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Dipl.Arb._FINAL-09.02.18

Lehrgang

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie Ursprünglich fand das Wort Training hauptsächlich im Bereich der Sportwissenschaften Verwendung und beschreibt hier einen planmäßigen Prozess, der durch Optimierung, Stabilisierung oder Reduzierung eine Zustandsänderung herbeiführt und komplexe sportliche Leistungsfähigkeit beabsichtigt und mit sich bringt. (vgl. http://www.dsv-datenzentrale.de/rahmentrainingsplan/49-Trainingslehre-,e_457,r_38.htm) Als Training werden alle langfristig planbaren Maßnahmen verstanden, die ein bestimmtes körperliches Ausgangsniveau auf eine höhere Stufe zu heben vermögen. Das Training ist bestimmt durch die Kriterien Zielgerichtetheit, Planmäßigkeit und Systematik. (vgl. Leipziger Sportwissenschaftliche Beiträge, Heft 2, Fröhlich, 2009, S16ff) Um eine hohe Trainingsqualität zu erzielen ist eine gute Trainingssteuerung erforderlich. Trainingssteuerung umfasst vier Phasen: - die Planung - die Durchführung - die Dokumentation, und - die Auswertung. Diese vier Phasen müssen wiederholt durchlaufen werden um prüfen zu können, ob die geplanten Trainingsmaßnahmen tatsächlich durchgeführt wurden und ob diese zu dem gewünschten Erfolg geführt haben. Kommt es zu Abweichungen, so kann das Training jederzeit angepasst werden. (vgl. Wiemeyer, Bernardi Thiel Banzer, 2016, S125ff) 3.2 Lernformen im Training Die im Hundetraining am häufigsten eingesetzte Form der Konditionierung ist die operante Konditionierung. Der Hund lernt indem sein gezeigtes Verhalten belohnt (positive oder negative Belohnung) oder bestraft (positive oder negative Bestrafung) wird. (siehe Kapitel 2; „Lerntheorie im Allgemeinen“). Lebewesen lernen, die Fähigkeiten Unterscheidung (Diskrimination) und Verallgemeinerung (Generalisation) situationsgerecht und zu ihrem Vorteil einzusetzen. Dies entspricht einem komplizierten und permanenten Balanceakt und erlaubt es Men- Seite 24

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie schen wie Tieren, verschiedene Reize auseinanderzuhalten. Ein konditioniertes Verhalten wird durch die Fähigkeit zu Unterscheiden bzw. zu Generalisieren ausschließlich beim Auftreten jenes bestimmten Reizes mit dem das Verhalten gekoppelt ist, gezeigt. Hunde lernen so beispielsweise sich bei unterschiedlichen Reizen auch unterschiedlich zu Verhalten. (vgl. Lind, 2015, S200) Wie laufen diese Prozesse der Diskriminierung nun in der Praxis am Beispiel Kommando „Sitz“ ab: - 1. Schritt: mittels einer Mischung aus instrumenteller und operanter Konditionierung wird dem Hund vermittelt, was von ihm gefordert wird. Der Hund lernt, dass er für das gewünschte Verhalten eine Belohnung (Futter, Lob, Spiel, usw.) bekommt. Die Verstärkung des Kommandos durch anschließende Belohnung bewirkt die Steigerung der Auftrittswahrscheinlichkeit (operante Konditionierung durch positive Bestärkung / Belohnung) - 2. Schritt: Ein Sicht- und/oder Hörzeichen wird voran gestellt, das sogenannte Kontrollsignal. Dieses Kontrollsignal wird durch Wiederholung zu einem positiven Diskriminativen Stimulus und stellt den Zusammenhang zwischen dem Hinsetzen und der erwarteten Belohnung her. - 3. Schritt: Der Hund lernt, dass allein und ausschließlich das ausgewählte Signal – im angeführten Beispiel das Wort „Sitz“ – zur Belohnung führt. Andere Worte ebenso wie eine andere Umgebung ziehen in diesem Kontext keine Belohnung mit sich. - 4. Schritt: Der Hund muss lernen, dass er das Verhalten nicht vorrausnehmen darf, auch wenn er bereits weiß, was kommt. D.h. Erst das Kommando, dann das Verhalten. (vgl. Lind, 2015, S200f) Anhand des eben beschriebenen Beispiels lässt sich folgende Definition für den Begriff „Diskriminationslernen“ formulieren: Diskriminationslernen beschreibt die Fähigkeit, verschiedene Reize zu unterscheiden und unterschiedlich darauf zu reagieren. (vg. Lind, 2015, S204) In Lernprozessen spielen Hinweisreize (diskriminative Stimuli) – auch Marker genannte - eine wichtige Rolle. Diskriminative Stimuli sind Reize (Kommandos, Töne, Seite 25

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