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Dipl.Arb._FINAL-09.02.18

Lehrgang

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie Clickertraining basiert wissenschaftlich gesehen auf dem Prinzip der operanten Konditionierung. Dabei wird zuerst das Verhaltenstraining durch klassische Konditionierung, bei der ein sekundärer Verstärker (das Clickgeräusch) den primären Verstärker (die Belohnung) ersetzt, vorbereitet. Anschließend lernt das Tier durch positive Verstärkung ein vom Trainer / der Trainerin erwünschtes Verhalten. Clickertraining ist somit eine Trainingsmethode, die als Unterstützung der positiven Belohnung (Verstärkung) eingesetzt wird. (vgl. (http://www.sittich24.de/sittiche-haltung/sittichtraining/clickertraining/). Für ein erfolgreiches Arbeiten mit dem Clicker sind folgende Punkte wichtig: - Nach jedem Click gibt es eine Belohnung - Nach dem Click unterbricht das Tier seine Handlung um sich die Belohnung abzuholen - Clickern um die Aufmerksamkeit eines Tieres zu bekommen ist TABU! - Unerwünschtes Verhalten sollte nicht geclickert werden Zu Beginn des Arbeitens mit dem Clicker, wird zunächst ein Verhaltensdetail angeclickert, dass ein Tier oft genug zeigt, ohne dass es erst in größerem Maß geformt werden muss. Am Beispiel Huhn kann das z.B. der Blick auf den vor sich am Tisch liegenden Gegenstand sein. Man nennt diesen Schritt auch das „Einfangen eines Verhaltens“. (vgl. Del Amo / Theby, 2017, S170f) Als nächsten Schritt wird nun Verhalten geformt. Dieser Schritt erfordert schon ein gewisses Maß an Geschick und Erfahrung. Wurde durch mehrfaches Clickern und Belohnen eine Vorstufe des gewünschten Verhaltens herausgearbeitet, und zeigt das Huhn dieses mit einer gewissen Regelmäßigkeit, kann zum nächsten Schritt übergegangen werden. Nun konzentriert man sich auf ein weiteres Kriterium der Übung. Das Zugehen auf den Gegenstand wäre so ein Beispiel in der Arbeit mit einem Huhn. Sobald der Vogel einen Schritt Richtung Gegenstand macht, wird geclickert. So wird Schritt für Schritt – die Übung aufgebaut um das vorher im Trainingsplan festgelegte Trainingsziel zu erreichen. Während der Arbeit kommt es manchmal auch vor, dass eigentlich schon gut gelerntes Verhalten sich wieder verschlechtert. Ist dies der Fall, geht man mit der Übung wieder einen Schritt zurück und verstärkt vorübergehend auch wieder die Vorstufe. (vgl. Del Amo / Theby, 2017, S171) Seite 58

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie 6 Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Ausbildung Nach den Gesetzen der Lerntheorie, wird ein Verhalten durch die Konsequenzen bestimmt. D.h. Verhalten, das angenehme Konsequenzen durch Belohnung nach sich zieht, wird immer wieder gezeigt, während nicht belohntes Verhalten oder bestraftes Verhalten nicht mehr gezeigt oder angepasst wird. Sowohl das Training mit dem Hund, als auch das Training mit dem Huhn haben gezeigt, dass Belohnung motiviert, und die Tiere das von ihnen gewünschte Verhalten zeigen, ohne dazu gezwungen zu werden. Auch schafft das Arbeiten mit angenehmen Konsequenzen (positive Verstärkung / Belohnung) die ideale Atmosphäre, um zu Lernen – die Angst für Fehler bestraft zu werden wird dadurch ausgeschlossen. Die Tiere lernen Probleme selbst zu lösen und entwickeln Kreativität. Hund und Huhn zeigen Lernen durch Habituation und Sensitivierung. Beide Tierarten reagieren gleichermaßen sensibel auf Unbekanntes; Unterschiede gibt es lediglich in der Fähigkeit der Wahrnehmung und Differenzierung. Eine weitere Erkenntnis, die die Autorin gewinnen konnte ist, dass viele Trainingsmethoden gleichermaßen bei Hund wie auch Huhn angewendet werden können und zum gewünschten Erfolg führen. - Shaping (kleinste Schritte in Richtung Zielverhalten werden geformt und belohnt) - Free-Shaping (kleine Schritte Richtung Zielverhalten werden belohnt jedoch ohne Hilfestellung und / oder Einfluss von außen) - Modeling (die Manipulation des Tieres in eine gewünschte Position mit anschließender Belohnung) - Capturing (vom Tier spontan gezeigtes Verhalten wird belohnt) - Luring (=locken: ein Tier wird mit Futter in eine bestimmte Position gelockt und dann belohnt) - Promting (= „auf die Sprünge helfen“ bedeutet, dass gewünschtes Verhalten provoziert / ausgelöst wird) - Mimikry (das Tier schaut sich ein bestimmtes Verhalten ab und ahmt dieses nach) Seite 59

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