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Dipl.Arb._FINAL-09.02.18

Lehrgang

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie gänge maßgebend sind. Modellernen basiert somit auf dem Zusammenspiel von äußeren und inneren Reizen. Modellernen wurde vom Begründer selbst als Weiterführung des Behaviorismus gesehen, und er verband die behavioristischen Muster mit seinen sozial kognitivistischen Ansätzen. (vgl. Lind, 2015, S190ff). „Beim Modellernen werden drei Effekte unterschieden: 1. Das Lernen von neuem Verhalten als Resultat von Beobachtung eines Modells (Modell-Effekt) 2. Wahrnehmung positiver Konsequenzen (Belohnung) bei Modellen führt zu gleichen oder ähnlichen Verhaltensweisen (Auslöse-Effekt) 3. Unerwünschtes Verhalten wird durch Wahrnehmung der Konsequenzen entweder verhindert oder gefördert. (Enthemmungseffekt)“ (Lind, 2015, S192f) In zahlreichen Experimenten fand der Forscher Strukturen und Stufen, nach denen das Modellernen abläuft. Der Beobachter durchläuft vom Erlebten bis zur Ausführung zwei Phasen - die Aneignungsphase (auch als Kompetenz oder Akquisition bezeichnet) und - die Ausführungsphase (auch als Performance bekannt), und diese beiden Phasen werden wiederum in vier Prozesse bzw. Phasen unterteilt, die da sind: - Aufmerksamkeitsprozess (in der Fachsprache „Attention“ genannt) - Gedächtnisprozess (auch „Retention“) - Motorischer Reproduktionsprozess („Reproduction“) - Motivationsprozess („Motivation“) (vgl. https://www.ph-ludwigsburg.de/fileadmin/subsites/1c-ppsy-t- 01/user_files/Eickhorst/2006_SS/modellernen.pdf) Seite 16

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie Abb. 5: Modellernen nach Bandura (vgl. Lind, 2015, S193) Die wichtigste und elementarste Voraussetzung für die Wahrnehmung ist die Aufmerksamkeit. Diese richtet der Beobachter auf jenes Modell (Vorbild), das am nachahmenswertesten, attraktivsten, kompetentesten und vertrauenswürdigsten erscheint. In weiterer Folge muss das beobachtete Verhalten in leicht merkbare Schemata umgewandelt werden. Die aufgenommenen Informationen (Bilder, Worte, Gerüche, usw.) werden im Gedächtnis so abgespeichert, dass es bei Bedarf schnell und problemlos abgerufen werden können. Mit diesem Schritt endet die erste Phase – die Aneignungsphase. (vgl. Lind, 2015, S193ff) Als nächster Schritt folgt nun die Ausführungsphase. Die abgespeicherten Wahrnehmungsbilder (Repräsentationen) können entweder sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt abgerufen und in reales Verhalten umgesetzt werden. Allerdings muss angemerkt werden, dass für die Umsetzung sowohl höhere Denkleistung wie auch entsprechende koordinative und motorische Fähigkeiten notwendig sind. Als vierter und letzter Schritt im Modellernen ist die Motivation anzuführen. Während im Behaviorismus Lernen als entscheidend interpretierte Folge von Verstärkung angesehen wird, wird beim Modellernen die Motivation bereits im Voraus, in Form von Erwartung gebildet. Beide Ansätze haben ihre Richtigkeit, denn Nachahmung kann sowohl durch die nachfolgenden Konsequenzen einer Handlung verstärkt oder abgeschwächt wer- Seite 17

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