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Die Faelschung der Geschichte des Urchristentums

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che«) kann die (dunkle) Schrift richtig auslegen. – Priester sind notwen– dig, um als »Hirten« die «Schafe« zu führen. Ohne Priester irrt der Gläu– bige hilflos umher. – Priester sind unerläßlich, um den Gläubigen »rechts– kräftig«, d.h. als Stellvertreter Christi auf Erden, die Sakramente zu spen– den und die Sünden zu vergeben. – Priester sind nötig, weil Jesus selbst durch das Beispiel der Schaffung eines »Jüngerstandes« ihre Notwendig– keit klar dargetan hat. 2. Die Bedingungen für den Eintritt in die Priesterkaste. Wer Priester (Mönch) werden will, muß zuvor alle Beziehungen zur »Welt« lösen. Zum Beispiel: er muß Vater und Mutter verlassen; er muß bereit sein, das ehelose Leben der »Vollkommenen« zu führen; er muß sich zur Armut und zur unbedingten Nachfolge (Gehorsam) verpflichten (s. Erzählung vom reichen Jüngling und zahlreiche, verstreute diesbezüg– liche Aussprüche Jesu). 3. Die Selbstprüfung des Gläubigen vor dem beabsichtigten Eintritt in den Klerikerstand. Eingehende Selbstprüfung ist notwendig, um sich über die »göttliche« Berufung zum Priester klar zu werden. Beispiel: Jesu in der Versuchungs– geschichte. – Wer sich »wirklich« berufen fühlt (von Jesus angesprochen fühlt), der soll bedenkenlos dem inneren Rufe Folge leisten (s. die evange– lischen Berufungsgeschichten!). – Einzelne »Fehltritte« vor der Berufung bzw. vor dem Eintritt in die Priesterschaft sollen kein Hindernis darstel– len, wenn echte Reue und Besserung erfolgt ist (s. Petri Verleugnung; Gleichnis vom verlorenen Sohn). 4. Die heroische Sittlichkeit der Vollkommenen als berufliche Pflicht. Hauptzusammenfassung der für den Mönchspriester geltenden beson– deren Berufs–Ethik in der Bergpredigt, soweit ihre Gebote (als Darlegung der »neuen« Sittlichkeit) für »Jünger« (Priester) hinausgreifen über die »gewöhnlichen« und bequemeren Sittlichkeitsforderungen für die weltlich gebundenen Gläubigen. – Nicht verzweifeln, wenn auch der »Vollkom– mene« nicht alle Gerechtigkeit erfüllen kann: Jesus selbst hat nicht einmal immer die (seine!) Gebote wörtlich befolgt. – Der Vollkommene hat aber auch keine Ursache, ob seiner »heroischen« Leistungen stolz und über– mütig zu werden: immerfort kann er alle Gebote doch nicht halten. – Wer durch seinen Glauben keine »Berge« versetzen kann (kein »Wunder« tun kann!), der hat – auch als Vollkommener – noch nicht den »rechten« und vollen Glauben. 5. Die besondere Berufswürde und Berufseigenschaft des Priesters. Der Priester ist von Gott als Hirt der gläubigen Herde eingesetzt wor– den. Er ist als irdischer Stellvertreter Christi der notwendige Mittler zwi– 368

schen Gott und den Menschen. Ihm ist göttliche Machtbefugnis übertra– gen worden: z.B. die Sünden zu erlassen. – Vom Priester strömen himmli– sche Kräfte aus: Vermittlung des »Geistes« durch Handauflegen. – Der priesterliche Segen und Gruß (Matthäus 10,12) bleibt keine fromme Ge– ste, sondern wirkt sich »tatsächlich« im Leben aus; sein Gruß bringt (nach der evangelistischen These) dem christlichen Hause »Frieden«. – Auch die »Verfluchung« des Priesters ist »real«wirksam (sogar auf die Pflanzen– welt); Verfluchung des unfruchtbaren Feigenbaumes. – Von der Kleidung des Vollkommenen geht Heilungskraft aus: Geschichte vom blutflüssigen Weibe. 6. Die priesterlichen Amtshandlungen. Das priesterliche Amt ist zugleich Auftrag und Privileg. »Gehet hin in alle Welt . . .!« Die »Gnade« ist an die kultische Handlung der Sakramen– te, und die Sakramente sind an den Priester gebunden, a) Abendmahl, hergeleitet und »historisch« verankert in den Einsetzungsberichten. Auch die Erzählungen von den wunderbaren Speisungen zielen, was längst er– kannt ist, auf das eucharistische Geheimnis. Man hat aber bisher noch nicht begriffen, daß der Sinn der Speisungsgeschichten in dem Wunder des Ubrigbleibens (von vielen Körben Brot) zu suchen ist. Gemeint ist die eu– charistische Speise in ihrer Eigenschaft, durch die Segnung (Einsetzungs– worte) des Priesters unbegrenzt vermehrt zu werden, derart, daß trotz des Verzehrens immer wieder etwas übrigbleibt. Ferner gehört hierher die Geschichte von der Hochzeit zu Kana. Ihr liegt folgender sakramentaler Sinn zugrunde: wie Jesus die Macht hat, Wasser in Wein zu verwandeln, so kann er auch (durch seine von ihm bevollmächtigten »Jünger«) den Wein weiterverwandeln in Blut. – b) Amtshandlung der Taufe, Befehl der Taufe durch die Priester. Jesus (und die Jünger) haben selbst bereits ge– tauft. Jesus hat sich selbst taufen lassen. – c) Lehramt der Priesterkaste bzw. der »Kirche«. »Lehret sie!« Auslegung der Schrift. Predigt des Wor– tes. Werbung für das Reich Gottes – d) Sündenvergebung durch den be– vollmächtigten Priester. » Was Ihr auf Erden lösen werdet, wird im Him– mel gelöst sein.« Die Erzählung von der Heilung des Gelähmten enthält Jesu Beispiel und die Vollmacht für seine vollkommenen Nachfolger: Gott hat durch Jesus »den Menschen« solche Macht (auf Erden Sünden zu vergeben) verliehen. Auch die Geschichte von der Sünderin (Lukas 7,49) »beweist« die Tatsache der schon auf Erden möglichen Sündenverge– bung. – e) Gabe der Krankenheilung. Jesu Beispiel und Vollmacht an die »Jünger«, Dämonen auszutreiben, Kranke zu heilen. 7. Spezielle Rechte, Vorteile und Pflichten des Priesters. Der Vollkommene, der die Welt hinter sich gelassen hat (der Mönch) 369

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    Wir erinnern uns, daß die Niedersc

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    Das große Vertrauen, das Westcott

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    Strebens, die Einheit zu bewahren,

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    Willkür ist, einem zweiten oder dr

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