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Ostbayern-Kurier_Februar-2018_NORD

Monatszeitung für Stadt und Landkreis Schwandorf

22 Fit und gesund in

22 Fit und gesund in Ostbayern www.ostbayern-kurier.de Mit Schwung gesünder leben Rundum besser drauf: Gute Vorsätze für mehr Vitalität und Wohlbefinden Sich besser ernähren, mehr bewegen und ausgeglichener werden - viele Menschen würden ja gern, aber oft ist der innere Schweinehund einfach zu groß. Doch es lohnt sich immer, von Neuem Anlauf zu nehmen, denn gute Vorsätze haben nicht nur zum Jahreswechsel Saison. Außerdem gibt es gute Gründe, alte Gewohnheiten über Bord zu werfen. In drei Schritten fitter, gesünder und zufriedener Dr. h.c. Peter Jentschura etwa untersucht seit Jahrzehnten den Zusammenhang zwischen Ernährung und der steigenden Zahl von Menschen mit Übergewicht, Stoffwechselstörungen und anderen typischen Zivilisationskrankheiten. „Meide Schädliches“ heißt Jentschuras erster Grundsatz. Damit meint der Fachmann nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Fett und Zucker. Auch weißes Mehl, glutenhaltiges Getreide (Weizen, Roggen), Milchprodukte im Übermaß, Fleisch und Süßstoffe sollten gemieden werden. Ernährung unter der Lupe Denn, so seine Erfahrung: „Unser Stoffwechsel ist nicht geeignet für stark verarbeitete Lebensmittel, wie sie heute Standard sind.“ Lebenswichtige Nährstoffe könne der Körper daraus nicht gewinnen. Im Gegenteil: Alles, was er nicht verwerten könne, lande als Schlacken im Gewebe Bewegung an der frischen Luft ist eine Wohltat für Körper und Seele. Foto: djd/Verlag Peter Jentschura/Robert Kneschke - shutterstock und wirke wie eine Bremse auf natürliche Regeneration. Umdenken, durchstarten Jenschura plädiert für einen Speiseplan, der Energie spendet, statt sie zu rauben. „Iss und trink Nützliches“ lautet deshalb sein zweiter Rat. Frische, saisonale Zutaten, überwiegend Gemüse, Obst und Getreide wie Buchweizen, Dinkel und Hirse sollten die Grundlage bilden, denn sie haben eines gemeinsam: „Sie wirken der Verschlackung des Stoffwechsels entgegen und damit dem Boden für Leistungsschwäche, frühzeitiges Altern und Mangel an Vitalität.“ Alten Ballast abwerfen Den Körper regelmäßig von Ballast befreien - auch das gehört nach Jentschura zu den Vorsätzen für ein gesünderes, zufriedeneres Leben. Der Körper soll davor bewahrt werden, Schlacken dauerhaft im Gewebe zu deponieren und bei deren Ausscheidung gezielt unterstützt werden. Bewegung, reichliches Trinken von stillem Wasser und Kräutertee gehören dazu, aber auch regelmäßige Bäder, Massagen und Saunagänge, um Schlacken über die Haut aus dem Körper zu leiten. (djd) Turbo für den Stoffwechsel Mit erfolgreichem Intervallfasten leicht und energiegeladen ins Frühjahr starten Um leicht und schwungvoll ins Frühjahr zu starten, ziehen immer mehr Menschen eine Fastenkur in Erwägung. Experten wie Andrea Ciro Chiappa wissen, warum der Verzicht auf Nahrung und Genussmittel so gut tut und worauf man bei der Wahl des richtigen Fastenprogramms achten muss. „Fasten hat eine unglaublich intensive, heilsame Wirkung auf den Stoffwechsel“, betont der Ausbildungsleiter der Deutschen Fastenakademie (dfa). Sobald man weniger als 600 Kilokalorien - Frauen weniger als 500 Kilokalorien - pro Tag zu sich nimmt, sinken die Blutwerte für Zucker und Cholesterin. Gleichzeitig zeigt der steigende Anteil freier Fettsäuren an, dass der Körper Fett verbrennt. Chiappa unterscheidet dabei zwischen herkömmlichen Kuren wie etwa Fasten nach Buchinger und der F.-X.-Mayr-Kur, die jeweils zehn bis 14 Tage am Stück absolviert werden, und sogenanntem intermittierenden Fasten. Intervallfasten ist alltagstauglich Im Unterschied zu den klassischen Varianten, die aufgrund ihrer Regeln häufig stationär oder unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden, gilt das Intervallfasten als besonders alltagstauglich. Der lockere Fastentrend ist für Andrea Ciro Chiappa nichts Neues: „Das bekannte Dinnercancelling oder Morgenfasten sind Formen des Intervallfastens. Studien haben bestätigt, wie effektiv dieser zeitweilige Verzicht auf Nahrung ist.“ Das Auftreten von Fastenkrisen, die von Müdigkeit und einer nachlassenden Leistungsfähigkeit begleitet werden, kann durch die Einnahme eines gut verträglichen Basenpräparats aus der Apotheke vermieden werden. Generell sind auch Wer fastet, muss ausreichend trinken: Warmer Tee ist dabei ideal. Foto: djd/Basica/ panthermedia. net/Chris DeSilver beim Intervallfasten verschiedene Formen möglich: Beim 16:8-Fasten etwa isst man lediglich an acht Stunden des Tages etwas. Bei einer anderen Variante fastet man jede Woche zwei Tage lang. „Wendet man Intervallfasten regelmäßig an, zeigen sich viele Effekte: Der Körper schaltet auf den Fastenstoffwechsel um und verbrennt mehr Kalorien, überschüssige Fettmasse, vor allem im Leber- und Bauchraum, nimmt ab“, erläutert Chiappa. Wenn die Fettverbrennung Marathon läuft Fasten wirke wie ein Marathon auf das Fettverbrennungssystem. Der Experte rät dazu, den Körper vier Wochen lang an das Intervallfasten zu gewöhnen und es dann möglichst beizubehalten: „Die Mahlzeiten, die man zwischen den Esspausen zu sich nimmt, sollten unbedingt ausgewogen sein. Sonst besteht die Gefahr von Nährstoffdefiziten.“ Zudem sei es wichtig, gut zu kauen und täglich zwei bis drei Liter zu trinken. (djd)

www.ostbayern-kurier.de Stadt Schwandorf 23 Im Gregorianik-Stil „The Gregorian Voices” in Bodenwöhr Bodenwöhr: Vom Mittelalter bis heute: Am 27. Februar findet um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Barbara in Bodenwöhr ein außergewöhnliches Konzert mit der Gruppe „The Gregorian Voices“ statt. Das Programm heißt „Gregorianic meets Pop” und begeisterte im Rahmen der Wintertournee der Gruppe schon zahlreiche Konzertbesucher. Stehende Ovationen und frenetischer Jubel bei gregorianischen Gesängen? Wenn „The Gregorian Voices“ auftreten, ist das nichts Ungewöhnliches. Das Vokaloktett aus dem bulgarischen Sofia löst regelmäßig derartig emotionale Reaktionen aus. Kein Wunder, dass dieser besondere Chor bereits mehrere internationale Auszeichnungen erhalten hat. Klassische Gesangsausbildung Das Können der Sänger umfasst ein großes Spektrum: vom einstimmigen liturgischen Gesang bis hin zur polyphonen Fünfstimmigkeit mit schallenden Bässen und aufsteigenden Falsettstimmen. In schlichte Mönchskutten gekleidet, erschaffen „The Gregorian Voices“ eine großartige, mystische Atmosphäre, die gerade in Kirchen raumgreifend und sehr berührend ist. Den acht Sängern ist die klassische Gesangsausbildung anzuhören. Ihre glockenklaren Stimmen, der Zwiegesang von Bass, Bariton und Tenor breitet sich komplex und spannungsreich aus und begeistert ein breites Publikum. Pop im gregorianischen Stil Das Herausragende an diesem Chor ist, dass er die frühmittelalterlichen gregorianischen Choräle völlig neu interpretiert und auch berühmte Klassiker der Popmusik im gregorianischen Stil arrangiert. Die Spannung im Publikum ist zum Greifen, wenn „The Gregorian Voices“ Songs wie „I‘m sailing“ von Rod Steward oder „Imagine” vo John Lennon anstimmen oder ihr Konzert mit einer Hommage an Michael Jackson und Lionel Richie krönen: „We are the World, we are the Children“. Faszinierendes Programm Dem Publikum öffnet sich durch dieses Konzert eine Tür zu einer musikalischen Zeitreise durch zwölf Jahrhunderte. Die erste Hälfte des Programms besteht aus klassisch-gregorianischen Chorälen, orthodoxen Kirchengesängen und Liedern der Renaissance und des Barock, die in lateinischer Sprache vorgetragen werden. In der zweiten Hälfte demonstrieren die Künstler, wie englischsprachige Popsongs in einer gregorianischen Adaption klingen. Auch hier zaubern sie Gänsehautatmosphäre in jeden Kirchenraum. Kartenvorverkauf läuft Karten gibt es im Vorverkauf in Bodenwöhr bei Getränke und Schreibwaren Stangl, Ludwigsheide 4, sowie im Katholischen Pfarramt, Kolpingstr. 2a (Mittwoch von 9.30 bis 11 Uhr und Donnerstag von 15 bis 17 Uhr). In Schwandorf sind die Karten beim Mittelbayerischen Kartenvorverkauf, Fronberger Str. 2 erhältlich. Online gibt es sie unter www.eventim.de. Einlass ist am 27. Februar ab 18 Uhr; dann sind auch Restkarten an der Abendkasse erhältlich. Lieb esGeschichten von Petra Sippel Von Faschingskindern Von großen Opfern und schönen Weihnachtsgaben Ostbayern. Früher gab es um den Monat November herum mehr Geburten. Schuld daran dürfte oftmals ein kontaktfreudiger Fasching gewesen sein. Den gibt es heute noch, aber durch Aids und Pille sind die Faschingskinder seltener geworden. Eine lange Faschingssession gab es im Jahr 1802 und dazu eine Liebesgeschichte. Im Jahre 1789 wurden Prinzessin Therese Mathilde von Mecklenburg-Strelitz und Fürst Karl Alexander von Thurn und Taxis miteinander vermählt. Eine standesgemäße Ehe und zumindest von Seiten des Fürsten auch eine liebevolle. Wie schon in der Generation vor ihnen mussten die beiden um einen männlichen Erben kämpfen. Im Jahre 1801 lebten von fünf Kindern nur noch zwei Mädchen. Nachwuchsfrage als Last Die Fürstin litt sehr unter der Nachwuchsfrage. „Ich war nicht mehr als ein Ofen“, klagte sie. Gleichzeitig kamen in der erbberechtigen Nebenlinie nacheinander sechs Knaben zur Welt. Dann endlich, am 3. November 1802, kam Therese mit einem Buben Maximilian Karl nieder: ein Faschingskind. Die Freude wäre größer gewesen, wenn es damals nicht schon Gerüchte um einen Liebhaber gegeben hätte. Die Fürstin war, ganz im Gegensatz zu ihrem braven Gatten, eine Freundin von Abendgesellschaften und stürzte sich ins Faschingsgetümmel. Gerüchte um Liebhaber Im Jahr 1802 gab es eine der längsten Sessions in Regensburg, sie dauerte bis zum 2. März und der noch existierende Reichstag feierte ausgiebig. Bei Galatafeln, Tänzen und Maskeraden soll Therese an der Seite eines anderen Mannes gesehen worden sein: Maximilian von Lerchenfeld. Merkwürdig war auch die Namensgebung des Knaben. Der Schwiegervater hatte gewünscht, dass der Junge nach dem bayerischen Kurfürsten und späteren König Max Joseph genannt würde. Aber Therese setzte Maximilian Karl durch. Nach dem Liebhaber und dem Ehemann? Oft und gern auf Reisen Therese Mathilde war eine Schönheit, über die ein Zeitgenosse schrieb: „Sie wusste durch Jugend, Schönheit und Liebenswürdigkeit sich viele Herzen zu gewinnen.“ Sie ging gerne auf Reisen, zum Beispiel besuchte sie ihre Schwester, Königin Luise von Preußen, die ihr öfter ins Gewissen redete. Therese Mathilde war eine sehr emanzipierte Frau, teilweise war sie damit von großem Nutzen für die Fürstin Therese Mathilde von Mecklenburg-Strelitz galt unter ihren Zeitgenossen als Schönheit. Ob ihr ältester überlebender Sohn, das „Faschingskind” Maximilian Karl, ehelich gezeugt wurde, ist fraglich. Familie. Sie war es, die nach Frankreich zu Napoleon reiste und später auf dem Wiener Kongress die Interessen der Postlinie Thurn und Taxis vertrat. Ihr Mann hingegen war ein Stubenhocker, der gerne las und auf die Jagd ging und seiner Frau wohl keine Grenzen setzte. Fünf „Bastarde” Im Januar 1805 brachte Therese noch einen Knaben zur Welt – und zum letzten Mal gab sie ihren Gatten als Vater an. Im August ging sie wieder auf Reisen, aber jetzt schon „offiziell“ zu ihrem Geliebten von Lerchenfeld nach Schwaben. Fünf Kinder brachte Therese noch auf die Welt, darunter Amalie von Sternfeld, die in die Schönheitsgalerie von König Ludwig aufgenommen wurde. Alle diese Kinder waren „natürliche oder illegitime“ oder Bastarde, wie man auch sagte, also nicht im ehelichen Bett gezeugt. Keine fürsorgliche Mutter Therese entsprach nicht der Vorstellung von der liebenden Mutter, sie hat ihre Kinder oft allein gelassen und die unehelichen irgendwo „untergebracht“. Georg Adolf wächst mit seinen Halbgeschwistern in Regensburg und Amalie bei der Familie des Grafen in Köfering auf. Andererseits ist zu bedenken, dass die Fürstin verheiratet wurde, den Status einer „Brütglucke“ hatte und eine Scheidung nicht möglich war. Zu ihrem Sohn Maximilian Karl hatte Therese eine schlechte Beziehung. Wir werden die Frage nicht mehr lösen können, ob der Erbprinz ein eheliches oder ein uneheliches Kind war. Doch sicher ist: Er war ein Faschingskind! „The Gregorian Voices” verzaubern am 27. Februar in Bodenwöhr. Bild: Tomy Badurina, Köln; Fotorechte: Agentur Muhsik Bonjour Kultour • Petra Sippel Liebesführungen, Kindergeburtstage & mehr Franz-Liszt-Str. 8 • 93128 Regenstauf Tel. 0 94 02/500 696

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