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Böser Wolf

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Zwei Wochen später

Zwei Wochen später Donnerstag, 24. Juni 2010 Die Teambesprechungen des K11 fanden wieder im üblichen Raum im ersten Stock statt, den Bereitschaftsraum hinter der Wache hatte man vor ein paar Tagen geräumt und wieder seiner eigentlichen Bestimmung übergeben. Zwei Wochen nach Auffinden der Mädchenleiche waren sie der Lösung des Falles trotz aufwendiger Ermittlungen keinen nennenswerten Schritt näher gekommen. Die Beamten der Sonderkommission »Nixe« hatten zahllose Hinweise verfolgt und Dutzende Leute befragt, doch jede Spur endete in einer Sackgasse. Niemand kannte das tote Mädchen, niemand vermisste es. Eine Isotopenanalyse hatte ergeben, dass das Mädchen in der Nähe von Orscha in Weißrussland aufgewachsen war, die letzten Jahre ihres kurzen Lebens jedoch im Rhein-Main-Gebiet verbracht hatte. Auch die männliche DNS, die unter einem Fingernagel der Leiche sichergestellt worden war und für einen kurzen Hoffnungsschimmer gesorgt hatte, hatte sie nicht weitergebracht, denn sie war in keiner Datenbank erfasst. Sämtliche Schiffe, die im tatrelevanten Zeitraum den Main befahren hatten, waren festgestellt und untersucht worden, wobei man sich natürlich auf die Schiffe hatte beschränken müssen, die ein Radar hatten oder bei den Schleusen registriert worden waren. Man hatte sogar die Restaurantschiffe, die auf dem Main in Frankfurt ankerten, untersucht, genauso wie die Ausflugsschiffe. Die vielen privaten Sportboote, die auf dem Main herumfuhren, waren allerdings durch das Raster gefallen. Angesichts der zahllosen Möglichkeiten, eine Leiche von einer Brücke oder direkt vom Ufer aus in den Fluss zu befördern, stand der gewaltige personelle und technische Aufwand in keinem Verhältnis zum Ergebnis. Die Presse, die nach Resultaten lechzte, warf der Polizei blinden Aktionismus und sinnlose Vergeudung von Steuergeldern vor. »Leider hat uns auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen in Minsk nicht weitergebracht«, zog Oliver von Bodenstein eine frustrierende Bilanz. »Es gibt auch dort keine Vermisstenmeldung, die auf unsere Tote zutrifft.

Eine Plakataktion in der Region von Orscha blieb bisher ebenfalls ergebnislos.« Weder die Bekleidung des Mädchens noch die Stoffreste aus dem Magen hatten einen konkreten Hinweis oder wenigstens einen hoffnungsvollen Ermittlungsansatz gebracht. Bodenstein blickte in die schweigsame Runde. Die Wochen höchster Anspannung im Fokus der Öffentlichkeit, zwei Wochen Dauereinsatz ohne Wochenenden zollten ihren Tribut. Er las Erschöpfung und Resignation in den müden Gesichtern seiner Kollegen und hatte vollstes Verständnis für deren Gemütsverfassung, denn ihm ging es kaum anders. Selten hatte er einen Fall erlebt, in dem es so wenig Greifbares gegeben hatte wie in diesem. »Ich schlage vor, ihr geht jetzt nach Hause und ruht euch etwas aus«, sagte er. »Bleibt aber erreichbar, falls sich etwas ergeben sollte.« Es klopfte an der Tür, Dr. Nicola Engel trat ein. Im gleichen Moment gab der Laptop von Ostermann einen dezenten Triller von sich. »Wir haben die Zusage bekommen«, verkündete die Kriminalrätin. »Bodenstein, Sie fahren nächste Woche nach München. Unsere Nixe wird ein Beitrag bei Aktenzeichen XY. Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert.« Bodenstein nickte. Er hatte mit Pia darüber diskutiert. Dummerweise begannen ausgerechnet in Hessen morgen schon die Sommerferien und viele Leute würden verreisen, aber die Fernsehsendung war eine letzte Chance, vielleicht doch noch irgendwelche hilfreichen Informationen zu bekommen. »Hey, Leute«, sagte Kai Ostermann. »Ich habe gerade eine Mail vom Labor aus Wiesbaden bekommen. Sie haben endlich das Wasser aus der Lunge des Mädchens analysiert.« Die Tatsache, dass das Mädchen in Chlorwasser ertrunken war, war eines der größten Rätsel dieses Falles. Bodenstein gehörte nicht zu den Menschen, die sich auf Laborergebnisse verließen, aber er hatte auf einer Analyse des Wassers bestanden. Er hegte die beinahe verzweifelte Hoffnung auf irgendeinen hilfreichen Hinweis. »Und?«, fragte er ungeduldig. »Was ist dabei herausgekommen?« Ostermann überflog mit konzentrierter Miene den Bericht. »Natriumhypochlorit, Natriumhydroxid«, las er vor. »Das sind die chemischen Bestandteile von Chlortabletten für Schwimmbäder und

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    NELE NEUHAUS BÖSER WOLF Kriminalro

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    Nach seinem Absturz ins Bodenlose g

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    Arbeitslosen abnahm. »Was?«, prot

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    fädelte sich wieder in die Reihe d

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    von Herzen, und Sylvia war zu Trän

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    knapp. »Was ist hier passiert?« K

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    hatte?«, erkundigte sie sich. »Ic

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    auchte. »Gleich zwei Uhr.« Pia st

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    Leben lang als Herausforderung und

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    nicht mehr da. Schon unten, im Kind

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    ganzen Nacht. Nur hin und wieder be

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    dieselbe Blutgruppe wie Hanna Herzm

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    »Er war bis zu seiner Verurteilung

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    Emma brachte die Schere in die Küc

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    sagte er und legte kurz seinen Arm

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    Bodenstein und Pia betraten einen v

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    jedoch die heruntergekommene Hässl

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    denn dort hing eine Uhr an der Wand

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    »Es ist mir ein bisschen unangeneh

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    Erdgeschoss und ging zu ihrem Auto.

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    »Tja. Man kann einem Menschen nur

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    aufzublicken. »Frey hat Rothemund

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    »Ja, das stimmt. Markus und Kilian

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    Montag, 28. Juni 2010 Es war schon

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    alten Frau glitzerten, als ob sie e

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    »Nein«, sagte Meike Herzmann. Pia

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    würde. Immer wieder musste sie nie

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    waren sogar auf derselben Schule, u

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    Psychotherapeutin«, berichtete sie

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    Dienstag, 29. Juni 2010 Emma fand k

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    Rudi-Carrell-Deutsch, dass er verha

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    »Ja, und? Worauf willst du hinaus?

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    haben weiß Gott anderes zu tun.«

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    »Ich hab dein Auto am Straßenrand

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    Beteiligung daran erzählen sollte.

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    »Nein«, flüsterte sie. »Wusstes

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    Sie betrat das Kinderzimmer. Der Kl

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    Arme vor der Brust und blickte Pia

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    sofort wieder. »Sorgen Sie lieber

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    geheiratet. Meike warf noch einen l

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    sie hinaus auf die Straße ging, sc

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    Sache mit Erik Lessing steckte.« P

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    Zigarette angerührt hätte, war ei

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    allmählich kroch die Angst in ihm

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    und fallengelassen, seine Psyche un

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    Pia. »Opa«, kicherte Pia und lehn

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    und bekam auch keine. Wieder Stufen

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    Gelächter. »Wenn du nicht bald de

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    in Händen gehalten, dabei war es v

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    habe«, sagte Kai. »Du hast einfac

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    Emma stieß einen tiefen Seufzer au

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    wollte. Die beiden unterhielten sic

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    die Haare fielen ihm ins Gesicht. M

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    »Ich hab meine Lesebrille nicht da

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    Ein zweiter jüngerer Mann kam dazu

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    alle möglichen Leute vor. Emma lä

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    Pia blickte sich suchend um, hin un

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    Schläge, Tritte und des Sturzes au

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    zugefügt hatte. Zum ersten Mal, se

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    Dieser beinharte Hüne, der nicht T

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    »Worum ging es da?«, wollte Boden

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    aus dem Wachraum. »Ach, da sind Si

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    schneeweiß im Gesicht, in der Hand

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    tun?« Pia begegnete dem entgeister

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    geht noch viel weiter zurück, als

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    weinte und streichelte das Gesicht

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    Chance gegen euch hergelaufenes Pac

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    ihm. Vor der Tür des Vernehmungsra

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    Aufenthaltsraum warten.« Oberstaat

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    »Von wem?«, fragte Florian irriti

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    »Ja. Genau der. Woher kennen Sie i

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    Hartmut in den Fall verstrickt ist.

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    Kauf genommen!« »Ich hab nur geta

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    große Augen. »Opa mit einem Turba

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    Danksagung Bei der Recherche für B

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    Anmerkung Dieses Buch ist ein Roman

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