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Dipl.Arb._FINAL-09.02.18

Lehrgang

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie den – wie dies im opernaten Lernen der Fall ist -, oder aber Nachahmung kann motivierend wirken durch Beobachtung dessen, wie das Modell (Vorbild) für sein Verhalten belohnt bzw. bestraft wird. (vgl. Lind, 2015, S195ff) Vereinfacht und zusammenfassend kann festgehalten werden, dass unter sozialem Lernen einerseits das Ergebnis aller sozialen Interaktionen verstanden wird, und andererseits auch die Erwartungen im sozialen Kontext erfasst werden. Soziales Lernen ist eine Erweiterung der Möglichkeiten und hilft einer Spezies dabei sich Kompetenzen anzueignen und in der Gemeinschaft akzeptiert zu werden bzw. erfolgreich zu sein. (vgl. Lind, 2015, S 196 f) Bei all diesen Betrachtungsweisen ist jedoch nicht außer Acht zu lassen, dass bestimmte Aspekte des Verhaltens einer Spezies durch Instinkte gesteuert sind. Instinkte sind für das Überleben der Art von grundlegender Bedeutung und sind vorprogrammierte Verhaltenstendenzen welche zudem ein Verhaltensrepertoire bieten, das im Genmaterial jedes Lebewesens verankert ist. Zu den biologischen Instinkten treten noch weitere Instinkte – wie beispielsweise Sympathie, Geselligkeit, Liebe – hinzu. Lebewesen reagieren sehr sensibel auf Kombinationen von Reizen und Reaktionen in der Umwelt. Wenn versucht wird, eine Erklärung zu finden, warum ein Tier eine bestimmte Verhaltensweise zeigt, und ein anderes nicht, sollte hinterfragen, ob eventuell dieses Verhalten eines der Tiere verstärkt wurde, und das Verhalten desanderen nicht. (vgl. Gerrig – Zimbardo, 2011, S418f) 2.1 Angewandte Lerntheorie am Beispiel Säugetiere Das tägliche Lernen ist hauptsächlich geprägt von Lernen durch Habituation. Viele Tierarten reagieren sensibel auf Unbekanntes. So kann beispielsweise ein achtlos weggeworfener Gegenstand, der am Vortag noch nicht dort lag bei einem Pferd Panik auslösen und es galoppiert unkontrolliert davon. Selbiges kann auch bei plötzlich auftretenden, akustischen Reizen, blendenden Lichtreizen, Feuer, usw. passieren. Es besteht jedoch die Möglichkeit, Tiere an solche Situationen zu gewöhnen indem man sie täglich mit eben diesen Reizen konfrontiert, ohne dass etwas Negatives passiert. Diese Reize erweisen sich somit als entweder nicht gefährlich oder aber als nicht lohnend. Seite 18

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu erwähnen, dass Habituation zwar nachhaltige Verhaltensänderungen hervorruft, diese jedoch nicht permanent sind. Reize, die beispielsweise nach längerer Pause wieder auftreten – am gleichen oder an anderen Orten - können dazu führen, dass sich die ursprüngliche Reaktion wieder einstellt. Dies ist sowohl in voller Intensität aber auch abgeschwächt möglich. (vgl. Lind, 2015, S78ff) Als weitere Lernform und quasi das Gegenstück zur Habituation wird die Sensitivierung oder auch Sensibilisierung angeführt. Während bei der Habituation – wie bereits erwähnt – die Reaktion auf einen bestimmten, sich wiederholenden Reiz abgeschwächt wird, tritt bei der Sensibilisierung genau das Gegenteil ein. Die Sensitivierung wird ausgelöst durch sich wiederholende, bedrohliche, schädigende und / oder schmerzhafte Reize. Der allgemeine Erregungslevel kann stark ansteigen. Dies führt unter anderem zu einer Unterbrechung oder Beendigung einer bereits bestehenden Habituation oder auch zu einer Verstärkung anderer Reaktionen (z. B. Flucht). (vgl. Lind, 2015, S78ff) Es kann festgestellt werden, dass sich die Wahrnehmungs- und Differenzierungsfähigkeit in der Tierwelt von Art zu Art erheblich unterscheidet. Während Hunde beispielsweise ein breites Spektrum an Wahrnehmungspotential mitbringen (ausgezeichneter Geruchssinn, gutes Hör-, Seh- und Tastvermögen), sind Vögel in der Lage, Farben und Formen gut zu unterscheiden, aber nicht gut zu riechen (Ausnahme Aasfressende). (vgl. Lind, 2015, S78ff) Kenntnis über die unterschiedlichen Wahrnehmungs- und Differenzierungsfähigkeiten einzelner Arten zu besitzen, ist wichtig, um im Vorfeld von Trainings - welche in letzter Konsequenz Konditionierungsprogramme darstellen – bereits nach Reizen suchen zu können, die für das Tier arttypisch und bedeutungsvoll sind. 2.2 Angewandte Lerntheorie am Beispiel Vogel Das zentrale Nervensystem der Vögel unterscheidet sich von dem der Säugetiere nicht zuletzt durch die größere Bedeutung des Rückenmarks im Vergleich zum Gehirn. Neuere Forschungen haben ergeben, dass das Gehirn der Vögel in Vergleich Seite 19

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