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Made in Achim

melinger zu einem zweiten Frühling. Ein frisches und freches Marketing holte den Klassiker zurück ins öffentliche Bewusstsein. Auf Plakaten und in Anzeigen standen Headlines wie „Bremens zweitbestes Bier“ und „Hemelinger – reicht doch!“ und „Stoppt Bierversuche“. Zunächst kam Hemelinger als alteingesessenes „Spezial“ zurück, doch die Marke blieb nicht lange allein. Bier für Bier brachte die Familie Henze die verschiedenen Sorten zurück, die schon im späten 19. Jahrhundert zur Hemelinger-Familie gehörten. Mit der neuen Malz-Variante zählt sie heute acht Mitglieder. „Damit so etwas funktionieren kann, braucht man ein glaubhaftes Produkt mit Herkunft und Geschichte – etwas, mit dem man sich identifizieren kann“, erklärt Bernhard Henze. „Wir müssen uns ja nicht nur gegen die internationalen Marken behaupten, sondern insgesamt in einem Markt mit sehr vielen guten Produkten. Da braucht man schon eine Identität, etwas Unverwechselbares – bloß ein Marketingkonzept überstülpen, das bringt nichts. Als wir Hemelinger 2009 übernahmen, mussten wir nichts erfinden, es war alles schon da. Es macht Spaß, so eine kleine Marke am Leben zu halten. Wir sind da nicht anders als unsere Kunden: Wenn uns etwas schmeckt, wollen wir es behalten.“ Das passt zusammen: Das Bier, das nicht dick aufträgt, und Bernhard Henze, der als Beruf gern mal „Bierfahrer“ angibt und sich lieber über seine niedersächsische Heimat und ein regionales Gefühl Ein Herz für Biere: definiert als über unternehmerische Erfolgs- geschichten, von denen er jede Menge erlebt hat Eine mutige Kampagne, die mit dem reiches mittelständisches Unternehmen. „Was wir Die Rückkehr von Hemelinger – Getränke Ahlers ist ein wachsendes und erfolg- Preis-Leistungsverhältnis des Bieres spielt, entstaubt das Hemelinger Markenimage und macht Spaß. Die Vorliebe der Kunden für Regionales haben Bernhard und Andreas Henze immer wieder mit eigenen Marken bedient. Neben Fruchtsäften und Wässern aus norddeutscher Quelle geht viel Liebe und Mühe in Kreationen aus Hopfen und Malz: Getränke Ahlers hat ein Herz für Biere. Neben Eigenmarken wie „Lüttjes“ und „Weserländer“ hat der Branchenspezialist dabei eine Traditionsmarke in den eigenen Reihen – „Hemelinger“. Das süffig würzige, untergärige Schankbier in der bauchigen braunen Flasche wird seit 1878 gebraut, wäre 2008 aber fast aus den Köpfen und Kühlschränken der Norddeutschen verschwunden. Die Markeninhaber InBev wollten es im Rahmen einer Portfolio-Straffung aus dem Sortiment streichen. Bernhard Henze, der das Bier schon als machen, können wir nur als Mannschaft machen. Wenn wir keine Leute hätten, die richtig mit anpacken, die sich einbringen und jeden Tag neu an die Arbeit gehen, würde es uns nicht geben. Die Loyalität und die langjährige Treue unserer Mitarbeiter sind die Voraussetzung für zufriedene Kunden und einen unternehmerischen Erfolg, von dem wir alle profitieren. Wir haben gemeinsam schon viele Herausforderungen gemeistert und sind über die Jahre ein eingespieltes Team geworden – so soll es bleiben. Nahe dran zu sein ist uns als Familienunternehmen ja sozusagen ins Stammbuch geschrieben. Das gilt auch für die Arbeit mit unseren Kunden; wir wollen immer genau verstehen, was gebraucht wird und setzen auf Langfristigkeit sowie verlässliche Qualität. Das war bei meinem junger Mann gern trank, wollte das nicht mit ansehen, erwarb die Markenrechte und verhalf He- klein bleiben, auch wenn man groß ist.“ Großvater so, und so ist es geblieben. Man * muss 14 Made in Achim

„Bremischen Kurs halten. Wir entscheiden hier.“ Detlev Herrmann, Vorstand und Ulf Brothuhn, Vorstandsvorsitzender Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt. Die Bremische Volksbank trifft als selbständige mittelständische Bank ihre Entscheidungen in Bremen. Seit 90 Jahren verlässlich, pragmatisch, kompetent – und vor allem schnell. Wir sind für Sie da, mitten im Herzen unserer Stadt an der Domsheide – und dort bleiben wir auch. Wir machen den Weg frei. Made in Achim 15