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Dipl.Arb._FINAL-09.02.18

Lehrgang

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie Sichtzeichen) die einem Verhalten vorausgehen und die Funktion der Ankündigung erfüllen. Durch einen Marker weiß das Tier, dass nun auf ein bestimmtes Verhalten eine Konsequenz folgt. Als bekannter und in Training oft eingesetzter Marker kann der Click beim Clickertraining angeführt werden. Hierbei wird der Click eingesetzt um dem Tier zu signalisieren, dass das auf Kommando ausgeführte Verhalten richtig war und dafür nun eine Belohnung folgt. Das ausgeführte Verhalten wird mit dem Marker gekoppelt und in Folge wird das Verhalten vermehrt gezeigt. (vgl.Lind, 2015, S208f) 3.3 Methoden im Training Lehren und Lernen setzen routinierte Lernhandlungen voraus. Das Wissen über verschiedene Arbeitsmethoden und deren Einsatz im Training sind unerlässlich, um Lernerfolg zu erzielen und Leistungen zu steigern. Eine Trainingsform die auf sozial-kognitive Fähigkeiten (Lernen durch Imitation / Nachahmung) aufbaut, ist die „Do-as-I-Do“-Methode. Forschungen haben ergeben, dass mit dieser Methode ein rascheres und freieres Lernen möglich ist. In Experimenten wurden Hunde mit für sie völlig neuen Aktionen (also solche, die nicht zu ihrem angestammten Verhaltensrepertoire gehören) konfrontiert. In einem Experiment ließ man Hunde dabei zusehen, wie Menschen den Riegel einer Kiste zur Seite schoben wodurch ein Ball herausfiel. Es konnte festgestellt werden, dass Hunde das Verhalten nachahmten, und zwar auch dann, wenn kein Ball aus der Kiste fiel. Wissenschaftler schließen aus diesem Verhalten, dass Hunde Menschen nicht nur auf Grund von konkret erwarteten lohnenswerten Konsequenzen nachahmen, sondern auch, weil die dabei erlebte, im neuen Kontext befindliche Verhaltensweise als solche, lustvoll und erwartungsvoll verankert ist. Kurz gesagt: Der Hund hat Spaß. (vgl. Lind, 2015, S236) Ein von Skinner (dem Begründer der operanten Konditionierung) eingeführter Begriff zur Verhaltensbeeinflussung ist das „Shaping“ (= Formen) oder auch approximative (ungefähre) / schrittweise Annäherung genannt. Die Verhaltensbeeinflussung besteht darin, dass die Ausführung der Zielaufgabe durch schrittweise näher führende Verhaltensteile erreicht wird. Es werden aus zahlreichen Verhaltenswiesen gezielt jene verstärkt, die letztendlich zum gewünschten Zielverhalten führen. „Shaping“ ist eine Seite 26

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie operante Lernmethode und ermöglicht es – ebenso wie die „Do-as-I-Do“-Methode, Tieren Verhalten beizubringen, das nicht in ihrem ursprünglichen Verhaltensrepertoire verankert ist. (vgl.Lind, 2015, S329ff) Ähnlich wie „Shaping“ wird „Chaining“ (Verkettung) eingesetzt. Der „Chaining“-Effekt lässt sich am besten am Beispiel: hören einer Musik-CD erklären. Wird eine Musik- CD oft gehört, so stellt sich am Ende des einen Stücks im Kopf bereits die Melodie des nächsten Titels ein, noch bevor dieser erklingt. „Chaining“ bietet sich als Methode an, um mehrere, nacheinander erlernte Einzelverhalten (gleichzusetzen mit Kettenglieder) zu einem Ganzen zusammen zu fügen, nachdem die einzelnen Glieder jeweils stabil genug konditioniert wurden. „Chaing“ als Methode wird – ähnlich wie „Shaping“ – bevorzugt dort eingesetzt, wo das Zielverhalten nicht in einem Durchgang erreichbar ist, wie dies etwa bei schwierigen, komplexen Aufgabenstellungen der Fall sein kann. „Chaining“ verfolgt dabei zwei unterschiedliche Ansätze: 1. „forward Chaining“: es wird im Training mit dem ersten Verhaltensschritt begonnen und baut dann die folgenden Schritte nacheinander ein. 2. „backward Chaining“: es wird mit dem letzten Teilschritt begonnen und setzt die übrigen im umgekehrter Reihenfolge dazu (=Rückwärtsverkettung). (vgl. Del Amo / Theby, 2017, S153) Eine weltweit am häufigsten verbreitete Trainingsmethode ist das Clickertraining. Es wird in der Tierausbildung eingesetzt, um erwünschtes Verhalten nach den Gesetzen der operanten Konditionierung optimal zu verstärken. (vgl. Lind, 2015, S304ff) Auf das Thema „Clickertraining“ wird später im Kapitel 5.3. – „Fallbeispiel Clickertraining für das Huhn“ dieser Arbeit noch genauer darauf eingegangen. Diese beschriebenen Methoden bilden lediglich einen kleinen Auszug von Trainingsmethoden ab und erheben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. 3.4 Motivation im Training Der Begriff „Motivation“ zählt zu den meist gebrauchten Worten in der Psychologie und wird als die Bereitschaft, ein Ziel durch eine bestimmte Handlung oder Hand- Seite 27

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