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Dipl.Arb._FINAL-09.02.18

Lehrgang

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie lungskette zu erreichen definiert. Ein weiterer Begriff der anstelle von Motivation oft verwendet wird ist „Verhaltensbereitschaft“. (vgl. Del Amo / Theby, 2017, S264) In der Psychologie wird das Konzept der Motivation für fünf grundlegende Zwecke verwendet: 1. Um Biologie mit Verhalten zu verbinden. Erklärbar ist dieses Konzept damit, dass Lebewesen über komplexe, innere Mechanismen verfügen, die körperliche Funktionen regulieren und dadurch das Überleben sichern. 2. Zur Erklärung von Verhaltensvariabilität. Es wird dabei versucht, auf Fragen wie: „Warum kann es sein, dass eine gewisse Übung / Sache an einem Tag gut gelingt, und am darauffolgenden so gar nicht“. Die Psychologie verwendet motivationale Erklärungen also, wenn unterschiedliche Leistungen in derselben Situation nicht auf Unterschiede von Fähigkeiten, Wissen, Fertigkeiten oder zufälligen Gegebenheiten äußerer Umstände zurückzuführen sind. 3. Um von äußeren Handlungen auf innere Zustände zu schließen. Beispiel: im Park geht jemand spazieren und lächelt vor sich hin. Wie kann dieses Verhalten erklärt werden. Typischerweise wird von sichtbarem Verhalten auf innere Ursachen geschlossen, und es wird versucht zu entdecken, ob sich gezeigtes Verhalten am besten durch innere oder äußere motivationale Einflüsse erklären lässt. 4. Um Handlungen Verantwortung zuzuweisen. Die persönliche Verantwortung setzt innere Motivation und die Fähigkeit voraus, seine eigenen Handlungen zu kontrollieren. 5. Zur Erklärung von Beharrlichkeit trotz Widrigkeiten. Mit der Untersuchung der Motivation soll erklärt werden, warum Lebewesen bestimmte Handlungen ausführen obwohl es einfacher für sie wäre, diese zu unterlassen. (vgl. Gerrig – Zimbardo, 2011, S414f) Manche Motivationsformen sind sehr grundlegend und erklärbar durch die Theorie, dass viele wichtige Verhaltensweisen durch innere Triebe motiviert sind (wenn ein Lebewesen durstig ist, dann trinkt es). Triebe werden als verinnerlichte Zustände, die als Reaktion auf physiologische Bedürfnisse entstehen, definiert. Experimente an Tieren haben aber auch gezeigt, dass Verhalten nicht nur durch innere Triebe moti- Seite 28

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie viert wird, sondern ebenso durch Anreize (äußerer Reiz und Belohnung). (vgl. Gerrig – Zimbardo, 2011, S416f) Es werden zwei Formen von Motivation unterschieden. Es ist dies zum Einen die Eigenmotivation (oder auch intrinsische Motivation genannt), und zum Anderen die Fremdmotivation (extrinsisch Motivation). Eigenmotivation entsteht durch Neugierde, Erkundungsverhalten, Interesse an der Umwelt und spielt eine bedeutende Rolle in der Befriedigung der (Grund-)Bedürfnisse. Fremdmotivation wird als „Erzwingen“ eines Verhaltens durch andere Individuen (außer man selbst) beschrieben, wobei eine Verbesserung des eigenen Zustands als Ziel dargestellt wird. In der Hundeausbildung erfolgt Fremdmotivation z. B. durch den Besitzer / die Besitzerin. (vgl. Del Amo / Theby, 2017, S264) Eine wichtige Erklärung für die Durchführung von intrinsisch motivierten Handlungen liefert die „Flow-Theorie“. Es konnte gezeigt werden, dass Personen, die eine offenbar intrinsisch motivierte Tätigkeit ausübten, ein charakteristisches Erleben zeigen. Dieses Erleben wurde als „Flow“ gekennzeichnet und beinhaltet ein vollkommenes Aufgehen in der Tätigkeit. Handlung und Bewusstsein verschmelzen und das Gefühl von Kontrolle führen bis zur Selbstvergessenheit. Aus den Forschungsarbeiten ist zu schließen, dass das Erleben eines „Flows“ einen zentralen Anreiz intrinsisch motivierter Tätigkeiten darstellt. (vgl. Dorsch, 2017 - https://portal.hogrefe.com/dorsch/flow-theorie-csikszentmihalyi/) Das Wissen um dieses Phänomens des „Flow“ kann hervorragend auch in der Arbeit mit Hunden eingesetzt werden, und wird darauf später im Kapitel 4.3. – „Fallbeispiel Rettungshundearbeit“ dieser Arbeit noch genauer darauf eingegangen. Motivation basiert auf dem Streben, verschiedenste Bedürfnisse zu befriedigen. Basierend auf dieser Tatsache, ist es auch erklärbar, dass bestimmte Motivationsmittel als Belohnung (Beispiel Futter) ihre Wirkung verlieren, wenn das Bedürfnis gestillt ist. (Bedürfnismodell / Bedürfnispyramide nach Maslow). (vgl. Del Amo / Theby, 2017, S264) Seite 29

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