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Dipl.Arb._FINAL-09.02.18

Lehrgang

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie Etwa zur gleichen Zeit wie der Behaviorismus entwickelte sich eine weitere Lerntheorie - die des Kognitivisums. Ausgangspunkt dieser Lerntheorie ist die Nachahmung, und es werden - im Gegensatz zur Verhaltenstheorie – bewusste Prozesse betont. Kognitives Lernen wird daher auch als Informationsverarbeitung bezeichnet. Das Ergebnis dieses Lernens sind keine isolierten Verbindungen zwischen Verhalten und Folgen, sondern Strukturen. Organismen müssen dabei in der Lage sein, Signale von außen zu empfangen und in biochemische Informationen umzuwandeln, um so adäquat auf ihre Umwelt reagieren zu können. (vgl. http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNEN/LerntheorienKognitive.shtml) Der Kognitivisums befasst sich überwiegend mit den Themen: - Wahrnehmung - Problemlösen durch Einsicht - Informationsverarbeitung - Verständnis und mit - Entscheidungsprozessen Die kognitive Kompetenz (also die Informationsverarbeitung im weitesten Sinne) setzt sich aus verschiedenen kognitiven Fähigkeiten zusammen, welche auf der Wahrnehmung und deren geistiger Verarbeitung und Umsetzung aufbauen. Das Spektrum der Fähigkeiten, die den Gegenstand der kognitiven Forschung darstellen ist breit und beschäftigt sich unter anderem mit den Themenbereichen: - Aufmerksamkeit - Erinnerung - Orientierung - Lernen - Verstehen von Zusammenhängen - Problemlösungen - Planen und Entscheiden - Sprache - Empathie - Kreativität - Wissen über sich selbst (Introspektion=Selbstbeobachtung) (vgl. http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNEN/LerntheorienKognitive.shtml) Seite 14

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie So gilt heute unter anderem das Bestehen des Spiegeltests als Voraussetzung für kognitive Fähigkeiten. Schimpansen, Orang-Utans, Papageien, Delphine und Zahnwale bestehen diesen Test problemlos. Andere Tierarten – darunter auch Katzen und Hunde – bestehen ihn nach heutigem Wissenstand nicht. Diese Tatsache ist laut Prof. Helmut Prior (vom Institut für Psychologie an der Goethe Universität in Frankfurt) jedoch kein Beweise dafür, dass diese Tiere weniger intelligent seien. Prof. Prior sieht im Nichtbestehen des Tests lediglich die Verschiedenartigkeit der Wahrnehmung und meint, dass der Test möglicherweise deswegen ungeeignet sei, weil ein Spiegel einfach nicht in die Welt ihrer Wahrnehmung passt. (vgl. Lind, 2015, S184) Als eine weitere wichtige kognitive Kompetenz wird die Fähigkeit zur Kommunikation angesehen. Sprache ist hierbei nur eine der zahlreichen kognitiven Fähigkeiten. Tiere kommunizieren auf die unterschiedlichste Art und in ihrer jeweils arteigenen Form. Höher entwickelte Tierarten – darunter auch unsere Hunde – sind in der Lage auf mehreren Ebenen und dies gleichzeitig zu tun. Anzumerken an dieser Stelle ist, dass die elementaren Kommunikationspotenziale aus der „Sprache der Tiere“ angeboren sind, und diese im Laufe des Lebens durch Lernen (beispielsweise durch Beobachtung und Nachahmung) stetig erweitert werden. (vgl. Lind, 2015, S188ff) Zu guter Letzt sei als vierte und letzte Lernform das „Lernen am Modell“ (Modellernen nach Albert Bandura 1963) zu erwähnen. Diese Form des Lernens wird zu den kognitiven Lernformen gezählt. Es ist dies eine sozialkognitivistische Lerntheorie und ist unter anderem auch unter den Begriffen: - Nachahmungslernen - Imitationslernen - Soziales Lernen und - Vorbildlernen bekannt. Bandura bezieht sich bei seiner Theorie des Modellernens nicht nur auf den Erwerb neuer, sondern auch auf die Modifikation bereits bestehender Verhaltensweisen. Zudem verweist er auf die zahlreichen kognitiven Lernprozesse, die auf Hemmung und Enthemmung bei positiven wie negativen Verhaltenskonsequenzen zurückgeführt werden können. Festzuhalten ist auch, dass beim Modellernen weder nur äußere Reize (entspricht dem behavioristischen Ansatz) noch allein kognitive Vor- Seite 15

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