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Grundformen der Angst

- 14 - Wir können

- 14 - Wir können unterschiedliche Formen von Angststörungen unterscheiden: 1. Das generalisierte Angstsyndrom (GAS): Die Betroffenen erleben ständig frei flottierende Angst mit (leichter bis schwerer) Spannung und Nervosität, oftmals ohne daß sie Auslösende Faktoren oder Ereignisse nennen können. Oft kommt es auch zu unrealistischer oder exzessiver Sorge (furchtsame Erwartungen) über längere Zeit. – Die Unterscheidung von depressiven Zuständen ist oft schwierig. 2. Anpassungsstörung mit ängstlicher Gestimmtheit (Konfliktreaktionen): Die Störung mit teils starker lähmender Angst kann kurzfristig durch Lebenskrisen (Scheidung, Arbeitsplatzverlust, Krankheit etc.) ausgelöst werden. 3. Paniksyndrom (PS): Panikstörungen sind akute und besonders schwere Formen von Angststörungen, die episodenartig ohne besondere Vorwarnung im Alltag auftreten. Die Betroffenen erleben starkes und plötzliches Unwohlsein mit panischer Angst; häufige (körperliche) Symptome sind u.a.: Hyperventilation, Atemnot, Erstickungs- oder Würgegefühle, Herzrasen oder – Stolpern, Beklemmungsgefühle in der Brust, Schweißausbrüche, Schwindel und Schwächegefühl, Übelkeit, Gefühle der Unwirklichkeit und des Losgelöstseins, Hitzewallungen oder Frösteln, Zittern, Todesangst oder Angst vor drohender Vernichtung etc. – Die ersten Attacken scheinen keine faßbare Ursache zu haben, sie treten aber oft in einer Zeit des Umbruchs oder der Krise auf (Trennungsangst). – Durch den Verlauf kommt es häufig zu Erwartungsangst, aufgrund derer die Betroffenen sich in ihrem Lebensvollzug stark einschränken. 4. Phobien und phobische Störungen: Es handelt sich um hartnäckige und eigentlich unbegründete Ängste vor bestimmten Objekten, Aktivitäten oder Situationen, die meist dazu führen, daß die Betroffenen solche Situationen meiden (Angst vor bestimmten Tieren, vor geschlossenen Räumen, vor freien, offenen Plätzen, vor dem Sprechen in der Öffentlichkeit, aber auch Höhenangst, Flugangst etc.). Das angstauslösende und vermiedene Objekt ist bekannt, die Entstehung der Angst aber nicht. Die Vermeidung wirkt meist deutlich verstärkend auf die Angst. Spezifische (einfache) Phobien (SPP): Offensichtlich nicht begründbare Ängste vor bestimmten Objekten, Orten oder Situationen. Die Betroffenen haben die Einsicht, daß ihre Angst und Sorge überstark oder unrealistisch sind.

- 15 - Soziale Phobien (SP): Die Betroffenen reagieren übermäßig ängstlich, nervös und sehr aufgeregt in sozialen Situationen, in denen sie beobachtet oder von anderen beurteilt werden könnten (z.B. beim Reden, Schreiben, Essen etc.). Sie leiden darunter und entwickeln starke Angst, sich in der Öffentlichkeit zu blamieren oder gedemütigt zu werden. – Diese Störung kann generalisiert werden und sich auf alle öffentlichen Situationen ausweiten (Selbstunsichere Persönlichkeitsstörung). Agoraphobie (AG): Diese ‚Platzangst‘ zeigt sich als ausgeprägte Angst vor dem Verlassen der eigenen Wohnung, vor dem Alleinsein oder dem Aufenthalt an Orten, von denen Flucht schwierig oder peinlich sein könnte oder an denen Hilfe nicht erreichbar sein könnte. – Was in diesen Situationen vor allem Angst macht, ist die Gefahr, die Kontrolle zu verlieren (sie machen sich z.B. Sorgen, einen Herzinfarkt zu erleiden, ohnmächtig zu werden, in eine peinliche Situation zu geraten, Verlust der Blasen- oder Darmkontrolle zu erleiden ... oder gar zu sterben). Zu den Situationen, die am häufigsten Platzangst auslösen, gehören der Aufenthalt in Menschenmengen, Theatern und Kinos, Kaufhäusern und Supermärkten oder in Tunneln, Fahrstühlen, Parkhäusern, außerdem in öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Schlangestehen etc. Die Agoraphobie beginnt oft mit einer Reihe von Panikattacken, der Ort der ersten Attacke wird meist generalisiert. Durch den Verlauf werden die Betroffenen häufig demoralisiert. Die Gründe für die Entstehung von Angststörungen sind weitgehend unbekannt. Es gibt unterschiedliche Erklärungsansätze aus tiefenpsychologischer und psycho-physiologischer Sicht.

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