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Dipl.Arb._FINAL-09.02.18

Lehrgang

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie gen kommenden Töne und Geräusche einzufangen. Hühner gewöhnen sich rasch an wiederkehrende Alltagsgeräusche und speichern alles ab - vor allem auch Töne, die mit der Futtergabe in Verbindung gebracht werden (z. B. das Rufen des Besitzers, das Öffnen eines Fensters, öffnen der Gartentür, usw.). Das Reagieren auf Laute und Umweltgeräusche ist eine Eigenschaft, die man sich hervorragend in der Arbeit mit Hühnern zu Nutze machen kann; Beispiel „Clickertraining“ (dazu noch später). (vgl. Husson, 2016, S159) Da Hühner gerne scharren und picken, konzentriert sich ihr Tastsinn hauptsächlich auf Füße, Schnabel und Zunge. Kleine, feine Federn (sogenannte Vibrissen), die sich am Schnabelansatz befinden, unterstützen den Tastsinn noch zusätzlich. (vgl. Husson, 2016, S159) Der Schnabel der Hühner ist ein echtes Allroundwerkzeug und ein sehr sensibles Organ. Er ist von einem dichten Nervengeflecht durchzogen, welches in Tastkörperchen endet. Damit ist es dem Huhn einerseits möglich, Größe, Form, Härte und Oberflächenbeschaffenheit des Futters zu erkennen, und andererseits Temperaturunterschiede wahrzunehmen. Neben Futter- und Wasseraufnahme dient der Schnabel auch noch zur Körperpflege - dem Ordnen, Reinigen und Einfetten des Gefieders. Zu guter Letzt darf nicht unerwähnt bleibe, dass das Huhn mit dem Schnabel auch eine äußerst wirkungsvolle Waffe besitzt. Hühner sind in der Lage mit ihrem Schnabel wenn notwendig (zur Verteidigung) durchaus kräftig zuzubeißen. (vgl. https://www.huehner-haltung.de/wissen/das-huhn/anatomie/schnabel/) 5.1 Aufbau einer Trainingseinheit Die grundlegende Frage: „Warum Hühner?“, beantwortete Bob Bailey (Tiertrainer aus den Niederlanden) folgendermaßen: „Hühner sind im Verhalten relativ einfach. Sie picken und fressen den ganzen Tag, so dass man mit ihnen viel machen kann. Außerdem sind sie schnell, sehr schnell! Sie sind also die idealen Lehrmeister für ein gutes und richtiges Timing. Hühner sind also ein ideales Trainingsmodel repräsentativ für alle anderen Tierarten.“ (https://www.tierakademie.de/huehner/warum-huehner/) Seite 52

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie Zu Hühnern haben Menschen nachweislich zunächst auch keine so starke Bindung, was dazu führt, dass die eigentlich wichtigen und wesentlichen Dinge im Training im Fokus stehen. Es wird somit am Verhalten gearbeitet und nicht an Beziehungen. (vgl. https://www.tierakademie.de/huehner/warum-huehner/) Bevor mit dem Training mit Hühnern begonnen werden kann, müssen einige grundlegende Voraussetzungen erfüllt werden. So ist es z. B. das Wissen ob des natürlichen Verhaltens des Huhnes von entscheidender Wichtigkeit. Hühner sind von ihrer Veranlagung und Lebensstruktur her Herdentiere und fühlen sich am Wohlsten in Gemeinschaft mit Artgenossen. Die Bildung eines stabilen Herdenverbandes und artgerechte Unterbringung, Ernährung und Bewegung sind weitere entscheidend Parameter die erfüllt werden müssen, um ein zufriedenes, gut sozialisiertes, verhaltensunauffälliges, gesundes Huhn zu bekommen. Hühner, mit denen trainiert werden soll, sollten bereits vorab einige grundlegende Dinge kennen und beherrschen. Es sind dies: - Kommen auf Zuruf, - das Zulassen von Berührungen, - annehmen von Futter aus der Hand, - Hochnehmen und Tragen lassen und den - Transport in einer Tragebox (vgl. http://humani.at/lit3.htm) Was allgemein bei der Arbeit mit Tieren seine Gültigkeit hat, kann auch bei Hühnern bestätigt werden: „Was das Huhn von klein an auf kennen lernt und regelmäßig erlebt, wird als „normal“ angesehen, und wird in weiterer Folge im Training auch nicht zur Belastung oder zum Stressfaktor.“ Die regelmäßige Konfrontation mit neuen Materialen, Geräuschen, Klängen und Gegenständen ist Voraussetzung für eine spätere und erfolgreiche Arbeit. Durch Geduld, Einfühlungsvermögen und mit langsamen, ruhigen Bewegungen ist es problemlos möglich, eine vertrauensvolle Bindung zwischen Trainerin / Trainer und Huhn aufzubauen. Die Einhaltung dieser Verhaltensregeln kombiniert mit positiver Bestärkung - Hühner sind gut durch und mit Futter motivierbar (operante Konditionie- Seite 53

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