur das A und O. Doch ist man gut beraten, übermäßig viel Zeit in Kaffeeklatsch zu investieren, um sich weiter zu vernetzen? Eigentlich nicht. Denn die USA ist eine sogenannte sachorientierte Kultur. Vertrauen entsteht, wenn jemand zuverlässig arbeitet und Aufgaben gemeinsam erledigt werden. Wie geht also erfolgreicher Netzwerkaufbau? Die Antwort liegt in den beiden Rollen: „Konnektoren“ und „Ameisen“. „Konnektoren“ kennen anscheinend jeden und alles. Ihre Lieblingsphrase lautet: „Lass mich dir XY vorstellen“. Sie sind sich der Struktur der Organisation sehr bewusst und dienen als Bindeglied für Kollegen und wichtige Stakeholder. Sie pflegen ihr Netzwerk, indem sie ständig in Kontakt mit anderen bleiben und in der Schleife der Büropolitik und der Gerüchteküche walten. Die „Konnektoren“ sind stark davon überzeugt, dass Beziehungen die Welt bestimmen. Ihr Wert liegt in ihrem Sozialkapital. „Ameisen“ haben einen anderen Ansatz. Ein berühmtes Sprichwort des früheren US- Präsidenten Theodore Roosevelt lautet übersetzt: „Wann immer Du gefragt wirst, ob Du einen Job übernehmen kannst, antworte: Natürlich kann ich. Dann sei proaktiv und finde heraus, wie es geht.“ Dies ist die Herangehensweise der sogenannten „Ameisen“. Für sie ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sie viel Arbeit auf sich nehmen und gerne ihre Zeit und Ressourcen für andere Kollegen „opfern“. Den Spitznamen „Ameisen“ haben sie sich durch die schwere Arbeitslast, die sie sich damit aufbürden, verdient. Sie machen sich in Unternehmen als zuverlässige und zugängliche Personen ihren Namen. Ihr Netzwerk sehen sie als eine Investition. Denn ICUNET Die icunet ist Service-, Innovations- und Qualitätsführer für interkulturelle Beratung, Qualifizierung und Global Mobility Management. Das interdisziplinäre Expertenteam mit Kompetenz für mehr als 75 Länder und 25 Sprachen bereitet jährlich mehrere tausend Fach- und Führungskräfte auf die internationale Zusammenarbeit vor, berät und unterstützt Unternehmen beim Aufbau neuer Standorte in fremden Märkten und revolutioniert Global Mobility. AUF EINEN BLICK Die Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken, die Kreissparkasse Heilbronn und die German Graduate School of Management & Law laden deshalb am Donnerstag, 8. März ab 18 Uhr (Einlass: 17.30 Uhr) zur gemeinsamen kostenfreien Informationsveranstaltung „Heilbronner Gespräche zur Unternehmensführung Deutschland - USA: Beziehungsweise ...“ ins Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK) ein. Anmeldeschluss ist der 1. März. Weitere Informationen im Internet unter www.heilbronn.ihk.de Dokumentennummer TER002336 klar ist für sie: Um Renditen zu erzielen, muss man investieren. Egal ob „Konnektor“ oder „Ameise“, gegenseitiges Vertrauen ist eine Schlüsselqualifikation, um die Partnerschaft oder Geschäftsbeziehung mit US-Amerikanern zu pflegen. Dabei ist es wichtig, ehrlich und direkt zu kommunizieren, Dankbarkeit, Wertschätzung und Respekt zu zeigen, offen für Feedback zu sein und Fehler zu akzeptieren, denn die „Erlaubnis zum Scheitern“ ist zwar ein relativ neues, aber durchaus legitimes Konzept in der US-amerikanischen Wirtschaft. Paradoxon 3: Kommen Sie auf den Punkt, aber nicht ohne zu wissen, was guten Small Talk ausmacht Small Talk ist mehr Kunst als Wissenschaft. Wie spricht man endlos über nichts? Und was ist die Konsequenz daraus? Das Geheimnis liegt wieder im Konzept des Vertrauens. Die US-Amerikaner sind ausgebildete und geübte „Small-Talker“. Die Geburtsstunde des Small Talks geht auf die Pionierzeit zurück, wo dieser als Überlebenstechnik diente. Im Grenzgebiet war es notwendig, schnelle Verbindungen zu Menschen aufzubauen, um Nahrung, Wasser oder eine Unterkunft zu erhalten. Heute wird Small Talk als Türöffner genutzt, um neue Freunde, Partner und Geschäftskontakte zu finden oder einfach, um soziale Harmonie aufrechtzuerhalten und unangenehme Momente des Schweigens zu brechen. Keinen Small Talk zu führen wird als Mangel an sozialer Kompetenz empfunden, deshalb suchen die US-Amerikaner nach Konversationsthemen wie ein Kletterer nach seinem Griff. Ganz im Gegensatz zu unbeschwerten Plaudereien steht eine Unternehmenskultur, die von einer „Zeit-ist-Geld-Methode“ lebt. Eben hier liegt das Paradoxon: Wann ist Zeit für Small Talk, wenn es doch heißt „Time is Money“? Wirkliche Gelegenheiten für einen Small Talk finden sich vor oder nach einem Meeting als sogenannte „Ice breaker“ und dauern in der Regel nicht länger als 10-15 Minuten. Wirkliche „Small-Talk-Könner“ schöpfen dabei aus jeder Konversation Gesprächsthemen für „später“. Wie sagt man so schön: Just do it! FEBRUAR 2018 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 28 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de

GEZIELTE INFORMATIONEN UND HILFESTELLUNG Unter Federführung der IHK Heilbronn-Franken hat der Baden- Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) die Broschüre „Kreditverhandlungen erfolgreich führen“ aktualisiert und neu aufgelegt. Die Broschüre gibt es kostenlos bei der IHK oder per Download im Internet unter www. heilbronn.ihk.de, Rubrik Existenzgründung & Unternehmensförderung. www.heilbronn.ihk KONTAKT Martin Neuberger IHK-Referent Wirtschaftsförderung Telefon 07131 9677 112 E-Mail martin.neuberger@ heilbronn.ihk.de Von Martin Neuberger Gerade kleine und mittlere Unternehmen sind stark von Bankkrediten abhängig. Für sie ist die klassische Kreditfinanzierung nach wie vor die wichtigste Fremdfinanzierungsquelle. Mit der Einführung von internationalen Regulierungsverfahren wie Basel III haben sich die Rahmenbedingungen für die Kreditvergabe verändert. Vor diesem Hintergrund ist eine fundierte Finanzkommunikation mit der Hausbank eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Kreditverhandlungen. Kreditverhandlungen erfolgreich führen Leitfaden für Finanzierungsgespräche Praxisorientierte Hilfestellung Die Broschüre bietet hierzu viele Tipps und Informationen sowie praktische Arbeitsblätter und Checklisten. Daneben können die Unternehmen mit Hilfe der Publikation ihre Bilanz- und Kostenstruktur untersuchen, ihre Wettbewerbsposition ermitteln, Erfolgs- und Risikopotenziale erkennen und ihre Bonität einschätzen. Der Leitfaden gibt eine praxisorientierte Hilfestellung für die optimale Vorbereitung und Durchführung von Finanzierungsgesprächen. Mit ergänzenden Beratungen und weiteren Informationsunterlagen bietet die IHK Heilbronn-Franken ein breit gefächertes Service- und Beratungsangebot zur Sicherung der Unternehmensfinanzierung. www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 29 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- FEBRUAR 2018