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Dipl.Arb._FINAL-09.02.18

Lehrgang

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie 4 Der Hund ©Copy-Right: Heidelinde WANAS und Firma W.I.I.TT e. U. – Inh. Mag. Josef WANAS Hunde kommunizieren auf mehreren Ebenen und dies oft gleichzeitig. Die elementaren Potentiale der Kommunikation der Tiere sind angeboren, und sie werden im Laufe des Lebens durch Lernen stetig erweitert. Unsere Hunde verfügen zudem noch über umfassende kognitive Fähigkeiten. So weiß die Wissenschaft heute beispielsweise, dass Hunde zu Emotionen und sozialen Verhaltensweisen fähig sind, und intelligenten, problemlösenden Leistungen vollbringen können. Hunde lernen auf vielfältige Art und Weise; dies reicht von der einfachen Form des instrumentellen Lernens (durch Trial-and-Error) bis hin zu komplexen kognitiven Lernformen. Hunde können Erlerntes anwenden, darauf aufbauen, und Erfahrungen auf neue Situationen und zu lösende Probleme übertragen. Es ist somit nur gerecht, wenn - nach mehreren Jahrhunderten, in denen die Lern- und Leistungsfähigkeit des Hundes an der des Menschen gemessen wurde und der Hund als dumm galt – die Wissenschaft heute den Standpunkt vertritt, dass Hunde zu den intelligentesten Lebewesen der Erde zählen. (vgl. Lind, 2015,S218ff) Hunde sind uns Menschen in mancher Hinsicht ähnlich – so besitzen sie beispielsweise laut neuesten Forschungsergebnissen auch Spiegelneuronen –, und doch sind sie „anders“. Spiegelneuronen sind Nervenzellen, die bei der Beobachtung eines Verhaltens durch ein anderes Individuum genau dieselben Reaktionen auslösen, die auch entstehen würden, wenn diese bei sich selbst durchgeführt würden. Beispiel: Gähnt jemand in unserer Gegenwart, gähnen wir automatisch mit. (vgl. Kolbe, 2016, S44) Seite 36

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie Hunde sind Meister der Beobachtung und so ist es kaum verwunderlich, dass sie unser Verhalten (Augenbewegungen, Blinzeln, Gähnen, Kopf drehen, usw.) – das ihres Sozialpartners – wiederspiegeln. Durch diese gleichzeitigen Aktivitäten der Handlungsneuronen wird dem Hund ein Gefühl der sozialen Sicherheit vermittelt und die Kommunikation Mensch-Hund gefördert. (vgl. Kolbe, 2016, S44) Obwohl unsere Hunde sich perfekt in unserer Welt zurechtfinden und es zahlreiche Parallelen im Verhalten gibt, so darf nicht übersehen werden, dass der Hund ein deutlich anders Weltbild als der Mensch besitzt. Der Hund lebt in einer anderen Reaktionsgeschwindigkeit, in einem anderen Handlungstempo, hat ein breiteres Spektrum an nonverbalem Ausdrucksverhalten, und nimmt die Welt mit anderen Sinnen wahr. Die Kommunikation über Lautäußerungen, Köperhaltungen und –bewegungen, Ohrstellungen, Rutenhaltung- und –bewegung, Augen-, Lefzen-, Fang- und Zungenausdruck ist für den Hund besonders wichtig. Für eine funktionierende und harmonische Mensch-Tier-Beziehung und Erfolg in der Ausbildung ist es von nicht unerheblicher Bedeutung, sich diese Unterschiede bewusst zu machen und diese zu verstehen. (vgl. Lind, 2015, S22) Wie wissenschaftlich erkannt, verstehen Hunde nicht nur antrainierte Hörzeichen, sondern zusätzlich noch zahlreiche Worte aus der Sprache der Menschen. Besonders einprägsam für Hunde sind jene Worte, mit denen sie in irgendeiner Weise wichtige oder erfreuliche Dinge verbinden - hier kommt sowohl die instrumentelle wie auch die klassische Konditionierung zum Tragen. Es sind dies beispielsweise Worte die im Zusammenhang mit Fressen, Spielen, Spazierengehen stehen. Bei Hörzeichen fließen zudem noch Komponenten wie Stimmfarbe, Stimmlage, Sprechmelodie mit ein. (vgl. Lind, 2015, S231) Erkannt wurde auch, dass Hunde gelernt haben, Menschen zu „lesen“ und zu imitieren. Schon an unserer Körperhaltung oder Bewegung erkennen Hunde, ob wir etwas vorhaben; oft erkennen sie sogar was wir vorhaben. Ähnlich wie beim Menschen werden beim „Entschlüsseln“ von Signalen verschiedenste Sinneskanäle aktiviert um sich mental einen ganzheitlichen Eindruck zu verschaffen und das Wichtigste im Sinne des eigenen Vorteils herauszufiltern. (vgl. Lind, 2015, S233f) Seite 37

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