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Südostschweizer Gewerbe & Baumagazin Winter/Frühling 2018

20 ENERGIE UND UMWELT

20 ENERGIE UND UMWELT 4516 Sanitär │ Heizung │ Lüftung 24 h Service 081 356 70 80 Das HAUS der TECHNIKER Service / Reparatur / Umbau / Neubau Ihr Spezialist für Badsanierungen : www.viamalahaustechnik.ch * info@viamalahaustechnik.ch 4522 Ihr Partner für: • Elektroplanung • Installation von Stark- bis Schwachstromanlagen, Beleuchtungen • KNX Programmierungen • Elektrokontrollen 7465 evolta AG // Fuchsgasse 8 // 9443 Widnau T +41 71 523 60 10 // F +41 71 523 60 11 info@evolta.ch

Im Winter verursacht unser Stromverbrauch mehr CO2-Emissionen Stromerzeugung setzt CO2 in die Atmosphäre frei und ist deshalb am Klimawandel beteiligt. Die Schweiz produziert den grössten Teil ihrer Elektrizität mit Wasserkraft- und Atomkraftwerken. Die einheimische Produktion einer Kilowattstunde (kWh) Strom – was ungefähr der Energiemenge entspricht, die ein Waschgang eines Geschirrspülers benötigt – setzt rund dreissig Gramm CO2 frei. Unser Land importiert jedoch auch Strom, hauptsächlich aus Deutschland und Frankreich, in kleinerem Umfang auch aus Italien und Österreich. Dieser Strom stammt vor allem aus Heizkraftwerken, in denen Kohle, Erdöl oder Gas verbrannt werden, um Dampf zum Antrieb von Generator-Turbinen zu erzeugen. Auf Grund dieser importierten Elektrizität setzt jede in der Schweiz verbrauchte kWh Strom durchschnittlich zwischen 80 und 110 Gramm CO2 in die Atmosphäre frei – also ebenso viel, wie ein sparsamer Kleinwagen für eine Fahrt von einem Kilometer ausstösst. An bestimmten Tagen erreichen die CO2-Emissionen für eine kWh Strom aus Schweizer Steckdosen mit mehr als 300 Gramm den dreifachen Wert. Kohlekraftwerke für den Winter Elektrische Energie aus Wasserkraft, die 56% unserer Landesproduktion ausmacht, steht vor allem im Frühling und Sommer zur Verfügung. Von November bis April importieren die Stromversorger Elektrizität aus dem Ausland. Sie stammt weitgehend aus deutschen Heizkraftwerken, von denen ein Teil mit Kohle betrieben wird (mehr als 900 g CO2 pro kWh). In Europa werden Kohlekraftwerke, welche am meisten CO2 freisetzen, hauptsächlich im Winter betrieben, um den jahreszeitlich bedingten hohen Stromverbrauch decken zu können. Im Winter ist der Stromverbrauch höher, da es schneller dunkel wird und man ganz allgemein mehr Zeit im Innern bei künstlichem Licht verbringt. Auch trägt man mehr Kleider – weshalb mehr gewaschen werden muss -, man isst öfter warme Mahlzeiten und der Fernseher ist lange in Betrieb. Und nicht nur Haushaltsgeräte werden öfter benutzt, zum Stromverbrauch muss auch derjenige der Heizung hinzugezählt werden. Tag und Uhrzeit spielen ebenfalls eine Rolle Augrund des Stromverbrauchs von Büros, öffentlichem Verkehr (Züge, Trams und Trolleybusse) und anderen Wirtschaftbereichen (Industrie, Läden, Restaurants etc.) ist die Stromnachfrage an Werktagen viel höher als an Sonn- und Feiertagen. Ein Unterschied besteht auch zwischen Tag und Nacht: um vier Uhr morgens ist die Stromnachfrage am geringsten. Tagsüber erreicht der Strombezug Spitzenverbrauchszeiten. Die erste liegt in der Mittagszeit, wenn alle Kochherde zur gleichen Zeit wie Büroapparate und der öffentliche Verkehr Strom beziehen; die zweite findet gegen Abend statt, vor allem im Winter, wenn Beleuchtungen und elektrische Heizungen eingeschaltet werden. Indirekte CO2-Emissionen reduzieren Um unsere CO2-Emissionen zu reduzieren (ebenso wie unsere Abhängigkeit gegenüber den Stromimporten), sollten wir darauf achten, keine Energie zu verschwenden, ganz besonders im Winter und während der Spitzenverbrauchszeiten. Es versteht sich eigentlich von selbst, dass Lampen nicht unnötig eingeschaltet sein sollten. Aber es gibt auch andere Tipps, die man befolgen kann. Waschmaschinen oder Geschirrspüler zum Beispiel können zu einem späteren Zeitpunkt, also während der Nacht, am Wochenende oder an Feiertagen laufen gelassen werden. Beim Kochen ist es überflüssig, das Wasser sprudeln zu lassen (es wird dadurch nicht heisser), und Herdplatten wie auch Backofen können einige Minuten vor Ende des Kochgangs ausgeschaltet werden: die verbleibende Restwärme ist völlig ausreichend, um die Mahlzeit zu Ende zu kochen. Auch die Kaffeemaschine braucht nicht dauernd eingeschaltet zu bleiben. Und vergessen Sie nicht, den Computer, den Bildschirm, das Modem, den Fernseher und andere damit verbundene elektronische Geräte auszuschalten Achten Sie am Arbeitsplatz darauf, während der Mittagspause (wo die Stromnachfrage am höchsten ist), die Lampen, den Computer samt Bildschirm sowie die Kaffeemaschine und andere Geräte, die unnötigerweise Strom verbrauchen (Aktenvernichter, Photokopierer etc.), auszuschalten. Nicht bis an die Grenzen der Stromversorgung gehen Denken Sie daran, dass nicht nur das CO2, sondern auch die Stromversorgungssicherheit auf dem Spiel steht: erreicht die Nachfrage das Limit dessen, was das Stromnetz liefern kann, muss mit Pannen oder Stromunterbrüchen gerechnet werden.

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