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Dipl.Arb._FINAL-09.02.18

Lehrgang

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie 3 Lernen durch Training Das Wort „lernen“ ist sprachgeschichtlich mit „lehren“ und „List“ verwandt, wird der Wortgruppe von „leisten“ zugeordnet und bedeutete ursprünglich „einer Spur nachgehen“, nachspüren“. Der Begriff „lernen“ geht auf die Bezeichnung für „ich weiß“ (aus dem Gotischen Sprachgebrauch) zurück. Die Herkunft des Wortes deutet darauf hin, dass Lernen ein Prozess ist, und das Aneignen von Wissen und Kenntnissen bzw. deren Einprägung in das Gedächtnis darstellt. Lernen beschreibt auch eine entstandene Verhaltensänderung und Verhaltensmöglichkeiten, die Lebewesen befähigen, situationsangemessen – auf Grund gemachter Erfahrungen - zu reagieren. (vgl. http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNEN/Lerndefinitionen.shtml#Tf7SjFHhzB5UPE3c.99) An dieser Stelle muss erwähnt werden, das auch „Lernen gelernt werden muss“. Um möglichst optimal auf das Leben und den Alltag vorbereitet zu sein, benötigen Lebewesen oftmals bestimmte Fähigkeiten, die im Gehirn nicht „voreingestellt“ sind. Dazu gehören auch Erfahrungen und Bewegungen, die in der ursprünglichen Veranlagung bzw. im arttypischen Verhalten nicht vorgesehen bzw. programmiert waren. Hier setzt das Training an. (vgl. Kolbe, 2016, S14). In der Ausbildung von Lebewesen werden meist die Begriffe Lerneinheit und Trainingseinheit verwendet. Dabei kommt es immer wieder zu Missverständnissen und fälschlichen Begriffsdefinitionen. So wird beispielsweise der Begriff „Lerneinheit“ in der Praxis in den meisten Fällen mit Trainingseinheit gleichgesetzt. Das Wort Lerneinheit stammt jedoch aus der Pädagogik und bietet strukturierte Vorgangsweisen bei der Durchführung und Gestaltung von Lernprozessen. Lerneinheiten sind individuell gestaltbar, flexibel einsetzbar und setzen Lernprozessen in Gang. Eine Lerneinheit ist somit die Grundlage für Lernprozesse und deren Gestaltung. (vgl. http://www.ag-paedagogische-systeme.de/index.php?id=44) Eine Lerneinheit wird als Gesamtheit von Kompetenzen, Fähigkeiten und Kenntnissen die einen selbständigen Teil einer Qualifikation bilden, beschrieben. Lerneinheiten sollten umfassend und logisch strukturiert sein, jedoch so dimensioniert, dass sie in einer vorgesehenen Zeit absolviert werden können. Zudem sollten Lerneinheiten Seite 22

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie stets unabhängig voneinander definiert werden und sie sollten bewertbar sein, d.h. es muss am Ende ein Ergebnis bzw. Ziel erkenn- und beschreibbar sein. (vgl. http://train-com.de/traincom/deutsch/ausbildung/lerneinheiten.rsys) Eine Trainingseinheit wiederum ist die kleinste Einheit einer Trainingsplanung, in der festgelegt wird, - was (Art der Übungen) - in welcher Intensität (Arbeits- und Kraftaufwand) - wie lange (Dauer) - wie oft (Anzahl der Wiederholungen) und - mit welchen Pausen (Dauer und Anzahl) trainiert wird. (vgl.http://www.dsv-datenzentrale.de/rahmentrainingsplan/51- Trainingslehre_Trainingssteuerung-.htm) 3.1 Was ist Training Sprachgeschichtlich kommt das Wort „Training“ von dem englischen Begriff „to train“, und wird übersetzt mit: - jemanden ausbilden, unterweisen, abrichten oder - sich ausbilden, ertüchtigen, üben. Allein durch diese Betrachtung wird deutlich, dass Training kein punktuelles Ereignis sondern stets einen Prozess abbildet. (vgl. Leipziger Sportwissenschaftliche Beiträge, Heft 2, Fröhlich, 2009, S12) Der Trainingsbegriff an sich, ist unscharf und - als Folge unterschiedlicher Situationen, verschiedenartiger Erfahrungen und variierender Kontexte – mit verschiedenen Bedeutungen aufgeladen. Zudem wird der Begriff „Training“ aus verschiedenen disziplinären Betrachtungen unterschiedlich ausgelegt und differenziert. Es ist dies einerseits die Betrachtungsweise aus Sicht einer sportmedizinisch, leistungsphysiologischen Perspektive und andererseits die aus einer erweiterten psychologischen, pädagogischen Disziplinperspektive. (vgl. Leipziger Sportwissenschaftliche Beiträge, Heft 2, Fröhlich, 2009, S14f) Seite 23

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