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Dipl.Arb._FINAL-09.02.18

Lehrgang

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie Um aus einem Familienhund einen einsatzfähigen Rettungshund zu machen, bedarf es viel Zeit und Arbeit. Bei all der Arbeit darf der Spaß auf keinen Fall zu kurz kommen. Die Ausbildung des Hundes erfolgt in mehreren Schritten. Einem Hund beizubringen, selbständig und motiviert in einem Waldgebiet nach vermissten Personen zu suchen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Als Grundvoraussetzung für die Rettungshundearbeit gilt der Gehorsam. Unterordnungsübungen und damit eindeutig verbundene Kommandos sind unerlässlich und erleichtern sowohl dem Hund wie auch dem Hundeführer die Arbeit. In der Rettungshundearbeit wird ausschließlich über positive Motivation (Nutzung des natürlichen Spiel- und Futtertriebes) gearbeitet und beim Trainieren der Anzeige wird stets darauf geachtet, dass das erwünschte, durch Training angeeignete Verhalten auch entsprechend belohnt wird. (siehe operante Konditionierung – positive Bestärkung / Belohnung – Kapitel 2). Ein Hund, der am Ansatz (Fachbegriff für den Startpunkt) steht muss in der Lage sein, sich voll auf die Aufgabe zu konzentrieren und sollte unter „Spannung“ stehen. Der Spannungsbogen wird durch verschiedene Rituale aufgebaut (beispielsweise durch Anlegen der Kenndecke). Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, dass der Hundeführer / die Hundeführerin stets die volle Aufmerksamkeit vom Hund bekommt. Hunde im Allgemeinen und Rettungshunde im Speziellen gehen in ihrer Tätigkeit auf und können sich in ihrer Aufgabe völlig verlieren. Das bedeutet, auch Hunde sind in der Lage „Flow“ zu erleben. Indem Aufmerksamkeit, Motivation und die Umgebung in produktiver Harmonie zusammentreffen, wird vom Hund ein Zustand des Glücks empfunden und eine optimale Synchronisation von Herzschlag, Atmung und Blutdruck erreicht. Eine wichtige Voraussetzung für die Erreichung des Zustands des „Flows“ ist, dass der Hund seiner Aufgabe gewachsen – also weder über- noch unterfordert – ist, sich völlig auf die Aufgabe konzentriert, das Gefühl von Kontrolle hat und – ein entscheidender Faktor, dass er direktes Feedback bekommt. (vgl. https://www.flow-dogs.de/%C3%BCber-flow-dogs/) Seite 46

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie Die häufigste Art der der Suche ist die Flächensuche. Dabei sucht der Hund Waldstücke und unwegsames Gelände nach vermissten Personen ab. Wenn der Rettungshund eine Person gefunden hat, zeigt er dies seinem Hundeführer / seiner Hundeführerin auf unterschiedliche Art und Weise an. (vgl. Röthig, 2016, S21) Die häufigste Art der Anzeige ist das „Verbellen“. Der Hund bleibt dabei bei der gefundenen Person und verbellt diese solange, bis der Hundeführer / die Hundeführerin am Fundort eingetroffen ist. (vgl. Röthig, 2016, S26) ©Copy-Right: Heidelinde WANAS und Firma W.I.I.TT e. U. – Inh. Mag. Josef WANAS Eine weitere, eher seltene Form der Anzeige ist das „Freiverweisen“. Dabei verbleibt der Hund nicht beim „Opfer“, sondern kehrt unmittelbar nach dem Fund zum Hundeführer / zur Hundeführerin zurück, und zeigt diesem durch Anspringen an, dass er eine Person gefunden hat. Der Hund führt den Hundeführer / die Hundeführerin dann zum Fundort – entweder indem er einige Meter vorm Hundeführer / Hundeführerin hergeht, oder durch pendeln (=hin und herlaufen) zwischen gefundener Person und Hundeführer / Hundeführerin. (vgl. Röthig, 2016, S27) Die dritte und letzte Form der Anzeige, die in der Rettungshundearbeit eingesetzt wird, ist das sogenannte „Bringseln“. Dies ist die ursprünglichste Form der Anzeige und stammt noch aus der Zeit, in der Rettungshunde beim Militär eingesetzt wurden. Beim „Bringseln“ trägt der Hund ein herabhängendes Lederstück am Halsband und Seite 47

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