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Tuxer Prattinge Weihnachten 2017

Tuxer

Tuxer Prattinge - Weihnachten 2017 stück, in dem er uns an jeder Überlegung und an jeder Begegnung teilnehmen lässt. Das Warten auf den als Führer empfohlenen Felixen- Hannes (Hans Fröhlich), die Verabredung mit ihm auf den nächsten Tag, an dem dessen Bruder Toni dazukam, wie er sich die Zeit bis zum Aufbruch vertrieb und welche Beobachtungen er dort anstellte: All das ist bis hin zum Schlaf von Hannes‘ Söhnchen im Detail beschrieben. 23 Druckseiten vergehen, bis die drei Männer endlich aufbrechen. – Wer das heute liest, erkennt den Bergsteiger der ältesten Schule: Einen, der wissen, erleben und erfahren will, der sich mit Landschaft und Wetter, Leuten und Bauten, Brauchtum und Botanik, Nomenklatur und Naturerscheinungen gleichermaßen befasst. In Hintertux befand sich zur gleichen Zeit, im Herbst 1866, Paul Grohmann (1838–1908) mit seinem Führer Josele (Georg Samer), als sie „mit der Nachricht überrascht wurden, Dr. v. Ruthner habe den Olperer von Schmirn aus erstiegen“. Mit Josele, dem Gainer Jackl (Jakob Huber) und seinem ausgezeichneten Fernglas erkundete er vom Riepenkees aus die Situation: „Wir theilten alle die Ueberzeugung, dass wir von hier die Spitze des Olperer erreichen könnten, was uns um so mehr erfreute, da wir auf der ganz aperen Spitze nicht die Spur eines ‚Steinmandl‘ als Wahrzeichen der von Schmirn aus verkündeten Ersteigung entdecken konnten.“ Ruthner hatte nämlich die Spitze nicht erreicht – kaum 450 Schritte schätzte er, war er von ihr entfernt, als die beiden Führer und er den Gipfel aufgaben. In Wien konnte Ruthner dann Grohmann die Details berichten. Grohmann versuchte sich nun im Sommer 1867 selbst an dem Berg. Zunächst hatte er die Absicht, in Schmirn aufzusteigen, den Gipfel selbst aber von der Pfitscher Seite zu nehmen. Doch der Felixen Hannes hatte nun gar keine Lust auf einen neuen Versuch und zeigte sich davon überzeugt, dass man den Gipfel „nie“ erreichen werde. Grohman zog ab und zurück ins Zillertal, wo er schließlich mit Josele und dem Gainer Jackl am Abend des 9. September 1867 in der Alpe Zams eintraf. Zügig gehen die drei ans Werk. An Grohmanns Beschreibung ist eigentlich keine besondere Schwierigkeit ersichtlich. Ihm war auch nicht recht klar, wo eigentlich Ruthner umgekehrt war – zu widersprüchlich waren noch die Bezeichnungen, und offenbar ließ sich jene Stelle, die Ruthner und die beiden Felixen nicht zu überwältigen vermochten, für ihn nicht als Hindernis erkennen. Grohmanns Resümee seiner Besteigung: Sie erreichten den Olperer „– mit Ausnahme der letzten halben Stunde – auf gewöhnlichen Alpenpfaden; wir standen nach einem Marsche von beiläufig 4 Stunden auf einem elftausend Fuss hohen Gipfel.“ In seiner Wegbeschreibung folgte Grohmann den in Tux üblichen Bezeichnungen: „Der Weg führt durch die Riepen hinan, entlang der Schneide zwischen Riepen und Unterschrammach, eine Zeit lang auf derselben, dann über dieselbe und theils auf der Schrammacher Seite, theils auf dem Grate an den plattigen Wänden des Olperer hinan zur Spitze.“ Nach Grohmanns 1867 veröffentlichter Beschreibung möchte man annehmen, dass sich alsbald mehrere Touristen auf diesen prächtigen Aussichtsberg begeben hätten. Doch dem war nicht so – die zweite Besteigung erfolgte erst neun Jahre später durch Ferdinand Löwl (1856–1908) am 30. Juli 1876. Der 20jährige Student aus Prag hatte den Tauferer Führer Stephan Kirchler ins Zillertal bestellt – ein interessanter Zug: Jetzt, da eine ausführliche Beschreibung des erfolgversprechenden Zustiegs vorlag, schien der Tourist nicht mehr auf einen Ortskundigen als Führer angewiesen zu sein, sondern konnte nach anderen Kriterien, wie Wagemut oder Verlässlichkeit, urteilen. Kirchler mochte Löwl aus den Mitteilungen des Alpenvereins, die im Jahr zuvor erstmals erschienen, aufgefallen sein, unter anderem durch eine Besteigung des Schwarzensteins von Süden. Löwl orientierte sich an Seite 16

Tuxer Prattinge - Weihnachten 2017 Grohmanns Beschreibung, Kirchler hatte starke Zweifel – das Ziel schien ihm zu leicht erreichbar: „Auf den Berg will ich eine Kuh hinauftreiben“, sagte er, „der Olperer muß der dort sein!“, womit er den Schrammacherspitz meinte. Die beiden brauchten einige Kletterfertigkeiten, um auf die Spitze zu gelangen, wo sie „ein begeistertes Hoch!“ auf Grohmann ausbrachten. Ferdinand Löwl wurde zu einem der ersten Propagandisten des Zillertals. 1878 brachte er seine zum Teil schon vorher, etwa im „Alpenfreund“, veröffentlichten Berichte als Buch unter dem Titel „Aus dem Zillertaler Hochgebirge“ heraus. Zug um Zug ging nun die touristische Entwicklung rasch vor sich. Führer wie David Fankhauser waren bald voll beansprucht. Nach der Berliner Hütte (1879) entstand schon 1881 die Olperer Hütte, die den Zustieg wesentlich erleichterte. 30 bis 65 Besucher wurden jeden Sommer gezählt, erst ab 1900 finden wir höhere Zahlen. Im Jahr darauf (1882) wurde auch die Dominicus-Hütte gebaut, die für Touristen die Funktion der Zamser Alpe übernahm und nach wenigen Jahren schon 300 Besucher jährlich zählte. Wegbauten der Sektion Zillertal (bis Breitlahner) und der Sektion Prag des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins erleichterten An- und Zustiege vom Zillertal aus. Und schließlich verdanken wir dem Olperer den alten alpinen Gruß „Berg Heil!“, der erstmals vom bekannten Wiener Alpinisten August von Böhm während einer Tour auf den Olperer gebraucht wurde, die er mit Emil und Otto Zsigmondy sowie Ludwig Purtscheller im Jahr 1881 unternahm. Pfarre Tux Seite 17

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