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GALABAU PRAXIS April 2015

82 Eines der

82 Eines der erfolgreichsten Gründachsymposien in Ditzingen 150 Teilnehmer beim 13. FBB-Gründachsymposium mit 25-jährigem Jubiläum Die Referenten des FBB-Gründachsymposiums 2015 (v.l.n.r.): Obere Reihe: FBB-Präsident Dr. Gunter Mann, Prof. Klaus Neumann, Fritz Hämmerle, Stefan Ruttensperger, Dörte Schachtschneider-Baum, Stephan Arnold, Prof. Gilbert Lösken Untere Reihe: Daniel Zirkelbach, Giovanni Palmaricciotti, Stephan Brenneisen Es fehlt: Prof. Jürgen Baumüller Das Interesse am 13. Internationalen FBB-Gründachsymposium, das am 05. März 2015 in gewohnter Umgebung in Ditzingen stattfand, war noch größer als sonst. Die Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e.V. (FBB) und die Mitveranstalter Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL), Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL), Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks e.V. (ZVDH), World Green Infrastructure Network (WGIN) und Bund Deutscher Landschaftsarchitekten e.V. (BDLA) begrüßten über 150 Teilnehmer. FBB-Präsident und Organisator Dr. Gunter Mann war überaus zufrieden: „Das war das vielleicht beste Gründachsymposium, das wir je hatten! Tolle Themen und Referenten und eine gelungene Geburtstagsfeier zum 25-jährigen Bestehen der FBB!“

83 Dr. Gunter Mann begrüßte in seiner Einführungsansprache besonders die drei anwesenden FBB-Gründungsmitglieder Fritz Hämmerle, Wolfgang Tebart und Peter Bott und die beiden Verbände FLL mit Jürgen Rohrbach und BGL mit Dr. Michael Henze als langjährige Weggefährten. Insgesamt gab es zehn Vorträge aus den bewährten Themenkreisen „Recht, Richtlinie und Planung“, „Forschung und Lehre“ und „Aus der Praxis“. Den Auftakt machte Prof. Dr. Jürgen Baumüller, Honorarprofessor Universität Stuttgart, mit seinem Vortrag „Das Stadtklima im Jahre 2030. Fakten, Szenarien, Maßnahmen“. Durch veränderte Klimabedingungen in der Zukunft sind die Städte besonders betroffen. Die Gefahren liegen bei Hochwasserereignissen, aber auch bei Hitzewellen. Der Klimawandel schreitet voran, mit erstmals über 10 °C im Jahresmittel war das Jahr 2014 das wärmste Jahr in Deutschland. Für die Stadtplanung bedeutet dies, dass man den Grünanteil in den Städten verstärken sollte. Beispiele hierzu sind Dachbegrünungen bei Flachdächern und Garagen, Rasensteine bei Parkplätzen sowie Pflanzzwang und Pflanzbindung von Bäumen. Ein hoher Anteil von Vegetation wirkt nicht nur dem Wärmeinseleffekt entgegen, sondern bindet auch Niederschlagswasser und ist deshalb ein praktizierter Hochwasserschutz. Giovanni Palmaricciotti von der Technische Universität Hamburg-Harburg erläuterte seine Untersuchungen zu „Abbildung von Extremniederschlägen zur Berechnung des Wasserrückhalte- und Abflussverhaltens von Dachbegrünungen“. Im Rahmen dieser Arbeit wurden die Einflüsse auf das Retentionsvermögen von Gründachmodellen bei Extremniederschlägen mit den folgenden Resultaten untersucht: • Die Substrathöhe beeinflusst die Wasserrückhaltung des Gründachs • Je länger die Dauer des Regens desto kleiner ist der Einfluss der Substrathöhe • Der Abflussbeiwert nach FLL-Verfahren nimmt bei längeren Regenereignissen zu • Nach der Vollsättigung des Substrats wird kein Wasser mehr zurückgehalten • Die Zunahme der Neigung zwischen 2 und 6 % beeinflusst unwesentlich die Wasserrückhaltung Mit dem Thema „Abflussverhalten von Extensivbegrünungen bei 0-Grad-Dächern“ berichtete auch Prof. Dipl.-Ing. Gilbert Lösken, Gottfried Wilhelm Leibnitz Universität Hannover, über ein Forschungsprojekt. Dabei wurden unterschiedliche Baustoffe und verschiedene Bauweisen in ein- und mehrschichtigem Aufbau von extensiven Dachbegrünungen experimentell untersucht und auf einer zwanzig Meter langen Tischversuchanlage mit Einen spannenden Vortrag hat Prof. Klaus Neumann zum Thema „Eingriffs-Ausgleichs-Regelung“ gehalten

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