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Die Besteuerung der Renten - unter besonderer Berücksichtigunbg einer Reform des Systems der sozialen Sicherung

Die Besteuerung der Renten - unter besonderer Berücksichtigunbg einer Reform des Systems der sozialen Sicherung - Dissertation aus dem Jahr 1988

152 Es wird erkennbar,

152 Es wird erkennbar, daß die positivste Steuermentalität bei den Ruheständlern ( Rentnern, Pensionären ) anzutreffen ist. Am negativsten schätzen die Arbeitnehmer den Begriff der Steuern ein. Auffallend ist weiter, daß sich vor allem junge Menschen negativ zur Steuer äußern, während mit zunehmenden Alter die positive Einstellung zu diesem Begriff wächst. Tabelle 21 Gegliederte Steuermentalität nach dem Alter Die erbrachten Ergebnisse weisen unter Vorbehalt, allgemeine Tendenzen aus, die Ausdruck des bestehenden Wertesystems sind. Die Ergebnisse der 30 bzw. 25 Jahre zurückliegenden Studie sind im auffallenden Maße mit den oben genannten Resultaten kongruent. 1 Dies kann als Ausdruck dafür gewertet werden, "... daß derartige Grundeinstellungen verhältnismäßig tief verankert sind und sich nur langsam ändern ...". 2 Der Begriff der Steuermentalität wird überwiegend durch verhaltenslenkende Komponenten bestimmt. Neben der generellen Einstellung des Bürgers zum bestehendem Staat sind es das Steuerbelastungsgefühl und die Äquivalenzabwägungen, die in dieser Größe zum Ausdruck kommen. 3 Unter den Äquivalenzabwägungen versteht man die individuelle Austauschrelation der erbrachten Steuerzahlung zur wahrgenommenen öffentlichen Leistung. 4 Aufgrund einer fehlenden direkten Beziehung der staatlichen Leistungen zur Steuer- 1 Siehe Schmölders, G., a.a.O., Seite 326 2 ebenda 3 Siehe Mettelsiefen, B., Zur Theorie der Steuerhinterziehung, in : Schattenwirtschaft und alternative Ökonomie, Hrsg. : De Gijsel, P., Seifert-Vogt, H.-G., Regensburg 1984, Seite 71 4 Siehe ebenda, Seite 73 f

153 zahlung wird im allgemeinen angenommen, daß die individuelle Steuerlast höher empfunden wird, als die Belastung der Einkommen mit Sozialabgaben. Die vorliegende Untersuchung erbrachte hier ein überraschendes Ergebnis. Mit einem arithmetischen Mittel von 0,99 ist die Beitragsmentalität der Befragten nahezu neutral. Sie liegt aber, und dies ist das Erstaunliche, gering unter der der Steuermentalität. Wie Tabelle 22 belegt, waren es die Arbeitnehmer und die Selbständigen, die negeativ auf die betrachtete Beitragsmentalität wirkten. Dem positiven Argument "Sparen für einen unbesorgten Lebensabend" als Beurteilung der Beiträge zur GRV stimmten überwiegend die Rentner und Beamten zu. Tabelle 22 Beitragsmentalität gegliedert nach Tätigkeitsfeldern Die nach dem Alter gegliederte Beitragsmentalität weist ebenfalls strukturelle Kontraste zu den Steuern aus. Die Unterschiede in der generellen Beurteilung der Beiträge sind nicht so ausgeprägt wie bei der Steuermentalität. Aber auch hier sind es die älteren Personen, die durch ihre positive Grundeinstellung auffallen. Auf eine weitere Interpretation der Ergebnisse wird verzichtet, da die geringe Anzahl der Befragten eine allgemeinbezügliche Aussage nicht gestattet. Dennoch hervorzuheben bleibt die Tatsache einer über die Beiträge hinausgehenden Steuermentalität.

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