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GALABAU PRAXIS April 2015

8 8 Insgesamt 100

8 8 Insgesamt 100 TurfGuard Sensoren sind auf dem Gelände von 110 Hektar angebracht und liefern alle fünf Minuten genaue Messdaten. rung. „Nicht jede Fläche ist gleich, manche sind mehr Wind ausgesetzt, manche weniger, manche Flächen bekommen mehr Morgensonne, manche mehr Abendsonne. Entsprechend individuell muss man auch die Beregnung ausrichten“, erklärt Infanger. Darum greift er gerne auf moderne Technik zurück, die ihn und seine Kollegen bei der Pflege unterstützt. Besseres Grün durch innovative Technik Seit 2011 wird in Holzhäusern TurfGuard eingesetzt. Die kleinen kabellosen Sensoren werden in der Rasentragschicht fest installiert. Dort messen sie alle fünf Minuten die Bodenfeuchtigkeit, die Temperatur und den Salzgehalt auf zwei Ebenen, knapp unterhalb der Grasnarbe und nochmal 12,5 cm tiefer. Jeder Sensor hat eine Reichweite von 150 Metern, in diesem Kreis geht das Signal an einen auf dem Platz angebrachten Verstärker, der es an das Internet übermittelt. Insgesamt sind derzeit 100 Sensoren auf der Anlage in Holzhäusern im Einsatz, auf jedem Green und jedem Abschlag sowie flächenspezifisch auf die einzelnen Spielelemente verteilt. Ausgesucht werden der trockenste und der nässeste Standort auf der Anlage. Die Messergebnisse werden zur Auswertung in Echtzeit übersichtlich in einer zentralen Grafik aufbereitet. Zugegriffen wird darauf im Internet, also unabhängig vom aktuellen Aufenthaltsort auch über Tablet oder Smartphone. Im Internet sind die Daten auch als Historie hinterlegt, sodass die Verläufe nach Tagen oder auch nach Monaten mit zwei bis drei Klicks verglichen werden können. „So können wir die langfristige Entwicklung einer Grünfläche verfolgen. Aber so etwas kann auch mal bei Verhandlungen mit dem Management von Nutzen sein“, merkt Infanger an.

9 Ressourcenschonung durch genaue Messdaten Der Course-Manager möchte TurfGuard nicht mehr missen. „Man lernt seine Fläche verstehen“, sagt er. Gerade in Trockenzeiten kann beispielsweise die Feuchtigkeitsaufnahme genau kontrolliert werden. „Wenn es nachts 10 Liter pro Quadratmeter geregnet hat, dann muss das nicht heißen, dass der Boden feucht genug ist. Hier kann mit TurfGuard die tatsächliche Feuchtigkeit gemessen werden und die entsprechende Pflege eingeleitet oder nachgewässert werden“, erklärt der Greenkeeper. „Man kann auch sehen wie viel Wasser der Boden aufnehmen kann und wann die Sättigung erreicht ist. So wird auch viel Wasser gespart.“ Der Nutzen der Messdaten und die sich daraus ergebenden Reaktionsmöglichkeiten gehen aber über Wassermanagement weit hinaus. „Wir steuern damit auch die Pflanzen. Wird beispielsweise der Wurzelhorizont zu trocken wird die Beregnung angestellt. Die genaue Dosierung wirkt sich sehr positiv auf das Wurzelwachstum aus“, so Infanger. Andersherum funktioniert das aber auch. In 20 Jahren, in denen der GC Holzhäusern nun besteht, siedeln sich unweigerlich auch unerwünschte Gräser an, wie etwa Poa Annua. „Man kann gegen eine solche Pflanze arbeiten, indem man für sie die Bedingungen auch mit Hilfe der Bewässerung so schlecht wie möglich macht.“ Sehr geschätzt wird von dem Greenkeeper auch die Flexibilität der Messgeräte. Da die Sensoren über Funk kommunizieren, also kabellos, können sie sogar im laufenden Spielbetrieb ganz einfach und schnell gewechselt werden. Der Golfspieler in Holzhäusern bekommt TurfGuard also nie direkt zu sehen. Aber er kann die Auswirkungen täglich spüren. „Die Spielqualität haben wir mit Hilfe dieser Sensoren und den Auswertungen deutlich verbessern können, nahezu in allen Bereichen vom Abschlag bis zum Grün“, sagt Infanger. Er schwört auf die Sensoren: „Wenn man damit einmal gearbeitet hat, möchte man sie nicht mehr missen.“ (am) ■ WEITERE INFORMATIONEN: ► www.toro.com/lynx ► Zentrale Steueranlage Lynx ® ► TurfGuard TM Sensoren Hightech für Ästhetik www.garten-licht.de Seminare (Theorie/Praxis) – Beratung – Planung – Fertigung – Service Garten-Licht · Schneiderkruger Str. 10 · 49429 Visbek · Tel.: 04445 897-207

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