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V3-Jean-Hotz

Avanti Wie bereits

Avanti Wie bereits dargestellt, werden unter dem Begriff «Avanti» Einzelprojekte zusammengefasst. Umschrieben wurden diese wie folgt: — — Leader von Morgen sein wollen, eine Berufsprüfung, Höhere Fachprüfung, Technikerschule (Höhere Fachschule) oder eine Fachhochschule absolvieren und bestehen. — — Ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln, wirkungsvoll an einer Versammlung, in der Gemeinde, in einem Sportverein, in einer Berufsorganisation usw. auftreten. — — Eine finanzielle Unterstützung oder Überbrückung zur Erreichung eines Einzelresultats. Zahlreiche Anträge gingen ein. Einen kleiner Auszug liefert Beispiele: Ein 21-jähriger Bauer mit Zusatzausbildung als Metzger wollte Notschlachtungen auf Bauernhöfen sicherstellen. Es gab keine entsprechend ausgebildeten Fachleute mehr im Zürcher Oberland. Bauern mit kranken oder verunfallten Tieren mussten den Schlachthof Zürich anrufen. Die daraus resultierenden Abläufe waren für Tiere und Bauern stressig. Ziel war ein einfacher Anhänger zu bauen, der mit allen nötigen Einrichtungen Notschlachtungen zu liess und zugleich die Verarbeitung der Tiere ermöglichte. Die Einrichtung besteht heute noch und wirkt im Sinne der Zielsetzung. Das Gesuch des Bauers lautete auf Fr. 5‘000.-. In Uster bildet eine Industrieglasbläserei Lernende aus, obwohl es in der Schweiz keine einzige Berufsfachschule mehr für diesen Beruf gibt. Die Firma produziert für Kunden aus über 85 Ländern und benötigt ausgebildete Fachleute. Sie liess die Jugendlichen den Schulunterricht in Blockform in Deutschland besuchen. Zusammen mit Unterkunft und Verpflegung entstanden Kosten von jährlich Fr. 13‘000.-. Wirtschaftliche Schwierigkeiten veranlasste den Unternehmer ein Gesuch zu stellen. Der Stiftungsrat bewilligte die Kostenübernahme für ein Jahr. Im Folgejahr war der Unternehmer wieder in der Lage, die Kosten selber zu übernehmen. Bis zum heutigen Tag. Eine ausgebildete Buchbinderin wollte sich im Spezialgebiet «alte Bücher restaurieren» weiterentwickeln. Buchbinder sind Einzelberufe, Weiterbildungsangebote gibt es kaum in der Schweiz. Als sich ein Kurs in Italien anbot, übernahm die Stiftung die Kosten für Unterkunft und Kursgeld. Der Betrag war mit CHF 1‘250.- gering, für die junge Frau jedoch zu hoch. Das damalige Dankesschreiben «sprach Bände». Bei einem Spitalumbau in Rumänien sollten Lernende eines auf Dachbau spezialisierten Unternehmens beigezogen werden. Zwar gelang die Umsetzung nicht aber es entstand ein anderes Projekt mit der nicht unbedeutenden Zielsetzung, dass Jugendliche aus unserem Land die Entwicklung in einem anderen Land, in unserem Fall das ärmliche Rumänien, kennen lernten und damit indirekt das, was wir im eigenen Land haben, schätzen lernten. 16 Das Wirken der Jean Hotz Stiftung

Visite Visite organisiert den Austausch von Lernenden aus verschiedenen Sprachregionen und Kulturkreisen in der Schweiz sowie im Ausland und sucht nach einem geeigneten Betrieb und der passenden Gastfamilie für einen mindestens dreiwöchigen Aufenthalt. Ziel des Programms von Rotary Schweiz / Liechtenstein ist es, die berufliche und persönliche Entwicklung der Lernenden zu fördern und die Mobilität während der Ausbildung zu unterstützen. Angesprochen sind sämtliche Auszubildenden, welche im Rahmen des Berufsbildungsgesetzes eine Lehre absolvieren. Visite wurde 1998 vom Rotary Club Uster als Programm gegen die Jugendarbeitslosigkeit gegründet. Im Kleinen wurde damals mit Austauschen begonnen, um die Einstiegschancen nach der Berufslehre mit dieser zusätzlichen Erfahrung zu erhöhen. Jährlich nahmen eine Handvoll interessierter Lernender an den Austauschen nach Prenzlau bei Berlin, der Partnerstadt von Uster, teil. Das Programm Visite hat sich schnell in der Region Zürcher Oberland verankert und wuchs mit den Jahren auch national sowie in den Nachbarländern stetig. Der zunehmende Bekanntheitsgrad verlangte eine neue Struktur. Visite ist seit 2008 ein eigenständiger Verein von Rotary Schweiz/Liechtenstein. Um alle Sprachregionen in der Schweiz abzudecken, verfügt Visite über Kontaktstellen in der Romandie und im Tessin. Heute sind es über 40 Lernende, die jedes Jahr in einer anderen Umgebung neue Berufs-und Lebenserfahrungen sammeln. Einig ist man sich, dass sich Visite ohne die Jean Hotz Stiftung kaum so erfolgreich hätte entwickeln können. An Visite interessierte Lernende —— belegen für die Dauer von zwei bis vier Wochen eine auswärtige «Kurzlehrstelle» —— besuchen mit dem Lernenden des Austauschbetriebs die örtliche Berufsschule —— erleben eine neue Arbeits- und Lebenskultur Visite —— erweitert die persönliche und berufliche Kompetenz —— öffnet neue Horizonte, sowohl beruflich als auch persönlich —— fördert die Flexibilität und die Mobilität —— vermittelt Erfahrungen im Umgang mit Alltagsproblemen —— unterstützt dabei, Vorurteile abzubauen —— optimiert die Berufschancen Dieses Projekt begleitete den Stiftungsrat während seiner ganzen Tätigkeit. 17 Wirkungsfelder der Jean Hotz Stiftung

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