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Die Besteuerung der Renten - unter besonderer Berücksichtigunbg einer Reform des Systems der sozialen Sicherung

Die Besteuerung der Renten - unter besonderer Berücksichtigunbg einer Reform des Systems der sozialen Sicherung - Dissertation aus dem Jahr 1988

28 Tabelle 4

28 Tabelle 4 Ertragsanteile

29 Zur Ermittlung der "Sonstigen Einkünfte" aus Rentenzahlungen wird der Ertragsanteil um einen Werbungskostenpauschbetrag in Höhe von 200,-- DM gekürzt, soweit keine höheren Werbungskosten nachgewiesen werden. Weitere Kürzungsbeträge zur Ermittlung des zu versteuernden Einkommens sind die Sonderausgaben ( ggf. Vorsorge - Pauschbetrag bis 1989, Sonderausgaben - Pauschbetrag ), die außergewöhnlichen Belastungen des § 33 bis 33 c EStG sowie die Sonderfreibeträge. Zu den Sonderfreibeträgen gehört u.a. der Altersfreibetrag, der jedem Steuerpflichtigen gewährt wird, der zu Beginn des Veranlagungszeitraums das 64. Lebensjahr vollendet hatte. Er beträgt 720,-- DM und wird letztmalig für den Veranlagungszeitraum 1989 gewährt. Bezieht der Steuerpflichtige neben seiner Leibrente noch weitere Alterseinkünfte, so kommt unter Umständen der Abzug eines Altersentlastungsbetrages in Betracht. Den Altersentlastungsbetrag erhalten ebenfalls alle Steuerpflichtige, die das 64. Lebensjahr vollendet haben. Bei der Berechnung des Altersentlastungsbetrags bleiben die Alterseinkünfte im engeren Sinn, d.h. die Leibrenten und die Versorgungsbezüge des § 19 Abs. 2 EStG, ohne Ansatz; ebenso die negativen Einkünfte. Der Altersentlastungsbetrag des § 24 a EStG beträgt 40 % der Bemessungsgrundlage, maximal 3.000,-- DM (ab 1990 3.720,-- DM). Tabelle 5, die den Belastungsbeginn verschiedener Alterseinkünfte mit Einkommensteuer darstellt, faßt die zuvor beschriebene steuerrechtliche Behandlung der SV- Renten nochmals anschaulich zusammen. Dabei beschränkt sich die Betrachtung nicht auschließlich auf die Alterseinkünfte im engeren Sinn, sondern bezieht die sogenannten "originären" Alterseinkünfte in die Darstellung mit ein. Grundlage der Betrachtung bildet der für die Jahre 1988/89 maßgebliche Einkommensteuertarif sowie die Annahme eines über 65 jährigen Steuerpflichtigen, dem keine Kinderfreibeträge i.S.d. § 32 EStG zuzurechnen sind. Im Fall der verheirateten Steuerpflichtigen wird weiter unterstellt, daß sie Einkünfte aus einer Einkommensquelle beziehen und beide das 65. Lebensjahr vollendet haben. Im Fall des Sozialversicherungsrentners wird angenommen, daß der Ertragsanteil der Rente 24 % beträgt. Der in Tabelle 5 dargestellte Beginn der Tabellenstufe ergibt sich aus dem Grundfreibetrag des § 32 a Abs 1 Ziffer 1 EStG ( 4.752,-- DM ) und dem Rundungsbetrag des § 32 a Abs. 2 EStG. Nach dieser Vorschrift ist das zu versteuernde Einkommen auf den nächsten durch 54 ohne Rest teilbaren Betrag abzurunden, soweit dieser nicht ohne Rest teilbar ist. Wie Tabelle 5 zeigt, setzt der Beginn der steuerlichen Belastung im Fall der Rentenzahlung am spätesten ein. Dies gilt sowohl für die Renten der GRV, als auch für die übrigen Leibrenten des § 22 Ziffer 1 a) EStG.

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