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Durch geschützte

Durch geschützte Auenlandschaft und immer direkt am Wasser geht es von Sta. Maria Richtung Müstair. Kleider zum Trocknen zwischen die Felsen und halfen danach den Bauern beim Heuen. Zwei Frauen aus Tschierv nutzten die Gunst der Stunde, entwendeten zwei schneeweisse Laken und versteckten sie im Heu. Als die Dialas den Raub bemerkten, donnerte es fürchterlich im Tal, und ein Erdbeben begrub das Dorf unter sich. Die Dalas wurden nie wieder gesehen. Ein grasbewachsener Fels mitten im Ort erinnert noch heute an das Ereignis. Von Beginn weg macht der Rombach, was er will. Er breitet sich aus, bildet mit dem Flachmoor «Prà dal Vegl» Tipps & Infos Wanderroute: Bushaltestelle Süsom Tschierv – Fuldera – Valchava – Santa Maria – Müstair. Der Weg «801 – A la riva dal Rom» verläuft mit wenigen Ausnahmen direkt am Wasser. Variante: Die Tour kann in jedem Dorf begonnen oder beendet werden. Anforderungen: Die Wanderung stellt keine besonderen Herausforderungen und eignet sich auch für Familien. Die Wanderzeit beträgt rund 4,5 Stunden. An­ und Rückreise: Mit dem Zug nach Zernez, dann mit dem Postauto nach Süsom Tschierv. Zurück ab Müstair Clostra Son Jon. Das Auto parkiert man am besten in Tschierv. Einkehr: In allen Dörfern entlang der Wanderung. Karten: Swisstopo-Wanderkarte 1:50 000, Blatt Nationalpark (459T); Swisstopo-Landeskarte 1:25 000, Blätter Santa Maria (1239) und Müstair (1239 bis). Weitere Informationen: Broschüre «A la riva dal Rom», erhältlich beim Naturpark Biosfera Val Müstair und in den Tourismusbüros Tschierv und Müstair. Buchtipp: Mitte April 2018 erscheint im Rotpunktverlag, Zürich, der Wanderführer «Wanderwelt Val Müstair» mit 20 Wanderungen und Berg - touren sowie 10 Wintertouren zwischen Ofenpass und dem historischen Südtiroler Städtchen Glurns. Das Buch enthält zudem viele Hintergrundinformationen zu Natur, Kultur, Geschichte, Wirtschaft und Lebensweise im Val Müstair. Autoren des Wanderführers sind Andrea Kippe und Daniel Fleuti. Die Wildnispädagogin und der Wanderleiter bieten mit ihrem Outdoorunternehmen Wildout Naturerlebnisse Wanderungen und Schneeschuhtouren im Val Müstair an. Buchbestellungen direkt über www.rotpunktverlag.ch. Geführte Touren im Val Müstair unter www.wildout.ch. das erste Sumpfgebiet und knabbert bald an unserem Weg und an den Schuhen. Eine gute halbe Stunde nach dem Start, in der weiten Ebene vor Fuldera, zeigt sich, was Revitalisierung heisst. Im ehemaligen Sumpfgebiet Palü dals Lais wurde der Rom während des Zweiten Weltkriegs in einen Kanal gezwängt, um Weidefläche zu gewinnen. Doch das Land verwässerte zusehends, der Fluss hatte zu wenig Platz. Also drehte man den Spiess um: Der Rom erhielt ein breites Flussbett, das er selbst gestaltet, die Wiesen wurden aufgeschüttet. In den Tümpeln und Biotopen am Wasser sollen sich wieder Amphibien und Fische ansiedeln, die Bachgrundel etwa, die einst im Tal heimisch war. KÜHE IM WALD Bei Fuldera begegnet uns eine weitere Besonderheit des Tals: Lärchenwälder, in denen Kühe weiden. Die sogenannten Weidewälder werden im Val Müstair seit Generationen gepflegt, sie bieten vielen Tieren und Pflanzen wertvollen Lebensraum. Um lauschige Plätze bemüht sein muss man am Rom ohnehin nicht. Nach Valchava laden Sitzbänke und Feuerstellen zur Rast, ein klapperndes Wasserrad macht dem Bach Konkurrenz, eine Kiesbank im Fluss weckt den Entdeckergeist und bei Sta. Maria staunen wir ob der Kraft des Flusses, die Auenlandschaft ständig neu zu gestalten. Die vielfältige Aue ist von nationaler Bedeutung und steht unter Schutz. Dem Rombach könnte man ewig entlangwandern, ob der vielen Blumen staunen, dem Lauf des Wassers zuschauen und sich ob der unverfälschten Natur erfreuen. In Müstair jedoch ist die Flusstour zu Ende; wer Geduld hat und Glück, erspäht bei der Brücke beim Spielplatz im revitalisierten Bachbett zum Abschied noch eine Wasseramsel. Sie ist der einzige Singvogel, der nicht nur geschickt schwimmen, sondern auch hervorragend tauchen kann. Unser Erlebnishunger indes ist noch nicht gestillt. Also nichts wie hin zum Kloster Son Jon, einem Unesco-Welterbe. Der Besuch im kühlen, 1200 Jahre alten Benediktinerinnenkloster ist eine Reise in eine ferne Zeit. Text, Fotos Daniel Fleuti 36 NATURZYT

Mehr Naturferien auch auf www.NATURZYT.ch Natur­ und Wanderferien DAS GURKENSALAT­DRAMA IM KLEINWALSERTAL Es dauerte eine Zeit, bis Klara und Theresa verstanden, warum ihr Vater Jeremias im Winter keine Gurken beim Kochen verwendet. «Die wachsen um diese Jahreszeit bei uns nicht», sagte er und konnte das Drama mit einem süssen Parfait aus Fichtennadeln abwenden. Bio und regional auf hohem Niveau – so ist unsere Küche. Und so ist auch unser kleines, gemütliches Hotel in der «schönsten Sackgasse» der Alpen. Aber macht’s euch doch selbst ein Bild: www. walserstuba.at NATUR ERLEBEN NATUR­ UND KULTURERLEBNISSE IM SEMINAR­HOTEL RHODANIA Das frisch renovierte Hotel im Walliser Bergdorf Albinen liegt an herrlicher Panoramalage mit grossem Heilkräutergarten und bietet einmalige Kräuter- Erlebniswochen sowie Garten- und Kochkurse an. Im Kulturbereich werden Musikwochen sowie die Konzertreihe Musik Akzente Albinen mit kulinarischen Köstlichkeiten geboten. Lust auf ein eigenes Seminar oder einen eigenen Kurs? Die Räume und Zimmer können dafür auch reserviert werden. www.hotelrhodania.ch, T 027 473 15 89 SILENCEHOTEL U. RESTAURANT EDEL­ WEISS BLATTEN IM LÖTSCHENTAL Ruhig am Dorfrand von Blatten gelegen, bietet Ihnen das 2016 komplett renovierte ***Silencehotel beste Voraussetzungen, um das sommerliche Lötschental, Teil des UNESCO-Welterbes Schweizer Alpen, zu erkunden. Geniessen Sie die Walliser Gastfreundschaft, beste regionale Küche und den unverschämten Ausblick von der Terrasse und den Zimmerbalkonen. Mehr Informationen auf www.hoteledelweiss.ch oder unter Telefon 027 939 13 63 ALLEGRA IN TSCHIERV, GRAUBÜNDEN Das Hotel Al Rom ist im Sommer und im Winter der Begegnungsort für Familien, Naturliebhaber, Sportbegeisterte und Geniesser – mitten in der intakten Natur an der Hauptachse zum Schweizerischen Nationalpark. Wir verfügen über Restaurant, Pizzeria, grosse Sonnenterrasse und kostenlosen Parkplatz. Sie können zwischen verschiedenen Zimmertypen wählen: vom Deluxezimmer bis zum Zimmer mit Etagendusche. Für Infos und Preise besuchen Sie unsere Homepage: www.hotel-al-rom.ch, T 081 858 55 51 NATURZYT 37