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Die Faelschung der Geschichte des Urchristentums

Sätze aus Kapiteln

Sätze aus Kapiteln des Johannesevangeliums enthalten. Auffallend ist so– gleich die relativ große Zahl der Papyri mit Textstellen aus diesem Evange– lium. Rechnet man P 66 (den Papyrus Bodmer II) mit, so befinden sich unter den 68 bisher bekannten Papyri insgesamt 18 mit dem Text des vier– ten Evangeliums. K. Aland bringt hierzu folgende Übersicht: 65 P 2 P 5 P 6 P 22 P 28 P 36 P 39 P 44 P 45 P 52 P 55 P 59 P 60 P 63 P 66 (5./6. Jahrh.) (3./4. Jahrh.) (5./6. Jahrh.) (3.oder 3. / 4. Jahrh.) (4. Jahrh.) (6. Jahrh.) (4. Jahrh.) (6./7. Jahrh.) (3. Jahrh.) (2. Jahrh.) (6. Jahrh.) (7./8. Jahrh.) (7./8. Jahrh.) (5./6. Jahrh.) (2./3. Jahrh.) Kapitel 12 Kapitel 1, 16, 20 Kapitel 10, 11 Kapitel 15, 16 Kapitel 6 Kapitel 3 Kapitel 8 Kapitel 9, 10, 12 Kapitel 10 Kapitel 18 Kapitel 1 Kapitel 1,2, 11, 12, 17, 18,21 Kapitel 16, 17, 18, 19 Kapitel 3,4 Kapitel 1 bis 14! Das Johannes–Evangelium besteht aus 21 Kapiteln. Überblickt man die Tabelle, so stellt man fest, daß mit den aufgefundenen Papyri heute alle 21 Kapitel vertreten sind. Es braucht uns jetzt nicht zu kümmern, daß die meisten Bruchstücke nur wenige Verse aus den betreffenden Kapiteln ent– halten; es kommt hier nur auf die Kapitelzahlen, genauer: auf die Reihen– folge der Kapitel an. In der Tabelle findet man die Papyri untereinander verzeichnet gemäß der zeitlichen Aufeinanderfolge ihrer Entdeckungen, bzw. ihrer Publizie– rung. Mit P 2 wurde also zuerst Kapitel 12 (Bruchstücke) ans Licht geför– dert, mit P 5 tauchten Kapitel 1,16 und 20 auf. Betrachten wir diese ersten Kapitelfunde, so ist daran nichts zu monieren, der Zufall hat anscheinend ganz natürlich gewaltet. P 6 schenkte dann den Bibelwissenschaftlern Ka– pitel 10 und 11. Sehr freundlich vom Zufall, sich in den Kapitelauffindun– gen nicht zu wiederholen, sondern mit neuen Kapiteln aufzuwarten! Sammler von Johannespapyri waren nun schon neugierig, ob wohl auch das nächste Mal Noch–Nicht–Dagewesenes auf dem Entdeckungsmarkt erschien. Richtig: mit P 22 meldeten sich Kapitel 15 und 16 an. Bravo, Zu– fall, weiter so! Tatsächlich entstieg jetzt mit P 28 Kapitel 6 der ägyptischen 106

Erde. Nun war der Zufall im Bilde: P 36 brachte mit Kapitel 3 wiederum Neues, ebenso P 39 mitKapitel8,dann auchP44 mit Kapitel 9! Mit Kapitel 9 im Gefolge gab es diesmal eine Wiederholung von 10 und 12. Es liegt aber – und darauf kommte es an – keine inhaltliche Wiederholung vor, denn die Kapitel 10 und 12 des P 44 bieten andere Verse als die entspre– chenden Kapitel der P 2 und P 6, somit also doch etwas Neues. In der Reihe der Entdeckungen folgt nochmals mit P 45 eine Wiederholung von Kapitel 10; aber auch diesmal handelt es sich inhaldich nur teilweise um dieselben Verse, denn während P 6 und P 44 im Kapitel 10 nur bis Vers 14 reichen, enthält P 45 erstmalig Sätze über Vers 15 hinaus. Darauf lieferte der Zufall mit P 52 wieder ganz Neues, nämlich Kapitel 18. Es folgte P 55 nochmals mit Kapitel 1; diesmal ergibt sich inhaltlich eine Dublette mit P 5. Auch P 59 brachte zwar mit den Kapitel 1, 11,12, 18 Wiederholungen, er schenkte aber auch Noch–Nicht–Dagewesenes, nämlich die Kapitel 2, 17, 21. Was aber die Kapitelwiederholungen anbetrifft, so erlebte der Jo– hannes–Papyrisammler die Freude, daß diesmal Kapitel 11, 12,18 inhalt– lich mit ganz neuen Versen aufwarteten! Besten Dank, lieber Zufall! So– dann erschien P 60 auf dem Plan mit den Kapitel 16,17,18,19. Novität ist hier Kapitel 19. Neu ist auch, daß erstmalig eine größere Partie des Johan– nes–Evangeliums in geschlossenem Bestände (von Kapitel 16, Vers 29 bis Kapitel 19, Vers 26 mit kleineren Lücken) aus ägyptischem Boden er– stand. Der nächste Fund schenkte mit P 63 neu Kapitel 4; als Wiederho– lung tauchte hierbei nochmals Kapitel 3 auf, das auch bezüglich des Inhal– tes eine Dublette von P 36 darstellt. Den Beschluß der Entdeckungsreihe bildete, wie sichs gehört, als Glanz– und Höhepunkt P 66 (Papyrus Bod– mer II), der mit einem Schlage nachholte, was bis dahin an Kapiteln des vierten Evangeliums noch fehlte, nämlich die Kapitel 5, 7, 13, 14! Dieser berühmte Papyrus bricht energisch mit der veralteten Gewohnheit, nur kärgliche Bruchstücke und Fetzen darzubieten; in »geradezu fabelhaf– tem« Erhaltungszustande tritt P 66 mit 108 Seiten vor die theologische Mitwelt. Auf diesen Seiten ist das Johannes–Evangelium als geschlossene Einheit vom 1. Vers bis Kapitel 14,26 enthalten, nur die Seiten 35–38 feh– len. Erstaunlich, was der Zufall hier wieder zuwegebrachte! Ist es ihm doch gelungen, die Entdeckungsgeschichte der Johannespapyri so zu beeinflus– sen und zu regeln, daß jeder neue Fund auch neue Partien vom Inhalt des Evangeliums ans Licht brachte. Zwei Ausnahmen mit kleinen Dubletten einiger Verse bestätigen nur die Regel. Man gewahrt hier das Phänomen einer planmäßigen Aufeinanderfolge immer anderer Teile des Evange– liums mit dem Ziel, ohne unnötige Reprisen den Gesamtinhalt allmählich 107

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    Vorwort Hiermit legt der Verlag den

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    Teil 1 Die handschriftliche Überli

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    noch während seiner Arbeit.« - Un

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    der Schriftsteller Petrus auf dogma

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    uns Hirsch diese Taktik: »Sobald m

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    Teil 4 Der einheitliche Ursprung al

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    »Sobald ich auf das Wort vom Löse

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    zeige ein harmonisches Ineinandergr

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    10,42-45 die bekannten Worte vom Di

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    nachweislich und in sich unwahrsche

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    ganz. Dafür kann er aber mit einer

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    isches Kolorit« trägt. Sogar der

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    liehen Widersprüche als »urchrist

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    ten« Kirchenväter haben ihn nicht

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