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EWa 18-06

4 Regional 7. Februar

4 Regional 7. Februar 2018 AUFGESPIESST Die Glosse der Woche Von StefanHackenberg Wo waren Sie eigentlich vor 50 Jahren? Jetzt nicht unbedingt körperlich. Mehr so geistig. Und vor allem, wie haben Sie ausgesehen? Waren Sie ein braves Mädchen mit Zöpfen oder ein braver Jüngling in Breitband-Cordanzug? Oder waren Sie einer oder eine von den Wilden? Von denen mit Blumen im Haar, die d e r Liebe frönten und mit den Blumen sprachen. Die mit Blumen sprechen gibt es heute noch, einer ist sogar l e i b h a f t i g e r Prinz, aber das mit der Liebe? Ich weiß nicht. Da hört man doch mehr über Bunga Bunga und Grabschereien. Und natürlich über völlig aus dem Ruder gelaufene Prominente, die weder ein Nein kennen, noch sich kontrollieren können. Kontrolle üben sie lieber gegenüber anderen aus. Mit nicht teils, sondern völlig kriminellen Mitteln. Woher kommt das, diese unbegrenzte Dämlichkeit? Ist es eine Folge von zu viel Blumen im Haar? Sie erinnern sich? Auch vor 50 Jahren galten die Flower-PowerHippies als kriminell. Naja, waren sie auch teilweise. Das mit den bunten Pillen ist ja keine Erfindung der modernen Zeit. Aber ihre Liebe beruhte, so die einschlägige Literatur, eher auf gemei n s a men Protest gegen die S p i e - ßer. Das wa- ren die, die den Breit- b a n d - Cord trugen. U n d die statt Dro- gen in P illenform die aus der Flasche bevorzugten. Und dies auch heute noch tun. Die, die Liebe predigten, aber die eigenen Kinder vernachlässigten, waren derweil so schön schrill. Und heute? Sie sind größtenteils das geworden, was sie damals so verabscheuten. Da kommen wir dann doch in die Nähe von den oben erwähnten Prominenten. Nicht, dass man unbedingt prominent sein muss, um ein völlig verqueres Bild von Sexualität zu haben. Aber es hilft anscheinend. Schrill zu sein gehört ja irgendwie dazu. Besagte s i n d ja das geworden, was sie in ihren Filmen und ihren Büchern gerne als falsch und eben kriminell aufführen. Kriminelle, denn anders darf man Vergewaltiger und Demütiger nicht bezeichnen. Aber hatten die Täter jemals Blumen im Haar? Braucht es überhaupt Blumen, um sich das Hirn abzuschießen? Man könnte vermuten, eher nein. Also bleibt als Resumee, dass Blumen im Haar vergangen sind, manche Typen aber auf der Welle der freien Liebe reiten. Sofern es ihre Freiheit ist, nicht die der anderen. Unsere Vorführwagen Crafter 35 2.0 TDI L2H2 103 kW/140 PS, EZ 03.2017, 17.000 km zu Top-Konditionen Frontantrieb, Radio, Klimaanlage, Beifahrerdoppelsitzbank, Universalboden mit Zurrschienen, Vorbereitung Anhängerkupplung Barzahlungspreis (netto) 33.612,60 Finanzierungsangebot der Santander Consumer Bank Anzahlung: 6.386,39 €, Nettodarlehensbetrag: 33.612,61 €, Laufzeit: 60 Monate, monatliche Rate: 330,- €, eff. 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Jahreszins: 2,99 %, Sollzins p.a.: 2,95% gebunden, Schlussrate: 15.989,85 €, Gesamtbetrag: 33.263,26 € Caddy Maxi Trendline 2.0 TDI 75 kW/102 PS, EZ 02.2017, 14.900 km Multivan 2.0 TDI „Edition 30“ 150 kW/204 PS, EZ 01.2017, 23.000 km 249,- monatliche Rate 5-Gang Schaltgetriebe, Klimaautomatik, Sitzheizung, Beheizte Frontscheibe, getönte Scheiben, Parkpilot im Heckbereich, Nebelscheinwerfer, Regensensor, 7-Sitze Barzahlungspreis 24.990,– Finanzierungsangebot der Santander Consumer Bank Anzahlung: 5.500,- €, Nettodarlehensbetrag: 19.490,- €, Laufzeit: 48 Monate, monatliche Rate: 249,- €, eff. Jahreszins: 2,99 %, Sollzins p.a.: 2,95% gebunden, Schlussrate: 9.557,33 €, Gesamtbetrag: 21.215,90 € 475,- monatliche Rate Frontantrieb, 7-Gang Automatik Getriebe (DSG), Schiebedach, Dynaudio Soundsystem, el. Schiebetüren auf beiden Seiten, Klimaautomatik, einstellbares Fahrwerk, el. Heckklappe, Standheizung, Anhängerkupplung, Frontscheibe beheizbar Barzahlungspreis 62.990,– Finanzierungsangebot der Santander Consumer Bank Anzahlung: 12.500,- €, Nettodarlehensbetrag: 50.490,- €, Laufzeit: 60 Monate, monatliche Rate: 475,- €, eff. Jahreszins: 2,99 %, Sollzins p.a.: 2,95% gebunden, Schlussrate: 28.345,50 €, Gesamtbetrag: 56.339,69 € Cuxhaven KG Papenstraße 126 · 27472 Cuxhaven · Tel. 04721 / 737-0 · www.manikowski.de Noch zögerlich trotz gutem Verlauf Koalitionsverhandlungen das Thema bei Klönschnack LANDKREIS sh · Eigentlich sollte der Generalsekretär der Bundes-SPD Lars Klingbeil auf Einladung der SPD-AG 60plus aus Cuxhaven den Mitgliedern der Partei Rede und Antwort stehen. Doch da in Berlin noch heftig diskutiert wurde, sprang Ex-Landesministerin Cornelia Rundt für ihn beim Neujahrsklönschnack 2018 in Cadenberge ein. Und die hatte es Seite an Seite mit dem Landtagsabgeordneten Uwe Santjer sowie der CUXHAVEN tw · „Über 1.000 Jahre Erfahrung“, konnte vor kurzem Jos van der Meer, Präsident des Vereins für Pferdesport auf dem Duhner Watt beim traditionellen „Aufgalopp“ zum Wattrennen 2018 im Strandhotel Duhnen begrüßen. Erfahrung, auf die er im letzten Jahr dankbar zugegriffen habe, wie er betonte. Beim Aufgalopp im letzten Jahr übernahm er die Zügel vom jetzigen Ehrenpräsidenten Henry Böhack, der über 40 Jahre die Geschicke des Vereins lenkte, und bei dem sich von der Meer ganz speziell bedankte. „Du hast uns einen gemachten Stall hinterlassen.“ Bei der Amtsübergabe sei er gefragt worden, ob er schlaflose Nächte habe. Eine Befürchtung, die er sich bei der großen Unterstützung aller nicht machen musste. „Danke für die tolle Zusammenarbeit“, sagte er in Richtung aller am Wattrennen Beteiligten. Nach einem Jahr an der Spitze könne er sagen: „Der Verein ist zukunftssicher aufgestellt“. Durch Einsparung und Hinzugewinnung neuer Sponsoren auch in finanzieller Hinsicht. „Natürlich brauchen wir auch mehr Gelder“, sagte er. Denn ein Problem sei, dass es nicht genug Pferde gebe, da der Sport nicht mehr auskömmlich sei. Ein Problem, das auch Moderator Hans Ludolf Mathiessen ansprach. Das Wattrennen sei faszinierend, das Angebot müsse aber attraktiver gestaltet werden. Es gelte daher einen Mittelweg zwischen solider Finanzplanung und zukunftsfähigem Investment zu finden. Dass dafür genug Geld vor- Ex-Landesministerin Cornelia Rundt (r.) berichtete zusammen mit MdL Uwe Santjer (l.) über die Koalitionsverhandlung in Berlin Foto: sh stellvertretenden Landrätin Annette Faße mit einem erwartungsvollen Publikum zu tun. Bevor Cornelia Rundt ihren Bericht halten konnte, trat nach der Begrüßung von Hans-Joachim Kerber als Vorsitzender der AG 60plus Uwe Santjer ans Mikrofon. Er forderte von den Mitgliedern einen „familiären Umgang, bei dem Streit dazu gehört, aber auch Respekt und Achtsamkeit für das Gegenüber“. Zu seiner Kritik an „der überschnellen Absage an eine Regierungsbeteiligung am Wahlabend“ und dem Unverständnis über eine Postenschacherei vor einem Koalitionsvertrag lobte er aber auch die starke Beteiligung innerhalb der Partei. Für das Land sieht Santjer gute Aussichten. Trotz der vielen, teils großen Unterschiede und der langjährigen nicht immer sauber geführten Konkurrenz „habe man sich erstaunlich schnell in den Arbeitsmodus versetzt“. So sei bei der Polizeiausstattung der Kauf von 130 neuen Fahrzeugen beschlossen. Auch gegen den Personalnotstand würden 750 neue Stellen ein gutes Zeichen sein. Bei den Kita-Gebühren sei man noch nicht durch, aber auf einem guten Weg. „Hier muss auch an die Kommunen gedacht werden.“ Für Cornelia Rundt, die als Expertin für Wohnungsbau an den Verhandlungen in Berlin teilgenommen hatte, ist eine Koalition unabdingbar. „Wie Ministerpräsident Weil als Fußballfan immer sagt, gewonnen wird auf dem Platz.“ Dafür erntete sie zwar lautstarke Kritik einiger anwesender Jusos, allerdings schien die Zustimmung im Saal für ihre Aussage größer zu sein. Rundt vermittelte den Zuhörern, dass die Erfolge in der alten Koalition durchaus handen sei, machte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch in seinem Grußwort deutlich. Um den neu aufgestellten Wattrennverein mache er sich keine Sorgen, „bei dem vielen Geld, wie es hier heute präsentiert wird“, wie er in Richtung der Sponsoren und darunter vor allem der anwesenden Bankvertreter betonte. Und warb darum, nicht nur die Wimpel wehen zu lassen. „Sie müssen auch kräftig rascheln.“ „Lasst euch nicht unterkriegen“, sagte der Landtagsabgeordnete Thiemo Röhler. Und sprach dabei vor allem auf die „mutmaßlichen Tierschützer von Peta“ an, „die mit falschen Behauptungen und irreführenden Pressemitteilungen“, das Wattrennen für ihre Zwecke nutzten, so van der Meer. Der konnte dem Ganzen aber auch etwas Positives abgewinnen. Sieben Veterinäre seien im Einsatz gewesen. Ein viel vorhanden waren. So seien die von Andrea Nahles initiierten Rentenpläne in den Koalitionsvereinbarungen aufgenommen worden. Mittel für den Wohnungsbau seien vereinbart, zusätzliche Mittel für den Kampf gegen Gewalt in Familien und gegen Frauen allgemein sicher. Für zwei Themen zeigte Rundt keinerlei Verständnis. Der Versuch einiger Jusos, über eine befristete Mitgliedschaft Stimmen gegen eine Koalition zu sammeln sei falsch. Vielmehr Sorgen bereite ihr aber das Erstarken der populistischen Stimmen. Deshalb sei ein Einwanderungsgesetz nötig, die ersten Schritte hierzu in die Wege geleitet. In Cadenberge zeigte das Stimmungsbarometer auf jeden Fall Richtung pro Koalitionsvereinbarung. „Danke für tolle Zusammenarbeit“ Wattrenn-Präsident freut sich über große Unterstützung Der Vorstand mit Geschäftsführer Torben Rüsch, dem Kommunikations- und Marketingbeauftragten Ralf Drossner, Schatzmeister Mario Sonzin, Präsident Jos van der Meer - mit dem Hauptpreis, dem „Wanderpokal des Niedersächsischen Ministerpräsidenten“, Vizepräsident Siegfried Mett und Rennleiter Andreas Heil (v.l.) Foto: tw höherer Aufwand als bei anderen Veranstaltungen, durch den garantiert war, „dass die Bestimmungen wirklich eingehalten wurden“. Zum Abschluss ließ es sich Ehrenpräsident Henry Böhack nicht nehmen, ein paar Worte zu sagen. Vor allem Worte des Dankes für die vielen Ehrungen, die er zu seinem Abschied vor einem Jahr erhalten hat, aber auch für zahlreiche Glückwünsche anlässlich seines 90. Geburtstags im November letzten Jahres. Ein Dank ging besonders an die Familie Kamp und ihr Strandhotel Duhnen. „Das ist unser Hotel, in dem das Wattrennen zu Hause und das für mich eine zweite Heimat ist. Wir fühlen uns hier sehr wohl.“ Zum Schluss gab er den Anwesenden noch seine Devise mit auf den Weg, die ihn gut durchs Leben gebracht habe. „Hinfallen, aufstehen, weitergehen. Carpe Diem.“

7. Februar 2018 Regional 5 Toter gefunden CUXHAVEN re · Bei erneuten Suchmaßnahmen im Fall des seit dem 22. Dezember vermissten Sören Krohn hat die Polizei Cuxhaven am Montag in Wehldorf einen männlichen Leichnam entdeckt. Die Polizei hält es für wahrscheinlich, dass es sich um den 22-jährigen aus Altenbruch handelt. Die Identität des Toten muss noch bestätigt werden. Die Polizei geht zurzeit nicht von einem Fremdverschulden aus. Die Ermittlungen dauern an. Schützenkreis LANDKREIS re · Zu seiner Kreisdelegiertentagung kommt der Schützenkreis Unterelbe am Dienstag, 13. Februar, um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Neuenkirchen zusammen. Neben der Abwicklung von Regularien stehen Ehrungen verdienter Mitglieder mit der Kreisehrennadel und Ehrungen verdienter Sportler durch den Landkreis Cuxhaven und den Kreissportbund auf der Tagesordnung. Der Vorstand wird ausführlich über das abgelaufene Jahr berichten. Die Delegierten verabschieden den Haushalt und die Beitragsfestsetzung für das Jahr 2018/2019. In diesem Jahr stehen turnusgemäß keine Wahlen an. Es erfolgt eine Nachwahl des 2. stellvertretenden Jugendleiters. Namensteil CUX CUXHAVEN re · Bis in die jüngste Zeit ist den meisten historisch interessierten Bürgern nicht bekannt, wie schwierig es sich gestaltet, eine eindeutige, beweiskräftige und zweifelsfreie Antwort auf die Frage zu liefern, die mit der Herkunft und Bedeutung des Namens Cuxhaven verbunden ist. Am Montag, 12. Februar, bietet der Vortrag „Der Ortsname Cuxhaven - Ein Beitrag zur Frage nach Herkunft und Bedeutung des Wortbestandteils Cux“ der Volkshochschule Cuxhaven von 19.30 bis 21 Uhr im Café/Bistro Klärung an. Der Eintritt kostet fünf Euro, weitere Auskünfte erteilt die VHS unter (04721) 73 52 0. Dort werden auch die Anmeldungen angenommen. „Die Geschehnisse bleiben aktuell“ Ausstellung zu Jugend-KZs im Rathaus eröffnet CUXHAVEN tw · „Ich kann nur sagen Hut ab.“ Martin Guse, Initiator der Ausstellung „Wir hatten noch gar nicht angefangen zu leben“, ist voll Begeisterung für die 40 Jungen und Mädchen, die sich in den Zeugnisferien mit dem Thema der Ausstellung tiefgreifend beschäftigten und sich zu Peer-Guides ausbilden ließen, um für die nächsten drei Wochen Gleichaltrige durch die von ihm konzipierte Ausstellung zu führen. Am Sonntag fand mit einer Matinée, musikalisch begleitet von der Jazz Company Cuxhaven (Foto unten), die Ausstellungs-Eröffnung statt, zu der das Organisationsteam Rüdiger Pawlowski, Gabriele Hoffmann, Svenja Plock und Jörg Flehnert zahlreiche Besucher in der Bürgerhalle des Rathauses begrüßen konnten. Einem Team und deren Mitstreitern, bei denen sich Guse für die gute Zusammenarbeit bedankte. „Ein großartiges Team, in dem die Chemie stimmt.“ Die Ausstellung stellt die Lebenswege und Schicksale von jugendlichen Häftlingen zweier fast vergessener Lager dar, den Jugend-Konzentrationslagern Moringen und Uckermark. (Siehe EWa-Bericht letzte Woche). Dabei sei Martin Guse ging in seinem Vortrag auf das Schicksal der Jugendlichen in den KZs Moringen und Uckermark ein und stellte auch einen Bezug zum Heute her Fotos: tw die Ausstellung nicht nur die Darstellung eines historischen Ereignisses, wie Bürgermeister Herbert Kihm in seinem Grußwort betonte. „Es ist wichtig, dass wir wachsam bleiben, autoritäre und totalitäre Regime wahrnehmen und uns dagegen stellen“, betonte er. Die Ausstellung sei der Versuch, aus historischen Zusammenhängen im Sinne des „Lernens aus der Vergangenheit“ für die Mechanismen der Ausgrenzung, Diskriminierung und Verfolgung zu sensibilisieren, sagte Guse in einem Einführungsvortrag. Sie sei ein Versuch gegen das Verdrängen von Erfahrung und Beteiligung. Er warnte vor dem Selbstschutz und der Selbstversicherung „Ich hätte niemals mitgemacht“. Vielmehr gelte es nach Ähnlichkeiten in Denkformen und Einschätzungen zu suchen. Denn Geschichte sei nie ein abgeschlossenes Ereignis, habe ein Vorher und Nachher. „So handelten die NS-Behörden vor dem Hintergrund einer langjährigen Tradition von erb- und rassenhygienischen Vorstellungen“, erklärte er. Bereits vor 1933 sei die Ausgrenzung der „Sündenböcke“, der „Auffälligen“ der gesellschaftlichen Außenseiter, der weniger Leistungsfähigen erfolgt und habe so das Aussondern und Morden nach der Machtübergreifung durch die Nationalsozialisten erst ermöglicht. Auch heute würden in einigen Medien, besonders den sogenannten sozialen Medien, und in Teilen der Bevölkerung Flüchtlinge, Asylbewerber, im Ausland geborene, Homosexuelle, Obdachlose oder mancher Empfänger von sozialen Hilfen als „Fremdvölkische“, „nutzlose Esser in der sozialen Hängematte Deutschlands“ oder „Drückeberger“ abqualifiziert. Auch „auffällige“ Jugendliche würden häufig allein mit schlechten Charaktereigenschaften dargestellt. Hier beklagte er vor allem, die nicht ausreichenden Finanzmittel für pädagogische Interventionen oder präventive Maßnahmen. „Im weiteren Zurückdrängen gesellschaftlicher Pflichtaufgaben würden wir die Kluft zwischen den ‚Machern‘ und den ‚Ohnmächtigen‘ wissentlich und willentlich vergrößern“, warnte er. Viel zu oft würde über Jugendliche und nicht mit ihnen gesprochen. „Wir überlassen die für uns ‚hoffnungslosen‘ oder uninteressanten jungen Erwachsenen den rechten und populistische Demagogen, die diesen Nährboden für Verunsicherung, Sozialneid sowie die alten und neuen ‚Sündenbocktheorien‘ allzu geschickt zu nutzen verstehen.“ Dabei stellte er die provozierende Frage: „Wie weit sind diese Hetzer, aber auch Sie und ich in dieser heutigen Situation von den Klassifizierungen des Sozialdarwinismus noch entfernt? Wer wird denen, Ihnen und mir heute und in den nächsten Jahren als ‚förderungswürdig‘ gelten, wer gilt als ‚Ballastexistenz‘? Wem würden wir Hilfe und Unterstützung zukommen lassen? Wem nicht mehr?“ Und das in einer Gesellschaft, in der dem wirtschaftlichen Nützlichkeitskalkül allzu oft eine größere Bedeutung zukomme, als der Bewahrung und kreativen Ausgestaltung sozialer Standards. Deshalb blieben auch die Geschehnisse in den Jugend-KZs immer aktuell. „Denn wir haben uns zu fragen, inwieweit heutige Formen der Diskriminierung und des Rassismus vergleichbare Motive, Ursachen und gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu Grunde liegen, wie vor über 70 Jahre.“ KAMINSTUDIO FRITZSCHE Inh. Stefan Schwedas Ausstellung • Beratung • Montage Dachreinigung • Kaminöfen • Herde Stader Straße 54 · 21745 Hemmoor Tel. 04771-889953 oder 04771-3344 www.kaminstudio-fritzsche.de Folkerts-Ausstellung Noch bis 18. Februar im Windstärke 10 CUXHAVEN re · Beeindruckende Gemälde des Norderneyer Malers Poppe Folkerts (1875-1949) präsentiert das Museum „Windstärke 10“ noch bis Sonntag, 18. Februar in einer Sonderausstellung. Die Bilder des renommierten Malers strahlen eine besondere Authentizität aus. Der leidenschaftliche Segler liebte das Meer, das ihm immer wieder Quell neuer Inspirationen war. Folkerts malte nicht nur die See in all ihren Facetten und Stimmungen, sondern auch den Alltag an der Küste. So dokumentieren seine Bilder die längst vergangene Fischereitradition seiner Heimatinsel ebenso wie die Gefahren der Seefahrt und die Rettung aus Seenot. Poppe Folkerts bereist als Freilichtmaler fast alle europäischen Meere, Küsten und großen Kunststädte. Er unternimmt mehrere Reisen an Bord von Schiffen der Kaiserlichen Marine, seine Eindrücke hält er in Skizzen und Gemälden fest. Im Jahr 1911 kehrt er nach Norderney zurück und errichtet am Südwesthörn einen zweistöckigen Malerturm mit großem Panoramafenster als Atelier. Dank der freundlichen Unterstützung der Poppe-Folkerts-Stiftung kann das Museum Windstärke 10 eine Auswahl der eindrucksvollen maritimen Gemälde des Künstlers noch bis zum 18. Februar präsentieren. Der Eintritt in die Sonderausstellung ist im Museumsbesuch enthalten. Geöffnet ist das Museum täglich, außer montags, von 10 bis 17 Uhr. Das Gemölde „Fischerschaluppe in bewegter See vor achterlichem Wind“ von Poppe Folkerts Die neue Basis Soniton ECO 6 – Siemens ChipTechnologie – automatische Mehrmikrofontechnik – Dünnschlauch Option – Sehr guter Klang – Mehrkanalig Klar Verstehen – Störschallunterdrückung – Rückkopplungsmanagement – Multifunktionsschalter NEU Jetzt auch fernbedienbar über Smartphone App Ihre Zuzahlung für ein Ohr 0,- €* *Dieses Angebot gilt für gesetzlich Versicherte bei Vorlage einer ohrenärztlichen Verordnung (sofern es die vertraglich festgelegten Bedingungen der GKV´s erfordern) zzgl. 10,-€ gesetzlicher Eigenanteil. Privatpreis pro Ohr 741,94 € /Privatpreis pro Ohr 841,94 € (WHO4) Foto Quelle: Audio Service/Oticon optik & hörgeräte pädakustik rawert www.rawert.de inh. joachim rawert deichstraße 24 jetzt auch abendrothstr. 43 27472 cuxhaven Tel. 0 47 21 - 5 71 60 Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 9.00 – 18.00 durchg. Sa. 9.00 – 13.00 www.rawert.de