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Das Koerperschema

88 Anhang. verdient die

88 Anhang. verdient die Pathologie der Bewegungsempfindungen der Haut mehr Beachtung als sie bisher gefunden hat. Im Falle I werden trotz guter Oberflächensensibilität Bewegungen, Striche über der Haut nur als einfache Berührung empfunden. Gelegentlich als zwei Berührungen, aber auch als Bewegung der Gelenke und selten als Bewegung über die Haut, ohne daß die Richtung erkannt wurde. Tm Falle 11 wird die Berührung als ein nach unten ziehender Streifen empfunden, besonders häufig ist die zweite polyästhetische Empfindung in dieser Weise gekennzeichnet, diese "Streifenempfindung" wird auch alloästhetisch übertragen. Die Störungen treten in einem Gebiete auf, das ausgesprochene Sensibilitätsstörungen zeigt. Im Falle III sind diese Störungen besonders ausgeprägt. Berührungs- und Stichreize erwecken eine Empfindung eines Striches über die Haut, von halbbogenförmigem Verlauf, ja sogar einer komplizierten Hin- und Herbewegung. Diese Empfindungen können auch auf eine einfache Berührung einer Seite hin, auf der anderen Seite erscheinen. Striche über die Haut werden entweder nur als Berührung empfunden oder als in anderer Richtung verlaufende wahrgenommen, oder schließlich als bogenförmig, auch wenn der Reizstrich gradlinig verlief. Ich kann nicht glauben, daß diese so häufigen pathologischen Bewegungsempfindungen an der Haut bei Tabikern der Beobachtung bisher entgangen sind, doch ich habe in der mir momentan zugänglichen Literatur nichts Entsprechendes gefunden. Aber dieses ganze Gebiet, das theoretisch interessant ist, ist bisher noch nicht systematisch untersucht. Auch hysterische Sensibilitätsstörungen müßten auf Störungen der Bewegungswahrnehmung eingehend untersucht werden. Mir kam es nur darauf an, auf diese Dinge, die in meinem Material eine große Rolle spielen, hinzuweisen. Nur einige vorläufige Hinweise. Die pathologische Bewegungswahrnehmung scheint besonders leicht alloästhetisch übertragen zu werden. Im Falle III erinnern die Bewegungserscheinungen außerordentlich an die autokinetischen Erscheinungen optischer Eindrücke. Diese sind ja beim Gesunden regelmäßig hervorrufbar. Gibt es etwas Analoges auf taktilem Gebiet? Die Beobachtungen Rupps verweisen darauf. Welche Bedeutung hat die bogenförmige Entellung der Bewegungen?

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