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Böser Wolf

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darfst du nicht sagen!

darfst du nicht sagen! Ein Baby, ein neuer Mensch, das ist das Wunderbarste auf der Welt! Es ist das größte Privileg, das wir Frauen haben. Natürlich ist es mühsam und schmerzhaft, und wir müssen große Opfer bringen, aber das alles ist doch vergessen, wenn das Baby dann da ist. Viele Männer sind unbewusst eifersüchtig, ja, manche haben sogar plötzlich Angst vor ihrer Partnerin und dem Kind, das in ihrem Bauch wächst. Ihr Verhalten ist dann häufig irrational, aber das vergeht auch wieder. Glaub mir. Du musst ein wenig Nachsicht mit deinem Mann haben. Er verletzt dich nicht mit Absicht.« Emma starrte ihre Freundin ungläubig an. »Du … du heißt es gut, wie Florian sich verhält?«, flüsterte sie. »Ich habe vor zwei Wochen eine leere Kondompackung in seiner Jeans gefunden, und er ist mir eine Erklärung dafür schuldig geblieben! Hat nichts gesagt, als ich ihn gefragt habe, ob er eine andere hat! Stattdessen hat er seine Klamotten gepackt und ist ausgezogen, in irgendeine … irgendeine Pension in Frankfurt! Ich hatte den Eindruck, er war richtig froh, dass er hier wegkonnte. Weg von mir und seinen Eltern! Dabei hat er damals doch vorgeschlagen, dass ich hier leben soll, bis das Baby da ist!« Sarah hörte stumm zu. »Wer weiß, was er getan hat und wie oft er mich belogen hat, wenn er wochenlang alleine irgendwo in einem Camp war!«, stieß Emma hervor. »Ach, verdammt, ich kann das alles nicht mehr ertragen!« Sie schüttelte Sarahs Hände ab. Vor ihren Augen tanzten schwarze Punkte, ihr war schwindelig. Bei der Hitze spielte ihr Kreislauf verrückt. Das Baby war aufgewacht, sie spürte, wie es sie trat. Auf einmal kam es ihr so vor, als trüge sie einen unerwünschten Fremdkörper in ihrem Bauch. »Ich bin völlig allein!«, schluchzte sie verzweifelt. »Was soll ich mit Louisa machen, wenn ich ins Krankenhaus muss? Wie soll das alles weitergehen? Wo soll ich bloß hin mit zwei Kindern, ohne Geld?« Sarah streichelte Emmas Arm. »Du bist doch bei uns gut aufgehoben«, sagte sie mitfühlend. »Du bekommst dein Baby bei uns im Geburtshaus. Louisa bleibt bei Renate, Corinna oder mir und kann dich jederzeit besuchen. Und wenn alles gut läuft, bist du ja am nächsten Tag auch schon wieder zu Hause.« Daran hatte Emma gar nicht gedacht. Ihre Lage war ja weiß Gott keine

Ausnahme, die Sonnenkinder waren spezialisiert auf unglückliche Frauen, wie sie nun eine war, auf Frauen, die von ihren Männern im Stich gelassen wurden! Das tröstete sie allerdings nicht sonderlich, im Gegenteil. Dadurch wurde ihr die Notlage, in der sie steckte, erst in ihrem ganzen Ausmaß bewusst. Gleichzeitig schlich sich ein ungeheuerlicher Verdacht in ihren Kopf. Hatte Florian, der kein zweites Kind gewollt hatte, sie womöglich mit voller Berechnung bei seinen Eltern abgeladen, damit er keine Verantwortung übernehmen und kein schlechtes Gewissen haben musste, wenn er mit einer anderen Frau auf und davon ging? War das etwa alles ein abgekartetes Spiel, eine elegante Lösung, sie loszuwerden? Sie musterte die Frau, die sie leichtherzig als Freundin angenommen hatte, misstrauisch. Vielleicht wusste Sarah darüber Bescheid! Und auch Corinna und ihre Schwiegereltern! »Was hast du denn?« Sarah klang aufrichtig besorgt, aber das konnte auch gespielt sein. Plötzlich merkte Emma, dass sie niemandem mehr vertraute. Sie öffnete ihr Portemonnaie, legte fünf Euro auf den Tisch und stand auf. »Ich … ich muss Louisa abholen«, stammelte sie und ergriff die Flucht. Statt des angekündigten ICE rollte ein gewöhnlicher IC mit einer Viertelstunde Verspätung auf Gleis 13 im Hamburger Hauptbahnhof ein. Damit war seine Sitzplatzreservierung, über die er sich beim Anblick der wartenden Menschenmassen auf dem Bahnsteig gefreut hatte, obsolet. Der Zug war so voll, dass er keinen Platz bekam und im Gang stehen musste, den Rucksack zwischen die Füße geklemmt. Das Zuverlässigste an der Deutschen Bahn war ihre Unzuverlässigkeit. Man konnte sich zwar mittlerweile die Tickets auf Smartphones laden und per Internet Reservierungen durchführen, aber in der Realität sah es im Zugalltag nicht viel besser aus als noch vor dreißig Jahren. Er hatte es noch nie gemocht, wenn ihm fremde Menschen so dicht auf die Pelle rückten, deshalb war er in seinem früheren Leben am liebsten geflogen oder mit dem Auto gefahren. Die Frau neben ihm roch so penetrant nach einem billigen Parfüm, als habe sie darin gebadet und überdies ihre Kleider noch damit gewaschen. Von links drang ein scharfer Schweißgeruch in seine Nase, und irgendeiner seiner Mitreisenden hatte Knoblauch gegessen. Sein übersensibler Geruchssinn, auf den er früher einmal stolz gewesen war, entpuppte sich in Situationen wie dieser als Qual.

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    NELE NEUHAUS BÖSER WOLF Kriminalro

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    Für Matthias. Heaven is a place on

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    Sein Herz machte ein paar raschere

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    Freunde! Ließen sie hier einfach b

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    wartete nicht Vinzenz als böse Üb

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    entlegensten Gebiete auf dem Globus

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    »Eben haben Sie doch gesagt, Sie h

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    auchte. »Gleich zwei Uhr.« Pia st

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    Kirchhoff und sein Chef Professor T

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    Männer, ein bulliger Hüne mit akk

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    Die Stimme der Ärztin klang wie ei

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    Herzmann. Bitte entschuldigen Sie d

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    »Wen meinst du?«, fragte Bodenste

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    nicht mehr da. Schon unten, im Kind

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    dieselbe Blutgruppe wie Hanna Herzm

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    »Er war bis zu seiner Verurteilung

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    Emma brachte die Schere in die Küc

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    sagte er und legte kurz seinen Arm

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    Bodenstein und Pia betraten einen v

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    »Ihnen auch. Auf Wiedersehen.« Fr

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    geträumt hatte, verflüchtigte sic

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    denn dort hing eine Uhr an der Wand

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    »Es ist mir ein bisschen unangeneh

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    Erdgeschoss und ging zu ihrem Auto.

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    »Tja. Man kann einem Menschen nur

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    aufzublicken. »Frey hat Rothemund

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    »Ja, das stimmt. Markus und Kilian

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    Montag, 28. Juni 2010 Es war schon

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    »Nein«, sagte Meike Herzmann. Pia

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    »Na, dein Wort in Gottes Ohr«, en

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    würde. Immer wieder musste sie nie

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    Psychotherapeutin«, berichtete sie

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    entlockten dem Kind nicht mal ein L

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    Emma blickte ihre kleine Tochter ra

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    ihnen herüber. »Kathrin«, sagte

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    »Sie waren ja eben sogar Thema bei

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    Rudi-Carrell-Deutsch, dass er verha

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    »Ja, und? Worauf willst du hinaus?

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    »Aus welchem Grund habt ihr das ge

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    haben weiß Gott anderes zu tun.«

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    »Ich hab dein Auto am Straßenrand

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    Beteiligung daran erzählen sollte.

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    »Nein«, flüsterte sie. »Wusstes

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    Sie betrat das Kinderzimmer. Der Kl

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    Arme vor der Brust und blickte Pia

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    sofort wieder. »Sorgen Sie lieber

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    geheiratet. Meike warf noch einen l

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    sie hinaus auf die Straße ging, sc

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    Sache mit Erik Lessing steckte.« P

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    Zigarette angerührt hätte, war ei

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    allmählich kroch die Angst in ihm

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    und fallengelassen, seine Psyche un

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    Pia. »Opa«, kicherte Pia und lehn

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    und bekam auch keine. Wieder Stufen

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    in Händen gehalten, dabei war es v

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    habe«, sagte Kai. »Du hast einfac

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    Emma stieß einen tiefen Seufzer au

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    wollte. Die beiden unterhielten sic

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    die Haare fielen ihm ins Gesicht. M

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    »Ich hab meine Lesebrille nicht da

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    Ein zweiter jüngerer Mann kam dazu

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    Schläge, Tritte und des Sturzes au

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    zugefügt hatte. Zum ersten Mal, se

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    »Worum ging es da?«, wollte Boden

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    aus dem Wachraum. »Ach, da sind Si

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    schneeweiß im Gesicht, in der Hand

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    tun?« Pia begegnete dem entgeister

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    Chance gegen euch hergelaufenes Pac

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    ihm. Vor der Tür des Vernehmungsra

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    Aufenthaltsraum warten.« Oberstaat

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    Hartmut in den Fall verstrickt ist.

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    eintönigen Lebens. Es war den Leut

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    Anmerkung Dieses Buch ist ein Roman

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