Aufrufe
vor 8 Monaten

Ostbayern-Kurier_Februar-2018_SUED

Monatszeitung für Stadt und Landkreis Regensburg

18 Aus dem Nähkästchen

18 Aus dem Nähkästchen www.ostbayern-kurier.de Pfefferspray und voreilige Kontrolle Aus dem Alltag eines Polizisten – Ostbayernkurier-Autor Franz Niebauer erzählt aus eigener Erfahrung Die Tücken der Technik am lebenden Objekt und allerlei Verwicklungen bei der Streife zu Fuß… was einem Polizisten tagtäglich passiert, davon erzählt Ostbayernkurier- Mitarbeiter Franz Niebauer auch im zweiten Teil seiner Polizei-Serie aus eigener Erfahrung. „Mahlzeit, Leute“, so hallte es durch den Gang der Polizeiinspektion Nürnberg- Ost. Der Dienstgruppenleiter hatte wieder etwas auf dem Herzen. „Wir haben nicht nur nachts Einbrecher, sie sind jetzt auch schon am Tage unterwegs“, gab er mit schmerzlicher Stimme von sich. Druck von oben Die Stimmlage kannte man von ihm zu gut. Da kam bestimmt wieder dieser Druck von oben. „Nürnberg ist eine Großstadt“, wisperte Fred, vor sich hin. Ja, das war richtig, vor gut vierzig Jahren hatte sie schon fast 500.000 Einwohner. Im Jahre 1397 waren es gerade 5.000 Seelen gewesen. Gut, ein wenig Geschichte muss sein. Aber nun zurück zum Dienst. Der zweite Mann unserer Dienstgruppenchefs, Johann, hatte Freudiges zu vermelden. „Wir haben jetzt einen orangen VW-Käfer für die Zivilstreifen bekommen.“ Toll, da sieht uns dann gleich jeder, der nichts Gutes im Schilde führt… Fußstreife bei Kleingärten Johann hatte natürlich sofort eine passende Antwort darauf. Dies bedeutete, Fred und ich durften den Nachmittag in der nahegelegenen Gartenanlage Fußstreife gehen. Ausgerechnet ich, der ja nur das Autofahren im Kopf hatte! Gut, Befehl ist Befehl… äh, Anordnung ist halt bindend. Somit war der Dienst für den Nachmittag gelaufen. Glaubte ich zumindest. Wie man sich täuschen kann. Wir suchten unsere Einsatzmittel zusammen. Damals hatten wir Gürtel aus Leder und Lederschlaufen für den sehr „flexiblen“ Schlagstock. Kaum zu glauben, was engagierten Polizisten in einer lauschigen Kleingartensiedlung alles passieren kann… Bild: Klaus Steves/pixelio.de Halt, wir hatten noch etwas, das uns gütlich an die Hand gegeben wurde: die chemische Keule! Das Spray kam aus Amerika und hatte dort gute Wirkungen in Sachen Verteidigung ohne Schusswaffe erzielt. Wir hatten dieses Spray natürlich sofort testen müssen. Spray ausprobiert Das lag zum Zeitpunkt unseres Fußstreifen-Einsatzes wohl schon drei Wochen zurück. Johann hatte uns vor das Dienstgebäude zitiert und uns die Handhabung des Sprays gezeigt. Es war etwa 16 Uhr, die meisten der im Tagesdienst Beschäftigten hatten jetzt Feierabend. Johann erklärte erst einmal theoretisch, wie des Spray zu handhaben sei. Fred war ungeduldig und forderte Johann auf, doch mal das „Gerät“ auszuprobieren. Johann tat dies sehr spontan. Zu spontan. Und es kam, wie es kommen musste, dazu, dass das erste Opfer – er kam schon immer vor vier aus dem Haus – unser Dienstellenleiter war… Diesmal bescherte ihm dieser zügige Dienstschluss zwei weinende Augen. Johann hatte sich mit der „Chemical Mice“, so nannte man das damals, von uns abgewendet und in den vermeintlich „freien“ Raum gesprüht. Dachte er zumindest. Denn dann war der Chef aus dem Gebäude gekommen… Ganz ohne Folgen blieb das natürlich nicht. Schließlich musste der „Dienststellenoberste“ sein Fahrrad nach Hause schieben; er sah ja fast nichts mehr. Gut, dieses Gerät zeigte eine hervorragende Wirkung, das hatten wir am lebenden Objekt gesehen. Also wollten wir es gleich bei unserer „Kleingartenanlagenstreife“ dabeihaben. In den Gartenhäuschen war schon nachmittags – es war ja Winter – mehrfach eingebrochen worden. Die Dämmerung war für viele Diebe die ideale Zeit, sich in den Gartenhäusern etwas zu holen. Viele Obdachlose schliefen dort. Gärten kontrolliert Der Weg zur Anlage war auch zu Fuß nicht sonderlich weit. Wir hatten sie schnell erreicht und kontrollierten die einzelnen Gärten mit ihren zum Teil aus Stein gebauten Häusern. Manche hätten bestimmt nach der damals noch gültigen Bayerischen Bauordnung nicht gebaut werden dürfen. Aber nun gut, das war ja nicht unsere Abteilung, wir fahndeten nach Dieben und Einbrechern. Lange waren wir noch nicht in der Anlage gewesen, als wir plötzlich Geräusche wahrnahmen. Es waren knackende, zum Teil sehr laute Geräusche. Fred und ich orientierten uns kurz, aus welcher Richtung sie wohl kamen, und ich setzte kurz einen Funkspruch ab, bevor ich das Funkgerät leise stellte. Seltsame Geräusche Vor uns hatten wir ein älteres Holzhäuschen, aus dem ungewöhnliche Geräusche drangen. Waren das Einbrecher, und warum stöhnten die so? Eine Frauenstimme war auch dabei zu hören, nicht gerade leise. Wir waren verunsichert. Für einen bayerischen Gendarmen gab es aber kein Zurück. Wir, Fred und ich, mussten den „Fall“ lösen. Langsam und bemüht, keine unnötigen Geräusche zu machen, pirschten wir uns an das „Wild“ heran. Das Fenster des Gartenhauses war nur angelehnt. Klar hier war der Einbrecher eingestiegen. Voreilig losgestürmt Fred war wieder einmal, wie immer, etwas voreilig. Er preschte vor, rannte an mir vorbei und stieg mit Vehemenz in das Gartenhäuschen ein. Drinnen hörte ich ein undeutliches Geräusch, Wortfetzen, die ich nicht verstand und Freds Stimme: ein deutliches „Scheiße“. Im gleichen Augenblick wurde die Gartenhaustür von innen aufgerissen, und ein völlig verstörter Fred stürmte heraus. Ihm dicht auf den Fersen stürmte ein – ich wollte es schier nicht glauben, ich hatte die Befürchtung, dass ich daraufhin in psychiatrische Behandlung geschickt würde – ein splitternackter junger Mann mit hochrotem Kopf. Junge Frau entdeckt Ich sah mich im Häuschen um und entdeckte eine inzwischen angezogene junge Frau. Sie war etwas verstört und meinte dann ganz ernst: „Er braucht doch sein Gewand, warum läuft er jetzt davon?“ Franz Niebauer

www.ostbayern-kurier.de Ostbayern 19 Bei der 27. Modellbahnbörse in Regenstauf können die Besucher am 25. Februar von 10 bis 15 Uhr neue Stücke für ihre Sammlung erwerben und die detailliert gestalteten Anlagen in der Ausstellung ansehen. Für Freunde der Miniatureisenbahn 27. Modellbahnbörse der Eisenbahnfreunde Regenstauf mit Gästen aus Weiden am 25. Februar Von 10 bis 15 Uhr können Fans der kleinen Züge fachsimpeln, handeln und Anlagen ansehen. Zum Beispiel die des Eisenbahnfreunde IC 90 e.V. aus der Nähe von Weiden: Sie zeigen ihre 15 Meter lange H0-Modulanlage im Maßstab 1:87, die digital gesteuert wird. Der Verein gründete sich 2017 aus einer Fusion der Eisenbahnfreunde Weiden e.V. und des Regenstauf/Weiden. Regenstauf ist am Sonntag, dem 25. Februar der Mittelpunkt der Oberpfälzer Modellbahnszene: In der Jahnhalle findet die 27. Modellbahnbörse der Eisenbahnfreunde Regenstauf Modelleisenbahnclubs statt. IC 90 Etzenricht. Gleich im November 2017 veranstaltete der neue Verein seine erste Modellbahnausstellung mit Modellbahnbörse in Mantel. In Regenstauf erwarten die Besucher die üblichen Angebote einer Modellbahnbörse; außerdem können sie sich über die Modellbahn- Neuheiten der Nürnberger Spielwarenmesse 2018 informieren und ihr Glück bei einer kleinen Tombola versuchen. Eine Probestrecke in allen gängigen Spurweiten (Z bis IIm) ist vorhanden. Nähere Informationen gibt es bei Gunther Hocke unter Telefon 0941 / 46 10 54 05 oder unter www.eisenbahnfreunde-regenstauf.de. Die ausgestellten Anlagen sind liebevoll gestaltet. Die Eisenbahnfreunde IC 90 e.V. aus der Nähe von Weiden präsentieren ihre 15 Meter lange digitale Modulanlage im Maßstab 1:87. Bilder: Reinhold Buchner Ob Dampf der Elektrolok – Modelleisenbahnen haben ihre ganz eigene Faszination.

Ostbayern-Kurier_Dezember-2017_SUED
Ostbayern-Kurier_September-2017_SUED
Ostbayern-Kurier_September-2017_NORD
Ostbayern-Kurier Juni 2017 (Süd-Ausgabe)
Ostbayern-Kurier_Dezember-2017_NORD
Ostbayern-Kurier Oktober 2017 NORD
NORD_Ostbayern-Kurier_März_2017
Ostbayern-Kurier_März-2018_NORD
Jahresempfang vom 5. März 2010 - Landkreis Regensburg
Verklärter Herbst G D E - Landkreis Regensburg
Regenstaufer Weihnachtsmarkt - Landkreis Regensburg
Gartenkurse 2014 (pdf) - Stadt Regensburg
Kultur- und Mehrgenerationenhaus im Mai - Landkreis Regensburg
In diesem Kapitel finden Sie - Stadt Regensburg
RTG_Location_Guide_Bel_01:Layout 1 - Stadt Regensburg
Welterbe-Dialog am 5. und 6. Februar 2010 - Stadt Regensburg
informationen zur stadtentwicklung - Statistik - Stadt Regensburg
Römisches Welterbe - Stadt Regensburg
Neubau Grundschule Prüfening (pdf; 9 MB) - Stadt Regensburg
Abendmahl – Nachsaison - Volkshochschule der Stadt Regensburg
REGENSBURG
Bevölkerungsstand und -entwicklung - Statistik - Stadt Regensburg
Jahresbericht 2011 der Welterbekoordination (pdf) - Stadt Regensburg
Allgemeiner Teil_03/04 - Statistik - Stadt Regensburg