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Das Koerperschema

80 Folgerungen und

80 Folgerungen und Ausblicke. es sei verwunderlich, daß die Apraktischen und Agnostischen sich so willig den eingehenden Untersuchungen, die ja für sie keinen Zweck haben, unterziehen und er sieht hierin einen Beweis dafür, daß an diesen Handlungen das Ich nicht beteiligt sei. Zweifellos steht der Apraktische seinem Tun anders gegenüber als der in seinem Handeln Ungestörte. Seine Stellungsnahme ist eine veränderte. Es ist wahr, er hat die Tendenz, die apraktischen Reaktionen von sich abzuspalten, aber es liegt hier nur eines jener vielen Beispiele vor, daß ähnliche Verdrängungsmechanismen sich als Folge organischer Hirnläsionen einstellen, die wir als Folgen eines psychischen Traumas, eines psychischen Konfliktes kennen. Von dem Verhalten der Apraktiker gegenüber ihrer Störung führen Brücken zu der mangelnden Selbstwahrnehmung cerebraler Störungen und ich habe mich bereits früher zu der Ansicht ANTONS bekannt, diese sonderbar psychische Einstellung gehe unmittelbar auf die Hirnläsion zurück. Aber auch verdrängte Erlebnisse sind Erlebnisse, die dem Ich zugehören. v. Folgerungen und Ausblicke. Ich glaube, daß auch für die primitiven neurologischen Störungen das Körperschema von Bedeutung sein muß. Es wäre unter dem Gesichtswinkel der angeführten Tatsachen zu untersuchen, ob nicht die konstanten Lokalisationsfehler, die u. a. auch STRXUSSLER beobachtet hat, einer besseren Erklärung und Durchforschung zugänglich wären. Es kann für die klinische Betrachtung nicht gleichgültig sein, wenn GEMELLI zeigen konnte, daß die Distanz zweier Tasterzirkelspitzen anders eingeschätzt wird, wenn der Arm in maximaler Abduction ist und wenn er sich in natürlicher Stellung befindet und daß diese Unterschiede darauf zurückzuführen sind, daß die Entfernung der Zirkelspitzen perspektivisch eingeschätzt wird. Dementsprechend wird bei Blindgeborenen ein solcher Unterschied nicht gefunden. Ich habe beobachten können, daß der Intentionstremor bei cerebellarer Läsion in der Erscheinung wechselt, je nachdem es sich um eine gegen den eigenen Körper gerichtete Bewegung handelt oder um Bewegungen gegen den Außenraum zu; im ersteren Falle treten die Bremsungen stärker hervor (3). Man wird sich überhaupt klarmachen müssen, daß doch jede Bewegung ja schließlich die

Folgerungen und Ausblicke. Gesamtpersönlichkeit voraussetzt und daß selbst bei einer Neuritis die Bewegungsstörung nicht nur von der anatomischen Läsion abhängt; kürzlich hat WEIZSÄCKER auf die Bedeutung dieses Gesamtcharakters für die natürliche Bewegung hingewiesen und er konnte auch bei der Tabes dorsalis zeigen, daß die Bewegung von dem aktischen Hin- und Herschwanken abgesehen. einen Fehler zeigt, der in eine konstante Richtung geht, ein Fehler, der von der Individualität abhängig ist. Es muß also wohl das Körperschema und seine individuelle Variation für jede Bewegung etwas mit bedeuten können; ebenso aber auch die individuelle Raumauffassung des einzelnen Menschen. Ich hatte Gelegenheit, bei einer Sinusthrombose mit ausgedehnten Erweichungen besonders in den oberen Parietalläppchen folgende Störung zu beobachten. Die Pat. kam beim Kniehackenversuch regelmäßig in die Gegend der Hüftbeuge und zwar beiderseits; ja selbst, wenn sie zunächst das Knie erreicht hatte, rutschte sie mit der Ferse gegen die Hüftbeuge zu hinauf. Dabei waren Stich, Berührung, Temperatur und Lageempfindung nicht gestört. An den Beinen bestand Hypotonie. Die Pat. zeigte eine Ga ngstörung , welche einen funktionellen Eindruck machte. Beim Fingernasenversuch und beim Lange-Nase-Machen greift die Pat. oft daneben und setzt auch gelegentlich den Daumen am Mund an. Leider habe ich die Pat. nicht mit der wünschenswerten Genauigkeit untersuchen können, da sie, zwar am Tage der Aufnahme frisch, bald nach epileptischen Anfällen in ein Koma verfiel. Immerhin scheint mir das konstante Verfehlen des Knies beim Kniehackenversuch, dieser konstanten Richtungsfehler, auf eine Läsion des Körperschemas hinzuweisen. Und es ist gewiß bemerkenswert, daß ich das gleiche Symptom angetroffen habe bei einem traumatischen Falle, in dem Mitbewegungen und cerebellare Gleichgewichtsstörungen dominierten. Es handelt sich um einen Epileptiker, dessen Epilepsie im Anschluß an einen Sturz vom Pferd sich verschlechtert hatte. Interessanterweise kommt es bei diesem Pat. im epileptischen Anfall nach einer tonischen Streckphase zu einem Anziehen der Beine, welches an den Fehler beim Kniehackenversuch erinnert. Liegt hier vielleicht ein Hinweis darauf, daß dieser konstante Fehler beim Kniehackenversuch irgendwie im motorischen Mechanismus begründet sei, welche dem Körperschema zugeordnet sind, handelt es sich um subcorticale oder cortis chi I der, Körperschema. 6 SI

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