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Grundformen der Angst

- 16 - Dritter Teil

- 16 - Dritter Teil Angst aus astrologischer Sicht Die Astrologie als ganzheitlicher Ansatz zum Verständnis des Menschen hat grundsätzlich eine höhere Affinität zur oben umschriebenen ganzheitlich-phänomenologischen Betrachtung der Angst. Um den Zugang der Astrologie zum Phänomen Angst differenziert darstellen zu können möchte ich zunächst (in Anlehnung an Lersch 1970) einige Grundgedanken zu meinem Verständnis der menschlichen Person vortragen, um danach den Versuch einer astrologisch formulierten Theorie der Angst zu machen. Dabei sollen nicht nur psychologische Erkenntnisse auf astrologische Zusammenhänge übertragen werden, das Phänomen Angst soll vielmehr aus der ganzheitlich-psychologischen Sicht der Humanistischen Astrologie betrachtet werden. Versuch einer astrologisch formulierten Theorie der Angst • Das Erleben und Verhalten des Menschen ist nur aus der Beziehung zwischen Person und Welt verstehbar, denn er ist anthropologisch immer auf seine Welt (Umwelt und Mitwelt) ausgerichtet. Diese Beziehung kann bei unterschiedlichen Individuen unterschiedlich eng, nah und direkt sein (F. Perls würde sagen, daß die Kontaktgrenzen, an denen Erleben entsteht, bei Menschen aufgrund ihrer Konstitution und Geschichte unterschiedlich sein kann).

- 17 - • Der Mensch ist dabei allerdings von seiner Natur her kein passiv aufnehmendes Wesen, das nur auf Umweltreize reagiert, sondern er eignet sich seine Welt an, setzt sich von Anfang an mit ihr auseinander. – Das bedeutet, daß er zunächst - gedrängt und geleitet durch seine Antriebserlebnisse (Bedürfnisse und Strebungen) - aktiv und gerichtet auf seine Welt zugeht (unter Einsatz der ‚Planeten‘ als Wirk-Zeuge, vor allem von Sonne, Mars, Jupiter, sowie der Kraft des Aszendenten), bevor es überhaupt zum Erleben kommt. Jetzt erst wird er die Welt bemerken und wahrnehmen (Merkur, evtl. Venus) und in diesem Erleben, das immer schon emotional getönt ist, auf sich zurückgeworfen (Mond, evt. Venus). • Dadurch kommt es in seiner jeweiligen inneren Gestimmtheit (also in seinem Lebensgefühl, Selbstgefühl und Weltgefühl) je nach seiner Anlage zu Veränderungen, die einerseits neue Kräfte freisetzen, oft aber auch zu Anpassungs- und Regulationsprozessen führen können (Jupiter und Saturn, aber auch Uranus, Neptun, Pluto, auch Chiron). – Das wird vor allem erlebbar in der Befriedigung, bezw. im Unbefriedigt-bleiben der angestrebten Bedürfnisse und dies führt wiederum zu einer neuen Balance oder zur Störung der inneren Gestimmtheit, die dann wieder ausgeglichen werden muß. • Die dabei entstehende Disbalance kann sich vielfach als Angst äußern. Wenn wir Angst (und Ekstase) als Erregungsformen unseres Lebensgefühls verstehen, erfahren wir im Angsterleben aber nicht nur auslösende Reize des Bedrohtseins, sondern erleben ganzheitlich neben dieser Auslösung - und sie meist überdeckend - die Gestimmtheit dieser Erregung (auch auf der physiologischen Ebene) und die Wirkung der gleichzeitig einsetzenden Bewältigungskräfte, die jetzt versuchen, unser inneres Gleichgewicht angesichts der Bedrohung zu bewahren oder wieder herzustellen. • Wir haben dazu alle in früheren Phasen unserer Entwicklung bestimmte Bewältigungsstrategien, (Thomae 1955 und 1968 spricht von Daseinstechniken und schließt dabei defensive und evasive Techniken ein) gelernt, erworben, die als ‚alte‘ Verhaltensmuster jetzt zum Einsatz kommen können und dazu dienen, inneres Ungleichgewicht, Spannung und Verspannung zu beheben oder zu lindern (vgl. dazu Schumacher / Reschke 1994). Thomae (1968) erwähnt u.a. als solche ‚Techniken‘: ‣ ‚effektives‘ Verhalten: Arbeit, Leistung und Gestaltung, ‣ Anpassung: Assimilation, Identifikation, Verschiebung und normative Orientierung, ‣ defensive Techniken (Abwehr-Mechanismen): Verdrängung, Projektion, Introjektion, Ungeschehenmachen, Leugnung, Rationalisierung, Kompensation, aber auch Isolierung, Regression, ‣ exgressive und evasive Reaktionen: Entspannung, Abschalten, Sich-zurückziehen, Aus-dem-Feld-gehen, Sich-treiben-lassen, Flucht (auch in die Krankheit) und Somatisierung, ‣ aggressive Reaktionen: nicht nur in direkter Form als Aktion, sondern auch in symbolischer Form als Kritik, Abwertung anderer, Verleumdung, sowie als rücksichtslose Durchsetzung und Gewalt etc. Andere Autoren unterscheiden neben unreifen Bewältigungsstrategien (z.B. Projektion, schizoide Phantasie, Hypochondrie, passiv-aggressives Verhalten, Ausagieren) ‚neurotische‘ Strategien (Intellektualisierung, Verdrängung, Verschiebung,

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