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Die Besteuerung der Renten - unter besonderer Berücksichtigunbg einer Reform des Systems der sozialen Sicherung

Die Besteuerung der Renten - unter besonderer Berücksichtigunbg einer Reform des Systems der sozialen Sicherung - Dissertation aus dem Jahr 1988

102 Gruppe Rechnung

102 Gruppe Rechnung getragen. Ein solches Vorgehen unterstellt, daß die der Untersuchung zugrundeliegenden steuerlichen Bedingungen langfristig konstant bleiben. Die folgenden Tabellen 15 a, 15 b und 16 zeigen in einem direkten Vergleich zu den eingangs wiederzufindenden Tabellen 5 und 6 ( Seite 30 u. 34 ) die steuerlichen Beund Entlastungen, die Alterseinkunftsempfänger durch das nachgelagerte Konzept erfahren. Während die Tabellen 15 a und 15 b ausschließlich auf den Besteuerungsbeginn abzielen und dabei die Wirkungen der einzelnen Maßnahmen deutlich werden lassen, bezieht sich die Tabelle 16 auf die Darstellung der Tarifzonenspektren. Es wird ersichtlich, daß sich der getroffene Maßnahmenkatalog belastend auf die Sozialversicherungsrentner ( Altfälle ) und die alleinstehenden Pensionäre auswirkt, während die übrigen Alterseinkunftsbezieher entlastet werden. Im Gegensatz zu den beabsichtigten Belastungen der SV - Rentner erscheint die früher einsetzende Besteuerung der alleinstehenden Pensionäre als ungewollt. Dies gilt auch für den weiteren Belastungsverlauf dieser Personengruppe, der bis in den unteren Bereich der Progressionszone hinein eine im Vergleich zur gegenwärtigen Besteuerung höhere Belastung ausweist. Für darüber liegende Einnahmen verkehrt sich diese Wirkung in das Gegenteil, d.h. in eine steuerliche Entlastung. Hauptgrund hierfür ist die veränderte Form der Vorsorgepauschale. Während derzeit eine Pensionszahlung i.H.v. 16.512,-- DM/p.a. ausreicht, um in den Genuß des pauschalen Höchstbetrages zu gelangen ( = 1.998,-- DM ), erreicht die modifizierte Vorsorgepauschale erst bei Zahlungen von 33.000,--DM/p.a. die Höhe dieses Abzugsbetrags. Bei Pensionärshaushalten mit nur einem Einkommensbezieher tritt dieser Verteilungseffekt nicht auf, da eine Kompensation der negativen Wirkungen der Vorsorgepauschale durch den verdoppelten Altersfreibetrag erfolgt. Dem negativen Effekt des nachgelagerten Verfahrens auf die Pensionszahlungen ist nur wenig Beachtung zuzumessen, da die getroffenen Maßnahmen ihrer Höhe nach beispielhaft bestimmt wurden. Variationen des Altersfreibetrags, der Vorsorgepauschale oder des Tarifs zeigen im Bezug auf dieses Ergebnis korrigierende Wirkung. Unabhängig dieser Problematik kann festgestellt werden, daß die Wirkungen einer veränderten Besteuerung für Pensionäre und Arbeitnehmer vergleichbar sind. Durch den systematisch gebotenen unbeschränkten Abzug von Sozialversicherungsbeiträgen -hier Krankenversicherungsbeiträgen- werden die Bezieher von mittleren und höheren Einkommen merklicher entlastet als jene der unteren Einkommenskala. Entsprechend der technischen Ausgestaltung der Maßnahmen fällt dieser Effekt mehr oder minder ausgeprägt aus ( vgl. Belastungsverlauf Pensionär - Arbeitnehmer ).

103 Tabelle 15 a Beginn der Belastung mit Einkommensteuer 1988/89 ( Nachgelagertes Verfahren )

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